Die Ureinwohner
Der Chronist Leonardo Torriani beschrieb sie 1590 als Barbaren, barbarischer gar als die Ureinwohner anderer Inseln. Er nannte sie G�tzendiener, denen lediglich der Unterschied zwischen arm und reich bekannt war. Sie ern�hrten sich von gebratenem Fleisch, Milch, Butter und Farnkrautwurzeln, kleideten sich in lange Felle und trugen ihre Haare lang. Der Reichste unter ihnen war automatisch der K�nig.
Sie mochten ausgedehnte Gastgelage. Tanzten, sangen und zogen sich anschlie�end in ihre H�hlen oder teilweise auch schon Steinh�user zur�ck, um auf ihre Betten aus Farnkrautstroh und Schaffellen zu fallen. Ein Stock war ihre einzige Waffe und Bigamie so normal wie essen und trinken. Trotz dieses einfachen und geselligen Lebenswandels, gab es die Todesstrafe. M�rder wurden rigoros umgebracht. Ihre Toten bestatteten sie in H�hlen.
Etwa 100 Jahre bevor Jean de Bethencourt 1405 die Insel eroberte, lebte unter den Ureinwohnern ein Mann namens Ion�, vermutlich ein mallorquinischer Missionar. Er sagte voraus, dass der wahre Gott weiss gekleidet �bers Meer kommen w�rde. Als dann, kurze Zeit sp�ter, die Christen unter weissen Segeln erschienen, wurden sie f�r G�tter gehalten und verehrt.
Die Ureinwohner
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