Kapitel Chemie
Nitrat


Ammonium - NH4+

Nitrate nennt man die Salze der Salpetersäure. Fast alle sind wasserlöslich. Die wichtigsten Nitrate sind Kaliumnitrat und Natriumnitrat.

Nitrat, Nitrit und Ammoniak sind für die Wasserwirtschaft wichtige Verbindungen. Sie sind Stationen im Stickstoffkreislauf, der unter Einwirkung von Bakterien durchlaufen wird.

Stickstoffoxide gelangen auf unterschiedliche Weise in die Umwelt (z.B. durch Verbrennungsanlagen und Kraftfahrzeuge.) Teilweise vom Regen aus der Atmosphäre gewaschen, bilden sie auf der Erde lösliche Nitrate und Nitrite.

Nitrate haben eine positive Wirkung auf das Pflanzenwachstum und werden daher als Dünger in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt. Sie sind für den Aufbau von Eiweiß verantwortlich. Durch Regen wird das Nitrat aus den gedüngten Böden ausgewaschen und in die nahegelegenen Gewässer transportiert.

Erhöhte Nitratwerte in Teichen und Flüssen regen das Pflanzenwachstum an (besonders Algen). Das Gleichgewicht kann durch erhöhte Werte „umkippen“, weil die Zersetzung abgestorbener Pflanzenteile in tiefen Schichten mehr von dem in H2O gelösten Sauerstoff verbraucht, als durch die Wasserpflanzen nachgeliefert werden kann.
In Folge ist für die meisten Wasserlebewesen zu wenig Sauerstoff vorhanden und daher sterben sie.
In stehenden Gewässern ist diese Gefahr größer, weil keine Strömungen vorhanden sind.
Diese erhöhte Einbringung von Nährstoffen und deren Anreicherung nennt man Eutrophierung.

Natürlich sind im Trinkwasser erhöhte Nitratwerte möglich.
Doch Nitrate findet man nicht nur im Trinkwasser. Auch in Obst, Gemüse, Fleisch, Getreideprodukten und so weiter können unterschiedliche Mengen enthalten sein.

Eine direkte Gefahr geht von aufgenommenem Nitrat nur für Säuglinge aus! Es kann zu einer mikrobiologischen Umwandlung von Nitrat zu Nitrit führen. Dies wiederum kann zu inneren Erstickungen (Blausucht, Cyanose) führen.
Nitrit kann aber auch mit sekundären Aminen - das sind stickstoffhaltige chemische Verbindungen, die in vielen Medikamenten vorkommen und auch bei der Verdauung entstehen - sogenannte „Nitrosamine“ bilden.
Diese sind stark krebserzeugend, wie Tierversuche gezeigt haben.

Im Trinkwasser dürfen max. 50mg/l, in für Säuglinge geeigneten Wasser max. 10mg/l und in Fischgewässer max. 20mg/l Nitrat enthalten sein.

Bearbeitet nach Riedel-de Haen
Gebrauchsanweisung Aquanal©-Ökotest Wasserlabor

Elena & Raffi
Elena
 

 

 

Hosted by www.Geocities.ws

1