Ralph Greminger

Letztes Update: 01.07.03

 

 

Ich habe in der Zwischenzeit meine blauweisse 1990er BMW komplett zerlegt, den Rahmen selber verstärkt und dann extern pulvern lassen. Im Unterscheid zu Pauls BMW hat meine bereits einen tausender Motor und ein Oelins-Federbein, aber auch schon 40‘000km mehr auf dem Tacho.

Aus diesem Grund habe ich meinen Motor und den Antrieb zerlegt und ersetzt alle ausgeleierten Teile. Da mein Modell keine feste Verkleidung hat, ist das Motorrad doch um fast 30 Kilo leichter. Um weiter Gewicht zu sparen habe ich mir eine eigene lenkerfeste Verkleidung aus einer Glasfasermischung gemacht. Zusätzlich ist sie mit einer leichteren Einzelsitzbank ausgerüstet und um weiter Gewicht zu sparen habe ich das Heck verkürzt. Batteriekasten erleichtert und alles Überflüssige wie z.B. die Blinker wird weggelassen. Mein Ziel liegt bei etwa 180 Kg ohne Gepäcksystem.

Auch ich habe mir eine Doppelzündung bei Q-Tech bestellt. Die bestehenden Kolben tausche ich gegen leichtere Sportkolben. Für die bessere Motorkühlung habe ich Pauls tiefes Paris-Dakar Schutzblech übernommen.

Hier eine Frontaufnahme auf welcher sehr schön die selbstgefertigte Verkleidung zu erkennen ist. Die Verkleidung besteht aus GFK und wurde weiss lackiert. Als Vorbild wurde die Original-BMW-Lenkerverkleidung verwendet. Für einen besseren Wetterschutz habe ich sie allerdings verbreitert und erhöht. Auffallend ist sicher auch der neue Rechteckscheinwerfer anstelle des runden Originals.

Der Tank ist von HPN und fasst 43 Liter. Die Ein-Mann-Sitzbank musste ich entsprechend anpassen. Kann aber in 10 Minuten wieder auf die normale Sitzbank umgebaut werden. Die Notsitzbank wurde von weiblichem Sozius stark kritisiert. Entgegen der Original-Version wurde ein tiefes Schutzblech montiert.

Aufnahme des IMO. Dieses Gerät ersetzt den Tacho und Drehzahlmesser. Ausserdem bietet das Gerät noch viele weitere Möglichkeiten:

Für mich sind die interessantesten Daten neben Drehzahl und die Geschwindigkeit, die Aussentemperatur, der Voltmeter und die Öltemperatur. Bedienen kann ich das IMO über eine Lenkerfernbedienung. Ich kann das IMO nur empfehlen, es ist klein, leicht, einfach zu installieren und bei Tag wie während der Nacht gut ablesbar.

Hier noch einige Aufnahmen des Rahmens der an vielen Punkten verstärkt und schwarz pulverbeschichtet wurde. Als Vorlage dienten die Fotos von HPN. Aber ich habe den Rahmen auch nach eigenen Ideen verbessert. Es wird sich dann zeigen ob es richtig oder falsch war. Ich hoffe die Leute von HPN werden mir nicht böse sein, wenn ich Ihnen etwas nachgemacht habe.

Hier eine Aufnahme des selbstgefertigten Cockpits. Gut zu erkennen ist die schwarze Scheinwerferaufnahme. Die Bügel unterhalb des Scheinwerfers sind die Halterungen für die neue Lenkerverkleidung. Ausserdem habe ich einen neuen Renthal Alu-Lenker und Touratech-Handschützer in weissblauer Ausführung montiert.

 

Und hier ist Sie endlich in beinahe vollendetem Zustand. Sieht schon speziell aus und ist so sicher nicht an jeder Ecke hier in Zürich zu sehen. Sie wiegt jetzt fahrfertig und mit vollem Tank (43Liter) 235 Kilogramm. Sicher kein schlechter Wert für ein fast 15-Jähriges Motorrad.

Doppelzündung von Q-Tech, 1'000er Satz mit Sportkolben von Q-Tech, Zach Y-Auspuffrohr, gezackte Edelstahl Fussrasten von Alpha-Technik. Die 320er Bremscheibe von HE-Bremstechnik mit Stahlflexleitung erweist sich als sehr lohnende Investition. Muss jetzt nicht mehr mit der ganzen Hand zugepackt werden, es reichen meistens zwei Finger. Um die Bremswirkung zu verbessern verwende ich ausserdem Sintermetall-Bremsbeläge.

Mein Eigenbau-Cockpit erweist sich als Volltreffer! Die Höhe und der montierte Winkel passen optimal für meine Körpergrösse. Die Sicht wird trotz der Höhe kaum eingeschränkt und der Windschutz ist bis 120 Km/h gleich Null. Darüber wird der Fahrtwind spür- und höhrbar. Aber es bleibt alles im erträglichem Masse.

Eine Frontansicht. Die Krümmer wurden durch Exemplare aus Edelstahl ersetzt. Sie sind im Durchmesser 2mm grösser und haben kein Verbindungsrohr mehr. Meiner Meinung leidet das Drehmoment darunter etwas, aber ich kann mich auch täuschen.

Hier eine Aufnahme meines Oehlins-Federbeines. Auch das ist eine lohnende Investition, wenn auch keine günstige. Das Federbein kann innert kürzester Zeit auf die jeweiligen Bedürfnisse eingestellt werden. Sei es für den Soziusbetrieb oder für die unterschiedlichen Strassenverhältnisse.

Bis jetzt bin ich mit meiner Umgebauten BMW R 80 GS rund 3'000 Km gefahren. Der weiteste Ausflug war von Zürich nach Nizza und zurück wobei die Fahrt bis auf ein paar kleinere Details absolut problemlos verlief. Meine BMW ist eine richtig gutes Tourenmotorrad, aber so richtiger Fahrspass kommt nie so richtig auf, aber dafür habe ich die Kuh auch gebaut – so hoffe ich auf jeden Fall. Denn Langstreckentauglichkeit ist ja auch das wichtigste für unserer Reise!

 

 

 

 

 

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