Brutus Nachfahren
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Die Nachfahren des Brutus bis zur Ankunft der Römer

 (Buch II und III)

  Nach Brutus‘ Tod teilen sich seine drei Söhne das Reich; Albanactus bekommt Schottland (Albania), Kamber Wales (Kambria) und Locrinus das Übrige, das später nach ihm benannte Loegria. Beim Eindringen der Hunnen in Schottland wird Albanactus getötet; deren König Humber kommt in dem Fluß um, der nach ihm benannt wird. Ebraucus, der Urenkel des Locrinus, der neununddreißig Jahre regiert, fällt als erster nach Brutus in Gallien ein, errichtet Burgen und Städte, so Alclud (Dumbarton bei Glasgow) in Schottland, und hat mit zwanzig Frauen zwanzig Söhne und dreißig Töchter; die Töchter schickt er nach Italien zu Silvius Alba, sie werden mit trojanischen Adligen verheiratet; die Söhne segeln unter ihrem Bruder Assaracus nach Germanien und bemächtigen sich mit Hilfe des Silvius Alba dort der Königsherrschaft.

Sein Ururenkel Bladud, ein Magier, gründet Bath mit den Bädern und stattet den dortigen Minerva – Tempel mit Wunderfeuer aus; er vermag durch die Luft zu fliegen und verunglückt beim Landen auf dem Apollo Tempel tödlich. Dessen Sohn Leir fragt seine drei Töchter nach ihrer Liebe zu ihm; die zwei, die ihm schmeicheln, belohnt er, indem er ihren Ehemännern je ein Viertel seines Reiches schenkt; die nicht schmeichelnde Cordelia aber läßt er ohne Mitgift; sie jedoch nimmt ihn auf, als ihn ihre Schwestern vertreiben; mit Hilfe ihres Ehemannes besiegt Leir die zwei anderen Schwiegersöhne. Cordelia wird sein Nachfolger, nachdem er und ihr Mann gestorben sind; als ihre zwei Neffen sie gefangen genommen haben, tötet sie sich selbst. Nach acht Herrschern, die im 16. Kapitel aufgereiht sind, ist am Schluß des 2. Buchs (Kap. 17) von den Kriegen und Gesetzen des Dunvallo Molmutius die Rede.

Am ausführlichsten in diesen Büchern wird von dessen Söhnen Belinus und Brennius erzählt (III,1-10); sie befehden sich zuerst, teilen sich dann die Herrschaft, bekämpfen sich danach wieder mit dem Ergebnis, daß Belinus über ganz Britannien regiert. Brennius segelt nach Gallien hinüber, wird von Allobrogerführer Segnius mit Ehren empfangen und heiratet dessen Tochter. Als er sich Britannien zurückerobern will, söhnt die Mutter ihre feindlichen Söhne wieder aus. Beide bemächtigen sich Galliens und Italiens und ziehen gegen die Germanen zu Felde, erobern dann nochmals Rom. Brennius bleibt dort, Belinus dagegen kehrt nach Britannien zurück.

Belinus Sohn Gurguit Barbtruc, der seinem tüchtigen Vater nacheifert, unterwirft die rebellischen Dänen; bei der Heimkehr stößt er auf den Orkneys auf Basken (Basclenses), die auf hundertdreißig Schiffen aus Spanien in die Verbannung fahren mußten, und siedelt sie in dem damals unbewohnten Irland an. Unter den ihm folgenden Regenten werden zwei vom Thron gestoßen, Archgallo wegen Raffgier und Enniaunus wegen Tyrannei; der letzte im 3. Buch ist der freigebige, tapfere und angesehene Cassivelanus.

 
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