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Sinaea konnte ihr Gl�ck kaum fassen. Wie ein Geist huschte sie an der Mauer der Burg entlang, achtete nicht auf die dornigen B�sche die ihr Arme und Beine zerkratzten. Sie war frei!! Sie war Illean, dem ach so gro�en Zauberer, entkommen! So ger�uschlos wie m�glich hastete sie durch das Unterholz, jeden Sichtschutz ausnutzend. Die Fenster an dieser Seite der Festung, die sich drohend wie ein Alptraum hinter ihr erhob, waren dunkel. Sie wu�te da� dies ihre beste Gelegenheit war, unbemerkt aus dem Bannkreis des Zauberers zu verschwinden, und sie lie� sich nicht zweimal bitten, auch wenn sie im Moment nicht die blasseste Ahnung hatte in welche Richtung sie lief. Wenn sie gen�gend Abstand zwischen sich und die Burg gebracht hatte, sich einigerma�en sicher f�hlen konnte da� er ihr noch nicht auf den Fersen war, w�rde sie innehalten und versuchen, sich anhand der Sterne zu orientieren. Aber jetzt mu�te sie laufen, nur fort, nur weg von diesem Verr�ckten und seiner Prophezeiung.
Irgendwo ganz hinten in ihrem Kopf regte sich eine wispernde Stimme, mahnend, die behauptete Illean habe sie absichtlich entkommen lassen. Da� er eingesehen habe da� sich ihr Schicksal nicht so einfach in seine Festung einladen lie�. Sinaea schob diese Stimme resolut zur Seite. Nein, der Zauberer war verr�ckt, und die Prophezeiung von der er faselte war sein Hirngespinst!! Sie war nicht die Angek�ndigte. Und au�er Darkon gab es keinen Mann der sie schon geliebt hatte als sie noch ein kleines M�dchen war.
Der Stand der Sterne und sp�ter ein glorreicher Sonnenaufgang halfen Sinaea sich im dichen Wald von Molan zu orientieren. Sie schlug ein was sie grob f�r die Richtung hielt, in der Gaiadis lag. Sie wollte nur noch nach Hause, dorthin wo der einzige Ort lag, den sie Heimat nannte: Darkons Haus am Stadtrand von Harklon. Dort w�rde sie sicher sein, vor Illean, vor diesem Alptraum in den er sie gesto�en hatte. Darkon w�rde sie besch�tzen, mit der Zeit w�rde sie diese schreckliche Episode vergessen, und alles w�rde wieder sein wie fr�her.
Sinaea lief so schnell es ihr K�rper erlaubte. Tiere sprangen aus ihrem Weg und Gras und kleine B�sche knickten unter ihren hastenden F��en ein. Doch je weiter sie lief, desto intensiver wurde der Gedanke an Freiheit, an Triumph in ihrem Kopf. Sie w�rde es schaffen!
Eine gebieterische Stimme hallte wie ein m�chtiger Donnerschlag durch den Wald, da� die stattlichen B�ume erzitterten, Tiere in ihre Verstecke flohen und selbst das Gras sich vor Angst zu ducken schien. Zu Tode erschreckt blieb Sinaea abrupt stehen. Ihr Herz schlug ihr wild bis zum Hals, als sie die Stimme erkannte. Es war Illean.
"Sinaea!!!" donnerte es durch die Baumwipfel und fiel wie �tzender Regen auf sie hernieder. "T�richte, die Du glaubst entfliehen zu k�nnen! Du magst die Flucht aus meiner Burg vollbracht haben, aber glaubst Du wirklich Du kannst vor Deinem Schicksal davonlaufen?"
Ihre Flucht war entdeckt.
Illean hatte sie gesehen.
"Sinaea! Du bist die Angek�ndigte! Die Prophezeiung wird sich erf�llen! Und egal wohin Du gehst, wer Dich zu besch�tzen glaubt, was Du versuchst es zu verhindern - ich werde da sein! Ich werde Dich und Dein Dir verhei�enes Schicksal beherrschen! Die Angek�ndigte ist mein!!"
Illean hatte sie verflucht. |
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