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"House of Mirth" Review by WebmistressGillyNet

Ich wusste nicht genau, was ich von diesem Film zu erwarten hatte. Der vorrangige Grund für mich war Gillian, nicht die Geschichte der Lily Bart.

Es war ein sehr ungewöhnlicher Film für einen jungen Menschen wie mich, die meisten Leute im Kino waren über fünfzig und ich fühlte mich ziemlich unpassend.

Fast wie sich Lily unter all den reichen und verheirateten Leuten bei diesen Partys fühlte. Sie konnte sich nicht entscheiden, einen reichen Mann oder ihre wahre Liebe zu heiraten. Auf der einen Seite wollte sie in der High Society leben, auf der anderen Seite wollte sie sich ihr Leben nicht vorschreiben lassen. So wird sie schlussendlich von allen ins Abseits gestossen, bis sie daran zerbricht. Die Geschichte ist sehr tiefgreifend und aktuell, in jedem von uns steckt wohl ein bisschen aus der Figur Lily Bart.

Gillians Performance war grossartig, jeder leidete mit ihr. Aber, obwohl sie ihr Bestes gab, war der Film selbst trotzdem nicht so gut. Lilys Geschichte ist sehr tragisch und Gillian ist eine grossartige Schauspielerin; es ist eine Frage der Inszenierung. Die Tatsache, dass der gesamte Film eine Anreihung verschiedener Gespräche an verschiedenen Orten ist, macht die ganze Angelegenheit etwas langweilig. Natürlich ist das die Substanz solcher Filme, aber nur eine fünfminutige wortlose "Partyszene" die uns die High Society zeigt oder eine Tanzszene mit Lily - solche Szenen wären nötige auflockernde und enstpannende Momente.

"House of Mirth" ist kein Must-see-movie, ausser für Gillian Fans, denn es ist nur sie, die den ganzen Film am Leben erhält.
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