Teil 13

Am Morgen als ich wieder im Bett aufwachte, lag Dan immernoch neben mir. Wir hatten beide noch unsere Badem�ntel an. Ich sah auf die Uhr. Erst kurz vor sechs, also konnte Dan noch eine knappe stunde schlafen. Ich entschied mich Fr�hst�ck f�r ihn zu machen, also w�hlte ich mich aus dem Bett und ging nach unten. Da lagen Trev und Anne auf der Couch. Als ich gerade in der K�che stand und die Kaffeemaschine lief, kam Ashley polternd die Treppe runter. "Psst! Anne und Trevor schlafen noch!"
"Oops, sorry hab ich nicht gesehen." entschuldigte er sich. "Machst du mir auch einen mit?"
"Klar." Ich holte noch eine weitere Tasse aus dem Schrank und drehte mich zu Ash um. "F�r Shelli auch?"
"Die ist nicht hier." Sagte er betr�bt. "Wieso, denn nicht?"
"Wir haben uns gestritten und sie ist zur�ck nach Redding gefahren."
"Oh, darf ich fragen wieso?"
"Ach, �ber Kleinigkeiten, sie versteht meine Lage infach nicht. Ich kapier das nicht, du, Anne und Janie, bei euch klappt das doch auch, wieso ist Shelli so?" sagte er und legte seinen Kopf auf den Tisch. Ich ging zu ihm und kniete mich neben ihm, soweit das mit dem Bauch ging. "Sie liebt dich ebend." versuchte ich ihm zu erkl�ren. "Sie vermisst dich, das ist doch total klar. Wenn du willst red ich mal mit ihr, wenn ihr weg seid, okay? Vielleicht rauft ihr euch ja wieder zusammen." Er stand auf und umarmte mich und dr�ckte mir einen freundschaftlichen Kuss auf die Wange. "Danke. Bringst du mirden Kaffee hoch? Ich leg mich lieber nochmal hin." Ich nickte und wand mich wieder dem Fr�hst�ck zu. Nachdem ich alles auf einem Tablett verstaut hatte ging ich nach oben. Ich stellte es kurz ab, nahm Ashs Kaffee und klopfte an seine T�r. Ich ging rein. "Ashley?" Er schlief. "Hier ist deine St�rkung." Ich stellte die Tasse auf den Nachttisch und wollte gehen. "Danke." Ich drehte mich um und sah einen zufriedenen Ashey an der Tasse nippen. "Oh, der macht wach!" Ich lachte und ging. Als ich in Dans Zimmer kam, schlief der immernoch. Ich riss die Vorh�nge auf und gab ihm einen Kuss. "Hey aufwachen! Das Zimmerm�dchen ist da." Er drehte sich zu mir und �ffnete den Mund. "Das ist doch nicht dein Ernst?! Du bist ein erwachsener Mann, essen kannst du doch sicherlich alleine." Er sch�ttelte den Kopf. "Alles klar, aber nur weil das heut unser vorerst letzter Tag ist." Er grinste. Also f�tterte ich ihn, bis er satt war. Dann schmiegten wir uns nocheinmal aneinander, bis die T�r aufging. "Los, Dan mach hin, aufstehen!" Erik kam rein. "Och wie s��! Gruppenkuscheln!" schrie er und stieg zu uns ins Bett. "Sch�n warm." Dan sah ihn b�se an. "Raus hier!"
"Ach, das ist aber grad so sch�n. Lass mich doch noch ein bi�chen hier liegen. Ich st�hr euch doch nicht."
"Wartet Jennifer nicht auf dich?" Er sch�ttelte den Kopf. "Die ist grad los um noch ein paar Sachen zu holen. Schade oder?" Ich lachte und Dan schubste ihn aus dem Bett. "Autsch!" h�rte man ihn schreien. "Ich geh ja schon." Und schon war er verschwunden. "So, nu musst du aber auch raus." Er stand auf und ging ohne Widerrede ins Bad. Ich holte mir den Koffer unter Bett hervor und packte ihm seine Sachen zusammmen. "Wo ist Dan?" fragte Mike aufgeregt. "Er ist doch sonst so p�nktlich."
"Ich hol ihn." Sagte ich und lief nach oben. "Danny? Wo bist du? Die anderen warten auf dich." Er lag auf dem Fu�boden seines Zimmers und war gerade dabei unters Bett zu kriechen. "Darf ich fragen was du da machst?"
"Ich find mein Handy nicht! Und ohne das flieg ich nirgendswo hin!"
"Hast dus schonmal mit anrufen versucht?" Ich nahm mein Handy und rief auf seinem an. Wir h�rten ein leises klingeln. "Wo kommt es her?" Wir sahen uns an. Dan nahm sein halbes Zimmer auseinander. "Dan, dein Handy klingelt! Soll ich rangehen?" rief Ash von unten. "Ne, schon gut." Es lag in seiner Jackentasche. "Mensch, du bist ja v�llig durchn Wind." Umarmte ich ihn. Ich gab ihm einen Kuss und gingen nach unten. "Na endlich, dann k�nnen wir ja los." Der Weg zum Flughafen kam mir superkurz vor. Ich lag die ganze Zeit in Dans Armen. "So wir sind da, also nehmt eure Koffer und dann los!" Als wir vorm Schalter angekommen waren, verabschiedete ich mich von alen. "Und ruf auch mal an!" erinnerte mich Anne. "Na klar." Dann stiegen mir die Tr�nen in die Augen, obwohl ich es zur�ckhalten wollte. "Schatz, es sind doch nur zwei Wochen."
"Ich wei�!" Ich k�sste ihn und fiel ihm um den Hals. "Wie kommst du nun nach Hause?" "Keine Sorge ich kann ja Mike oder Patrick anrufen. Die werden mich schon abholen. Mach dir ma keine Sorgen."
"Okay, noch ein schneller Kuss und schon 5 Minuten sp�ter stand ich allein in der Flughafenhalle. Ich kramte mein Handy aus der Tasche und rief Mike an. "Jep?"
"Hey Mike, ich bins, k�nntest du ich vielleicht vom Flughafen abholen?"
"Klar bin sofort da!" Ich legte auf und setzte mich in die Eingangshalle.Mir kullerten Tr�nen �ber die Wange. Ich wischte sie schnell weg. - Wie konnte ich nur so dumm sein! Es sind nur zwei Wochen! Rei� dich gef�lligst zusammen Mandy! � sagte ich mir. Dann tippte mir jemand auf die Schulter. Ich schreckte hoch und drehte mich um. Es war Patrick. "Hey! Sorry, Mike hat Besuch von seiner Freundin bekommen und hat mich losgeschickt, ich war grad in der N�he. Ist doch nicht shclimm oder?" Ich sch�ttelte den Kopf. Er sah mich an. "Hast du geweint?" Ich nickte, es war mir jedoch peinlich. Er nahm mich in den Arm und tr�stete mich. Wir gingen zum Auto und fuhren heim. Am Haus angekommen fragte ich ihn ob er nicht zu ner Cola mit reinkommen wolle. "Klar gerne." Wir setzten uns an den Tisch und erz�hlten. "Du kommst also zu unserem Konzert?"
"Ja, ich habs doch versprochen."
"Du kriegst nat�rlich nen Sitzplatz, so lassen wir dich bestimmt nicht unter die Fans." spielte er auf meinen Bauch an. "Oha, ja danke." lachte ich. "Sag mal, sp�rst du schon was? Also tritt es schon oder so?" Ich nickte. Dann nahm ich seine Hand und legte sie auf meinen Bauch. Er trat immer wieder kr�ftig zu. "Mensch das wird ja ein richtiger Rocky!" witzelte er. "Und Mike hat ne Freundin?"
"Ja, er hat sie letztens auf ner Party kennengelernt, sie hei�t Tricia und ist echt nett. Vielleicht triffst du sie ja beim Konzi."
"Ja, vielleicht. Wann ist das eigentlich?" wollte ich wissen. "�bermorgen. Soll ich dich abholen?"
"Ja w�r nett von dir." Patrick schaute auf seine Uhr. "Oh schon so sp�t, ich muss leider los." Er trank noch schnell seine Cola aus und ging. "Gr�� die anderen von mir!" rief ich ihm hinterher. "Mach ich! Bis Mittwoch!" Ich winkte und ging hinein. Ich hatte einen Mordshunger, doch als ich in den K�hlschrank schaute traf mich das Entsetzen. Ja, er war wie leergepustet. Also beschloss ich mir ne Pizza zu bestellen und morgen einkaufen zu fahren. Als ich die Pizza verdr�ckt hatte legte ich mich auf die couch und schlief ein....
Ich tr�umte wirres Zeug und wachte schwei�gebadet auf. Diese Tr�ume verfolgten mich immer wieder. Ich sah auf die Uhr. "Mein Gott, schon so sp�t!" Es war bereits 9.00 PM und ich war total verpeilt. Ich nahm ein Bad und schaute mir einen Film an. Doch ich schlief wieder ein, bis ich von den Nachrichten wach wurde.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Eine schlimme Nachricht ereilte uns gerade. Die Maschine 880 nach Germany ist abgest�rzt. Es ist davon auszugehen das viele der Insassen get�tet wurde. Wir melden uns wieder wenn genaueres feststeht."

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Mir blieb fast das Herz stehen. Das war die Maschine, in der meine Freunde sa�en!!! Ich griff zum Telefonh�rer und rief die Nummer an, die unter dem Fernsehbericht stand. "Hallo?" "Ja guten Tag, wissen sie schon genaueres �ber die Toten?" Meine H�nde zitterten. Und ich fing an zu weinen. Ich gab ihm die Namen von den Jungs und M�dels und wurde mit: "Nein ich wei� noch nichts, aber wir werden sie sofort verst�ndigen falls ihre Bekannten dabei sind, okay?" abgespei�t. Ich knallte das Telefon aufs Sofa und lief verwirrt im Haus herum. Was wenn sie dabei waren? Es waren meine Freunde? Alles was ich hatte... Ich beschloss Shelli zu benachrichtigen um ihr zu erz�hlen was ich gerade im Tv geh�rt hatte. Sie fing an zu schluchzen und sagte sie w�rde morgen zu mir kommen, damit ich nicht zu alleine w�re. Allen anderen wollte ich noch keine falschen Hoffnungen machen. Also versuchte ich mich irgendwie abzulenken. Viel konnte ich nicht machen, ich musste zu hause bleiben, falls der Typ vom Fernseh anrufen w�rde. Doch bald schlief ich vor Ersch�pfung ein. Es klingelte an der T�r. Ich torkelte hin und �ffnete sie. Es war Shelli. Sie umarmte mich. "Wei�t du schon genaueres?" Ich sch�ttelte traurig den Kopf. "Der hat immernoch nicht angerufen!!" regte ich mich auf. "Du musst dich unbedingt ablenken, so lass ich dich hie nicht rumlaufen."
"Ja du hast Recht, ich geh einkaufen, aber ruf mich bitte sofort an, wenn er sich meldet ja?" "Klar geh ruhig." Also zog ich mir schnell was anderes an und fuhr zum Supermarkt. Als ich durch die Reihen fuhr und auf dem Weg zur Kasse war, endeckte ich Marc. "Hey, was machst du denn hier?" fragte er mich. "Einkaufen?"
"Ach ja klar."
"Du kommst zu unserem Konzert hab ich geh�rt." Ich bejahte es. "Ich hoffe es gef�llt dir."
"Bin ich mir sicher." Ich sah etwas verheult aus, glaub ich. "Was hast du? Du siehst ganz sch�n fertig aus."
"Ich hab vorhin im Fernseh gesehen das die Maschine, in dem sie sa�en abgest�rzt ist. Und der Typ vom Fernseh hat mir noch immer keine Antwort gegeben. Ich bin total..." Ich fing wieder an zu weinen. "Ist schon okay, komm wir kaufen erstmal ein und dann bring ich dich nach Hause." Mir wurde auf einmal schwarz vor Augen und ab da wu�te ich nichts mehr....

 

zur�ck   vor

1
Hosted by www.Geocities.ws