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Hilflos kreisten Pater Derians Gedanken um die geheimnisvolle Frau in seiner Gemeinde. Hilflos und ergebnislos. Nur die Tatsache da� Rosemarie sich anscheinend jeglichem Ann�herungsversuch widersetzte beruhigte sein Gewissen ein wenig. Sie konnte sich selbst helfen, diese tapfere junge Frau. Er w�rde gar nicht eingreifen m�ssen.
Und dann verschwand der Schneider.
Pater Derian war nicht da, an dem Morgen als man seine Leiche im nahen Wald fand; er war f�r ein paar Tage zu seiner Schwester gereist, die in einer kleinen Stadt im Norden des Landes ein Waisenhaus f�hrte. Als er zur�ckkehrte, aufgeschreckt von einem jungen Burschen den man ihm als Boten, als �berbringer der Schreckensnachricht gesandt hatte, blieb ihm nur noch die Beerdigung durchzuf�hren. War der B�ttel denn nicht geholt worden? Oh sicherlich, er hatte den Tod des Schneiders festgestellt. Nein, Ungew�hnliches war ihm an dem Mann nichts aufgefallen. Wenn man es nicht ungew�hnlich fand da� er im Wald am Wegesrand gelegen hatte wie eine weggeworfene Gliederpuppe. Pater Derian bi� sich auf die Lippen. Er kannte den B�ttel seines Ortes. Und bedauerte da� der Herr bei der Verteilung der Intelligenz speziell bei diesem jungen Mann so geizig gewesen war. Und - Pater Derian mu�te sich zusammenrei�en um die Frage so beil�ufig wie nur m�glich zu stellen - was war mit Rosemarie? Sie war doch sozusagen beim Schneider in der Lehre gewesen! Oh, man hatte sie gleich aufgesucht. Sie hatte etwas verloren in der Werkstatt gesessen, und als der B�ttel und ein ansehnlicher Trupp neugieriger D�rfler auftauchen, hatte sie mit ihren gro�en Augen und ihrer Singsangstimme unschuldig gefragt, ob sie nicht den Schneider gesehen h�tten, er sei noch nicht zur Arbeit erschienen? Und ja, als man ihr von seinem Tod berichtete hatte sie geweint.
Dann suchte sie sich eine neue Arbeit, bei einem alleinstehenden Bauern.
Der keinen Hehl daraus machte da� er Rosemarie gern nicht nur auf sein Feld, sondern auch in sein Bett lassen w�rde.
Wenn er sich mit den anderen M�nnern im Gasthof betrank, und das Gespr�ch, wie es seit Rosemaries Ankunft im Dorf �blich geworden war, auf die sch�ne Unbekannte kam, t�nte er sogar bereits von Hochzeit.
Zwei Wochen sp�ter verschwand auch er.
Man fand ihn in seinem eigenen Feld.
Diesesmal war Pater Derian dabei als die Leiche geborgen wurde, und ihm fiel sogleich auf da� der Tote seltsam bla�, irgendwie blutleer wirkte. Blasser als es bei einem Toten �blich war. Doch der B�ttel stellte nur unbek�mmert einen Totenschein aus und fragte nicht weiter nach der Ursache. Pater Derian redete sich ein da� er sich get�uscht haben mu�te. |
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