
Mittelalterm�rkte, Turniere, Gewandungen
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Gr�sse von Evelyn
Diese Seite hat nicht den Anspruch, historisch korrekte Mittelalter-Bilder zu pr�sentieren, sondern sie soll Spass machen und Leute dazu animieren, sich n�her mit dem Mittelalter zu besch�ftigen. Trotzdem sind die hier gezeigten Bilder und Texte (soweit nicht anderes vermerkt) sorgf�ltigst recherchiert. Die Quellen k�nnen bei mir nachgefragt werden.
Die MA-Mode-Seiten sind aufgrund eines Referates f�r die Berufsschule entstanden.
Mittelalter - Mode / Gewandung
Das Bild vom Mittelalter, das den meisten Leuten vorschwebt, wenn man jemanden danach befragt, sieht etwa so aus:

Dieses Bild ist nicht g�nzlich falsch, denn diese Kleidung
trug man im Mittelalter auch. Aber eben nicht nur, und Begriffe wie
�Burgfr�ulein�, �Ritter ohne Furcht und Tadel�, u. eventuell noch
�Schnabelschuhe� begrenzen das Bild des Mittelalters zu sehr. Diese Epoche
bezieht sich n�mlich nur auf ca. 30-50 Jahre der Burgundischen Mode, aber das
Mittelalter umschliesst ganze 5 Jahrhunderte (von ca. 1000 bis 1500 n. Chr.),
und nat�rlich �nderte sich die Mode in diesem Zeitraum sehr h�ufig (wenn auch
nicht so h�ufig wie heute).
Ich m�chte hier einen Einblick in die
Modegeschichte des Mittelalters geben, und vielleicht damit einige
Missverst�ndnisse aus dem Weg r�umen.
Nat�rlich kann eine Internetseite nicht
umfassend �ber 500 Jahre Geschichte informieren, aber eventuell kann ich Euch
einen ungef�hren �berblick verschaffen.
Zuvor m�chte ich noch anmerken, dass ich �
entgegen meinen ersten Annahmen � sehr viel Material �ber diese Zeit gefunden
habe, haupts�chlich B�cher. Sehr viel Material habe ich auch im Internet
gefunden, aber es ist eher schwierig gewesen, die teilweise konfus angeordneten
Bilder bestimmten Zeitabschnitten zuzuweisen. Empfehlen kann ich die beiden
folgenden B�cher f�r weitergehende Einblicke in das mittelalterliche Leben und
die Mode dieser Zeit:
1. Medieval Costume and Fashion Herbert Norris, Dover Publications 1999, ISBN 0-486-40486-2 (engl.)
2. Geschichte des Mittelalters Gerstenberg Visuell, 2002, ISBN 3-8067-4532-3
(Am Ende der Mode-Seiten gibt es noch mehr Buchtipps)
Des Weiteren kann ich u.a. eine Website empfehlen, die sehr gute Infos und viele weiterf�hrende Links zum Thema hat, und zwar:
http://www.jadu.de/mittelalter/index.html
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Beginnen m�chte ich mit dem
1. Zeitabschnitt: 1000 bis 1200
Die Zeit der Kreuzz�ge

Der Mann dieser Zeit trug ein noch aus der R�merzeit stammendes Kleidungsst�ck, die Dalmatika (im MA auch Tunika genannt). Es war ein einfaches, gerades Hemdgewand, das bis unter die Knie reichte. Abb. dazu:
William I. und Dalmatica

Dazu trug er einen Mantel in Form eines
Halbkreises, der entweder mittig vorn auf der Brust geschlossen wurde oder
seitlich auf der Schulter (s. Abb. William
I).
Dazu kam ein G�rtel, (Abb. William I.)
der um die Taille geschlungen wurde, um die Weite der Dalmatica zu
halten.
Unter der reich verzierten �bertunika wurden bis
zu drei Untertuniken getragen.
Ab Mitte des 12. Jh.s trug der Mann eine sogenannte Cotte (von altfr�nkisch kotta) als Obergewand. Die �rmel waren hier extra angesetzt und nicht mehr im geraden Fadenverlauf des Stoffes.

Die Frau trug ein langes Kleid mit schmalen langen �rmeln, eng anliegend am Oberk�rper, und nach unten hin weit auslaufend. (Abb. Queen Matilda)

Darunter trug sie ein engeres
Unterkleid und eine Art Hemd.
�ber dem Kleid einen hatte sie einen verzierten
G�rtel, der auf der H�fte sass. Dazu kam ein Mantel, wie bei den
M�nnern der Zeit in Form eines Halbkreises, gehalten von zwei Spangen, die durch
eine Schnur od. ein Band verbunden waren.
Auf dem Kopf trug sie einen langen Schleier, der zuerst eine Funktion wie der Mantel hatte, und erst nach der Zeit der Kreuzz�ge eine rein schm�ckende Funktion bekam. (alles: Abb. Queen Matilda)
***
Der
erste Kreuzzug begann im Jahr 1095 (er war der einzige, der
�berhaupt erfolgreich war, Jerusalem wurde kurze Zeit sp�ter von dem Muslimen
zur�ckerobert). Vom Orient brachten die Menschen neue Eindr�cke und Ideen mit,
die sich stark auf die Kultur auswirkten, und somit auch auf die
Mode.
Die auff�lligsten Neuerungen in der Mode nach
den ersten Kreuzz�gen waren folgende:
Die Frauen und M�nner trugen nun den
Bliaut (sprich: �Blio�):
Ein Obergewand aus kostbaren, d�nnen Stoff, der fein gef�ltelt war, u. dessen gesamte Stoffweite bei den Frauen am Oberk�rper zusammengefasst wurde durch N�hte, und gehalten wurde durch entweder ein Mieder (Korsage) oder einen breiten Stoffg�rtel. Die �rmel des Bliauts waren sehr weit und lang.
hier ein Foto von einer Freundin und mir in Bliaut-�hnlichen Kleidern:
Und ein Holzschnitt, in dem der Gegensatz zwischen Arm und Reich dargestellt wird:

Der Bliaut des Mannes war k�rzer als der der Frau, aber ebenfalls am Oberk�rper enger geschn�rt. (Abb. dazu Noble wearing Bliaut)

M�nner wie Frauen trugen jetzt h�lzerne Unterschuhe, Trippen genannt, unter ihrem normalen Schuhwerk. Auch diese Neuerung kam aus dem Orient. Trippen waren gleichzeitig Schutz gegen Schmutz und sorgten auf der anderen Seite daf�r, dass sich die feinen Lederschuhe nicht so schnell abwetzten. Hatten die Trippen Riemen vorn und hinten, musste man ein Gelenk einbauen, um nicht staksig laufen zu m�ssen. Geschlossen wurden die Riemen um den Kn�chel dann mit einem Nagel, den man schr�g in die Schuhb�nder steckte.

