(*
Meine grobe Übersetzung:)zurück
Films & Filming (UK)
September 1989
"Es ist schwierig, dieses
Drama wirklich objektiv zu betrachten. Ich habe Robert
Lawrence sehr gut kennengelernt und es war eine sehr
eigenartige Beziehung, denn er ist nicht jemand, mit dem
ich mich unter normalen Umständen angefreundet hätte.
Als ich den Film sah, konnte ich immer nur denken 'Ist
das alles? Ist das alles, was es auf den Bildschirm
geschafft hat?' Nach all dem, was ich gelernt hatte,
durchgemacht hatte - wir alle durchgemacht hatten - ist
es doch nur ein Film, das ist alles, was es ist."
"'Tumbledown' war das
aufregendste Drehbuch, nach dem ich je gearbeitet habe,
[...] Nichts hat mich seitdem nochmals in gleicher Weise
interessiert."
Chicago Tribune 25 May 1990
'Tumbledown' verursachte ein
phantastische Kontroverse Großbritannien."
"Die Crème des britischen
Reaktionismus zeigte sich mit Macht im Vorfeld der
'Tumbledown'-Ausstrahlung und verlangte die Einäscherung
des Filmes, alle nur erdenklichen Beleidigungen
wiederholend."
"Die Linken mochten ihn
genauso wenig. Es gab Schlagzeilen über Monate hinweg.
dann wurde er ausgestrahlt und es gab Schlagzeilen für
weitere drei Monate. Es war ein Spaß, in all dem
mittendrin zu sein."
"Es geht um die Schaffung
eines 'Schokoladen-Soldaten', ein Mann, der die Touristen
vor dem Buckingham Palace beeindruckt, der sich während
des Krieges in ein psychopathisches Monster verwandelt,
wie das jeder Mann muß, wenn er nicht davonläuft."
"Es geht nicht um ein
leidendes Kriegsopfer. Es geht um einen Mann, der sein
eigenes Unglück herbeigeführt hat. Er kommt zurück,
wütend und un-glorreich, minus 43 % seines Gehirns,
sabbernd und blasenschwach. und statt belobigt zu werden,
wird er im Trauergottesdienst in die letzte Reihe
verbannt, am Ende bekommt er eine Medaille und wird
aufgefordert, den Mund zu halten."
TV Times (UK) September 1994
Der Part hatte einen tiefen
Einfluß auf ihn. Noch drei Jahre später wurde er von
Albträumen verfolgt. "Ich hatte Angst um meinen
Verstand," gesteht er. "Ich habe mich
tatsächlich gefühlt als hätte ich all diese
schrecklichen Dinge erlebt. Das hat meinen Kopf ein wenig
durcheinander gebracht. Seit dem stelle ich mir immer
wieder die Frage: 'Ist die Schauspielerei all das wert?'
Auf der einen Seite sicherlich nicht, aber wenn sich eine
andere Rolle wie die des Robert Lawrence anbieten würde,
wäre ich glaube ich nicht fähig, sie abzulehnen."
The Guardian, 10 Februar 1996
"Ich erinnere mich, mich
mit Robert Lawrence unterhalten zu haben, den ich in
'Tumbledown' spiele. ich wußte, daß etwas passiert,
wenn das Adrenalin einschießt und man nur in einer
bestialischen Art und Weise weitermachen kann. Und
manchmal gibt es eine Rolle, die genau diese
Rücksichtslosigkeit in mir weckt und, ja, 'Hamlet' wäre
so eine. Aber ich fürchte so etwas frißt Dich auf. Ich
möchte nicht für die Welt verloren sein."
Time Out March 19-26 1997
"Um ehrlich zu sein, ich
habe zu der Zeit nicht viel über meine Darstellung
nachgedacht, obwohl jetzt ein paar Jahre vergangen sind.
Wissen sie, das ist diese Art von Rolle. Er wird hier
gelähmt, ersticht dort jemanden, weint da. Es ist pure
Schauspielschul-Kost. Robert ist ein weit nebulöserer
Charakter als das. Er verläßt sich nicht auf sein
Aussehen oder sein Charisma; wenn man ihn trifft,
realisiert man, hier ist ein Mann der an seinen eigenen
Vorstellungen zerbrochen ist."
"Was mich am meisten an
'Tumbledown' geschockt hat, war, daß ich robert so nahe
kam. Da war jemand, der während des ganzen Drehs an
meiner Seite war. Und ich dachte: Ich bin tatsächlich
wie er. Ich habe mir vorgestellt, er zu sein, und dann,
als der Film rauskam und all die ganze bekannte Mimik zu
sehen war, ging's mir körperlich schlecht vor lauter
Enttäuschung, Es hat Jahre gedauert, bis ich schätzen
konnte, was ich da getan hatte. Das ist einfach ein
Schauspieler und seine Eitelkeit ..."
Observer 9. April 2000
"Ich habe mit ihm
gelebt", sagt er über Lawrence. "Und er war
eine wahre Goldmine. Ein Mann, der sich auszudrücken
weiß und dies auch tut. Firth begann sich mit Lawrence
zu identifizieren. er stürzte sich in die Rolle. Er
hatte sogar Albträume über den Falklandkrieg. Wenn er
als Lawrence in die Kamera blickte, sagt er, "hatte
ich sein Gesicht vor meinem geistigen Auge. Sein Gesicht
an mir."
"Zu der Zeit gefiel es mir
zu denken, daß ich ein unglaublich gewagtes Opfer für
mein Handwerk mache. Wenn ich am Ende neurotisch sein
sollte, bitte schön. Jetzt sehe ich, daß das ein etwas
betörender Gedanke war. Ich habe nicht wirklich
gelitten."
zurück