Zell-Zell-Verbindungen
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1. Zonula – Gürtelförmige Verbindung
 

1.1 Zonula occludens – Tight / leaky junction
 
Apical laterale  Zell-Zell-Verbindung: Sie erscheint als eine Verschmelzung der äußeren hydrophilen (=osmiophilen) Schicht  (E) der beiden Plasmamembranen, also als fünfschichtige (pentalaminare) Struktur.
  • Polarität von Epithelzellen: Die apikalen Transmembranproteine können auf/in der Membran nicht nach basal schwimmen –› Richtung!
  • Permeabliltätsbarriere (z. B. für undurchlässige Epithelien: Nur so können hohe Ionen und osmotische Gradienten aufrecht erhalten werden

 
Tight junction
...
1.2 Zonula adhaerens
 
Ähnlich wie Desmosom (heißen auch Gürteldesmosomen) nur weniger sperrig und eben gürtelförmig. An den Transmembranproteinen (Catherin!) sind intrazellulär einige Actinfilamente des Zytoplasma gebunden (Terminal web). Zonula adhaerens kommt nur apical lateral zusammen mit der Zonula occludens vor.
  • Mechanische Stabilisierung der apicalen Epitheloberfläche
Zonula adhaerens

2. Macula adhaerens – fleckenförmige Verbindung
 
 
Diese Verbindung heißt Desmosom. Eine symmetrische Haftstruktur, die besonders ausgeprägt in tieferen Schichten von mehrschichtigen Epithelien vorkommt. Die Plasmamembranen sind auf der Seite zum Zytoplasma hin durch "attachment plaques" (PLQ), in das feine Filamente eingebettet sind, verstärkt. Seitlich machen Schlaufen von Zytokeratinen (Intermediärfilamente IF) fest, extracellulär haften die Cadherinproteine (transmembranproteine) aneinander.
Punktdesmosom
3. Nexus – Gap junction
 
 
Gehören nicht klassischerweise zum Verbindungskomplex werden, aber auch hier gefunden. Siebenschichtige Struktur, da die beiden äußeren Plasmamembranen nicht verschmolzen, sondern nur von normalerweile 20 nm Abstand auf 2 nm zusammengerückt sind.
Sechs Connexine (Transmembranproteine) bilden ein Connexon, in dessen Zentrum ein hydrophiler Kanal liegt. Je nach dem, wie die Connexine des Connexons und das Connexon mit dem Connexon der anderen Zellmembran kombiniert ist, spricht man von homomer (=nur ein Typ an Connexinen je Conexon)/homotypisch (=Connexone beider Seiten wie Bild undSpiegelbild), heteromer/homotypisch, homomer/heterotypisch und heteromer/heterotypisch.
Gap junctions (eigentlich unsinnige Bezeichnung) lassen Moleküle bis 800 D ( Ø 1,5 nm) durch, 
Gap junction
z. B. Ionen –› Elektrische Synapse, d. h. sie können ungehindert vom Zytoplasma der einen ins Zytoplasma der anderen Zelle wandern (und zurück!). Die Kannäle sind verschließbar: wenig Ca++ oder hoher pH-Wert (= wenig H+) fürht zu einem offenen, das Gegenteil zum geschlossenen Kanal.
Bei Herzmuskelzellen besteht das Connexon aus Connexin 23 und Connexin 46.
 

4. Hemidesmosom

Quasi ein halbes Desmosom, das anstelle von Catherinen Integrine enthält, die an Basalmembranen festmachen können. Außer dem signifikant anderen Protein (Integrin!) ist der Aufbau ähnlich.
 

5. Fokalkontakt

Auch hier spielt Intergrin eine wichtige Rolle: Mit diesem Transmembranprotein sind intracellulär Actinfilamente (starke Bündel) verknüpft (zum Teil mit Hilfe von Adapterproteinen zwischen Actinfilament und Integrin).
Der extracelluläre Teil des Integrin bindet an verschiedene Komponenten der extracellulären Matrix und verankert die Zelle so in ihr (z. B. mit Hilfe von Fibronektin an Kollagenfasern).

Bitte zum Thema Zell-Zell-Verbindungen alle TEM-Bilder im Skript genau ansehen und Text dazu lesen.
 


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