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Wasserhärte Natürlich vorkommendes H2O ist niemals chemisch rein. Chemisch reines H2O schmeckt nach gar nichts, ist fad. Es enthält gelöste Gase wie zum Beispiel O2 und CO2 und Salze wie Calzium - und Magnesiumhydrogencarbonat. Mineralien und Salze werden vom Regenwasser auf seinem Weg über Gesteine und durch den Boden aufgenommen. Der gute Geschmack von Trinkwasser stammt also von den gelösten Inhaltsstoffen. Quellwasser, das besonders viele Mineralien und Gase enthält, wird als Mineralwasser bezeichnet. Oberflächlich fließende Gewässer wie Flüsse und Seen enthalten neben verschiedensten Organismen auch Substanzen, die aus Abwässern stammen bzw. aus Böden in die Flüsse eingeschwemmt werden. (z.B. Phosphate und Nitrate.) Aus Oberflächengewässern wird in Österreich kein Trinkwasser entnommen. Unter Wasserhärte (Gesamthärte) versteht man die Gesamtheit der im H2O enthaltenen Calcium- und Magnesiumionen. Angegeben wird die Wasserhärte in °d (Deutscher Härtegrad). Für unsere Gesundheit ist eine hohe Wasserhärte überhaupt kein Problem, die Gebrauchseigenschaften werden davon aber beeinflusst. Nach dem Römpp Chemie Lexikon (CD 1995) unterscheidet man 4 Härtebereiche:
Das Wiener Trinkwasser weist eine Härte von 6 – 11°d auf. In Ausnahmefällen bis zu 16 °d , weil verstärkt Grundwasser eingespeist wird. Grundwasser ist natürlich ständig mit Steinen und Erde in Kontakt, daher hat es einen höheren Härtegrad. Im Vergleich dazu ist Regenwasser sehr weich. Bei den Wiener Wasserwerken erfährt man die Wasserhärte von den verschiedenen Bezirken. Pauli hat Trinkwasser aus St. Andrä Wördern mitgebracht, die Werte lagen über 30 °d. Seine Eltern haben daher auch eine Anlage zur Reduktion der Wasserhärte. Beim Erhitzen von H2O entweicht CO2 und die Hydrogencarbonate werden in Kalk umgewandelt. Dieser kann sich in Wassertöpfen, auf Heizstäben (z.B. Kaffeemaschinen, Waschmaschinen, Geschirrspülern) ablagern. Den Geräten bekommt das nicht sehr gut, wie man in den Werbesendungen erfahren kann. Um die Wasserhärte zu reduzieren gibt es verschiedene Verfahren, zum Beispiel durch Destillieren oder durch Ionentauscher. Bei letzterem werden die Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen ausgetauscht. Daniel Z.
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