| Nick Igel im Kosovo | ||||||||||||||||||||||||||
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| Abstecher auf den Balkan, Besuch im Kosovo. Eine eigenartige Landschaft mit einem seltsamen V�lkchen von fr�hlichen Einwohnern. Der kosovarische Serbe liebt es, den kosovarischen Albaner zu erschie�en (Schwarzeneggerdoktrin: Wenn es blutet, k�nnen wir es t�ten), w�hrend umgekehrt der kosovarische Albaner den Serben lieber steinigen w�rde. Aus diesen f�r den ausl�ndischen Gast fast marginal erscheinenden Mentalit�tsunterschieden resultieren heftige Spannungen zwischen den Ethnien. Ja gut, sicher, dass der kosovarische Albaner l�cherliche wei�e Gummih�te zu tragen pflegt, die den Kopf zu einem calimeroartigen (die �lteren werden sich erinnern) Ei werden lassen, wird seinem Ansehen beim kosovarischen Serben kaum zutr�glich gewesen sein. Ebensowenig �brigens wie der ausgepr�gte K�rpergeruch vieler kosovarischer Albaner. Die Religion des Kosovoalbaners scheint zudem die Benutzung von Deodorants zu verbieten, so dass sich ganz automatisch um den Kosovoalbaner herum ein �Sicherheitsstreifen� bildet, in den einzudringen nur politische Gegner mit Gasmasken wagen w�rden. Insofern leistet der K�rpergeruch offenbar sogar einen Beispiel zur Verringerung t�tlicher Konflikte im t�glichen Leben. Fast ebenso wichtig, das Engagement der UN-Verwaltung, die mit einem Hinweisschild vor ihrer Hauptverwaltung unterstreicht: �No long-barrelled guns inside this building�. Wer sich also einen Mitarbeiter der Vereinten Nation schie�en will, erledige diesen tunlichst mit der guten alten kurzl�ufigen Handfeuerwaffe oder wenigstens mit einer abges�gten Schrotflinte.
Im Kosovo Urlaub zu machen, hei�t Luxus zu tanken. Die Hauptstadt Prishtina etwa verf�gt mit ihrem Grand Hotel �ber ein ausgewachsenes F�nf-Sterne-Etablissement. K�nnte man denken. Bis man darauf kommt, dass die Sterne auf dem Dach des dreizehnst�ckigen Geb�udes (das �brigens der UCK geh�ren soll) nur f�r diverse Fu�noten stehen und unten am Erdgeschoss ein Hinweisschild angebracht ist, welches erkl�rt: Der erste Stern steht f�r das Loch im Fu�boden Ihres Zimmers, durch welches man nach Vorbild von Loriots �wir bauen ein Atomkraftwerk� zu den Meyers im Stockwerk drunter schauen kann. Der zweite Stern daf�r, dass die Minibar nicht mit Kaltgetr�nken, sondern mit leeren CD-H�llen vollgestopft ist � eine kleine Anspielung darauf, dass es �berall im Kosovo CD-Schwarzpressungen f�r 2 Euro zu kaufen gibt. Der dritte Stern steht f�r das lose Brett, welches vor das Loch in der Wand zum Nebenzimmer gelegt wurde. Der vierte Stern symbolisiert die durchgebrannten Gl�hbirnen auf allen Zimmern. Man k�nnte ja den hauseigenen Elektriker kommen lassen, aber da wird wieder das Deo-Problem akut, insofern r�t die Direktion stark ab. Bleibt der f�nfte Stern, der nat�rlich auf eine stark wachsende Kakerlakenpopulation hinweist. Nichts wie weg, nur leider ist der Flughafen Prishtina an vierzig bis sechzig Tage im Jahr wegen Nebels geschlossen. Nur b�se Zungen w�rden behaupten wollen, dass das auf die, je nach Windrichtung, von Prishtina zum Rollfeld her�berziehenden und wegen ihrer hohen Intensit�t buchst�blich sichtbar gewordenen K�rperausd�nstungen der Kosovaren zur�ckzuf�hren w�re. Fabrikabgase sind es allerdings auch nicht, denn in Kosovo steht sowieso kein Fabrikstein mehr auf dem anderen, alle R�der stehen still, wenn der b�se Serb� es will. Autoabgase vielleicht, schlie�lich ist trotz darniederliegender Industrie kein Kosovare so arm, dass er nicht noch mit irgendeinem alten Auto herumfahren und das graumsame, an Kosovos Tankstellen erh�ltliche Benzinderivat in die Landschaft pusten w�rde (Auspuff hei�t auf albanisch nicht umsonst �Aus-puh�). Ansonsten ist der Kosovoalbaner jedoch vorbildlich, was den Stra�enverkehr angeht: Bis zum Kosovokrieg durften in der albanischen Clanwirtschaft die Frauen keinen F�hrerschein machen. Jetzt werden von der UN wegen �berlastung der Stra�en �berhaupt keine F�hrerscheine mehr ausgegeben, so dass die kosovarischen Frauen dauerhaft vom nichtruhenden Stra�enverkehr ferngehalten werden (eine alte Forderung des Bundesamtes f�r L�sterei und �ffentliche Demanzipation � BL�D � nachzulesen schon seinerzeit bei www.fettig.de). |
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