
uniwut.de - Programm im O K B [Offener Kanal Berlin]
Verfasst am: Do 09.12.2004 15:01 Titel: Sendung 13.1.05
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Hi,
ich war am Sonntag umsonst beim "Redaktionstreffen".
Wir w�rden gern am Do, den 13. 1. ein Live-Gespr�ch zum Thema
"Wie weiter mit den Anti-Hartz-Protesten?" machen.
avisiert 30-45 min.
angefragt und sogutwie zugesagt: Peter Grottian (hat selber
angeregt), Anne Allex (BAGSCHI: Bundesarbeitsgemeinschaft
Sozialhilfeinitiativen) und Angelika Wernick (Ini Anders
Arbeiten oder garnicht)
er�rtert als vierter u. letzter Gast: Ronald Tremper (verdi),
oder Detlef Hensche (gew) oder Gernot Wolfer (metall); Anfrage
h�ngt von Terminzusage eurerseits ab.
Ich komme heute abend zum OKB.
Liebe Gr��e. Frank
PS Tels: Karpfen: 220 13 755 oder Rolf: 698 19 378 oder ich
0175/ 51 67 201 (auch sms)
Links von dez 04
Anti-Hartz-IV-Front
Anti-Hartz
Flugblatt-Links von Okt 04
Mit dem DreiRad durch den Sozialstaat aus: Karlsruher Stadtzeitung Nr. 35 1985
Zur Herstellung dieser Klasse von freien Lohnarbeitern wird im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert eine systematische Hungerpolitik betrieben; kombiniert mit direkten staatlichem Arbeitszwang, da selbst die Zerst�rung der feudalen Institutionen der Existenzsicherung viele nicht unter die abschreckenden Arbeitsbedingungen der kapitalistischen Fabriken pressen kann. Aber durch die Zerst�rung aller anderen Subsistenzformen erzeugte Armut und Hunger gelten als wirksamster Antrieb zum Verkauf der Arbeitskraft:
�Gesetzlicher Zwang zur Arbeit ist verbunden mit zuviel M�he, Gewaltsamkeit und Ger�usch, w�hrend der Hunger nicht nur ein friedlicher, schweigsamer, unaufh�rllicher Druck, sondern als nat�rlichstes Motiv (!) zur Industrie und Arbeit die machtvollste Anstrengung hervorruft.� (So ein protestantischer Pfaffe um 1790 - wir k�nnten diesen Ausspruch aber auch getrost einem Vertreter des IWF oder der Weltbank in den Mund legen!) ["Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen." (Paulus)]
In dieser Zeit ist der allgemeine Hunger so sehr das von den Herrschenden eingesetzte Instrument des Arbeitszwangs, da� es zum allgemeinen Gesetz der politischen �konomie erhoben wird, da� eine gro�e Masse von Armen der gr��te Reichtum der Nation ist!
Diese Funktionalit�t von Hunger und Armut f�r die Entwicklung der kapitalistischen Produktion wird erst an dem Punkt br�chig, an dem die Zusammenballung der Arbeitermassen in den Fabriken und den Industriest�dten und die prinzipielle Existenzunsicherheit als Lohnarbeiter in kollektiven Widerstand umschl�gt und die Arbeiter beginnen, sich durch ihr Selbstbewu�tsein als Arbeiter zur politischen Klasse zu konstituieren. Die Armutspolitik zwingt die Arbeiter damit nicht nur in die Fabriken, sondern wird zum Motor und Anla� von K�mpfen gegen das kapitalistische Kommando - auch wenn die ersten Organisierungsans�tze im 19. Jahrhundert nicht von der Masse der ungelernten Industriearbeiter ausgehen, sondern von handwerklichen Arbeitern, die bei ihrer Organisierung an Traditionen der Z�nfte ankn�pfen k�nnen.
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