Teil 16

Die n�chsten Tage verbrachte Ash haupts�chlich in seinem Zimmer. Auch die andern waren wieder da. Anne und Trevor hatten ihre Hochzeit sicherheitshalber verschoben, zu dieser Zeit hatte keiner von uns wirklich Bock auf feiern. Auch das mit der zweimonatigen Pause hatte geklappt, wor�ber wir alle wirklich froh waren. Ash fuhr deshalb auch f�r einige Wochen nach Hause zu seinen Eltern. W�hrenddessen vergossen wir nat�rlich immer wieder Tr�nen und alle k�mmerten sich r�hrend um mich, denn mir ging Shellis Tod sehr nahe, vor allem weil ich ja hautnah dabei gewesen war. Ich tr�umte fast jede Nacht davon und konnte sie einfach nicht vergessen. Es ist schrecklich einfach so weiterzuleben als w�re nichts passiert, irgendwie kam es mir jedenfalls so vor.

Ich ging noch einige Male zur Frauen�rztin, anscheinend war mir der Stre� der letzten Woche nicht sehr gut bekommen. Aber langsam ging es mir immer besser. Ich besuchte mit Dan nat�rlich auch die Schwangerschaftsgymnastik, er machte sich dabei wirklich gut. Ich war wahnsinnig stolz auf ihn. Den Rest unserer "Ferien" verbrachten wir mit faulenzen...

2 Monate sp�ter:

"Daaaaaaaaaan!" Ich wachte vor Schmerzen mitten in der Nacht auf und sa� senkrecht im Bett. "Was isn?" fragte er verschlafen, w�hrend ich pustete und pustete. "Mir geht�s nicht gut, ich glaub es ist soweit!" meinte ich aufgeregt. "Aber das ist doch viel zu fr�h." Ich sah ihn ernst an. "Okay okay, ich mach Trev und Anne wach, die k�nnen uns hinfahren. O gott, o gott!" Er stand schnell auf, und dann kam Ashley ins Zimmer gerannt (er war nat�rlich schon wieder bei uns). "Was ist denn hier los?! Wer schreit denn hier wie am Spie�??" rief er. "Es geht los!" schrie Dan und zog hektisch seine Hose hoch. Er lief raus und klopfte wie ein Wilder an Trevors T�r. "Aufstehen! Ihr m�sst uns ins Hospital bringen!" Anne kam raus. "Wieso denn gerade mitten in ner Nacht!" Sie kam zu mir. "Ganz ruhig, gleich ist alles vorbei." meinte sie und hakte sich bei mir ein. Schlie�lich schleppte sie mich nach unten. "Ash! Mach die T�r auf!" schrie Anne laut, als wir dort angekommen waren. Er st�rzte die Treppen herunter und �ffnete. Ich setzte mich ins Auto. Als wir uns nach f�nf Minuten jedoch immer noch nicht vom Fleck bewegt hatten wurde ich unruhig. Dan streichelte mir z�rtlich �ber den Kopf. Ich fing an zu weinen. "Oh wann h�rt dieser Albtraum endlich auf?!" wimmerte ich. "Trevor beweg deinen Arsch endlich her!" nahm er mir buchst�blich die Worte aus dem Mund. Er schnappte sich den Autoschl�ssel und startete den Wagen. Also ging es los. Die Fahrt dauerte fast zwanzig Minuten, obwohl wir Unmengen von Trevs angeblichen Abk�rzungen benutzten und mit fast 180 Sachen durch die Stadt fuhren, soweit das jedenfalls m�glich war. "Schei�e! Wann sind wir denn da!????" schrie Dan Trev an. "Ruhig Alter, sind ja gleich da!" reagierte er etwas gereizt. Als das Auto dann endlich anhielt, st�rmte er gleich aus dem Auto und lief in die Klinik. Kurze Zeit sp�ter kam er mit einem Rollstuhl wieder heraus. "Ich bin doch keine alte Oma, nimm das Ding weg!" meckerte ich rum, obwohl ich es nicht so meinte. "Aber es geht schneller! Also reinsetzen!" sah er mich sauer an. Ich wu�te das er es nur gut meinte, also nahm ich Platz und er schob mich ins Krankenhaus, wo uns gleich eine Schwester entgegenkam und uns den Weg zeigte. "Oh Gott." Rief ich entsetzt auf. "Was?"

"Oh je die Fruchtblase ist geplatzt, es geht wirklich los. Nun aber schnell." sagte die Schwester und �bernahm den Rollstuhl. Dan rannte uns hinterher. Ich kam in den Kreissaal und wurde vom Arzt begr��t. "Na wie geht�s?" Ich w�rdigte ihm nur einen ernsten Blick und h�tte ihm echt an die Gurgel springen k�nnen. "Nun machen sie doch was!" regte sich mein Schatz auf. Dann ging alles blitzschnell. Ich lag auf dem Stuhl, machte meine Atem�bungen und der baldige Vater k�mmerte sich r�hrend um mich. Doch als er so richtig los ging, kippte er pl�tzlich um. "Dan?!" fragte ich. "Daaaaan! Steh auf! Das kann doch nich wahr sein!"

"Er wird gleich wieder zu sich kommen, keine Angst, das haben wir schon �fters erlebt." versuchte mich die Schwester zu beruhigen. "Aber er wollte es doch unbedingt miterleben." meinte ich traurig. "Mal sehn was sich machen l�sst." L�chelte sie mir zu und b�ckte sich zu ihm. "Mr Miller! Aufwachen!" sie sch�ttelte ihn so oft und klatschte ihm ins Gesicht, bis er endlich wieder aufwachte. "Oh Gott, hab ich was verpasst?" fragte er etwas benommen und hielt sich den Kopf. "Nein!" beruhigte ich ihn. "Gut, mir ist n�mlich verdammt schlecht." torkelte er durch den Saal. "Dan, verdammt was machst du da?" meinte ich nun. "Was denkst du denn wie es mir geht?" Er kam zu mir und k�sste mich auf die Stirn. "Sorry, Honey." Und dann ging es wirklich los. Obwohl ich nicht dachte das das so schlimm sein w�rde, machte ich den Schwangeren in den ganzen Arztserien, die ich gesehen hatte, echt Konkurrenz. Dan sah mich irritiert an. "Ich wu�te gar nicht das du so laut sein kannst." l�chelte er.

Nach knapp zwei Stunden am 6. Juli um genau 5.55 Uhr kam unser kleiner Ryan auf die Welt. Er schrie sicher das ganze Krankenhaus zusammen. Ich lies meinen Kopf ersch�pft nach hinten fallen. Dann kam die Hebamme mit Ryan zu uns und gab ihn mir. Ich legte ihn auf meinen Bauch und mir kullerten schlie�lich Tr�nen �ber die Wange. "Gott, ist der s��." meinte Dan. "Hier." Dan nahm ihn auf den Arm und seine Augen leuchteten, wie ich es noch nie gesehen hatte. Mein Herz machte einen kr�ftigen Luftsprung. "Er hat deine Nase." Meinte Dan und k�sste mich. "Und deine Augen." Konterte ich. Lachend �bergab er mir wieder unseren Sohn. "Ich hole schnell Anne und Trevor rein, okay?" Ich nickte. Als die T�r zu war, h�rte ich Dan schreien. "Ich bin Papa!" und kurz darauf kamen die drei rein. "Hey, na frischgebackene Mami!" begr��te mich Anne. "Wow, was f�r ein Wonneproppen!" meinte Trev nur und streichelte ihm �ber den Kopf. Anne grinste mich an. "Achja ich hab da noch was f�r dich, beziehungsweise was f�r den Kleinen." Sagte Anne und zog einen kleinen s��en blauen Strampelanzug aus der Tasche. "Super, danke!" freute auch Dan sich. "Ich hab Ash, Jacob, Janie und Erik auch schon angerufen, m�ssten gleich kommen." Meinte Trev. "Und ich hab Mom angerufen, sie nimmt morgen den ersten Flieger und w�nscht euch schon mal alles Gute." f�gte Anne hinzu. Nach ner halben Stunde kamen dann auch die anderen. Erik sogar mit einer Kamera. "Und hier sehen wir die stolzen Eltern mit Ryan!" richtete er sie auf uns. Dann fing der Kleine an zu schreien. "Toll Erik, du hast ihn erschreckt!" scherzte Janie. Sie hatten uns auch was mitgebracht, und zwar eine Spieluhr, und einen kleinen Teddyb�r. Wir quatschten noch ne Runde, bis die Schwester reinkam und sie nach Hause schickte. "Och komme morgen wieder, okay?" Ich nickte und gab Dan einen langen Kuss. Dann musste ich noch einige Formalit�ten ausf�llen und schlief schlie�lich mit Ryan an meiner Seite ein.

Am n�chsten Morgen klopfte es an meiner T�r. Ich war noch immer m�de, weil Ryan sehr oft in dieser Nacht wach war, was nat�rlich logisch ist. "Guten Morgen." Begr��te mich die Schwester. "Wir haben ein kleines Problem. Die Fans belagern alle Eing�nge und naja..." Sie machte eine kurze Handbewegung nach drau�en. "Es wurde viel f�r sie abgegeben." Eine weitere Schwester kam mit einem riesigem Haufen voller Geschenke, Blumen und K�rtchen hinein. "Oh Gott." Ich war sprachlos. "Hallo, meine Damen!" kam nun auch Dan in die T�r. "Meine G�te, Schatz du kannst dir gar nicht vorstellen, was da drau�en los ist." Gab er mir einen Begr��ungskuss und streichelte seine Sohn. Ich starrte immer noch auf die Geschenke. "Um Himmels Willen, was ist denn das?" bekam Dan gro�e Augen. "Ich w�rde sagen, wir brauchen daf�r noch ein extra Haus." scherzte ich. "Apropo Haus, ich hab ne �berraschung f�r dich. Ich hab heute Nachmittag einen Termin bei einem Hausbesitzer. Vielleicht haben wir ja wirklich bald unsere eigene kleine Villa." Ich l�chelte nur. "Wann kann ich eigentlich nach Hause?" wandte ich mich an die Schwester. "In zwei Tagen denke ich."
"Super, denn beeil dich ma mit dem Haus." Er l�chelte kurz verschmitzt und ging aus der T�r....

 

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