R. F. Bachmann wurde 1710 in einem kleinen Dorf als einziges Kind von Josefine und Marc
Bachmann geboren. Auf seiner rechten Gesichtsh�lfte waren Haut und Fleisch nicht richtig
zusammen gewachsen und bildeten so einen Einschnitt von Stirn bis zu dem Mundwinkel.
Wegen seiner Entstellung wurde von seinen Eltern versto�en und wuchs in einem Kloster auf.
Dort erlernte er die Heilkunde und Giftmischerei, welche ihn sehr faszinierte und an
manchen
Klostersch�ler ausprobierte. Seine erste Liebe war die Musik, er lernte auf fast jedem Instru-
ment spielen zu k�nnen, doch besonders die Orgel hatte es ihm angetan - nachts spielte er auf
dieser seine Lieder.
Aus Hass gegen�ber sich selbst fing er an, an seinem Gesicht zu kratzen, welches rasch zu ei-
ner zwanghaften Angewohnheit wurde und so sein Gesicht immer mehr zerst�rte. Auch mied
er immer mehr seine Mitmenschen und zog sich in sich selbst und in die Nacht zur�ck. Er
liebte es im Klostergarten unter einer Esche zu sitzen, den Nachtigallen zu lauschen und die
Sterne zu beobachten. Richard k�mmerte sich liebevoll um die Rosen und h�tete sie wie sei-
nen Augapfel.
Doch irgendwann kam seine Zeit des Abschiedes. Die Nonnen konnten die weitere Anwesen-
heit dieses merkw�rdigen Jungen, sie munkelten er sei mit dem Teufel im Bunde, nicht mehr
ertragen und schickten ihn fort. Er ging nach Paris und lebte dort in der Nacht wie ein Geist,
er erlernte allerlei b�sartiger Tricks und �berwandte seine Skrupel Menschen leiden zulassen
oder sie gar zu t�ten. Richard wurde immer mehr zu einem Phantom, das ging und dann ver-
schwand. Eines nachts stahl er einem alten fahrenden H�ndler das Buch der schwarzen Magie.
Mit Wonne las er es bis er jede Seite auswendig konnte und wandte sich nun dieser Kunst zu.
Wie im Kloster nahm er sich lebende Versuchsobjekte um jede Formel auszutesten und zu er-
forschen. Mit der Zeit wurde er �lter und wuchs zu einem jungen Mann heran. Inzwischen
war sein Gesicht so entstellt, dass er seine Gesichtsh�lfte hinter einer Maske verbergen muss
te. Um eine Maske zu bekommen, musste er sich in das Theater schleichen, aber es war noch
ein junger Musiker im Haus, der noch an einem kleinen St�ck probte. Als Richard die Kl�nge
seiner Musik vernahm, verlor er sich in eine vergessene Welt, er erinnerte sich an seine Liebe
und seine Sehnsucht. Und so entschloss er sich Komponist und Musiker zu werden und nahm
alles Geld was er hatte. Er mietete sich eine kleine Wohnung am Rande von Paris und schrieb
beinahe pausenlos. Er brachte seine St�cke zu dem Theater und spielte sie dem Direktor vor,
welcher sofort begeistert war und das junge Genie unter Vertrag nahm. So erwachte in Ri-
chard eine neue Liebe, die Liebe zu dem Schauspiel und er genoss die Posen und die Masken.
Hier verbarg sich das ganze Leben hinter einer Maske und auch ein junges M�dchen. Richard
war hin und weg, als er ihre Stimme h�rte. Er wollte mehr �ber sie erfahren und nahm allen
Mut zusammen um mit ihr zusprechen.
Sie verliebten sich ineinander und Richard erwachte zu neuem Leben, er begann noch einmal
von vorne zu leben. Sie lie� in ihm alles wieder aufbl�hen was verwelkt war, gab ihm sein
Mensch-Sein zur�ck. Doch wie alles im Leben endete auch diese Liebe in einer Katastrophe.
In einem Aufstand wurde das Theater von B�rgern gest�rmt. Die Gendarmerie lie� nicht lan-
ge auf sich warten und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung, in welche auch einige
Zuschauer und Schausteller verwickelt wurden, unter anderem auch die Geliebte von Richard.
Eine Kugel traf sie t�dlich ins Herz und sie starb in den Ar-men des jungen Mannes. Dieser
konnte nicht �ber den Verlust hinweg kommen und er wurde wieder zu dem was einmal war,
ein skrupelloser Mann voller Hass auf die Menschen. Ein wahres Blutbad richtete er in sei
nem Wahn an und er nahm keine R�cksicht mehr auf Unschuldige, in seine Augen waren alle
schuldig.
Sp�t in der Nacht wandelte er noch immer trunken von Hass und Blutrausch durch Paris und
traf dabei einen Mann, von �u�erst geringer K�rpergr��e. Dieser meinte, er k�nne allen
Schmerz in Richard ausmerzen und er w�re auf ewig mit der einzig wahren unsterblichen
Liebe verbunden. Nicht klar denkend willigte der junge Mann ein und seither ist er mit der
Unsterblichkeit geschlagen. Er lebt ewig, solange die Musik, seine wahre und unsterbliche
Liebe, in den Herzen der Menschen lebt.


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