Seine Arbeit beginnt zwei Stunden,
bevor der Gottesdienst anfängt. Entgegen landläufigen Vorstellungen besteht die
Arbeit des Küsters, auch Kirchner oder Kirchendiener genannt, nicht nur aus dem
Anzünden der Kerzen. Er arbeitet ein ganzes Programm ab, trägt Sachen von hier
nach da und von da nach dort, bis alles an seinem Platz ist: Lautsprecher für die
Krabbelstube in die Steckdose, die Agende, die Bibel und die Gesangbücher
bereitlegen, sechs mal Lieder anstecken, das Licht in der Brauthalle, im Kirchenschiff,
und im Altarraum anschalten, ein Rundgang über die Emporen, dort alle Türen
schließen, den Paramentenraum öffnen, die Abendmahlsgeräte auf den Altar
stellen, Taufschale und Kanne zum Taufstein bringen, das Zählbrett in die Sakristei
schaffen, die Kollektenbüchse an den Haupteingang stellen, die Kerzen am Altar
anzünden, die Trageleuchter für den Kindergottesdienst auf den Altar legen, in der
Kapelle und im Aufenthaltsraum einen kleinen Stuhlkreis um den Altar stellen, die
Kollektenbeutel an den Eingang legen, das Hauptportal öffnen, 5 Minuten läuten
mit der Glocke 3.