Der Abend begann sich mit einem zarten Rosarot am Horizont anzuk�ndigen, als sie den Wald von Molan endlich hinter sich lie�en und einem staubigen Weg �ber eine mit ausgebleichtem Gras bewachsene Ebene folgten. Immer wieder blickte Sinaea angestrengt auf den Glasstein, in der Hoffnung, irgendwie Tohans Bild heraufbeschw�ren zu k�nnen. "Vielleicht sollten wir kurz rasten, damit Du Dich besser konzentrieren kannst", schlug Darkon vor. "Mmmhmmm... ja, vielleicht funktioniert es dann", erwiderte Sinaea. "Da vorn" - sie hatte kurz den Blick von dem Stein gehoben und eine Wegkreuzung entdeckt. Also lie�en sie sich neben der Kreuzung im Gras nieder. Sinaea versuchte einen imagin�ren Vorhang zwischen sich und die �u�ere Welt zu ziehen. Sie schlo� die Augen und rief sich Tohan ins Ged�chtnis. Sein attraktives Gesicht... die langen Locken... seine leuchtenden gr�nen Augen...
Sie �ffnete ihre Augen wieder und blickte in den Glasstein. Als ihr Tohans leuchtend gr�ne Augen entgegenblickten, stie� sie einen freudigen Schrei aus.
"Was ist? Kannst Du ihn sehen?" drang Darkons Stimme an ihr Ohr. Sinaea sprang auf, wobei ihr der Glasstein aus den Fingern glitt, und begann laut zu lachen. Wie ein Kobold tanzte sie durch das kn�chelhohe Gras und lachte, bis sie nach Atem japsend umfiel. Darkon n�herte sich ihr z�gernd und sah skeptisch auf sie hinunter. Sinaea grinste ihm entgegen. "Fragst Du Dich jetzt ob ich verr�ckt geworden bin?" scherzte sie. Darkon grinste. "Neee, DAS brauch ich mich nicht mehr zu fragen - das wei� ich schon lange", gab er neckend zur�ck, reichte Sinaea die Hand und half ihr vom Boden hoch. Sie sammelte den Glasstein wieder ein und ging mit Darkon zu der Kreuzung zur�ck. "Du wirst nicht glauben wo er ist - naja, Du kennst ihn sowieso nicht also macht es eigentlich keinen Sinn es Dir zu erz�hlen - Axalos! Tohan ist bei Axalos!" Wieder lachte sie laut auf. "Anscheinend ist Axalos doch hier in Molan geblieben - er hat ein Haus - ein kleines H�uschen in einem Dorf, nicht weit von hier!" Sie machte eine Geste in Richtung des Weges, der nach Osten f�hrte. Darkons L�cheln verrutschte kaum merklich, doch er fing sich gleich wieder. "Die K�ste liegt in die Richtung" - er wedelte zu dem Weg hin, der nach Westen f�hrte. "Da werde ich bestimmt ein Schiff auftreiben, das nach Gaiadis f�hrt."
"Bestimmt", erwiderte Sinaea, und ihre Stimme wurde unwillk�rlich leiser. Darkon stand ihr unbeholfen gegen�ber. "Sieh zu da� Du ihn schnell findest", er nickte auffordernd. "Viel Gl�ck - euch beiden." - "Danke..." antwortete sie. Impulsiv umarmte sie Darkon, und er hielt sie einen Moment liebevoll fest. Dann schob er sie von sich, sah ihr bedeutsam in die Augen und sagte:"Du wirst Deinen Weg finden. Immer. Da bin ich ganz sicher."
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