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Rajana's Dark Angel Fanfiction | |||
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Oh,
Ihr habt das erste Kapitel gelesen und seid noch dabei? Bewundernswert.
Es geht also weiter mit der nächsten Folge: Heat (Das Katzengen).
Ich mag die deutschen Episodentitel nicht, nehmt es mir also nicht übel,
wenn ich bei den englischen bleibe. Na, das hab ich ja ganz klasse hinbekommen. „Nein, denn so eine Beziehung haben wir ja nicht“. Gott, war das peinlich. Sieht aus, als hätte mir Bruno nicht nur die Wirbelsäule sondern gleich meinen gesamten Verstand weggeschossen. Aber vielleicht von vorne, ehe sich meine Gedanken wieder nur den ganzen Abend im Kreis drehen. Max hat Solinski ausgeschaltet. Oder er sich selbst. Ist mir eigentlich auch egal, was da genau vorgefallen ist, sie hat jedenfalls das Geld mitgebracht und mir erklärt, dass die Ganoven sich gegenseitig erschossen haben. Ja, das Geld gebracht. Natürlich musste sie gerade reinplatzen, als ich mit Bling noch mitten in der Session war. Ich hatte sie angepiepst in der Hoffnung, sie würde anrufen oder zumindest erst deutlich später auftauchen. Ich stehe da total drauf, wenn schöne Frauen mir dabei zusehen, wie ich mich schinde, ohne dass man auch nur ein kleines bisschen Erfolg sieht. Ganz klasse. Diese Physiotherapie ist frustrierend genug, auch wenn Max mir nicht dabei zusieht, aber das gehört wohl dazu, wenn man eine Person wie sie für sich arbeiten lässt. Wer keinen Schlüssel braucht, fragt auch nicht, ob er hereinkommen darf. Was soll’s, ich hab’s überlebt. Außerdem weiß ich eh nicht, was sie gesehen hat und was nicht. Warum also aufregen? Max berichtete in der ihr so typischen Art von den Vorgängen auf dem Boot und quengelte gleich wieder, ob ich schon etwas herausgefunden hätte. Ich verstehe ja, dass sie ungeduldig ist, aber wie soll ich das, was sie in neun Jahren nicht herausbekommen hat, in zwei Tagen schaffen? Als sie dann am nächsten Tag vorbeikam, weil ich sie wegen der Informationen über Hannah angepiepst hatte, ist mir etwas unglaubliches passiert. Komisch, vor vier Monaten wäre es das normalste auf der Welt gewesen und heute ist es etwas total unglaubliches. Sie hat mich umarmt. Einfach so, als Dankeschön. „Logan, Sie sind super, danke “, hat sie gesagt. Jetzt, wo es passiert ist, kann ich gar nicht mehr sagen, wie sehr es mit gefehlt hat. Jemand, der einem sagt, dass man etwas gutes erreicht hat. Klar, Bling erzählt mir ständig, was ich für tolle Fortschritte mache, aber hier geht es nicht um die neue Rekordzeit vom Fußboden zurück in den Rollstuhl, sondern um die ganz normalen Dinge des menschlichen Miteinanders. Ich habe ihr geholfen und ihr einen Gefallen getan und sie hat mich dafür umarmt. Ganz normal und doch so etwas besonderes. Niemand hat mich umarmt, seit Brunos Kugel mein Leben verändert hat. Keiner hat mir sein bezauberndstes Lächeln geschenkt, weil ich vielleicht eine Spur habe. Ich glaube, ich habe ziemlich verdutzt aus der Wäsche geguckt. Aber Max wäre nicht Max, wenn sie dann nicht erst mal hätte handeln müssen. Ohne lange darüber nachzudenken ist sie los nach Sedro Island. Ich habe sie nicht aufhalten können, obwohl ich versucht habe, ihre die grundlegendste Erkenntnis des Journalismus einzuprügeln. Dass man erst das Gesamtbild kennen muss, bevor man handeln sollte, dass man nicht bei einem einzelnen Puzzleteil losrennen darf. Aber offensichtlich hat sie nicht auf mich gehört, sonst hätte nicht Eric zurückgerufen. Der Ärmste, er hatte ganz offensichtlich keine Ahnung, auf was er sich da eingelassen hat. Max muss ihn mit auf ihren Ausflug genommen haben, ohne ihm zu sagen wo es hingeht. Er schien ja ganz nett zu sein, auch wenn ich nicht weiß, was dieser Kommentar sollte, von wegen man könne sich auf ihn verlassen. Fand ich ja ein bisschen prollig. So der Allerhellste schien er mir nicht. Aber er hat mir von den schwarzen Helikoptern erzählt und getan was ich ihm gesagt habe. Und ich konnte mal wieder nach Herzenslust hacken. Das hat richtig Spaß gemacht. „Hier Delta 2..“. Das Gesicht von Lydecker hätte ich gerne gesehen, als er gerafft hat, dass es keine Gefangenen gibt. Netterweise haben sie nicht mal die Frequenz gewechselt, als sie wussten, dass ihnen da jemand reingefunkt hat. Das gefällt mir. Ich brauchte mir nicht einmal die Arbeit machen und die Frequenz wechseln, um zu hören, dass Max es geschafft hat. Da fragt man sich doch, ob dieser Lydecker wirklich so helle ist, wie man behauptet. Ich habe mich jedenfalls rangesetzt und für Hannah eine neue Identität zusammengebastelt. Und dann diese oberpeinliche Unterhaltung, als Max vorbeikam um die Papiere abzuholen. „Tja, ihr Freund scheint ein netter Kerl zu sein“. Nee, gar nicht auffällig, Logan, gar nicht. Du hättest auch gleich fragen können, ob sie allen ernstes mit diesem Typen zusammen ist. „Eric ist nicht mein Freund“, entgegnete sie. „Ihr seid nicht mehr zusammen?“ Logan, du wirst immer intelligenter. Und warum in aller Welt duzt du sie plötzlich? Ahh. „Wir waren es noch nie.“ Okay, das war genau das, was ich hören wollte. Irgendwie war es mir doch wichtig herauszubekommen, auf was für Typen Max steht. Aber wie sollte ich mich da jemals wieder rausretten? „Sie sind mir keine Erklärung schuldig.“ „Weiß ich.“ Oh nein, kann es noch peinlicher werden? Das wollte ich jetzt nicht wissen. Aber es war eben typisch Max. Also: zweiter Versuch: „Wenn Sie nicht drüber reden wollen, okay!“ „Sie haben keinen Grund, eifersüchtig zu sein“. Autsch. Ich und eifersüchtig? So vermessen bin ich dann doch nicht. Was soll meine persönliche Wonderwoman schon mit einem Kerl wie mir anfangen? Eifersüchtig bin ich nicht. Aber träumen wird man ja wohl dürfen. „Natürlich nicht, diese Art von Beziehung haben wir ja nicht.“ Nicht, dass ich es nicht so dann und wann mal in Erwägung ziehen würde, aber ich bin doch Realist genug, um das als Träumerei abzutun. „Ja.“ Hab ich mir das eingebildet oder klang das ein bisschen enttäuscht? Sie muss doch wissen, dass zwei Typen wie wir unterschiedlicher kaum sein können. Aber ich hab mir das bestimmt nur eingebildet. Der Gedanke ist ja auch zu absurd. Max Superwoman zusammen mit mir? Keine Chance, nicht in diesem Leben. Und dann dieser saublöde Kommentar von mir, als sie sich bedankt hat. „Man hilft ja gern.“ Hallo, Logan, in welchen Jahrtausend leben wir denn gerade? Gleich kramst du den Plural Majestatis wieder raus und sprichst Max mit „Ihr“ an. Diese Frau macht mich ganz irre. Dann, als
ich dachte die Peinlichkeiten seien überstanden und sie sei weg,
da kommt die Frage nach dem Aussichtsturm. Das war ja irgendwie süß
von ihr, aber was in aller Welt soll ich auf dem Aussichtsturm? Geschweige
denn: Wie soll ich da überhaupt raufkommen? * * * Max hat gerade noch mal angerufen. Sie hat sich von Hannah verabschiedet und war ganz aufgedreht. Sie hat doch noch etwas über ihre Mutter erfahren. Die hat wohl versucht, sie in Sicherheit zu bringen und ist zur Belohnung in der Psychiatrie gelandet. Vielleicht kann ich ja damit etwas anfangen. Ich werde gleich noch mal etwas suchen. Eifersüchtig.
So was Lächerliches.
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