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Elektrotik (innovative Schlafzimmerbeleuchtung)
Als ich während meiner Berufsausbildung mit einem Layout
aus einem Bastelheft die ersten Leiterplatten äzte, verstand ich von Elektronik
mehr als von Erotik. Die Triacs waren rund und teuer, Uschi Glas mein
Filmsternchen und Oswalt Kolle vermittelte gerade die andere Sachkenntnis. Aus
der Beleuchtungstechnik wusste ich, dass mit Rot, Grün und Blau das ganze
Lichtspektrum erzeugt werden konnte, wie in den drei Kanonen der ersten
Farbbildröhren. So bestand meine Schaltung aus drei kaskadierten Dimmern,
welche mit 120° Verzögerung die drei Lampen steuerten. Unsere ersten
Farblichtgeneratoren installierten wir in unserem Beatkeller mit einem duzend
Pressglaslampen.
Später störte mich, dass ausgerechnet dort, wo sich Mann und Frau am längsten
aufhalten die mieserabelste Beleuchtung herrscht. Noch heute findet man vor
allem in Mietwohnungen, Schlafzimmer mit irgendwelchen verstaubten
Beleuchtungskörpern und einer Schaltstelle (Fachausdrücke des Installateurs) mit
Vollicht für die Putzfrau, -oder tote Hose.
Ich schaffte vorerst eine Zwischenstufe für die Nachttischlampe, indem ich
einen berührungslosen Dimmer in einen Fotowürfel einbaute, mit Anschlusskabel
und Kupplungsstecker versah und jungen befreundeten Paaren zur Hochzeit
schenkte.
Vor einiger Zeit hatte ich meinen guten alten Farblichtgenerator wieder hervorgeholt, mit
neuer Technik aufgemotzt und zum Testen in unser
Schlafzimmer gestellt. Die drei
100 W, R-G-B-Spotlampen werden so angesteuert, dass sie das gesamte Farbspektrum
von Violett bis Weiss an die Schlafzimmerdecke projezieren und eine angenehm
erotische Atmosphäre schaffen. Eine moderne Schlafzimmerbeleuchtung sollte mehrere Schaltstellen haben: Eine bei der Türe und eine zweite neben dem Bett
mit den Stellungen; Schlafen, Lesen,
Spielen... Pedro