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| Der Regenkult Wenn der Regen ausblieb, versammelten sich die Ureinwohner in Bentayca, um ihre G�tter um Hilfe zu bitten. Sie verharrten drei Tage bei jenen grossen Felsen, hungerten und weinten. Sogar das Vieh begann zu bl�cken, als sie ihre Idole schreiend anflehten, ihnen Wasser zu senden. Dass das Vieh bl�ckte kam nicht von ungef�hr, denn sie liessen es ebenfalls hungern und dursten, bis es sein Leid herausschrie. Die Ureinwohner wollten damit ihren G�ttern zeigen, dass sie ungerecht seien und sie am Tod der unschuldigen Kreaturen Schuld h�tten. Diese Art der Schuldzuweisung ist auch aus anderen Kulturkreisen bekannt. Hatten die G�tter nach drei Tagen immer noch kein Einsehen, so trugen die Ureinwohner ein Schwein namens Aranfaibo (Vermittler), das sie f�r heilig hielten, in einer Prozession um die beiden G�ttersitze herum. Endlich begann es zu regnen! Wenn mehr Wasser n�tig war, so hielten sie das Schwein solange bei sich, bis genug Regen gefallen war. Das Schwein in seiner Funktion als Vermittler zwischen Menschen und G�ttern �bernahm somit die Rolle eines Heiligen. Regenkultpl�tze sind auf den Kanarischen Inseln oft �berliefert. Sie hiessen bei den Ureinwohnern "tagutanta", �bersetzt "baladero" (Ort des BI�ckens). Teilweise wurden aus den "baladeros" auch "bailaderos" (Tanzpl�tze) gemacht. Der "baldero" El Hierros befand sich etwas oberhalb des heutigen Marienheiligtums, der Ermita de la Virgen de los Reyes. |