![]() Was ist Phosphat? Phosphat ist ein negativ geladenes Ion, ein Anion. Es ist in den Zellen 65-mal höher konzentriert, als im Raum außerhalb der Zellen. Phosphat ist ein Baustein vieler wichtiger Moleküle im Organismus. Phosphat ist im Säure-Basen-Haushalt die wichtigste Puffersubstanz. Das meiste Phosphat befindet sich in den Knochen als Kalziumverbindung. Der Phosphathaushalt ist eng mit dem Kalziumhaushalt verknüpft. Die Salze der verschiedenen Phosphorsäuren: Verwendung hauptsächlich als Düngemittel und wegen der komplexbildendenden, waschaktiven Eigenschaft als Zusatz in Wasch- und Reinigungsmitteln. Phosphate gelangen über Haushaltsabwässer und Düngemittelauswaschungen in die Gewässer und tragen zu deren Eutrophierung (=Überdüngung) bei. Die Folge einer Überdüngung ist ein enorm gesteigertes Wachstum von Algen, die das Wasser so trüben, dass nur mehr in den oberen Schichten genügend Licht für die Fotosynthese vorhanden ist. Die Algen der tieferen Schichten sterben und bei den nachfolgenden Zersetzungsprozessen wird mehr Sauerstoff verbraucht als nachgeliefert wird. Außerdem kommt es durch Fäulnis zur Bildung von giftigen Stoffen wie Ammoniak und Schwefelwasserstoff. Beides zusammen wirkt sich auf Lebewesen dramatisch aus, verstärktes Sterben ist die Folge. Das Gewässer „ kippt um.“ In Kläranlagen werden die Phospate in eine schwerlösliche Form übergeführt und abfiltriert. Anschließend kann eine Umarbeitung in Düngemittel stattfinden oder eine Lagerung in Klärschlammdeponien. Die Entwicklung phosphatfreier Waschmittel war ein wichtiger Beitrag um die Einbringung von Phosphaten in die Umwelt zu verringern. Eine gesundheitsgefährdende Eigenschaft ist für Phosphate bisher nicht nachgewiesen worden. Neben der schon erwähnten Eutrophierung und ihren Folgen ist ein erhöhter Phosphatgehalt im Trinkwasser deswegen bedenklich, weil der Grund dafür eine mögliche Verschmutzung mit Fäkalien sein kann. In diesem Fall wären z.B. auch die Ammoniumwerte erhöht. Katrin und Ivana
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