Hallo lieber Besucher! Mein Name ist Norman Mauder und ich bin Jahrgang 1975. Mein Abitur habe ich 1994 im Armin-Knab-Gymnasium in Kitzingen mit den Leistungskursen Physik und Kunst gemacht. Zur Zeit studiere ich Biologie an der Universität Würzburg mit den Schwerpunkten Mikrobiologie, Biochemie und Zellbiologie. Die Diplomprüfung habe ich hinter mir, nur die Diplomarbeit muß noch erledigt werden, so daß ich das Studium, daß ich im Sommer 1996 begonnen habe, in Bälde abschließen werde.
Meine Heimat ist das schöne Franken - einen Urlaub in Franken kann ich sehr empfehlen. Da ein Urlaub in der eigenen Heimat für mich jedoch eher langweilig ist, verbringe ich meine eigene freie Zeit häufig in Aventurien...
Irgendwann während meiner Schulzeit - es muß 1985 bis 1986 gewesen sein (ich weiß es einfach nicht mehr) - hatte ich meine erstes aventurisches Erlebnis. Ein Freund, den ich noch aus der Grundschule kannte, lud mich dazu ein, einen "Zug durch das Nebelmoor" zu begleiten. Dieses Abenteuer dauerte jedoch nicht sehr lange, ich fand einfach keinen rechten Zugang zu dieser Welt. Aus heutiger Sicht wundert mich das jedoch sehr, war ich doch eigentlich durch die Lektüre von Tolkiens "Der Herr der Ringe" und die AbenteuerSpielBücher von Ian Livingstone und Steve Jackson, die damals in Mode waren, recht gut präpariert worden. Erst ein paar Jahre später machte ich mich zusammen mit einigen anderen Mitstreitern ein zweites Mal nach Aventurien auf. Von da ab, stattete ich Aventurien regelmäßige Besuche ab, und das tue ich auch heute noch...
Die nun folgenden aventurischen Persönlichkeiten, sind mir im Laufe meiner Aventurienreisen sehr anz Herz gewachsen. Ich stelle sie in der gleichen Reihenfolge vor, wie ich sie kennengelernt habe...
Radagast von Elenvina - von seinen nicht all zu ernst zu nehmenden Freunden gewohnt boshaft "Radlerspast" genannt - ist ein etwa 1 Schritt und 83 Halbfinger großer Magier mit braunen Haaren, einem schwarzen, gestutzten Vollbart und grünen Augen. Wie die meisten Magier ist er von asketischer Konstitution und bringt wohl nur 76 Stein auf die Waage. Sein Gesicht kann das tulamidische Erbe kaum verleugnen, er hat eine ausgeprägte Adlernase und buschige, zusammengewachsene Augenbrauen. Die vielen Götterläufe seines Lebens haben schon die eine oder andere graue Strähne in Haupthaar und Bart hinterlassen und sein wettergegerbtes Gesicht macht den Eindruck von faltigem Pergament.
Radagast wurde in Südalmada als zweites Kind eines Händlerehepaares geboren. Seine Kindheit litt unter der strengen Obhut seiner götterfürchtigen Eltern, die ihm wenig Zeit zum Spielen liesen. Ein Schreiber oder Advokat sollte aus dem ach so blitzgescheiten Jungen werden, der ältere Bruder Roderick sollte das Geschäft übernehmen, so war es schon früh von den Eltern geplant worden. Wenn Radagast einmal nicht im Laden zu helfen hatte, so mußte er sich zunächst in Lesen und Schreiben üben und, als er dies gut genug konnte, Bücher lesen. Leider waren das keine Abenteuergeschichten, sondern so "hochinteressante" Schriften wie das "Brevier der zwölfgöttlichen Unterweisungen" oder veraltete Schriften über Handelsrecht und Geographie. Die häufigen Besuche im Perainetempel oder beim Phexschrein empfand er als eine zusätzliche Bürde.
Wann immer Radagast seinen Pflichten entkommen konnte, draf er sich mit einer abenteuerlustigen Rasselbande der Dorfjugend. Die Anführerin war eine junge Streunerin aus Punin mit feuerrotem Haar namens Orema, für die Radagast vom ersten Augenblick an schwärmte. Doch niemals hätte er als langweiliger, schwächlicher und zu junger Händlerssohn in dieser Bande aufgenommen werden können, wäre da nicht ein geradezu magisches Feuer in seine Augen gewesen und hätte seine Stimme nicht einen so seltsam überzeugenden Klang gehabt. Radagast genoß die freie Zeit mit seinen neuen Freunden und die Streiche, die sie den Bauern und Honoratioren spielten.
Die Gehörnten waren los, als Radagasts Eltern schließlich davon erfuhren! Sie verboten ihrem Sohn kurzerhand jeden Umgang mit "diesen ungezogenen Bälgern". Dies hinderte den immer rebellischer werdenden Jungen jedoch nicht, und er fand immer neue Wege sich unbemerkt aus dem Haus zu stehlen. Eines späten Abends gelang es Roderick jedoch ihm heimlich zu den Ufern des Yaquir zu folgen, wo Radagast sich mit Orema traf. Da kein anderer aus der Bande anwesend war, wollte Roderick die Gelegenheit nutzen, um der kleineren Orema eine Abreibung zu verpassen und seinen jungen Bruder heim zu den Eltern zu schleifen und dort ein Lob einzustreichen. Doch Orema war nicht so schwach, wie Roderick gedacht hatte, die Tricks, die sie in Punins Straßen gelernt hatte waren gemeiner und wirkungsvoller und sie hätte das Gerangel wohl gewonnen, wenn Roderick nicht einen schweren Flußkiesel auf Oremas Kopf geschlagen hätte. Als Radagast das Blut über Oremas Wange laufen sah, brach die KRAFT aus ihm heraus! Er brüllte Roderick wuterfüllt an und dieser geriet in panische Angst, rannte kopflos das Ufer entlang, stürzte und verletzte sich dabei lebensgefährlich.
In den folgenden Tagen ging Radagast durch die Hölle. Er mußte nicht nur mit dem Zorn seiner Eltern fertig werden, sondern auch mit dem schlechten Gewissen, daß sein Bruder durch den Sturz bleibende Schäden davontragen würde. Auch war es inzwischen nicht mehr zu verbergen, daß er zu den wenigen Magiebegabten Aventuriens gehörte. Sein Vater plante deshalb, mit Radagast an verschiedenen Akademien im Umland vorstellig zu werden und seinen Sohn in deren Obhut zu übergeben. Die Puniner Akademie war ihm zu freigeistig, die Vinsalter kam aus persönlichen und politischen Gründen nicht in Frage, und so fiel die Wahl auf Gareth, das über die Reichsstraße in annehmbarer Zeit zu erreichen war. In Gareth angekommen erhielten die beiden jedoch eine Absage: keine Studienplätze frei und außerdem sei an der moralischen Festigkeit des Jungen zu zweifeln, man solle es doch bei einem Privatgelehrten versuchen oder in Elenvina, dort sei man sehr streng und würde ihm die Flausen schon austreiben!
So begannen Radagasts Lehrjahre in Elenvina. Unter der Härte der dortigen Lehrmeister und mit strenger Disziplin wurde er zu einem Adepten in den Künsten der Beherrschungsmagie ausgebildet. Stets begleitet von moralischen Unterweisungen und den religösen Lehren des Zwölfgötterkultes. Radagast fügte sich - äußerlich! Doch im Innern gärte die Wut und die Sehnsucht nach Abenteuer und der Beendigung der ständigen Unterdrückung seines Dranges nach individueller Freiheit.
Nach seiner feierlichen Entlassung als Adeptus minor, widmete er sich sogleich dunkleren Schriften, die ihm die ganze Zeit vorenthalten worden waren. Um diese Studien zu finanzieren, verkaufte er alchimistische Erzeugnisse und nahm Söldnerdienste an. Im Verlauf dieser Aufträge, lernte er die pragmatische und sophistische Hesindegeweihte Franky kennen, sowie den etwas verrückten und blutdürstigen Zwerg Gloin und den gerissenen Krieger Zwamm. Mit ihnen erlebte er so allerlei Abenteuer und sie wurden gute Freunde. Parallele Welten besuchten sie, auch eine in der es keine Magie gab und Radagast lernen mußte ohne die Kraft zurecht zu kommen! Seine Studien in den Zaubern der Borbaradianer zeigten Erfolge. Er rechtfertigte sein moralisch fragwürdiges Streben mit der Nützlichkeit dieses Wissens und dem an sich selbst gegebenen Versprechen, die schwarze Magie niemals zu bösen Zwecken anzuwenden. Im Laufe seiner Abenteuer bekam er von den Elfen den Titel "Elfenfreund" und auch eine Stellung als "Hofmagier" bei einem unwichtigen Potentaten bekleidete er.
Als Radagast schließlich genügend Geld und Wissen (darunter die Thesis für den INFINITUS!) zusammen hatte, gründete er zusammen mit ein paar anderen Magiern und der Halbelfe Lorien la Fey eine bis heute kaum bekannte Magierakademie: Die "Akademie der Metamagie und sphärischen Klänge zu Ferdok"
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Akademie der Metamagie und sphärischen Klänge zu Ferdok Spezialgebiet: keines Ausrichtung: grau Zahl der Lehrmeister: 4 [Magister: Radagast von Elenvina (Akademieleiter), Torgal Herjulfsson, Selena Syphur, Feanen Tinuviel] Zahl der Schüler: maximal 20 Anforderungen: KL, CH, IN 13+; NG 7+; AG, GG, JZ 3- Talentmodifikationen: Alchimie, Lehren, Selbstbeherrschung, Magiekunde, Sinnesschärfe, Musizieren, Singen, Zechen +1; Etikette, Gassenwissen, Schätzen, Rechtskunde -2 Zauberfertigkeiten: bis auf Haussprüche unmodifiziert Haussprüche: ARCANOVI, REVERSALIS, UNITATIO, ANALÜS +4; OCULUS ASTRALIS, GARDIANUM, BANNBALADIN +2; PARALÜ, TRANSVERSALIS, SOMNIGRAVIS, NIHILATIO, HORRIPHOBUS, MOTORICUS +1 Alte Zauber: OCULUS, APPLICATUS, IGNISPHAERO (modifiziert) Besonderes:
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An Sam kann ich mich nicht mehr so gut erinnern. Er wurde meines Wissens irgendwo im Mittelreich geboren, wuchs dort auf, lernte keinen anständigen Beruf, stromerte in der Gegend herum und verkloppte gerne halb verhungerte Goblins und ausgestoßene Orks. Echte Freunde hatte er keine, da er "nicht gerade von einem einnehmenden Wesen war" - gelinde ausgedrückt. Anders gesagt: er war in Schimpftiraden so schnell wie Difar, so schön wie Braggu und freundlich wie Zant.
Nach einiger Zeit hatte er seine Tapferkeit und seine körperliche Kraft so weit verbessert, daß ihm der Gedanke kam: "Mensch, ich könnte doch Krieger werden und dann noch mehr Orks und Räuber erschlagen. Außerdem stehen die Frauen auf Ritter in schimmernden Rüstungen. Irgendwann werde ich dann eine liebliche Prinzessin befreien und..." - na ja, ersparen wir uns seine weiteren Träume. Nach damaligem Recht, war es jedenfalls möglich, bei einer Kriegerakademie vorstellig zu werden und nach Bestehen einiger Prüfungen - vor allem Mutproben und Präsentation schierer Kraftakte - den Kriegerbrief zu erhalten. Damals brauchte man scheinbar jeden, der eine schwere Waffe schwingen konnte. Und so geschah es - Sam wurde ein Krieger!
Als Krieger erlebte er noch ein paar wenige Abenteuer. Zum Beispiel "half" er einer Gruppe den versteckten Turm Rohezals zu finden. Besser gesagt: "er war auch dabei", als sie den Turm fanden. Danach verliert sich seine Spur. Gerüchten zufolge ist er entweder ins Güldenland gereist oder hat sich umgebracht. Egal, Hauptsache er fällt keinem Aventurier mehr auf die Nerven.
Avalon ist ein sanftmütiger kleiner Mann mit kahl geschorenem Kopf und lustigen braunen Augen. Gekleidet ist er meist in die Robe seines Ordens, dessen genauer Standort keinem Aventurier bekannt ist. Die Farbe der Robe zeigt seinen derzeitigen Status innerhalb des Ordens an und war anfangs braun, dann grau, dann grün... und wer weiß was für einen Rang er jetzt bekleidet. Er hat ungewöhnliche Fähigkeiten: so springt er doppelt so hoch, und aus doppelt so großen Höhen herab wie erfahrene Akrobaten. Er bewegt sich so schnell und gewandt, daß man ihn im Kampf nur schwer treffen kann. Er kämpft mit den bloßen Händen fast genauso gut wie andere mit Waffen und führt den Kampfstab so geschickt wie ein Kampfmagier. Auch vermag er kleinere Mirakel zu vollbringen, wie es sonst nur die Geweihten der Zwölfgötter können!
Sein Wirken auf Dere war vom Kampf gegen Ungerechtigkeit, Lug und Trug, Gewalt, Verrat, finstere Magie, Neid und Geiz, Hunger und Krankheit, Unsittlichkeit, widernatürliche Kreaturen und Verbrechen gegen die Reinheit der Natur und der Elemente gerichtet - schlicht gegen "das Böse", das Wirken der niederhöllischen Entitäten. Dabei war er von großem Eifer erfüllt, und das ohne dem Fanatismus manch eines Inquisitors zu verfallen. Dieser Kampf verlangt innere Ausgeglichenheit und spirituelle Reinheit, wie sie der Orden seinen Mitgliedern in jahrelanger Übung vermittelt.
Seine letzte Tat war das Aufdecken einer Verschwörung im Neuen Reich. Mit ungewöhnlich hohen Geldsummen sollten Waffen und Söldner für eine Rebellion oder einen Putsch beschafft werden, mit dem Ziel Kaiser Hal zu stürzen. Dieses Vorhaben wurde von Avalon und seinen Mitstreitern erfolgreich vereitelt. Gegen die Gier seiner Gefährten war er jedoch machtlos. Statt das viele Geld den Menschen zurückzugeben von denen es abgenötigt worden war oder es an die zuständigen Behörden zu übergeben, steckten sie es in die eigenen Taschen. Aber nein, sie mußten es mit Eseln abtransportieren, so schwer war die güldene Beute!
Enttäuscht von diesem ruchlosen Tun entschied sich Avalon, seinen "Anteil" an verschiedene Tempel der Umgebung zu verteilen. Auf dem Weg zum Hesindetempel machte er die Bekanntschaft einer netten Halbelfe mit pechschwarzen Haaren und schwarzen Augen, die ihn ein Stück des Weges begleitete...
...und dann besuchte er den Hesindetempel um der Göttin seine Ehrerbietung zu erweisen. Aber halt! War da nicht noch etwas? Wie genau war er in den Tempel gekommen? Wozu genau war er noch einmal hier? Irgendwie fehlte ihm ein kleines Stück seiner Erinnerung an die letzte Zeit. Wo waren die Packesel? Wo war das Gold? Oh, diese ruchlose Welt!
Avalon beschloß schließlich Aventurien zu verlassen und zurück nach Skara Brae zu kehren, wo er zu Hause war und wo er hingehörte...
Lorien la Fey ist eine halbelfische Schönheit von 1 Schritt und 72 Halbfinger Größe, bei einem Gewicht von etwa 62 Stein. Ihre langen Haare sind pechschwarz und glänzend, so wie ihre katzenhaften Augen, über denen sich die seitlich leicht aufsteigenden Augenbrauen wie die Flügel eines Adlers schwingen und ihrem Gesicht zusammen mit der schlanken Nase einen raubvogelartigen Ausdruck verleihen. Sie ist sehnig und schlank, trägt auf Wanderschaft meist wildlederne Kleidung mit vielen nützlichen Taschen und wenn es brenzlig wird, dann kommt ihr maraskanischer Hartholzharnisch zum Einsatz. Zu festlichen Anlässen trägt sie ein langes schwarzes Kleid in elfischem Stil mit silbernen Ornamenten. Ihre treuen Begleiter sind ihr Schwert "Curukiranga" ("geschickte Klinge"), ihr Langbogen aus maraskanischem Tropenholz "Cudagnirog" ("Bogen, der den Dämonen Verderben bringt"), sowie ihr Streitroß - der Fjordpferdhengst "Beorn".
Lorien wurde in einem albernischen Wäldchen in der Nähe des Großen Flusses geboren. Ihre Mutter ist die 55 Jahre ältere Auelfe Fideja Sonnentau, ihr Vater der 24 Jahre ältere und inzwischen verstorbene Hesindian Bolker. Lorien hat zwei Halbgeschwister, nämlich die 6 Jahre ältere Auelfe Simone Seidenhaar, Tochter von Fideja und dem 91 Jahre älteren Ascaran Lichtertanz, sowie einen 5 Jahre jüngeren Bruder namens Perainian Bolker, Sohn von Hesindian und der 12 Jahre älteren Ludmilla Bolker (geborene Maier).
Lorien wuchs bei ihrer Mutter in einer elfischen Siedlung auf, lernte die elfische Lebensweise und die intuitive Magie des Elfenvolkes. Aber sie besuchte auch regelmäßig ihren Vater, der sich inzwischen von Fideja getrennt und Ludmilla geheiratet hatte. Lorien fand, wie ihre Mutter und ihre Schwester, großen Gefallen an der Musik. Ihr größter Wunsch war es als Bardin die Menschen und Elfen ihrer albernischen Heimat mit zauberhafter Musik zu beglücken. Um so mehr schmerzte es sie, daß sie nicht in der Lage war zweistimmig zu singen wie alle Elfen, und daß ihr damit der Zugang zu den magischen Liedern der Elfen verwehrt war. Das war mit ein Hauptgrund dafür, daß sie sich dem elfischen Volk immer mehr entfremdete.
Eines Tages - Lorien sammelte Kräuter für das Abendessen - wurde sie Zeuge eines Überfalls auf einen Kastenwagen, der die Reichsstraße nach Havena befuhr. Acht Räuber attackierten einen alten Mann und eine junge Frau, doch der Verlauf des Kampfes war anders als erwartet: einer der Räuber wurde von einem Feuerstrahl aus der Hand des Alten verbrannt, zwei erstarrten zu Stein, zwei weitere benäßten sich aus panischer Angst selbst und fielen bibbernd zu Boden, einer konnte kaum seine Arme heben und wurde von der Frau mit geschickten Hieben ihres Stabes verdroschen, der Rest ergriff die Flucht. So etwas hatte Lorien noch nie gesehen! Menschen, die zaubern konnten wie sie selbst - nein, nicht wie sie selbst, sondern völlig anders, eindrucksvoll, effektiv, mächtig! Sie näherte sich den beiden und machte ihre Bekanntschaft. Es waren sogenannte "Magier" und sie gehörten zu den wenigen Menschen, die zaubern konnten, und das ungleich besser als Loriens elfische Verwandten. Für Lorien stand von da ab fest, daß sie selbst Magierin werden wollte!
Nach mehreren Besuchen bei Privatgelehrten und in den Akademie von Elenvina stellte sich bei ihr jedoch schnell Resignation ein. Die Gildenmagie kam ihr so konstruiert, anorganisch, geometrisch, analytisch - so unelfisch vor! Und das obwohl sie Sprüche verwendeten, die in ihrer Wirkung den elfischen vollends entsprachen. Unterschwellig spürte sie außerdem immer eine gewisse Animosität von Seiten der Weißmagier, weil sie die Götter der Menschen nicht verehrte. Der einzige Magier dort, der ihr richtig sympathisch war, hieß Radagast. Er war anders als seine Kollegen - wißbegieriger, abenteuerlustiger, rebellischer und liberaler - ein heimlicher Grauer unter den Weißen. Radagast war einer von den Magiern, die in der Welt herumzogen und es war eigentlich purer Zufall, daß er sich gerade zu Studienzwecken in seiner Heimatakademie einfand als Lorien dort verweilte. Die beiden wurden ein Liebespaar und zogen beide gemeinsam in die weite Welt hinaus.
Die Beziehung der Beiden war jedoch recht liberal, eher rahja- denn traviagefällig, und sie hingen nicht ständig zusammen wie Kletten. Beide erlebten getrennt voneinander viele Abenteuer. Lorien verschlug es eines Tages gar auf die gefährliche Insel Maraskan. In der Stadt Tuzak fand gerade ein außergewöhnlicher Warenverkauf statt. Dort erwarb sie einen fabelhaften Langbogen und ein Adlergewand zu einem Spottpreis für den man heutzutage gerade �mal einen magisch leuchtenden Ohring erwerben könnte! Der Fluß Roab führte zu dieser Zeit verseuchtes Wasser und es wurden Expeditionen in Richtung Quelle ausgesandt, um den Grund für das Übel zu finden. Lorien und ihren Gefährten gelang es schließlich die Gefahr zu beseitigen und so erhielt sie die Ehrenbürgerschaft von Tuzak! Maraskan gefiel ihr sehr und auch die Philosophie der Gläubigen von Rur und Gror sagte ihr einigermaßen zu. Der Gedanke, daß TSA und BORon irgendwie nur zwei Seiten ein und der selben Macht seien, deckte sich recht gut mit ihrer Vorstellung von Nurti und Zerzal, dem erschaffenden und dem zerstörenden Prinzip. Aber Religion war ihr nicht so wichtig, wie die Suche nach dem Urgrund der Seele. Was verband die menschliche mit der elfischen Seele, was unterschied sie? Und hatten Zwerge überhaupt eine Seele, oder waren sie nur animierte, verrußte Steine? Hier in Maraskan begann ihr Studium der Seelenheilkunde, die einen großen Teil ihres zukünftigen Lebens einnehmen sollte, so wie die perfekte Vereinigung von Seele, Geist und Körper auf dem "Weg des Schwertes".
Später - Radagast war inzwischen zu Ruhm und Geld gekommen - wollten die Beiden eine besondere Akademie eröffnen. Diese sollte die elfische mit der menschlichen Magie verbinden, oder besser die Magie an sich zum Forschungsobjekt haben, möglichst unabhängig von den verschiedenen Sichtweisen der Hexen, Druiden, Magier und Elfen. Leider war Radagasts Portemonnaie nicht prall genug gefüllt für solch ein Großprojekt und so traf es sich äußerst passend, daß Lorien einem Mönch begegnete, der Esel mit sich führte, die bis an die Grenze ihrer Tragkraft mit den edelsten Metallen und Edelsteinen beladen waren. Dieser Mönch wollte seiner Aussage nach, das Geld an verschiedene Tempel verteilen! Welch eine Verschwendung! Lorien warf einen Zauber über diesen Menschen und führte die Esel schnell davon, ihn selbst schickte sie in den nächsten Tempel. Die Akademie konnte nun endlich gebaut werden und Radagast hatte damit erst einmal genug zu tun.
Im Laufe ihres weiteren ereignisreichen Lebens machte Lorien zum Beispiel eine große Reise mit Phileasson Foggwulf und erntete solche Bezeichnungen wie "Kak�Ar" - ein obskurer Titel der Goblins für verdiente Nicht-Goblins - oder "von Swafnir gesegnet", nach der berühmten und erfolgreichen Fahrt des Thorwalers. Im Horasreich machte sie eine bescheidene Karriere und erhielt die Titel "Cavalliera", wurde ein "Mündel des Herzogs von Methumis" und "Ritterin des äußersten vierten Zirkels des göttergewollten und königlichen Ordens vom goldenen Adler". Aber auch in die Machenschaften der Borbaradianer wurde sie verwickelt. So vereitelte sie mit ihren Gefährten und dem alten Drachen Teclador den ersten Versuch Liscoms von Fasar seinen Herren Borbarad zurück nach Dere zu verhelfen. Sie war dann auch dabei, als es diesem Erzschurken dann in Dragenfeld gelang zumindest Borbarads Geist Zutritt zur diesseitigen Welt zu verschaffen. Sie hatte ein Wiedersehen mit Pardona, deren dunkelelbischen Schergen und Chimären sie im Himmelsturm nur durch ein Traviawunder entkommen war, und die nun einen Leib für Borbarad erschuf. Dies alles zog Lorien immer weiter in die Geschehnisse der jüngsten Geschichte um den Dämonenmeister hinein. Lorien wurde Trägerin des "Vierten Zeichens" und die entscheidende Schlacht nahte...
Ihr Begleiter in diesen dunklen Tagen war Racxanosch Rauschebart, ein Diener Sumus, der sich dem Element Humus verschrieben hatte und der Träger des "Ersten Zeichens" wurde. Durch ihn lernte Lorien, daß auch Zwerge Seelen und die Seelenhirten eine Menge auf dem Kasten haben. Sein Vertrauter war der Sturmfalke Rabrax. Der große, starke, kluge, schöne, einfühlsame und geschickte Freund der beiden war Rog, ein Söldner mit einem scheinbar sehr guten Draht zum Gott PHEx. Mit seinem Zweihänder mähte er in den Reihen der Gegner wie der Bauer im Felde das Korn. Er wurde der Träger des "Dritten Zeichens". Der Vierte im Bunde war Galbani, Magier aus Punin und Träger des "Zweiten Zeichens". Leider war er nicht zur Stelle als man ihn wirklich brauchte.
Mele ist eine burschikose Frau von 1 Schritt und 78 Halbfinger Größe bei einem Gewicht von etwa 70 Stein. Ihre halblangen Haare sind schwarz und kontrastieren zu ihren hellblauen Augen. Gekleidet ist sie meist im albernischen Stil und wenn�s hart auf hart kommt, dann rüstet sie sich mit ihrer altgedienten, geflickten Krötenhaut. Bewaffnet ist sie mit einem Hakendolch und ihrem Lieblingsschwert, das aber keinen Namen hat außer "MEIN Schwert". Mehrere Wurfdolche sind in ihrer Kleidung verteilt, stets parat einen todbringenden Flug anzutreten.
Mele wurde als erstes Kind recht wohlhabender Streuner in Havena geboren. Ihr 24 Jahre älterer Vater Cuchullin und ihre 23 Jahre ältere Mutter Rose führen dort einen gewinnträchtigen Spielsalon, für den Mele jedoch nie sonderlich viel Interesse entwickelte. Sechs Jahre nach Mele kam ihre kleine Schwester Fina zu Welt, die nun langsam beginnt die Nachfolge in der Geschäftsführung anzutreten.
Mele trieb sich in ihrer Kindheit lieber am Hafen herum und lauschte den Geschichten der Seebären, die von Abenteuern in fernen Ländern erzählten. Zu dieser Zeit lernte Mele von der alten Swafhalla die Kunst des Hautbilderstechens. Zu jede ihrer "phantasievollen" Tätowierungen hatten die Seefahrer und Seefahrerinnen ebenso haarsträubendes Seemannsgarn zum Besten zu geben. Sie weckten in ihr den Wunsch nach Abenteuer und nährten ihr Fernweh. So geschah es, daß sie eines frühen morgens von Zuhause ausriß und als blinder Passagier auf einer Kogge nach Kuslik reiste. Ihr Abenteuerleben hatte begonnen!
Anfangs galt es, sich mit Gelegenheitsaufträgen finanziell über Wasser zu halten. So hatte sie sich das Leben als Abenteurerin eigentlich nicht vorgestellt. Zwar war sie frei und konnte tun was sie wollte - es sei denn dies kostete Geld - aber es fehlte noch die "Würze", das "Besondere", das "Übernatürliche" und "Unheimliche".
Das sollte sich ändern als ein obskurer Auftrag sie letztendlich nach Ranak verschlug. Irgendwelche amphibische, humanoide Monster trieben dort ihr Unwesen, doch zusammen mit ihren Gefährten konnte sie den Spuk beenden - ein Erlebnis nach Meles Geschmack. Doch es sollte noch seltsamer kommen: wenig später wurde sie in eine seltsame Sache mit "magischen Toren" verwickelt, zu deren Durchschreitung man ein ebenso "magisches Amulett" benötigte. Mele würde diese Episode ihres Lebens ja für einen Traum halten, wäre ihr da nicht dieses "magische Amulett" und ein Kind unter ihrem Herzen geblieben, das sie in einer heißen Affaire mit einem rahjagefälligen Bademeister empfangen hatte (das Wissen um das Kraut "Rahjalieb" war ihr damals leider(?) noch nicht gegeben).
Dieser neue Umstand zwang sie vorübergehend dazu etwas kürzer zu treten. Sie kehrte nach Havena zu ihren Eltern und ihrer Schwester zurück, die sie wider Erwarten ohne Groll über ihr heimliches Verschwinden willkommen hießen. Schließlich hatte der "Ausflug" ihr nicht geschadet, sondern ihr vielmehr ein bescheidenes Sümmchen Geld und interessante Souvenirs, eine gute Portion Erfahrung und Selbstbewußtsein, sowie braungebrannte Haut und ein paar Narben eingebracht, zu denen es jede Menge Geschichten zu erzählen gab.
Am 12. ING ihres 17. Lebensjahres kam dann ihr Sohn Rahjan zu Welt! Die Hilfe ihrer Familie konnte sie nun in der kommenden Zeit ihrer Mutterschaft gut gebrauchen. Mele kümmerte sich um ihren Sohn und lernte nebenbei von einem Schreiber den ehrlichen Beruf der Schreiberin, der die finanzielle Grundlage der Zukunft sein sollte.
Nach etwa zwei Götterläufen jedoch holte sie die Vergangenheit ein. Eine Geschäftsreise nach Festum im Auftrag ihrer Eltern stürzte sie wieder ins Abenteurerleben. Sie machte sich die "alte Warzensau" aus Notmark zum Feind und gewann neue Freunde. Die lustige Sindy, die sie hier kennenlernte, sollte sie schließlich auch in die Höhlen des Seeogers begleiten. Danach konzentrierte sie sich lieber wieder darauf in der Nähe ihrer Familie zu bleiben. Aber wie es sich zeigte ist auch Havena kein langweiliges Pflaster. Mele konnte einige Aufträge für Leonardo den Mechanikus erledigen, seine Taucherglocke benutzen und mit seinem Ballon fahren... Ja und so erlebt Mele auch heute noch manche Abenteuer. Ihr Sohn ist inzwischen zu einem richtigen jungen Mann herangewachsen und wer weiß - vielleicht eifert er bald seiner Mutter nach...
Sigurd Gudmunsson, der den Beinamen "Silberzunge" trägt, ist ein 1 Schritt und 84 Halbfinger großer Skalde mit blonden, zu einem Zopf geflochtenen Haaren, einem dunkelblondem Vollbart und grauen Augen. Er ist von äußerst athletischer Konstitution und bringt gut und gerne 90 Stein auf die Waage. Seine Haut ist von Wind und Wetter gegerbt und von manch überstandenem Konflikt gezeichnet. Auch wird sie von ein paar wenigen Tätowierungen geziert - eigentlich zu wenige für einen Thorwaler seines Alters.
Sigurd wurde in der Hafenstadt Prem, als siebtes Kind armen Fischer geboren. Beim Kampf um seinen Nachnamen obsiegte endlich wieder einmal seine damals 25-jährige Mutter Gudmund über seinen 28-jährigen Vater Ragnar. Jedoch sollte sich das bei seinen beiden jüngeren Geschwistern nicht wiederholen.
Als Sigurd acht Götterläufe alt wurde, erreichte die Familiengröße mit elf Köpfen ihren Zenit: Genau an Sigurds Geburtstag, dem 16. Rondra, wurde seine jüngste Schwester Nurti Ragnarsdottir geboren. Etwa vier Götterläufe später jedoch kam seine drittälteste Schwester Erica Gudmundsdottir bei einem Strandhieb an südlichen Gestaden ums Leben.
Sigurds großes Vorbild war seine zweitälteste Schwester Björk Ragnarsdottir. Sie ist eine Skaldin mit mächtiger Stimme und einem großen Schatz an Geschichten und Liedern. Von ihr lernte Sigurd vieles, was er auch heute noch so zum Besten gibt, doch sein wahrer Lehrmeister war Thorhall Halmarsson, bei dem er ein paar Jahre lang die Kunst des Instrumentenbaus lernte.