Drüsen
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1. Exokrine Drüsen

1.1einzellig
 
  • meist endoepithelial
  • Häufigste Form: Becherzelle (Glycoproteinnachweis mit PAS-Reaktion), sie enthält viel rER, supranukleär stark entwickelter Golgi, Sekretabgabe durch Zerreißen der Zelloberfläche (prinzipiell ist Regeneration möglich, meist jedoch Apoptose (–› Apoptose wdh.!) der Becherzellen
Vorkommen: z. B. Dünndarm
Becherzelle (einzellig endoepithelial)
...
...
1.2 mehrzellig

1.2.1 endoepithelial
Vorommen selten, nur z. B. Nasenschleimhaut und Harnröhre. Drüsenzellen ohne Ausführungsgang.

1.2.2 exoepithelial
In der Regel eigenständige Organe mit

Man unterscheidet
 
Drüsenendstück
polare Gliederung: Basal werden die benötigten Stoffe aus dem Blut aufgenommen, Richtung apikal durchlaufen sie die Organellen, um zum Sekret zu werden. Es gibt
  • seröse Drüsenendstücke: Basophiles Zytoplasma (Basale Basophilie!), Drüsenlumina klein und fast nicht zu erkennen, anfärbbare Sekretgranula apikal. Bei tangentialem Anschnitt besonders gut zu sehen sind kontraktile Myoepithelzellen (–› möglicherweise Hilfe bei Sekretentleerung)
seröses Drüsenendstück
  • muköse Drüsenendstücke: (nicht zu verwechseln mit Fettzellen) Basaler, apgeplatteter Kern; Zytoplasma erscheint im LM wabig, apikal große, helle Sekretgranula. Muköse Drüsenendstücke sind (apical) PAS-positiv.
  • rein muköse Drüsen selten, meist mit serösen kombiniert (dann können v. Ebner-Gianuzzi-Halbmonde (–› besserer Sekretabtransport) auftreten)
...
muköses Drüsenendstück
Schaltstück
mit plattem bis isoprismatischen Epithel, sind kurz und englumig (teilweise umrandet von Myoepithelzellen, s.o.)
Schaltstück (HE)
.
Streifenstück
einschichtig iso- bis hochprismatischen Epithel, basale Streifung zur Natriumresorption
Streifenstück (HE)
.
Ausführungsgang (Ductus excretorii)
mehrreihiges Epithel (iso- bis hochprismatisch), deutliche Schlußleisten
Ausfürhungsgang (HE)


1.3 Sekretionsformen

ekkrin = merokrin
Sekretabgabe durch Exozytose
Vorkommen: alle endokrinen Drüsen, sowie Duft*- und Schweißdrüsen, Speicheldrüsen und Drüsen des Geschlechtsapperats.
)* Obacht: Duftdrüsen nennt man auch apokrine Drüsen, waren aber im Kurs (SS 2000) definitionsgemäß ekkrin!

apokrin
Sekretabgabe duch Abgabe von membranumhüllten Vesikeln des apikalen Teils der Zelle
Vorkommen: Lipidbestandteile der Muttermilch (Obacht: Proteinbestandteile wereden ekkrin abgegeben) sowie einige Drüsen des äußeren Gehörganges

holokrin
Sekretabgabe duch Absterben und Abstoßen von ganzen Zellen (–› Mitose ohne Ende!)
Vorkommen: Talgdrüsen der Haut
 

1.4 Drüsenform
  • Tubuli:        ekkrine Schweißdrüsen
  • Accini:        beerenförmig (z. B. exokrines Pankreas)
  • Alveolen:    aufgeweitete Endstücke (Duftdrüsen, laktierende Brustdrüse
...
...
...
...
2. Endokrine Drüsen

Hypohyse, Zirbeldrüse, Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebennieren (= Organe) sowie einige endokrinen Zellgruppen. Keine Ausführungsgänge, Sekrete (hier: = Hormone) werden meist direkt an die Blutbahn abgegeben (manchmal auch Lymphbahn oder Gewebeflüssigkeit). Voraussetzung für die Wirkung von Hormonen (spezifische Wirkung auf spezifische Zellen!) ist das Vorkommen von Rezeptoren auf der Zielzellenoberfläche.

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