„Ach so, ich bin Susan!“ grinst sie mich mit ihrer Zahnlücke an.
Ich sag’s doch, süß!
„Wollt ihr was essen?“ fragt uns ihre Tante.
„Nee, lass mal gut sein, Tantchen!“
“Wir wollten an den Strand und ein bisschen durch die Clubs ziehn!“ erklärt
Elke.
„Ok!“
Tante Mary zeigt uns das Zimmer und verschwindet wieder in die Küche, wo sie grad fleißig am Backen ist. So wie Elke meint, ihre größte Leidenschaft.
Nachdem wir uns umgezogen haben, machen wir uns auf den Weg in Richtung Strand.
„Hast du dir jetzt überlegt, wie du das mit Ash machen
willst?“
“Gegenfrage, über was alles habt ihr 2 eigentlich heut geredet?“
Sie grinst spitzbübisch...
„Also“ fängt sie an, „ ich habe ihn gefragt wies jetzt bei euch so läuft. Und er hat mir dann erzählt, was gestern am Strand vorgefallen is. Darauf hab ich ihm gesagt, dass ich wüsste, das du auch einiges für ihn empfinden würdest, er dir aber noch ein wenig Zeit lassen sollte. Ja und so ging das dann hin und her. Mal hat er mich was wegen dir gefragt und ja, das war’s so im gröbsten!“
„Du hast ihm gesagt, er soll mir noch ein wenig Zeit
lassen?“
“Ja, so was in der Art, er soll dich einfach nicht zu irgendetwas drängen!“
Ich nicke mit dem Kopf und schaue mir wieder das Wasser an.
„War das falsch!“
Ich zucke mit den Schultern.
„Nee, ich denke nicht! Du bist dir aber im Klaren, dass
ich nach diesen 2 Tagen eine Entscheidung fällen muss!“
“Ich weiß, du könntest das Ganze auch noch rausschieben, aber...!“
“....aber, das kommt scheiße. Und außerdem will ich mir jetzt selber mal
klar werden, wie das mit uns weiter gehen soll! Schließlich empfinde ich ja was
für ihn!“
“Ich kann dir nur einen Rat geben, auch wenn der blöd ist, aber hör einfach
auf dein Herz!“
Ich lache sie an.
„Oh, der ist noch gut, ich dachte jetzt kommt mein
Spruch: Kommt Zeit, kommt Rat!“
Sie schüttelt den Kopf und grinst mich an.
„Du schaffst das schon, Jen!“
„Danke dir!“
Wir laufen grad den Strand entlang und unterhalten uns grad über unser Leben! Des öfteren haben wir zwei einfach das Bedürfnis über dieses Thema zu philosophieren.
Sie erzählt mir von ihren Zukunftsplänen, von Trevor, wie sie ihren Vater vermisst und all die anderen Sachen die sie beschäftigen.
„Weißt du jetzt was du studieren willst?“
„Ich hab keine Ahnung. Ich hab mich jetzt mal für
Journalismus eingeschrieben aber ich denk ich werde sowieso wechseln! War mehr
eine Notlösung, weil mir nichts besserer eingefallen ist!.“
“Zieh doch zu mir nach Amerika, dann können wir uns ne
Wohnung zusammen nehmen und aufs selbe College gehen. Wir wären dann
wieder vereint!“
Ich grinse sie an und gehe nicht weiter auf ihren Vorschlag ein, wahrscheinlich hat sie eh wieder rumgesponnen.
Ich erzähle ihr von unseren Freunden und wie sehr sie alle
vermissen. Sie hört mir aufmerksam zu und ich merke wie ihr Blick immer
trauriger wird.
“Jen, ich will nicht das du in 2 ½ Wochen wieder fliegst, was soll ich denn
dann wieder ohne dich machen!“
Ich nehme sie in den Arm.
„Meinst du ich will wieder nach Hause? Ich will gar nicht
daran denken, sonst fang ich jetzt schon an zu weinen!“
Sie grinst mich ein wenig an und nimmt mich in den Arm.
„Ich bin so froh, dass ich dich hab!“
“Ich bin auch dankbar, dass es dich gibt, Elke!“
„Und jetzt hören wir auf damit, sonst ziehen wir uns noch in so ein Stimmungstief!“ werfe ich ein.
„Du hast Recht!“ antwortet sie mir und ich sehe wie sich eine Träne weg wischt.
„Du weißt ja, ich werde manchmal sehr schnell sentimental!“ entschuldigt sie sich grinsend.
„Ich kenn dich doch!“
Ich drücke ihr einen Schmatz auf die Stirn und wir machen uns auf den Rückweg,
schließlich warten ja noch einige Clubs auf uns.
„Endlich im Bett!“ stöhne ich auf.
Wir haben jetzt 5a.m. und wir sind beide wirklich so am Arsch..
„Ich wünsch dir was!“
Ich drehe mich in meine Einschlaf-Position und penne sofort ein.
Auch der nächste Tag verlief schön, beinah die ganze Familie kam zu Besuch um die kleine Elke mal wieder zu sehn. Es gab wie immer an „Familienfeiern“ ein großes Fressen und jede Menge lustige Personen. Wir sind grad wieder auf der Heimfahrt und mir ist ein klein wenig mulmig zumute. Ich muss schließlich heute die ganze Sache klären...
„Scheiße!“
Ich wache verpennt auf, ich muss wohl eingeschlafen sein!
“Was denn los?“
“Da vorn ist ein Unfall passiert und der Freeway ist jetzt gesperrt!“ regt
sich Elke auf.
„Das heißt jetzt, wir können nicht weiterfahren?“ frage ich sie ganz blöd.
„Genau, so lange bis die Aufräumarbeiten fertig sind!“
“Na toll!“
„Du sagst es!“
„Soll ich mal übernehmen? Dann kannst du mal ne Runde pennen wenn du willst?“ frage ich sie.
Sie schaut mich dankend an und ich steige aus um mit ihr den Platz zu tauschen.
„Du Elke!?“
„Ja?“
„Ich hab mir die Sache mit Ash jetzt gründlich überlegt!“
“Und?“ fragt sie mich ganz aufgeregt.
Ich grinse sie nur an und sie fängt sofort an zu quieken.
„Jawohl!“ vor Begeisterung klatscht sie sogar schon in die Hände.
„Jetzt krieg dich mal wieder ein, ok!“
“Sorry.“ verschmitzt grinst sie mich an.
„Aber ich freu mich grad total!“
Ich kann nicht anders und fange an zu lachen.
„Du hast son Schaden!“
„Hehehe...!“ ist Elkes Antwort.
Wir stecken jetzt schon mehr als 3 Stunden auf diesem beschissenen Freeway fest und sind vielleicht 10Meter vorwärts gekommen. Juhu, in dem Tempo sind wir in 4 Tage wieder in L.A.!
Elke führt wieder irgendwelche Selbstgespräche im Schlaf und ich sitze grad hier rum und schaue mir schon zum 10 000 Mal dieses beschissene Auto vor mir an. Oh, er hat ja da einen Kratzer fällt mir in meinem Tran auf. Ich schüttle mit dem Kopf um wieder klare Gedanken zu bekommen und nicht wie so eine Irre auf Autokratzer zu starren. Es soll ja bekanntlich besseres geben!
Nach weiteren 4 Stunden erreichen wir endlich das lang ersehnte Ziel! Ich stupse Elke vorsichtig an.
„Wach auf, wir sind daheim!“ flüstere ich.
Sie schaut mich mit verpennten Augen an.
„Schon?“
Wenn du wüsstest wie lang ich am Steuer saß, würdest du mich was anderes fragen.
„Wir waren jetzt noch 7 Stunden unterwegs, seitdem wir
die Positionen gewechselt haben.“
“Was solange? Du hättest mich doch wecken können, Jen!“
“Ist jetzt egal, komm lass uns rein gehen. Ich bin völlig fertig!“
Wir schleichen in das Haus um niemanden zu wecken, wir haben schließlich schon
1a.m.
Und wir sind um 5p.m. von ihrer Tante losgefahren und hätten eigentlich so um 7 da sein müssen. Von wegen.
Elke marschiert direkt hoch in ihr Zimmer, ich glaub eh das sie wieder am pennen ist und sich so im Halbschlaf voran tastet. Ich dagegen, sitz in meinem Schlafzeug (sprich ne Boxer und ein Tank Top) noch in der Küche um ne Portion Cornflakes zu verputzen. Keine Ahnung, warum ich um diese Uhrzeit Lust drauf hab, aber ist ja auch egal.
Ich summe wie immer grad einen Song vor mir her, als ich Schritte auf der Treppe höre.
Überrascht schaue ich in Richtung Treppe und erkenne natürlich niemanden.
Ich wende mich wieder meiner Schüssel zu und esse genüsslich weiter.
„Hi!“ tönt es von einer verschlafene Stimme.
Ich schaue in die Richtung woher die Stimme kommt und entdecke Ash.
Ich muss schlucken, mit ihm hätte ich jetzt heute nicht mehr gerechnet.
„Hey Ash!“ antworte ich ihm.
Er kommt auf mich zugewatschelt und setzt sich neben mich.
Ashley trägt nur eine Boxershorts und ich hab glaub ich mal wieder zu lang auf seinen Oberkörper gestarrt. Ich schaue meine Schüssel wieder an, die ja auch nicht ohne ist!
„Und wie hat’s dir gefallen?“
Ich schaue ihn an und sehe seine blonden Haare in allen Richtung abstehen.
„Es war echt schön! Deine Tante ist so lieb!“ schwärme ich ihm vor.
„Lass mich raten, sie hat bestimmt wieder gebacken!“
Ich nicke und wir beide fangen an zu lachen. Es tut gut, wieder einigermaßen
normal mit ihm zu reden.
„Seit ihr jetzt erst heimgekommen, oder wie?“
“Ja vor ungefähr ner halben Stunde!? Da war ein Unfall auf dem Freeway und so
mussten wir dann 6 Stunden wie blöd warten!“ erkläre ich ihm.
Er nickt mit dem Kopf.
Jetzt sag doch endlich was Jen, schießt es mir die ganze Zeit durch Kopf....aber ich trau mich nicht. Ok, hol noch einmal tief Luft und dann fängst du an.
„Ähm...Ashley!?“
“Ja!“
„Ich müsste mal mit dir reden!“
„Oh, ok!? Wollen wir uns in den Garten hocken?“
Oh ja gute Idee, dann kann ich zur Entspannung noch mal seinen Hintern
begutachten, hehe!
Wir laufen beiden in den Garten und setzen uns an den Pool.
„Wir haben fast Vollmond!“ denke ich laut.
„Stimmt!“ antwortet er mir.
„Also....ich....ich hab mir die letzten 2 Tage so meine
Gedanken gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich gewaltigen Mist
gebaut habe.“
“Wie meinst du das jetzt?“
“Lass mich ausreden, ok?“
Er grinst mich an.
„Du sollst wissen, dass ich wirklich viel für dich empfinde und ich mich falsch verhalten habe als wir den einen Tag am Strand waren. Ich weiss wirklich nicht, warum ich meinen Kopf weggedreht habe...ich hätte so gern deinen Kuss erwidert, aber ich hatte in dem Moment einfach Angst. Angst davor mich neu zu verlieben und mich einfach wieder fallen zu lassen. Verstehst du was ich mein? Es tut mir wirklich leid Ash!“ nachdem ich meine kleine Rede beendet habe, schaue ich endlich wieder in sein Gesicht.
Ich habe nämlich die ganze Zeit durch die Gegend geschaut, so mutig bin ich auch wieder nicht, ihm direkt in die Augen zu schaun, während ich ihm so halbwegs meine Liebe gestehe!!!
Ich atme erleichtert auf...so das wäre jetzt draußen.
„Ich...ich weiss gar nicht was ich sagen soll!“
Ich schaue ihn ganz erwartungsvoll an...aber irgendwie erwidert er nichts.
Toll, jetzt hast du dir ein Eigentor geschossen Mädel!
Leicht gefrustet stehe ich auf um in mein Bett zu gehen.
„Warte mal, Jen!“
Ich drehe mich um und sehe wie er aufsteht und auf mich zu gewatschelt kommt.
Er streichelt mir über mein Arm und schaut mir dabei tief in die Augen.
„Versteh das nicht falsch ok, aber ich bin grad nur ein wenig überrascht. Ich habe mir die letzten Tage auch so meine Gedanken gemacht. Und auch schon probiert mich mit der Situation abzufinden, nur mit dir befreundet zu sein. Mit diesem Geständnis hätte ich eigentlich nicht mehr so direkt gerechnet, obwohl ich es mir erhofft habe. Du weißt gar nicht was deine Worte jetzt für mich bedeuten, Jen...“
Wir schauen uns immer noch tief in die Augen und ich merke wie sein Gesicht immer näher kommt. Er streichelt mir zärtlich über meine Wange und zieht mich mit dem anderen Arm näher an sich heran.
„Du machst mich grad so glücklich!“ flüstert er mir zu, als unsere Lippen kurz davor sind sich zu berühren.
Ich muss ein wenig grinsen und spüre im nächsten Augenblick seine Lippen auf meinen.
Er küsst mich zu erst ganz vorsichtig, endlich...
Er streicht mir mit seinen Fingerspitzen über den Rücken und ich bekomme eine Gänsehaut.
Unser zuerst vorsichtiger Kuss wird immer intensiver und leidenschaftlicher.
„Süße, aufstehn!“
Ich drehe mich verschlafen um. Wer weckt mich denn schon wieder?
Ich öffne meine Augen einen kleinen Spalt.
„Was willst du denn schon wieder?“ frage ich.
Er schmollt mich an und knetet irgendwie verunsichert seine Hände.
„Ich wollt dir hallo sagen!“ antwortet er mir süß.
„Seit wann bist du denn schon wach, Ash?“
“Noch nicht so lang, in meinem Bett war’s so kalt...“
Ich schlage meine Decke zurück und grinse ihn an.
„Dann komm halt zu mir ins Bett!“
Das lässt er sich nicht 2mal sagen, und schon schlüpft er zu mir ins Bett.
„Das wollt ich eigentlich damit erreichen!“
„Ich hab’s mir schon gedacht, Ash!“
Er beugt sich über mich und gibt mir einen Kuss.
Ich kuschle mich an ihn ran und versuche noch ein wenig vor mir her zu dösen.
Wir sind wohl beide wieder eingeschlafen, denn als ich wieder aufwache, sehe ich ihn neben mir tief und fest schlafen. Ich streichle ihm vorsichtig über die Wange, um ihn nicht aufzuwecken. Er sieht so süß aus, wenn er schläft. Vor allem weil er sich so in das Kissen reingekuschelt hat und seine Haare total verstrubbelt sind.
Ich muss grinsen und versuche ganz vorsichtig über ihn rüber zuklettern. Ich merke nämlich wie sich mein Magen meldet.
Als ich die Tür von meinem Zimmer wieder schließe, sehe ich schon Elke in der Küche rumwerkeln.
„Na du?“ grinst sie mich schelmisch an.
Ich strahle sie an und hüpfe die Treppen runter.
„Ich wollt dich vorhin wecken, hab’s dann aber sein
lassen, da ihr beide so süß ausgesehen habt!“
Ich tänzel ihr entgegen und drück ihr einen Guten-Morgen-Schmatz auf die
Backe.
„Elke, ich bin so happy, dass sich alles noch zum Guten
gewendet hat!“
“Du strahlst auch förmlich. Ich freue mich für dich!“
Ich grinse sie mit meinem typischen Juhu-Blick an.
„Und jetzt erzähl mal wie das gestern noch war!?“
Ich hole tief Luft und fange an ihr alles haarklein zu erzählen, angefangen von
meiner Schüssel Cornflakes, bis hin zu meinem Geständnis, unseren Kuss und von
seiner süßen Aktion heute morgen.
„So süß, kenne ich Ash ja gar nicht!“ grinst sie mich vergnügt an.
„Tja...!“ lache ich.
„Aber ich glaub ich geh ihn jetzt mal wecken!“ verkünde ich ihr.
„Ja, geh mal. Sonst schläft er wieder bis um 4!“
Also mache ich mich wieder auf den Weg in mein Zimmer um ihn zu wecken.
Ich öffne leise die Tür um marschiere ins Zimmer.
Er schläft immer noch, da sein Atem ganz regelmäßig geht. Er scheint wohl froh drüber zu sein, dass ich aus dem Bett bin, da er sich jetzt mehr als breit gemacht.
Sein Gesicht kann man irgendwie auch nicht erkennen, da 4 Kissen oben drüber sind.
Ich schleiche vorsichtig ans Bett ran.
„Aufstehn Ashley!“
Als Antwort ertönt ein Brummen.
„Morgen!“
„Morgen? Muss ich schon aufstehen!?“ brummt er.
„Jop!“
Ich kuschle mich in die letzte freie Ecke von meinem Bett und entferne die Kissen von seinem Gesicht. Er öffnet ganz langsam ein Auge und kuschelt sich an mich ran.
„Ich bin aber noch müde!“
Ich streichle ihm zärtlich über die Wange und drücke ihm einen Schmatz auf den Mund.
„Oh....mehr!“ jammert er wie ein Kleinkind.
„Nur wenn du aufstehst!“
“Oh manno...!“
Nach etwa 30 Minuten sitzt Ash mit uns in der Küche und mampft seine Cornflakes und grinst vergnügt vor sich hin. Süüüß!
„Und was starten wir heute?“ fragt uns Elke.
„Keine Ahnung“ ich zucke mit den Schultern, „hab mir
darüber noch keine Gedanken gemacht! Wir haben doch noch so früh am Morgen!
“Genau!“ schmatzt Ash dazwischen.
„Wir haben zwar schon Mittag aber ich schau jetzt mal was Trev macht!“ verkündet uns Elke und verkriecht sich hoch in ihr Zimmer um ihren Süßen anzurufen.
„Hey, dann haben wir heute ein Doppeldate!“ grinst er mich verschmitzt an.
„Hä?!“ antworte ich ihm.
„Ja, wenn Trev, du, Elke und ich heut was zusammen machen!“
„Ach so.“ ich Schnellmerker wieder.
Ich stehe auf und Ash hält mich am Arm fest,.
„Wo gehst du denn hin?“
“Duschen!“ ich beuge mich zu ihm runter und küsse ihn.
„Also, Trev hätte Bock was zu viert zu machen!“
„Ok, Jen und ich haben nichts dagegen!“
„Cool. Wie wär’s mit nem Strandtag?“
“Auf jeden!“
„Und wie geht’s dir heute morgen so?“ Elke hockt sich neben ihren Bruder.
„Sehr gut! Wie du ja sehen kannst!“
Sie wuschelt ihm durch die Haare.
„Freut mich, Ash!“
„Hast du jetzt Glück, dass ich meine Haare noch nicht gemacht habe!“ neckt er sie.
„Ja, ich weiß. Dann hätte ich mir von dir wieder was anhören können!“
Fertig geduscht gehe ich in mein Zimmer um mich anzuziehen. Es klopft.
„Ja?“
“Kann ich reinkommen, Jen!“
“Frag doch nicht so blöd, Elke!“ lache ich.
Sie kommt rein und lässt sich auf mein Bett fallen.
„Also wir gehen heute an den Strand. Ok?“
“Klar, du weißt dagegen hab ich nichts. Ich liebe den Strand!“
“Wunderbar!“
Ash steckt seinen Kopf durch die Tür.
„Kann ich die Damen stören?“
“Klar ich wollt mich sowieso anziehen gehen!“ verkündet Elke und marschiert
an Ash vorbei Richtung Zimmer.
Er kommt auf mich zu und nimmt mich in den Arm.
„Jen...“
“Was los?“ antworte ich ihm vergnügt.
Und schon habe ich einen fetten Schmatz auf die Nasenspitze bekommen.
„Nichts.“ erwidert er und geht wieder aus meinem Zimmer in Richtung Bad.
Leicht verdattert schaue ich ihm hinterher.
Na ja, man muss die männlichen Wesen ja auch nicht immer verstehen, erklär ich mir selber und wende mich wieder meinem Schrank zu.
„Kommt ihr jetzt mal!“ Elke schreit sich unten wieder die Seele aus dem Leib.
„Bin ja schon da!“ schreie ich zurück und will meinen Hintern grad runterschwingen.
„Stop! Geh Ashley mal holen, sonst können wir hier noch
ewig warten!“
“Ok!“
Also wieder umdrehen und Ashley holen.
Ich klopfe an und gehe dann in sein Zimmer rein.
Er steh grad vor dem Spiegel und stylt sich seine Haare.
„Bist du fertig, Ash? Wir wollen los!“
“Gleich!“
“Kannst du mir mal sagen, warum du dir deine Haare machst, wenn wir nur zum
Strand gehen?“ frage ich ihn.
„Um ehrlich zu sein, ich habe keine Ahnung!“ antwortet er mir ehrlich.
Ich setze mich auf sein Bett und schaue ihm zu.
Er ist wirklich total süß, überleg ich mir als ich ihn von der Seite beobachte.
„Ok, bin fertig!“ holt er mich aus meinen Gedanken.
Er beugt sich zu mir runter und gibt mir einen zärtlichen Kuss. Ich erwidere ihn und er drückt mich leicht aufs Bett.
„Du weißt das wir los müssen!?“ frage ich ihn grinsend als sich unsere Lippen kurz trennen.
Er nickt leicht mit dem Kopf und ich ziehe ihn wieder zu mir runter.
„Hallo!? Darf ich auch mal hoffen das ihr euren Arsch runter bewegt!“ brüllt Elke wieder von unten. Schwerenherzens lösen wir uns voneinander und gehen nach unten. Wo uns Elke mit einem leicht angenervten Blick empfängt.
„Sorry!“ meine ich kleinlaut.
Wir gehen aus der Haustür und schon fängt die dümmste Diskussion an, die Geschwister nur führen können.
Elke und Ash diskutieren, welches Auto sie nehmen sollen.
Ich stehe daneben und schaue, wie bei so einem beknackten Tennisspiel, verwirrt von einem zum anderen.
„Wie wär’s, wenn Ash und ich in einem fahren und du, Elke nimmst deins. Vielleicht trennen wir uns ja später!“ schlage ich den Beiden vor.
Beide schauen mich zuerst verdutzt an, nicken aber dann begeistert.
„Gute Idee, Jen!“
„Ich weiß, Elke!“
Und so wäre auch das Problem geklärt und wir machen uns jetzt getrennt auf den Weg zu Trevor.
„Was machen eigentlich die anderen heute?“ frage ich Ash bei der Autofahrt.
„Die haben heute Schule bis um 8p.m.! Und danach keine
Ahnung, sie wollten sich melden!“
“Ah, ok.!“
“Jake meinte wir sollten heute mal wieder proben ,aber na ja mal schaun. Magst
du dann evtl. mitkommen?“
“Proben? Was wollt ihr denn proben?“
“Ach, wir 5 treffen uns des öfteren um son bisschen an Songs zu schreiben und
zu singen!“ erklärt er mir.
„Also ich weiß ja das du Klavier und Gitarre spielen
kannst.“
“Genau, und jeder von uns bringt irgendwie was mit rein!“
“Cool, vielleicht werdet ihr ja mal berühmt!“ grinse ich.
„Das wäre der Wahnsinn, da träumen wir alle davon,
obwohl es keiner von uns so richtig zu gibt!“
“Ja singt ihr denn gut?“
“Kann ich als Außenstehender schlecht beurteilen, aber ich denk es hört sich
schon nicht schlecht an. Falls wir heute Abend proben sollten, kannst du dir ja
dann selber ein Bild davon machen!“
“Aber ich mein, ich hab dich ja schon singen gehört, und es hört sich
wirklich gut an!“
“Danke, Süße!“ grinst er mich an und beugt sich zu mir.
„Hey, dein Lip Stick schmeckt aber gut!“ bringt er grinsend heraus nachdem wir den Kuss beendet haben.
„Ich weiss, ist Erdbeere!“
Er nimmt meine Hand und wir grinsen uns beide verliebt an.
So ein wunderbares Gefühl...
„Hey Trevor!“ schreie ich aus dem Auto und winke dabei wie blöd.
Er kommt gerade aus der Haustür raus und kommt zu uns ans Auto.
„Na ihr beiden Turteltauben!“
“Hi!“
Er gibt mir einen Schmatz auf die Backe, umarmt Ash (so gut wie das halt gehen mag, wenn der eine noch im Auto sitzt!) und grinst uns beide schelmisch an.
Und schon verschwindet er vor zu Elkes Wagen. Er setzt sich auf den Beifahrer und gibt seiner Maus einen Kuss.
„Können los!“ schreit er nach hinten. Und weiter geht’s.
Ashley’s Handy klingelt als wir an einer Ampel stehen.
„Yeah?“
“Oh, hey Jake whaz up?“
Ah, Jake ist dran, ich schlaues Ding!
„Sind grad unterwegs zum Strand.“
“Aha...ok! Klar warum nicht! Bis denn!“
Er legt auf und schaut mich wieder ganz lieb an.
„Also wir haben heute ne Probe, magst du mitkommen?“
“Klar, auf alle Fälle!“
“Ok!“
Keine 20 Minuten später sind wir am Strand und suchen uns einen geeigneten Platz.
Zwischen Hunderten von Menschen finden wir dann noch ein freies Fleckchen und stürzen uns wie die Blöden drauf. So schnell die Handtücher hinlegen, damit uns keiner den Platz mehr wegnehmen kann. Noch hastig die Sachen ausziehen und ab ins Wasser!
„Ich hab Hunger!“ jammert Trevor plötzlich mitten in der Schlacht.
„Was schon wieder?“
“Hey, ich hab heut noch gar nichts gegessen!“ verteidigt er sich.
„Na und, tut dir auch mal gut!“ grinst Ash ihn an.
„Ey....!“ protestieren Elke und ich gleichzeitig.
„Was denn?“ Ash schaut ganz unschuldig in die Runde.
„Lass Trev in Ruhe!” faucht ihn Elke gespielt an.
Ein Blick zwischen uns drein und schon bekommt der gute Ash seine Ladung Wasser ab.
Nachdem er genügend Wasser geschluckt hat, da wir ihn gerade so richtig gequält haben, gehe ich auf meinen Süßen zu.
„Ja ja, jetzt kommst du wieder an!“ schmollt er.
Als Antwort bekommt er von mir nur ein lautes Lachen.
„Kommst du mit raus, Ash!“ frage ich ihn, nach Luft japsend.
„Ja!“ und schon stapft er neben mir raus. Nicht zu vergessen, das er immer noch sein Schmollgesicht drauf hat. Also Unterlippe vorgeschoben und die Arme ganz böse verschränkt!
Ich knie mich auf mein Handtuch und suche in meiner Tasche
nach der Sonnencreme. Toll, ich hab sie vergessen!
“Ash?“ das kann ja jetzt nicht sein, er sitzt neben mir und zieht immer noch
das selbe Gesicht.
„Meinst du nicht, das es mal reicht?“ frage ich ihn grinsend.
„Nein!“ antwortet er mir trotzig und dreht sich leicht zur Seite.
„Hör auf so ein Gesicht zu ziehn, steht dir nämlich gar nicht, Ash!“ erkläre ich ihm.
„Aber....aber!“
Was willst du mir sagen Ashley?
Ich nehme sein Gesicht in meine Hände und küsse ihn ganz zärtlich.
Als ich den Kuss löse, schaue ich ihn an und er schmollt immer noch.
„Was ist denn jetzt schon wieder!?“ frage ich, nur diesmal leicht genervt.
„Ich will mehr!“ antwortet er mir grinsend und küsst mich wieder. Er verlagert sein Gewicht so, dass wir beide nach hinten plumpsen. Natürlich nicht auf eines der Handtücher, nein, mitten in den Sand. Aber er liegt ja unten, von dem her wird der ganze Sand ja an ihm kleben!
Er streichelt mir liebevoll über den Rücken und ich muss ein wenig kichern.
Ash bricht den Kuss ab und schaut mich ein wenig verwirrt an.
„Sorry, ich bin da ein wenig kitzelig!“ antworte ich ihm.
Er grinst und ich ziehe ihn wieder zu mir ran.
Seine Hand ist jetzt immer mehr in Richtung Po gewandert und nachdem ich merke das er langsam aber sicher anfängt ein wenig schwerer zu atmen, breche ich den momentanen Kuss ab.
„Lass uns das für daheim aufheben! Muss ja nicht grad jeder mitbekommen!“ sage ich ihm.
Er nickt leicht trotzig und ich krabble von ihm runter, ziehe ihn aber mit mir mit aufs Handtuch. Und so liegen wir beide ganz eng aneinander gekuschelt da.
„Wollt ihr auch was zu essen haben?“ fragt uns Trevor plötzlich aus heiterem Himmel.
„Nee, ich nicht, danke!“ antworte ich ihm.
Ash fragt natürlich sofort, wo sie was zu Essen holen. Und nachdem er erfahren hat, dass sie zu McD gehen, gibt er Trev noch kurz seine Bestellung mit.
Mein Blick fällt währenddessen auf Elke, die sich bibbernd in ihr Handtuch gekuschelt hat.
„Ich war wohl zu lange im Wasser!“ grinst sie mich an und zeigt mir ihre Lippen.
„Oh ja, die sind ja schon leicht blau!“ antworte ich ihr.
„Du, Jen, Trevor hat vorhin erzählt, das sie heute Probe haben. Wollen wir da hingehen?
Also ich würde gerne mal mit, da ich noch nie dabei
war!?“
“Ash, hat mich auch gefragt. Klar lass uns mit gehen!“ grinse ich sie an.
„Cool!“
„Weißt du was aber ein wenig doof ist, dass du jetzt mit Ash zusammen bist?“ fragt mich Elke unerwartet.
„Was?“ erwidere ich ihr leicht überrascht.
„Ich muss dich jetzt mit ihm teilen!“ grinst sie.
Ich schaue sie leicht nachdenklich an.
„Das war nur ein Witz, hallo?!“
Ok, ich glaub mein Gesicht entspannt sich ein wenig.
„Denkst du wirklich ich bin so eine? Ich werde mich schon mit ihm streiten, wer wann mit dir was machen kann!“ lacht sie.
„Scheiße, bin ich gefragt!“ antworte ich ihr.
„Ja, schau an!“
Wir grinsen uns beide an.
„Elke, wollen wir los?“
“Jop!“ sie zieht sich ihr Top an und schon laufen die Beiden händchenhaltend
zum nächsten Burgerladen.
„Die zwei sind so süß!“ werfe ich Ash an den Kopf, während ich mich wieder auf das Handtuch fallen lasse.
Hallo, bekomm ich auch mal eine Antwort?!
“Findest du nicht auch, Ash?“ bohre ich noch mal nach.
„Sind schon ein nettes Pärchen.“
Er dreht sich zu mir, gibt mir einen Kuss auf die Stirn und legt seinen Arm um meine Taille.
Ich schaue in seine Augen, er hat wirklich wunderschöne Augen. Mein Blick wandert weiter auf die Nase und bleibt an seinem Mund hängen.
Plötzlich fange ich an zu lachen.
“Was ist?“ er wischt sich schnell über seinen Mund.
„Nein, nein du hast da nichts! Ich musste nur grad an unsere letzte Begegnung denken, als du noch deine Spange hattest. Hättest du da gedacht Ash, das wir irgendwann mal zusammen sind und engumschlungen am Strand von Santa Monica liegen?“ frage ich ihn.
Er lacht auch.
„Oh nein, meine Zahnspange. Ich hab dich damals so
gehasst, weil du mich immer damit aufgezogen hast und dich regelrecht bepisst
hast, wenn ich sie getragen habe.“
“Du sahst aber auch lustig aus!“
“Oder weißt du noch, als du mal bei der Elke geschlafen hast, ich glaub du
warst 15 und ich 16. Ihr zwei seit dann in mein Zimmer geschlichen und habt
Bilder von mir gemacht als ich geschlafen habe!“
“Ja, Bilder von dir wie du erstens im Schlaf geredet hast und dann noch Bilder
von dir mit deiner Zahnspange, weil du ja nur gesabbert hast mit dem Ding!“
vervollständige ich seinen Satz.
Er schaut leicht beschämt nach unten.
„Komm, da musste jeder durch!“ munter ich in auf.
„Aber keiner hatte so Probleme mit dem Ding wie ich!“ grinst er.
Ich schüttle lachend den Kopf.
„Und jetzt liegen wir zwei hier!“ wirft er in den Raum.
„Ja, wer hätte das gedacht!“
Er schaut mich lieb an und meint dann:
„Ich bin froh dich zu haben!“ er verstärkt die Umarmung.
„Und weißt du was?“ flüstere ich.
„Was?“ flüstert er zurück.
Ich stütze mich auf meinen Ellenbogen.
„Ich glaube, ich hab mich wirklich so richtig in dich verliebt!“ flüstere ich ihm ins Ohr.
Er schaut mich grinsend an.
Seine Gesicht kommt näher, doch kurz bevor sich unsere Lippen treffen, hält er inne.
„Und du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich in dich verliebt habe!“
Ich schließe die Augen und spüre im nächsten Moment seine weichen Lippen.
“Da sind wir wieder!“ rufen Trevor und Elke aus einem Munde.
Erschreckt fahren Ashley und ich auseinander.
„Wie merken es!“ grinst er die beiden an.
Trevor streckt ihm seine McD-Tüte entgegen und schon scheine ich vergessen zu sein.
Elke setzt sich zu mir und wir beobachten die beiden ausgehungerten Geschöpfe beim Essen.
„Die Armen, waren ja wieder kurz vorm Verhungern!“ stupst mich Elke an.
Ich lache und lasse mich wieder von der Sonne braten. Elke gesellt sich zu mir aufs Handtuch und wir fangen an über irgendwelchen Kram zu reden.
„Wollen wir los? Müssen in 40 Minuten bei Jake sein!“
“Ja, dann müssten schon mal los, Leute!“ antwortet Elke.
Und schon muss ich mich von dem Strand trennen, meine Sachen in Windeseile zusammenpacken, da die Jungs denken sie müssten jetzt einen auf ganz eilig machen. Tss...
So noch schnell was drüber ziehn und schon geht’s los, toll. Ich wollt doch noch mal ins Wasser! Egal, kann ich ja jetzt eh nichts dran ändern!
Wir legen einen halben Sprint zum Auto hin.
„Warum stressen wir denn so!“ schmolle ich.
„Wir wollen pünktlich da sein, Dan mag es nicht wenn wir zu spät eintrudeln!“ klärt mich Trevor freundlicherweise auf.
„Aha!“
„Da seid ihr ja endlich!“ begrüßt uns Jake an der Haustür.
„Wir haben die Mädels mitgenommen, wenn das ok ist!“ erkundigt sich Ashley.
„Natürlich!“ ruft Dan aus dem Wohnzimmer.
Und wir laufen ins Haus, nachdem wir Jake geknuddelt haben.
Jake und Ash laufen hoch ins Jakobs Zimmer und kommen mit 2 Gitarren runter, die anderen hocken sich währenddessen aufs Sofa. Außer Elke und ich, wir stehen grad irgendwie planlos in der Gegend rum. Auch ok!
Ich setze mich schließlich zu Dan aufs Sofa, der mich sogleich auch mit einem Küsschen begrüßt.
„Und alles klar?“ fragt er mich lieb.
„Jop!“ grinse ich, „Und bei dir?“
“Kann mich nicht beklagen!“
“Hört sich ja nicht gerade überzeugend an!“ schaue ich ihn ernst an.
„Nee, bin nur ein wenig müde, aber sonst ist alles bestens!“ antwortet er mir.
„Ok, verstehe.“ winke ich grinsend ab.
Als Ash und Jake runter kommen, setzen sie sich zu uns aufs Sofa.
„Können wir anfangen?“ fragt Erik.
„Klar, was singen wir zuerst?“
Alle überlegen angestrengt.
„Wie wär’s mit I swear von All for one?“ erkundigt sich Erik.
Ich werfe einen Blick in die Runde, bin ja jetzt mal gespannt wie sich die Jungs so anhören!?
„Ok, Ash du machst den ersten Part. Und du Dan steigst dann mit ein. Ok?“
Die beiden nicken und Jake greift nach seiner Gitarre und die ersten Takte erklingen.
Ich sitze grad mucksmäuschenstill da und warte gespannt bis einer von ihnen anfängt zu singen. Ash sieht lieb zu mir rüber und fängt im nächsten Moment an zu singen.
Nachdem Dan angefangen hat seinen Part zu singen, sitze ich mit offenem Mund auf der Couch. Ich starre, ohne Übertreibung von einem zum anderen. Die sind ja wohl der Hammer...was die für Stimmen haben, und erst bei dem Refrain, ich dacht mich haut es von der Couch.
Elke starrt grad genauso von einem zum anderen und als sich unsere Blicke kreuzen, fangen wir beide an zu grinsen und verständigen uns so ganz blöd mit Zeichensprache, da wir die Jungs ja nicht unterbrechen wollen. Ok, ich kann erkennen, sie ist ganz meiner Meinung.
Als das Lied fertig ist, schaun die 5 zu uns.
„Und wie fandet ihrs?“ fragt uns Jake.
„Einfach geil!“ bringe ich nach kurzem überlegen raus.
„Ich kann nichts anderes sagen, sorry. Ihr habt ja wohl Wahnsinnsstimmen!“
Die 5 grinsen mich an.
„Danke Jen!“
“Ich sage nur die Wahrheit!“
Nachdem sich Elke auch noch geäußert hat, scheinen die Jungs genug von unseren
Lobeshymnen zu haben, da sie jetzt alle ein klein wenig rot werden.
„Ja sag mal habt ihr schon mal Tapes an Plattenfirmen
geschickt?“ fragt Elke, „Und außerdem Ash warum erzählst du mir nicht,
dass ihr so gut seid. Da wäre ich doch schon eher mitgegangen und hätte mehr
Interesse dafür gezeigt!“
“Ich hab dich ja mal gefragt, ob du mit willst! Wolltest du ja nicht.“
Sie überlegt und nickt dann.
„Hast ja Recht! Und was ist jetzt mit den Tapes?“ bohrt sie weiter.
„Ja wir haben einige Tapes aufgenommen, die wir im Laufe der Woche mal abschicken wollen, aber wir trauen uns nicht so ganz die abzuschicken. Es ist schließlich ein großer Schritt! Was ist wenn uns keiner nehmen will? Was würde dann aus unserem Traum werden?“ bringt Erik kleinlaut raus.
„Also ich sag das jetzt nicht nur weil ich euch mag, aber ich hört euch wirklich gut an. Probiert es auf alle Fälle! Unbedingt!“ Elke fuchtelt wild mit ihren Händen rum um dadurch ihre Aussage zu verstärken.
„Sie hat Recht!“ unterstütze ich meine Maus.
Und die 5 nicken geistesabwesend, wahrscheinlich träumen sie gerade davon ihren Traum zu verwirklichen. Sie sollten es auf alle Fälle probieren.
Nach 2 Stunden sitze ich bei Ash im Auto und wir fahren wieder nach Hause.
„Hat es dir echt gefallen, Jen?“
“Willst du mich verarschen. Ihr seit so was von gut!“ antworte ich ihm wie
aus der Pistole geschossen.
Er grinst und nimmt meine Hand.
Elke übernachtet heute bei Trev und so haben Ash und ich das Haus allein.
Ich gehe ins Haus und hocke mich erst mal in die Küche, Hunger!
„Jen, magst du heut bei mir schlafen!“ grinst mich Ash ganz treudoof an.
Ich lache, na gut dann schlaf ich halt zwei Zimmer weiter!
Er schaut mich irritiert an und ich winke ihn zu mir.
„Warum lachst du?“ fragt er unsicher.
„Ist nicht so wichtig, klar penn ich heut bei dir!“ antworte ich ihm.
Er gibt mir einen kurzen Kuss und geht dann ins Bad. Meine Wenigkeit macht sich währenddessen was zu essen.
Frisch geduscht kommt Ash wieder runter in die Küche, wo ich gerade meinen Teller in die Spülmaschine stelle.
„Bin fertig!“ ruft er mir entgegen.
„Ich rieche es!“
Er umarmt mich von hinten und drückt mir einen vorsichtigen Kuss auf die
Schulter.
Ich drehe mich um und spüre im nächsten Augenblick seine Lippen auf meinen.
Er zieht mich näher an sich heran. Unsere Küsse werden immer fordernder.
„Lass uns lieber in dein Zimmer gehen!“ grinse ich ihn an.
Er nickt und küsst mich wieder.
Wie wir es geschafft haben in sein Zimmer zu kommen, weiß ich nicht wirklich, aber auf alle Fälle sind wir jetzt dort.
Wir liegen gerade auf seinem Bett, als Ash den momentanen Kuss unterbricht.
„Wir müssen es nicht tun, Jen!“
Ich grinse und ziehe ihn wieder zu mir runter. Ich denke er weiß meine Antwort.
Er zieht mir das Shirt aus und für einen kurzen Moment trennen sich unsere Lippen.
Seine Hände wandern gerade von meinem Rücken zu meinem Allerwertesten runter.
Nachdem ich ihm auch sein Shirt ausgezogen habe, küsse ich seinen Hals.
Wir liegen jetzt beide nur noch in Unterwäsche da.
„Ash, hast du Kondome?“ frage ich ihn, als ich unseren Kuss löse.
Er kratzt sich am Kopf.
„Irgendwo. Lass mich mal schaun!“
Er steht auf und durchwühlt ein paar Schubladen, als er mir plötzlich grinsend
eine Packung hoch hält.
Er kommt wieder zu mir und küsst mich.
Unser Kuss wird immer leidenschaftlicher und ich merke wie er immer erregter wird...
Die letzten 1 ½ Wochen sind im Flug vergangen, Ash und ich verstehen uns bestens. Ich habe bei ihm das Gefühl, als wenn ich ihn schon ewig kennen würde. Ich vertraue ihm voll und ganz und ihm scheint es genauso zu gehen.
Heut ist der große Tag an dem ich wieder nach Hause muss, und ich will nicht. Heute morgen haben Elke und ich erst mal Tränen vergossen, zwar typisch Mädchen aber das ist egal.
„Ich will nicht das du wieder gehst!“ hat sie geschluchzt.
„Ich auch nicht Elke, aber ich komm so schnell wie möglich
wieder oder du kommst mich besuchen. Aber bring dann bitte auch Ash mit und die
anderen. Ok?“
Sie nickt und drückt mich wieder ganz feste.
Wir sitzen jetzt schon seit mehr als 2 Stunden auf meinem Bett und warten bis Ash nach Hause kommt. Er hat heute Schule und so sitzen wir mit meinem gepackten Koffer da und reden einfach.
„Ich kann mir gar nicht vorstellen, wieder nach Deutschland zu fahren und dann wieder diesen Alltagstrott zu haben!“ jammere ich.
Elke nickt mir traurig zu.
„Ich mein was hab ich in Deutschland, klar meine Familie, aber irgendwann werde ich auch ausziehen und dann meine bzw. unsere Freunde! Aber die werden jetzt auch alle auf verschiedene Unis gehen. Key und Max gehen nach Berlin. Laney zieht es in den Norden. Die einzigste die auf jeden Fall noch da ist, ist Isa.“ erkläre ich .
Als ich meine Worte noch mal durch den Kopf gehen lasse, wird mir erst mal klar, das mich eigentlich nichts in Deutschland hält. Ich könnte doch zu Elke und Ash nach L.A. ziehn.
Jetzt wart mal ab, tadel ich mich selber.
Am liebsten würde ich Elke davon erzählen, aber ich will nicht das sie sich da zu früh freut. Vielleicht ist das wieder nur so ein Gedankenfurz von mir...
Die Tür von meinem Zimmer wird aufgerissen und es erscheinen Ash und die anderen 4.
„Was macht ihr denn hier?“ frage ich verwundert.
„Wir kommen mit zum Flughafen, was denkst du denn?!“ grinst mich Erik an.
„Schön. Ich dachte nur wir hätten uns schon gestern verabschiedet. Hätte nicht mehr gerechnet euch noch mal zu sehn! Aber ich freu mich!“ grinse ich die 4 an.
Ash kommt auf mich zu und nimmt mich in den Arm.
„Ich will nicht das du gehst, Jen!“
Nicht du auch noch, meint ihr ich will weg!
Ich drücke ihn ganz feste und streichele ihm über den Rücken.
Trev geht zu Elke aufs Bett und drückt sie erst mal ganz feste.
„Sei nicht traurig, Süße!“ flüstert er.
„Wann geht denn dein Flieger?“ holt mich Jake aus meinen Gedanken zurück.
„Um 6p.m.“ ich schaue auf die Uhr, und merke das wir jetzt langsam mal los müssen.
Ash nimmt meinen Koffer während ich mit Dan im Arm aus dem Zimmer raus laufe. Jake und Erik laufen direkt neben mir und drücken mir die ganze Zeit abwechselnd einen Schmatz auf die Backe.
„Ich werde euch so vermissen, ich hoff ihr wisst das!“ meine ich traurig.
Diese 5 Chaoten sind mir so ans Herz gewachsen. Sie sind alle fünf so unterschiedliche Personen und jeder auf seine Art besonders.
„Wir dich auch Kleine!“ grinst mich Jake an und nimmt mich in den Arm.
Ich schaue ihn gespielt böse an.
„Wie oft hab ich dir schon....“
“....ja ja, gesagt, das du mich nicht immer Kleine nennen sollst!“ beendet
er meinen Satz.
Ich schaue ihn grinsend an.
„Du hörst mir also doch zu!“
“Jake, sag bitte Janie einen ganz lieben Gruß von mir und drück sie auch ne
Runde. Ich werde mich auf jeden bei ihr melden!“
„Mach ich, sie ist auch voll traurig das du gehen musst.
Es ärgert sie auch total, dass sie nicht da sein kann wenn du abfliegst!“
“Ja, ich weiss, sie musste ja wieder nach St. Diego!“
“Genau!“
Wir sind an der Haustür angekommen und alle gehen zu ihren Autos.
Ich drehe mich noch ein letztes Mal um und schaue mir in Ruhe das Haus an. Traurig schließe ich die Tür und laufe zum Auto von Ash.
Jake, Erik und Dan fahren in einem Auto, Trev und Elke im anderen und Ash und ich in seinem. Ein wenig kompliziert aber, was soll man machen.
Ash hievt meinen Koffer in den Kofferraum und steigt ins Auto, wo ich schon geknickt auf dem Beifahrersitz Platz genommen habe.
Als er einsteigt schaue ich zu ihm hoch. Ich will mich nicht von ihm trennen, wer weiß wann ich ihn wieder sehe.
Er scheint meinen Gedanken zu erraten.
„Jen, ich komm dich so schnell wie möglich besuchen!“
Ich nicke und er nimmt mich in den Arm.
Ich sehe das seine Augen feucht sind.
Er startet den Motor und fährt aus der Auffahrt in Richtung Flughafen. Die Autofahrt verläuft eher still, ich mein was soll ich sagen? Ich habe gestern Abend schon genug geheult.
„Der Flug 1689 von Air France Richtung Paris!“
Das ist mein Flieger, nein.
Ich schaue in die Runde und Erik kommt auf mich zu.
„Machs gut und komm so schnell wie möglich wieder, ok? Ich werde dich vermissen!“
Er nimmt mich in den Arm und ich drücke ihn ganz fest.
„Ich dich auch, Erik!“
Er drückt mir einen Schmatz auf die Backe und grinst mich noch mal ganz süß
an.
Jetzt ist Jake an der Reihe, ich hasse Abschiede.
„Also meine Kleine, halt die Ohren steif. Und beweg deine Hintern so schnell wie möglich wieder nach L.A.! Hast du mich verstanden?“
Ich nicke artig und schon nimmt er mich in die Arme.
„Machs gut Jake, es war schön dich kennen gelernt zu
haben!“:
“Hör auf so zu Reden, als wenn wir uns nie wieder sehen würden!“
“Spätestens im Fernsehen!“ grinse ich ein wenig.
„Jop!“
Nachdem dieselbe Prozedur bei Trevor und Dan war, kann ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Toll!
Ich glaube ich werde Trevor’s Witze so vermissen, wir waren die einzigsten die zwar drüber gelacht haben, aber es war trotzdem immer lustig. Und auch Dan, Mister Perfect, wie ihn die anderen immer nennen, mit ihm konnte ich mich immer so wunderbar unterhalten und Scheiß machen. Sie werden mir alle so fehlen.
Jetzt ist Elke an der Reihe.
Ich sehe in ihre verheulten Augen.
„Komm her Maus!“
Ich nehme sie in den Arm und wir zwei stehen nur da und halten uns ganz dolle
fest.
„Dürft ich vielleicht dazwischen!“ fragt uns Trevor.
Ich schaue ihn an und muss ein wenig lachen.
Er zwinkert mir zu.
„Elke ich meld mich sofort wenn ich daheim bin und danke für alles!“
“Ok, kein Problem! Vergiss mich nicht!“ schluchzt sie.
„Also bitte!“
“Komm so schnell wie möglich wieder!“
“Oder komm du zu mir!“
Sie nickt und gibt mir einen fetten Abschiedsbusserl.
„Isch lip disch!“ grinst sie unter Tränen.
„Isch disch auch!“ antworte ich ihr
Ich sehe Ash ein wenig im Abseits stehen, die Jungs und Elke drücken mich noch mal kurz und gehen dann.
Ich gehe auf ihn zu und schaue traurig in seine Augen.
Er sieht mich und nimmt mich ohne ein Wort zu sagen in die Arme.
Es tut so gut, seine Wärme und seinen Geruch noch mal zu spüren.
„Der Flug 1689 ist bereit zum einchecken!“
Er schaut mich an und küsst mich.
„Ich liebe dich, vergiss das nie! Ok?“
Ich nicke und drücke ihm ein letzten Kuss auf seine weichen Lippen.
„I love u, Ash!“
Ich nehme mein Handgepäck, schaue ein letztes Mal in seine wunderschönen
Augen.
Er kommt noch mal auf mich zu, küsst mich und geht dann.
Ich drehe mich um und sehe wie er sich seine Augen reibt.
Ich werde ihn so vermissen.
Traurig laufe ich mit meinem Ticket zum Schalter.
In der Halle warten bereits die anderen auf ihn.
“Da kommt er!“ Dan sieht ihn zuerst.
Er läuft an ihnen vorbei.
„Nimmt es mir nicht übel, aber ich wäre jetzt lieber allein!“
„Ist ok, Ash!“
Erik klopft ihm mitfühlend auf die Schulter.
„Wie sind alle bei Jake, falls du nach kommen willst!“ meint Trev.
Er nickt nur und geht weiter Richtung Ausgang.
„Ash, ist wohl ziemlich fertig!?“ meint Jake ernst.
Die andere nicken gedankenverloren und laufen ihm hinterher.
Trev hält Elke im Arm und gibt ihr einen vorsichtigen Kuss.
„Du siehst sie bald wieder! Das verspreche ich dir!“
Sie schaut traurig zu ihm hoch.
„Bestimmt!“
Ich sitze jetzt seit ungefähr 4 Stunden im Flieger und kann nicht glauben, dass ich jetzt wieder
nach Deutschland fliege. Wo sind die 4 Wochen nur geblieben?
Meine Gedanken kreisen ständig um das eine Thema. Soll ich nicht doch rüber ziehen?
Doch dann kommen mir wieder Zweifel, ich müsste von meiner Familie weg, von meinen
Freunden und ein ganz neues Leben anfangen. Sicher, ich hätte
die anderen, Ash und Elke, aber...Meint es Ashley überhaupt ernst mit mir?
Vielleicht hat er schon längst wieder eine andere in Aussicht und ich war nur
ein kleines Abenteuer für ihn! Was ist wenn ich rüber komme und er empfindet
nichts mehr für mich? Was, wenn ich plötzlich allein dastehe ohne Freunde? Was
wenn ich meine Entscheidung bereue und mir dadurch mein ganzes Leben verbaut
habe?
Ich schüttle energisch mit dem Kopf, so das mein Sitznachbar mich schon ganz ängstlich
anschaut. Keine Panik, ich bin nicht irre!
Jen, was denkst du da? Elke, eine deiner besten Freunde ist drüben, du wärst nie allein. Du weißt das du auf sie zählen kannst. Klar, die Familie ist unter anderem in Deutschland, aber irgendwann zieht es dich eh weg und warum dann nicht jetzt? Ob es jetzt oder in 3 Jahren passiert, was ändert das? Du hast dein Abitur, bist also abgesichert, selbst wenn ich die Entscheidung bereuen sollte, kann ich wieder zurück und in Deutschland studieren! Und Ash, er ist nicht so einer, ich kann und will es mir einfach nicht vorstellen. Außerdem hätte mich Elke gewarnt, sie kennt ihren Bruder doch am Besten! Hör auf dir so viele Gedanken zu machen, und denke einfach daran was dein Herz dir sagt. Bei dem Gedanken, muss ich an Elke denken, wie wir am Strand in St. Diego saßen...
Sie fehlt mir, genauso wie Ash.
„Yeah?“ meldet sich eine verschlafene Stimme.
„Ashley, ich bin es!“ flüstere ich, warum ich gerade so leise spreche weiss ich eigentlich selber nicht.
„Jen, endlich! Ich warte schon die ganze Nacht auf deinen Anruf! Du fehlst mir! Dabei bist du erst seit ein paar Stunden weg, wie soll das Ganze dann in einer Woche aussehen!“ meint er traurig.
„Du mir auch, Ash. Sehr sogar! Tut mir leid, das ich erst jetzt anrufe, aber es ging nicht eher. Der Flieger von Paris nach Stuttgart hatte Verspätung!“ antworte ich ihm.
„Ashley, was schläfst du hier im Wohnzimmer und mit wem telefonierst du noch um die Zeit?“
Elke ist wieder am motzen, grinse ich.
„Mit Jen!“
“Wirklich? Gib sie mir mal!“
Und schon wird ihm der Hörer aus der Hand gerissen.
„Schnuffel?“
“Hallo Maus, und?“
“Komm wieder zurück, das befehle ich dir!“ grinst sie.
„Ich wünschte ich könnte es so einfach! Ich will auch wieder zurück, bei uns regnet es in Strömen!“ antworte ich ihr.
„Ach dir fehlt als nur das Wetter!?“ meint sie gespielt böse.
„Nein, du weißt doch wie ich das meine!“
“Natürlich! Du musst aber trotzdem ganz schnell wieder kommen!“ meint sie
trotzig.
Aber warum eigentlich nicht, warum riskiere ich es nicht? Was habe ich denn groß zu verlieren? Meine Familie kann mich besuchen kommen, und meine Freunde, werden in den nächsten Monaten eh weg ziehen. Key und Max gehen nach Berlin, Laney zieht es in den Norden, Marc, Jay und die ganzen müssen ihren Zivi machen, oder gehen ins Ausland oder sonst wo hin. Die einzige die noch bei mir ist, ist Isa.
Ich erzähle Elke noch nichts von meinen Gedanken, obwohl ich es sonst immer mache. Aber ich will nicht, dass sie sich zu früh freut oder das ich einfach nur voreilige Schlüsse ziehe.
„Du fehlst mir auch Elke! Ich probier so schnell wie möglich
zu kommen!“
“Ok, ich hoffe es!“
“Ash killt mich jetzt gleich, er will wieder mit dir reden. Ich rufe dich
morgen an, ok?“
“Ist gut, ich freu mich.
“Bye!“
“Na endlich!“ höre ich Ash Elke anmotzen.
„Hi!“ flüstere ich den Tränen nah.
„Jen, ich liebe dich, ok?“ meint er traurig.
Seit geschlagenen 4 Wochen bin ich jetzt schon wieder in diesem kalten, verregneten
Deutschland und ich möchte einfach nur weg. Ich habe mich die letzten Wochen nur mit einem Thema beschäftigt, und habe auch mit meinen Eltern und Freunden darüber geredet. Meine Entscheidung steht, ich ziehe nach L.A.! Ich bin mitten in den Vorbereitungen und habe Ash, Elke und den Anderen immer noch nichts davon erzählt. Ich wollte einen passenden Moment erwischen. Was habe ich denn zu verlieren? Gar nichts! Ich kann höchstens glücklicher werden!
Das Schönste an der ganzen Sache ist, dass Isa, eine meiner besten Freunde
mitkommt! Sie hat mit mir das Abitur gemacht und hätte jetzt so ein
Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, da sie nicht wusste, was sie studieren
sollte.
Ich weiss noch, wie wir eine Woche nachdem ich wieder hier
war, was zusammen unternommen haben und ich ihr von meiner momentanen Situation
erzählt habe. Sie hat mir zugehört und meinte dann plötzlich:
“Würdest du mich mitnehmen, Jen?“
Ich habe sie erst mal verwirrt angeschaut, weil ich bei ihr nie auf Anhieb weiss,
ob sie das ernst meint oder nur einen Witz gerissen hat. Sie ist zwar sehr
spontan aber trotzdem. Nachdem ich weiter nach gebohrt hatte, entpuppte sich das
alles als ihr Ernst.
„Was hält mich denn hier? Nichts, warum soll ich dann nicht mit dir rüber?“
Ich bin ihr dann in die Arme gesprungen und wir haben mitten auf der Straße angefangen zu schreien. Ok, leicht krank. Aber hey, mit 19 in die Staaten zu ziehn ist nun mal ein großer Schritt.
Ich kann mich noch genau an ihre Worte erinnern, die sie vor jetzt gut 3 Wochen
gesagt hat.
Wir sitzen grad wieder in unserem Stammcafe und arbeiten uns durch den Papierkram.
„Hast du das jetzt mit dem Visa abgeschickt?“ frage ich sie.
„Ja, schon vor 2 Wochen, ich bekomm diese Woche noch
Bescheid.“
“Gut, ich kann es noch gar nicht glauben, Isa!“
“Frag mich mal?“ lacht sie.
„Wir zwei in den Staaten!“
“Und dann sind wir drei Vollspacken endlich wieder vereint!“ grinst sie.
„Jop!“
“Hast du es Ash, Elke und den Anderen jetzt schon erzählt?“ fragt sich mich
neugierig.
„Nein, ich wollte das heute Abend machen! Magst du dabei sein?“ grinse ich.
„Was für eine Frage, natürlich. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie schwer es für mich war, die Klappe zu halten, als ich vor 3 Tagen mit Elke telefoniert habe.“
„Glaub mir, mir geht es genauso. Wenn Ash mal wieder total down ist, würde ich am liebsten in den Hörer schreien: Ich ziehe zu dir Süßer! Aber nein, ich muss es mir immer schön verkneifen!“
Sie lacht.
„Ich glaube Ash wird ausflippen, genauso wie Elke!“
Ich fange an zu grinsen, als ich mir sein Gesicht vorstelle, nachdem ich ihm DAS gesagt habe.
„Lass uns jetzt mal weiter machen!“ tadelt sie mich.
„Ok, hast ja Recht!“
Und schon geht das Ausfüllen dieser Bögen weiter.
„Du Jen?“
“Ja?“ ich grinse sie an. Ich wusste sie kann ihren Mund nicht halten. Isa kann auch nie länger wie 5 Minuten still sitzen.
„Und dieser Erik ist echt noch Single?“ grinst sie frech.
„Also, soweit ich auf den neusten Stand bin, ja! Der
hat’s dir schon ein wenig angetan, hä?“
Sie nickt.
„Das, was ich auf den Bildern gesehen habe, ja! Der Typ
ist doch der Hammer!“
“Ich wusste sofort, als ich ihn das erste Mal gesehen habe, das er dein Typ wäre!“
Sie lacht und streckt mir die Zunge raus.
„Ist doch so!“
„Und das mit dem College ist geklärt?“
“Ja, Internet und Telefon sei Dank, fangen wir in einem Monat an!“
Sie klatscht vergnügt in die Hände.
“Das ist so der Wahnsinn!“
„Es klingelt!“ quicke ich aufgeregt.
Ich habe gerade die Nummer von Elke und Ash gewählt, und werde ihnen jetzt gleich alles erzählen. Isa hat sich neben mich auf’s Bett gesetzt und hat sich gerade ein Kissen in den Mund gesteckt, damit sie während dem Gespräch nicht anfängt zu lachen oder zu schreien.
„Jop!“
Elke ist am Telefon.
„Hey. Ich bin es!“ antworte ich grinsend.
„Hallo!“ meint sie überrascht, „Ich dachte du wolltest erst morgen anrufen!?“
„Stör ich irgendwie grad?“
“Nee, Trev ist grad da und wir schauen ein wenig fern!“
„Jeeeennn!“ höre ich Trevor plötzlich brüllen.
Ich lache auf.
„Sag ihm einen lieben Gruß!“
“Lieben Gruß!“
„Danke, zurück!“
„Hast es ja bestimmt gehört!“
„Ja, man konnte nicht anders.“
„Womit habe ich den die Ehre, dass du mich schon heute
anrufst!?“ grinst sie.
“Jetzt tu mal net so! Aber ich muss dir was wichtiges sagen!“ bringe ich
kichernd heraus..
Isa beißt währenddessen ins Kissen und ist ganz hibbelig.
„Was? Warum kicherst du denn so? Ist was passiert Jen?“
“Noch nicht, nein! Ok, halt dich jetzt fest!““
Isa bekommt grad einen ganz roten Kopf, da ich den Lautsprecher anhabe, hört
sie unser Gespräch ja mit.
„Ok, also ich weiß nicht wie ich dir das jetzt sagen soll, aber Elke,... Isa und ich ziehen zu dir nach L.A.!“ kreische ich in den Hörer.
Stille.
„Oh mein Gott, soll das ein schlechter Scherz sein!?“ meint sie leicht verwirrt und unsicher.
„Elke, es ist 100% kein Witz!“
“Oh mein Gott! Du kommst wirklich hier her und das mit Isa?“
“Ja, Elke!“
“Aaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhh!“
Ich muss mir den Hörer von meinem Ohr weghalten um nicht taub zu werden.
„Trevor! Elke und Isa ziehen hier her!“ brüllt sie Trev an.
Der Arme!
“Was?“ fragt er sie verwirrt.
“Ja, ich erzähl dir das nachher! Ja, wann kommt ihr denn?“
“Wir kommen in knapp 2 Wochen!“
“Wir sind bald wieder vereint!“ kreischt Isa im Hintergrund.
„Jaaaaaa! Ich kann das jetzt nicht glauben. Ich muss mich
jetzt mal hinhocken! Weiss Ashley schon die Neuigkeit?“
“Nein, noch nicht! Ist er da?“
“Nee, der ist mit den Anderen bei Jake!“
“Dann weiss ich ja wo ich dann anrufen muss!“ grinse ich.
„Ich glaub, der kippt um!“ lacht Elke.
„Was, ist denn los Elke. Ich will es auch wissen!“ quengelt Trevor im Hintergrund weiter.
Isa stupst mich an und formt ihre Lippen zu einem -Jöööö-.
„Hab ich dir doch gesagt!“ flüstere ich.
„Jetzt warte mal 5 Minuten!“
„Manno!“
“Schmollt Trev wieder?“ grinse ich.
„Kennst ihn ja!“
“Dann hörn wir mal auf, ich will es nämlich noch Ash sagen! Ich rufe dich
morgen noch mal an, ok?“
“Auf jeden Fall, am besten sagst mir das auch noch mal morgen!“
“Klar mach ich!“ grinse ich.
„Jen, und es war wirklich kein Scherz?“
“Nein, Maus!“
“Wir ziehen nach L.A.!“
“Ich könnt grad platzen vor Freude!“
„Bye, Süße!“ schreien Isa und ich.
„Bye!“
Nachdem ich aufgelegt habe, tänzeln Isa und ich erst mal
durch mein Zimmer.
“Wir fahren nach L.A.!“ brüllen wir.
„Stimmt doch gar nicht!“ unterbreche ich unseren Freudentanz.
„Wir fahre nicht hin, wir ziehen da hin!“ bemerke ich.
„Stimmt! Hast Recht!“
“Wir ziehen nach L.A.!“ kreischen wir jetzt happy.
Wir benehmen uns zwar grad wie die Kleinkinder schlechthin. Aber wir sind 19, und da ist ein Umzug nach Los Angeles ein großer Schritt im Leben.
Nach 10 Minuten lassen wir uns total fertig auf mein Bett fallen.
„Und jetzt rufst du Ash an!“ grinst sie mich an.
„Ok!“
Entschlossen nehme ich den Hörer und wähle die Nummer von Jake.
Nervös spiele ich mit dem Kabel.
„Underwood!“ meldet sich, eine mir bekannte Stimme.
„Hey Jake, ich bin’s Jen!“ grinse ich.
„Jen? Hey,
whaz up!”
”Ach, nicht viel und bei dir?“
„Die Jungs sind grad da aber sonst!“
“Wie geht’s Janie?“
“Gut, sie kommt in 2 Wochen endlich wieder!“
“Weiß ich, hab vor 3 Tagen mit ihr telefoniert!“
“Du Jen, du wirst nicht glauben was passiert ist!“ fängt Jake plötzlich
an.
„Was? Erzähl!“
“Zwei Plattenfirmen haben sich mit uns in Verbindung gesetzt. Sie würden gern
ein persönliches Gespräch mit uns führen!“ freut er sich.
„Wirklich? Das ist ja toll! Wann habt ihr die Gespräche?“
“Also, eins ist am Freitag und das andere Mitte nächster Woche!“
„Oh man, ich drück euch die Daumen, ruft mich auf alle Fälle
an!“
“Klar, was denkst du denn?“
„Das wäre ja der Wahnsinn wenn das klappen würde!“
“Das kannst du laut sagen!“
“Das wäre ja der Wahnsinn!“ brülle ich jetzt ins Telefon.
Jake fängt an zu lachen.
Toll, jetzt rufe ich an, um Ash zu überraschen. Und dann erfahr ich nebenbei auch noch eine super News. Ich freu mich für dich Jungs.
„Jake, ist Ash auch bei dir?“
“Ja, klar warte ich hole ihn grad!“
“Danke!“
“Kein Problem, ich meld mich dann!“
“Auf jeden!“
“Ash....Ash, Telefon für dich!“
“Hä? Wer ist denn dran??“
“Jen!“
“Echt?“
“Hallo?“ kommt er verwundert ans Telefon.
„Hallo Süßer!“
“Hi mein Schatz!“
Ich freue mich so ihn endlich wieder in meine Arme nehmen zu können.
„Ash, ich muss dir was sagen!“ fange ich wieder an.
„Was?“ fragt er besorgt.
„Also hör mir bitte gut zu, Isa und ich werden...“
“Was werdet ihr?“ unterbricht er mich hibbelig.
Ich rede extra ganz langsam, da ich weiss das er das hasst.
„Also, wir zwei werden, zu euch nach L.A. ziehen!“ lache ich.
„Jen, ich find das echt nicht witzig! Hör auf so einen Scheiß von dir zu geben, du weißt genau
das es mir wegen dir dreckig geht!“ schreit er mich plötzlich an.
„Ash, das ist mein Ernst! Isa und ich ziehen nach L.A.!“ wiederhole ich mich.
Ich höre ihn schlucken.
„Ash?“
“Hab ich mich gerade verhört, oder sagtest du wirklich
das du nach L.A. ziehst?“
“Nein, du hast dich nicht verhört Ash. Es stimmt!“
“Yipieeee!“ ich höre wir er grad rumspringt.
Ich lache und bin froh, dass er mir das jetzt doch geglaubt hat.
„Das ist ja der Wahnsinn, wann muss ich euch vom Flughafen abholen? Morgen?“
“Nein, Ash, erst in 2 Wochen. Wir müssen noch den
restlichen Papierkram erledigen!“
“Noch so lang?“ fragt er mich ganz süß.
„Jetzt hör aber mal auf noch Ansprüche zu stellen!“ grinse ich.
„Oh man, das ist die schönste Woche in meinem Leben, erst das mit den Plattenfirmen, hat dir
Jake das schon erzählt?“
“Ja, hat er!“
“Und dann erfahre ich das meine Freundin zu mir zieht!“ freut er sich.