>Ich freu mich schon
total auf n�chste Woche!< schrieb Belen mir per Mail zur�ck. >Ich mich
doch auch, Ash freut sich auch schon auf dich. lol.< antworte ich. In einer
Woche wollte uns Belen, ihre Eltern und ihr Bruder Erik besuchen kommen. Ashley,
mein Bruder, freute sich auch schon irre auf Belen, denn er sprach seit ein
paar Tagen echt von nichts anderem mehr, was uns allen schon ziemlich auf die
Nerven ging. "Klopf, Klopf." Meinte Ash und streckte seinen Kopf
durch die T�r. "Kommst du? Essen ist fertig." meinte er. "Ich
komme gleich."
"Mailst du mit Belen?" kam er n�her. Ich nickte. "Gr�� sie
mal."
>Ich muss jetzt runter essen, soll dich von Ash gr��en.< schrieb ich und
dr�ckte auf Enter. >Ist okay, ich meld mich wieder. Gr�� ihn mal zur�ck. *g*
Bye.< kam nach kurzer Zeit zur�ck. Ich stand auf, schaltete den PC aus und
folgte Ash nach unten. Mein 2 Jahre �lterer Bruder war eigentlich ein absoluter
Sch�nling und wurde von allen M�dchen geliebt, doch er hatte nur Augen f�r
meine Freundin. Belen und ich kennen uns eigentlich seid unsere Kindheit,
unsere Eltern sind fr�her ziemlich fest befreundet gewesen, doch seit dem sie
umgezogen sind sehen wir uns sehr selten. Denn sie wohnen in Florida und wir in
Californien, und jeder wei�, das das nicht gerade dicht nebeneinander liegt.
Doch wir halten seit diesen -jetzt schon fast 5 Jahren- regelm��ig eMail
Kontakt und besuchen uns so oft es geht. "Hey Daddy!" begr��te ich
meinen Vater mit einem Kuss und setzte mich neben meinen Bruder. "F�hrst
du nachher noch einkaufen?" wandte sich meine Mum an Ash. "Ja kann
ich. Kommst du mit?" fragt mich Ash. "Klar." Wir standen uns
schon immer ziemlich nahe, stritten selten und unternahmen recht viel
miteinander. Nach dem Essen, schnappte Ash sich seinen Autoschl�ssel und wir
fuhren zum Supermarkt. "Hast du den Einkaufszettel?" Ich kramte ihn
aus meiner Hosentasche. "Jep." Sagte ich. "Was steht denn
drauf?" fragte er. Ich �berflog ihn. "Nix besonderes, Fleisch, Milch
und so weiter."
"Wo schl�ft Belen eigentlich?" fragt mein Bruder, als er nach einem
Parkplatz sucht. "Na bei mir nat�rlich. Das wei�t du doch!" wundere
ich mich. "Stimmt ja!" Er schl�gt sich gegen den Kopf und grinst mir
zu. "Du dachtest doch wohl nicht das sie bei dir im Zimmer schl�ft,
oder?" fragte ich ihn. "Nein, nat�rlich nicht...wollte nur fragen.
Hatte es n�mlich vergessen!"
"Ah ja....wollen wir dir mal glauben." sagte ich grinsend zu Ash.
Nach 5 endlosen Minuten fand er dann auch endlich einen Parkplatz. Schnell
schnappte ich mir noch einen Einkaufswagen und ging mit Ash dann rein. W�hrend
wir die Butter und die Milch suchten fing Ashley auf einmal laut an zu singen. "....Baby, why i don�t find the Milk, oh Baby tell me why i don�t
find the miiilk.." "Ashley!!!
Nicht hier,die Leute gucken ja schon!" sagte ich zu ihm w�hrend ich ihm
den Mund zuhielt. "Mach doch kein aufstand Mandy...die Leute st�rt es doch
nicht... also lass mich bitte singen." antwortete mir Ashley, schnappte
sich den Einkaufswagen und fuhr damit weiter singend durch den Supermarkt auf
der suche nach der Milch, die ich bereits in der Hand hatte. Ich hatte ja nicht
wirklich was gegen Ashley�s Singerei. Im Gegenteil, Ash hat eine wundersch�ne
Stimme. Er trifft jeden Ton perfekt. Dazu kann er noch Gitarre und Klavier
spielen. Seit klein auf singt er und spielt er die Instrumente. Und beides
beherrscht er sehr gut. Die Musik ist sein leben genau so wie f�r Belen�s
Bruder Erik. Er hat auch eine unglaubliche stimme. Voller Soul und
Leidenschaft. Belen, unsere Eltern und ich sind fest davon �berzeugt das aus
Ashley und Erik sp�ter mal was gro�es in der Musikbranche wird.
"Aaaashhh....wo bist du?" rief ich durch den Supermarkt.
"Aaaash.." Ich bekam keine Antwort. Vielleicht h�rte ich ihn ja
singen, dachte ich mir und wurde still. Doch man h�rte nur das Radio. Langsam
wurde ich w�tend. Nochmals rief ich nach Ash. Und wieder bekam ich keine
Antwort. Ich rannte durch den Supermarkt und suchte nach Ashley. Nirgendwo war
er zu sehen. Einen kurzen Moment blieb ich stehen und �berlegte wo er sein k�nnte.
Als mir einfiel das ich noch nicht in der S��igkeit Abteilung war; wo es lauter
Kitkats (Ash�s gro�es Laster) gibt. Schnell rannte ich dahin und....ich fand
dort einen v�llig gl�cklichen, voller im Gesicht Schokoladen verschmierten
Bruder, der sich von Kitkats gar nicht mehr retten konnte. "Hey..hier bist
du also, komm wir m�ssen los. Ich hab alles. Sag mal..hast du eigentlich die
ganzen Kitkats schon bezahlt??" Er nickte. "Gut dann komm!" Ich
ging vorw�rts mit dem Einkaufswagen. Mit dem Glauben das Ash hinter mir ist,
ging ich zur Kasse. Dort drehte ich mich um und er war wieder nicht da.
"Aaaaashley..komm sofort hier her!" rief ich und schon stand er im
null Komma nichts neben mir. Schnell wischte er sich die Finger ab und half mir
dann beim Einr�umen. V�llig fertig vom einkaufen oder f�r Ash vom essen,fuhren
wir zur�ck nach hause.
******** Im Auto
********
"Mandy?"
"Ja..was ist?"
"Tut mir leid wegen vorhin im Supermarkt!"
"Ist gut...war ja nicht so schlimm!" antwortete ich Ash der mich mit
einem Hundeblick anschaute. "Du...ist Belen immer noch mit diesem Brad
zusammen?"
"Nein,vor 2 Wochen hat sie Schlu� gemacht weil er eine andere hatte.
Au�erdem hat sie im Moment genug von den M�nner, hat sie mir gesagt. Sie ist
ziemlich entt�uscht von Brad!"
"So ein Ars...hmm....du wei�t was ich meine. Wenn ich Belen als Freundin
h�tte, w�rde ich sie niemals betr�gen."
"Wenn du sie als Freundin h�ttest...Wenn!"
"Was soll das hei�en Mandy? Das ich keine Chance bei ihr habe, oder
wie?"
"Mein..Gott sei doch nicht so sensibel. Wieso hast du eigentlich
gefragt?" fragte ich Ash mit einem neugierigen Blick. "hmm...nur so!
Aber kommen wir von meinem Liebesleben zu deinem. Was h�ltst du von Erik? Der
ist doch auch ein ganz s��er...oooder???"
"Bist du dir sicher das du nicht was von Erik willst??" antwortete
ich ihm frech. Er schaute mich nur verdutzt an. "Erik ist ein ganz netter
Kerl, und ja auch ein bi�chen s�� aber nicht ganz....oder sagen, �berhaupt
nicht mein typ. Ich stehe mehr auf Typen mit braunen haaren, Ozeanblauen Augen,
mit tiefen stimmen und einem l�cheln zum dahinschmelzen. Allerdings ist das
bestimmt nur ein Traummann, so einen gibt es nicht. Wie lange hab ich gesucht
und nie gefunden."
"Ah Schwesterchen.....dein Traummann l�uft dir schon bald �ber den weg. Da
bin ich mir ganz sicher. So ein h�bsches M�dchen wie du, darf nicht ewig Singel
sein. Und wenn du...ich hab da so letztens im Fernsehen bei Jerry Springfield
gesehen das man sich jetzt auch M�nner per Telefonanruf bestellen kann."
sagte mein lieber Bruder zu mir und grinste dabei. Ich schaute ihn gespielt
beleidigt an und boxte ihm in die Seite. Aber Ashley lachte nur. Eine
Woche verging. Es war so weit, Belen und ihre Eltern w�rden uns heute besuchen
kommen. Wir hatten gerade 8.00 Uhr morgens als sie mit ihren Eltern bei uns
eintraf. Mit einer festen Umarmung begr��te ich Belen. Ich war so froh sie nach
so langer zeit (6 Monaten) wieder zu sehen. Auch Erik begr��te mich sehr
liebevoll mit einer Umarmung. W�hrend sich dann auch unsere Eltern begr��ten
ging ich mit ihr in mein Zimmer um dort ihre Sachen abzustellen. Da Ashley
nirgendwo stand dachte ich mir das er noch am schlafen ist und beschlo� deshalb
mit Belen in sein Zimmer zu gehen um ihn zu wecken. Ich ging also in sein
Zimmer das nebenan war, macht die T�r auf und da stand Ash nur mit seiner
Superman Boxershort bekleidet vor mir und Belen. "Wow Ashley.....echt
lange nicht mehr gesehen!" sagte Belen total sprachlos und schaute ihn
dabei an also ob sie ihn mit den Augen vernaschen w�rde. In dem Moment kam Erik
zu uns vor die T�r. "Mensch Ash...zieh dir gef�lligst was dr�ber!!"
sagte er und hielt seiner kleinen Schwester die Augen zu. Ich konnte mich vor
lachen gar nicht mehr halten, und Ashley der rot im Gesicht war, starrte mich
nur b�se an. "Seh ich so schlimm aus?" grinste er und betrachtete
sich ausgiebig von oben bis unten. "Ja ganz toll." �bernahm ich die
Initiative, riss den Bademantel vom Haken und schmiss ihn ihm entgegen.
"Kommt, wir gehen." Schubste ich die beiden nach drau�en und schloss
die T�r. "Ich komm gleich nach!" rief uns Ash hinterher. Ich
verschwand mit Belen in mein Zimmer, w�hrend Erik es sich vor dem Fernseher
bequem machte. "Meine G�te, Ashley hat sich ja echt gemausert, und das
innerhalb eines halben Jahres!" wunderte sich meine Freundin. "Tja,
er ist halt zu einem richtigen Mann geworden." lachte ich und schaltete
den Fernseher an. Wir schauten uns "Friends" an, bis Werbung kam.
"Hast du Durst?" fragte ich. "Klar."
"Bin gleich wieder da." Ich stand auf und ging nach unten, wo Erik am
K�chentisch sa�. "Du siehst aber auch nicht gerade zufrieden aus, ist
was?" fragte ich ihn und setzte mich zu ihm. "Ne, ich hab nichts, bin
nur m�de." Ich wunderte mich trotzdem und nahm zwei Tassen aus dem Schrank
und go� uns beiden ein Schluck Limo hinein. "Willst du auch was?"
hielt ich ihm die Flasche entgegen. "Du hast doch was!" meinte ich
und hockte mich vor ihm. "Nun sags mir doch." Nahm ich seine Hand und
sah ihm in die Augen. Er l�chelte mich an. "Ich hab Kopfschmerzen."
Grinste er. "Das ist alles? Und deshlab machst du son einen Aufstand! Aus
dir wird ich wahrscheinlich nie schlau." sch�ttelte ich den Kopf, holte
ihm eine Tablette und ein Glas Wasser und stellte es ihm vor die Nase.
"Mandy! Ashley! Erik! Kommt schnell hoch!" schrie Belen aufgeregt.
Ich schnappte mir die zwei Gl�ser und rannte mit Erik im Schlepptau nach oben,
wo Belen und Ashley fasziniert vor dem Fernseher hockten. "Alter, das ist
unsere Chance!" Ich sah Erik verdutzt an. "Bitte was? Was ist unsere
Chance?"
"Hast du das eben nicht gesehen? In zwei Wochen findet in LA ein
Boygroup-Casting statt! Da m�ssen wir hin!" freute er sich. "Echt!
Wie cool!" Eriks Kopfschmerzen waren anscheinend wie weggeblasen.
"Und was muss man da singen?" frage ich. "Wei� nicht, aber wir
k�nnen ja mal im Internet nachschauen, irgendwo steht da sicher was
dr�ber." Meinte Ash und zog Erik mit sich. "Die beiden in einer
Boygroup, kannst du dir das vorstellen?" runzelte Belen die Stirn. Ich
sch�ttel den Kopf. "Ich mir auch nicht. Dann sind sie begehrte Stars und
ich werde nie mit Ash zusammenkommen." L�sst sie den Kopf h�ngen. Ich
setzte mich zu ihr und nehme sie in den Arm. "Dann sag ihm doch endlich
das du ihn liebst, ich bin mir sicher das er dir keinen Korb geben wird."
Muntere ich sie auf. "Okay, irgendwann muss ich damit ja mal
anfangen." Ich nickte zustimmend. Am n�chsten Morgen wachte ich schon
ziemlich fr�h auf, es war 8 Uhr und Belen schlief noch. Ich w�hlte mich aus dem
Bett und ging ins Bad. Doch es war besetzt. Ich klopfte leise an die T�r. "Ashley?"
fragte ich. "Nein, ich bins Erik." Oh je peinlich. "Sorry,
wollte dich nicht st�ren." entschuldigte ich mich, ging nach unten und
machte mir einen Cappucino. "Du hast nicht gest�rt." kam Erik
pl�tzlich um die Ecke. "Meine G�te, hast du mich erschreckt!" hielt
ich mir die Hand aufs Herz, das wild pochte, vielleicht auch, weil Erik
ziemlich knapp bekleidet war. "Sch�ne Boxershorts." Grinste ich und
musterte ihn von oben nach unten. "Danke." l�chelte er. "Du ich
wollte dich noch was fragen. Ich hab gestern mit Ash �ber Belen geredet. Der
ist ja ziemlich verschossen in meine kleine Schwester."
"Das beruht auf Gegenseitigkeit, also, sie steht auch ziemlich auf ihn.
Aber irgendwie wird da nie was, wenn keiner mit dem anderen redet,
beziehungsweise ihn mal fragt." erkl�rte ich ihm. "Meinst du nicht,
wir k�nnten da etwas nachhelfen?" schmunzelte er. "K�nnte man, und
wie stellst du dir das vor?" fragte ich und h�rte mir seinen Plan an, der
wirklich sehr verlockend klang. Wir deckten also, wie abgemacht, den Tisch und
zogen uns danach an. Schlie�lich weckten wir Belen und Ashley, um sie zum
Fr�hst�ck zu holen. Sie kamen beide schlaftrunken nach unten gedackelt und
setzten sich an den Tisch. "Wie sp�t ist es?" murmelte Ash.
"Neun Uhr." Gab Erik ihm zur Antwort und griff nach einem
Br�tchen." "Das darf doch nicht wahr sein, so fr�h!" meckerte er
vor sich hin, bis Eriks Handy klingelte. Er hob ab und legte nach kurzer Zeit
wieder auf. "Sorry, ich muss weg. Guten Appetit noch." zwinkerte er
mir zu und ging. F�nf Minuten sp�ter klingelte auch mein Handy. "Ja Mom,
ich komme. Bis gleich." Ich legte auf. "Ich muss los, bis
nachher." Dr�ckte ich meiner Feundin und meinen Bruder einen Kuss auf die
Wange. Belen guckte mich b�se an, doch ich lies mich nicht beirren, schnappte
meine Tasche und ging ebenfalls. Drau�en wartete Erik schon, mit dem ich
eingehakt in die Stadt ging. "Schmeckts?" wollte Ash ein Gespr�ch mit
Belen beginnen. Die nickte nur kurz.