Psychologieprojekt

                                    Konzentrationstest und Lernf�higkeit


I
nhaltsverzeichnis:

-Einf�hrung
-Was ist das Ged�chtnis
-Die Struktur des menschlichen Ged�chtnisses
-Das Ultrakurzzeitged�chtnis
-Das Kurzzeitged�chtnis
-Das Arbeitsged�chtnis
-Das Langzeitged�chtnis
-Das episodische und das semantische Langzeitged�chtnis
-Das Langzeit- Perzeptionsged�chtnis
-Vergessen - Informationsverlust
-Die Entwicklung des Ged�chtnisses: Selbstversuch Lernen
-Resultate der ersten Testreihe: Lernen unter verschiedenen Einfl�ssen
  - 1. Ablenkung durch Musik
  - 2. Ablenkung durch Gespr�ch
  - 3. Testreihe in der freien Natur
  - 4. Testreihe im Zug
  - 5. Testreihe mit Alkohol
  - 6. Versuchsreihe mit Kaffee
  - 7. Versuchsreihe M�digkeit
  - 8. Versuchsreihe Morgens - Abends
-Selbstversuch Lerngeschwindigkeit
-Lerngeschwindigkeit: Versuch mit Wiederholungen
-Lernen mit Pause und anschliessender Wiederholung
-Wie lange kann ich mir das f�r kurze Zeit Gelernte merken?
-Fazit - Was habe ich daraus gelernt?
-Quellenangaben


Konzentrationstest und Lernf�higkeit

Konzentrationstests unter verschiedenen Einfl�ssen und wie kann mit diesen Erkenntnissen die Lernf�higkeit verbessert werden?

Einf�hrung

Jeder Mensch besitzt in seinem Gehirn ein System f�r Speicherung und Abruf von Informationen, das den besten Computer der Welt in Bezug auf sein Fassungsverm�gen und seine Geschwindigkeit �bertrifft. Dieses System ist aber gleichzeitig so begrenzt und unzuverl�ssig, dass es sich nicht lange genug an eine neunstellige Telefonnummer erinnern kann, um sie fehlerfrei w�hlen zu k�nnen.
Ich stellte mir die Fragen: Was ist das Ged�chtnis eigentlich? Wie funktioniert es? Und was f�r M�glichkeiten gibt es, die Lernf�higkeit, und damit die Geschwindigkeit des Lernens, zu verbessern?er die genauen Funktionen des Gehirns. Viele Wissenschaftler sind jedoch aktiv an der Erforschung des Gehirns beteiligt, und es wird sicherlich noch viele Jahre dauern, bis man genau weiss, wie die Zusammenh�nge zwischen Gehirn und K�rper sind. Der Mensch versucht das komplexeste Gebilde auf unserem Planten zu erkl�ren. Etwas, das sich seit Millionen von Jahren entwickelt hat, hat man nicht innerhalb eines Jahrhunderts bis ins Detail erforscht. Zusammenh�nge zwischen unserem Gehirn und unserem K�rper wurden vor allem durch Studien  verunfallter Personen entdeckt. Auch mit Hilfe der Verhaltensforschung und der Psychologie konnte einiges �ber die Funktionen des Gehirns herausgefunden werden.
Im Laufe von Jahrmillionen, also mit der Entwicklung der Arten, hat sich aus einem kleinen, vorne befindlichen Riechhirn unser Grosshirn gebildet. Diese immer st�rkere Betonung des Grosshirns im Laufe der Entwicklung der Arten hat seine Ursache in einer allm�hlichen Verschiebung der Evolutionsbedingungen. Ohne das Ged�chtnis konnte und k�nnte der Mensch nicht �berleben. So musste er sich im Laufe seiner Evolution einen Weg finden, um sich seiner Umwelt anzupassen.
Zum einen gibt es den Instinkt, welcher dem Mensch und den Tieren schon von Geburt an vorprogrammiert ist. Alles was viele, vor allem Pflanzen, Bakterien und Insekten, f�r ein leistungsf�higes und wirksames Funktionieren  ben�tigen. Sie brauchen also keinen Lernprozess durchzumachen. Andererseits gibt es viele Organismen, die das Verhalten der gegebenen Umweltsituation anpassen k�nnen. Gleichzeitig ist ein gr�sseres Gehirn erforderlich, dass das �berleben weitgehend von der F�higkeit des Lernens und Sicherinnern abh�ngt. Die F�higkeit des Lernens hat dem Menschen erm�glicht, eine Sprache, Werkzeuge und Technologien zu entwickeln. Die F�higkeit des Lernens und Sicherinnerns, die ja die Entwicklung der Sprache m�glich gemacht hat, ist vielleicht unser entscheidendstes Merkmal.   
Die Funktion unseres K�rpers, besonders die Funktion des Gehirns, interessiert auch mich schon seit l�ngerem. Der Mensch ist am Mensch, also an sich selbst interessiert, und ein wichtiger Bestandteil seines Selbst ist das Ged�chtnis.
Ich w�hlte somit dieses Projektthema, um etwas mehr �ber die Funktion des Gehirns zu erfahren, und wie ich damit  das Lernen optimieren kann.
Mir wurde in letzter Zeit immer mehr bewusst, wie wichtig es ist, dass ich das Gelernte auch �ber l�ngere Zeit in meinem Gehirn speichern kann, um es zu einem sp�teren Zeitpunkt wieder abrufen zu k�nnen. Ich habe gemerkt, dass ich mir logische Zusammenh�nge am einfachsten merken kann. Einzelne Buchstaben oder Zahlen sind eher schwierig auswendig zu lernen, wenn sie ohne Zusammenhang dastehen. So habe ich bei mir schon vor l�ngerer Zeit beobachtet, dass ich mir Zahlenkombinationen relativ gut merken kann. Oft schaffe ich mir eine �Eselsbr�cke�, die mir einen bildlichen Vergleich mit dieser Zahl vermittelt.
Mit Hilfe verschiedener Selbstversuche versuchte ich dann herauszufinden, unter was f�r Einfl�ssen es am leichtesten oder am schwierigsten ist zu lernen, ab wann  es unm�glich ist, sich noch etwas zu merken und welche Faktoren diese Konzentrationsf�higkeit beeinflussen. Dabei bin ich nat�rlich auch auf Probleme gestossen, die ich durch Optimierung des Versuchs gel�st habe.
�Stefan Michel; Maturarbeit 1999
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