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Ich habe wirklich in den letzten Monaten gelernt, dass man viel mehr "Danke" sagen muss. Die Amerikaner sind wirklich ein Volk, die sich viel mehr als die Deutschen bedanken. In den ersten Tage habe ich mich wirklich manchmal sehr unwohl gefuehlt, da ich nicht oft genug und zu allem "Thank you" gesagt habe.
Ich glaube einfach, dass man als Deutscher oft schon weiss, wann man jemandem dankbar ist. Hier ist es einfach anders. Hier sagt man es einfach, und das immer! Eigentlich ist es aber auch so besser, und ich habe mich mittlerweile total daran gewoehnt.

An dieser Stelle moechte ich aber nicht ein "alltaegliches" Danke an folgende Personen richten, sondern ganz spezielle. Wenn man da mal genau darueber nachdenkt, dann ist diese Seite fuer alle Personen der Welt zugaenglich. Wie auch immer, bestimmt wissen einige die das hier lesen, auch schon das sie bestimmt angesprochen werden. Es ist hiermit dann aber offiziell.

Es ist halt einfach so, dass das hier was ich mache nicht so einfach ueber die Buehne geht, wie z.B. einkaufen zugehen, oder auf einen Wochenendausflug zu fahren. Es handelt sich bei meiner Reise hier nach Chapel Hill, North Carolina, nicht fuer 3 Wochen Sommerferien, sondern um 10 Monate meines Lebens, 10 Monate voller Abenteuer, 10 Monate voller neuer Erlebnisse.

Dafuer braucht man schon wirklich ein paar Hilfen, Leute die Mut machen, aber auch, und da spreche ich meine Eltern besonders an, es auch finanziell ermoeglichen.

Heute erinnere ich mich zurueck an August 1998. Ich habe in meinem Zimmer einige Broschueren von verschiedenen Austauchorganisationen liegen, lese DAS Buch ueber ein High School Year, und bin mir doch total unsicher was ich denn will. Das Abenteuer reizt mich schon, aber die Ungewissheit behaelt noch die Ueberhand, und ich kann mir niemals vorstellen, ein Jahr lang "weg" zu sein.

Um etwas mehr Informationen zu bekommen, besuchen wir Abende von Organisationen, aber sonst komme ich auch nicht weiter, ob ich das wirklich machen will. Es vergehen einige Wochen, und wir machen uns schon Sorgen um Anmeldefristen. So, wir, nein, mein Vater sagt einfach eines Abends, dass wir uns auch einfach
unverbindlich bei EF anmelden koennen. Man bekommt dann schon einmal mehr Infos, und besucht ein Bewerbungsgespraech. Danach entscheidet sich dann ersten die Organisation fuer oder gegen dich, und zweitens wird man nacher auch erst verbindlich zu dem Program anmelden bzw. aufgenommen. Gute Idee, dachte ich, und am naechsten Tag ging die Post ab nach Berlin. Schon einige Tage spaeter war das Rueckschreiben da, und in 2 oder 3 Wochen sollte auch schon das Gespraech in Dortmund stattfinden.

Bis dahin aber hatte ich schon einmal Seiten von Fragen ueber Fragen zu beantworten, alles in Englisch, und alles bis zu dem Gespraech. Ich machte mich also ran ein paar Sachen ueber mich, meine Familie, Hobbies, und und und zu schreiben. Desweiteren wollte die Organisation auch noch einen Brief meines Klassen- oder Englischlehres haben, um denn ich dann meinen Klassenlehrer bat. Es war naemlich auch, und folgend werde ich da auch noch drueber schreiben muessen, ein Proben, fuer mich, da ich nicht der Beste in Englisch war, sondern mich in dem Halbjahr auf einen Vier niedergelassen hatte. Ich meine bis heute noch, dass das auch ein wenig an meiner Lehrerin lag (Namen lasse ich hier mal unbekannt), da wir uns beide nicht richtig leiden konnten (wer aus der Klasse konnte sie schon leiden?). Wenn ich heute an einige Schulstunden mit ihr zurueck denke, dann wird mir ganz anders...

Wie auch immer, ich hatte puenktlich zu dem Gespraech alle Sachen ausgefuellt, und ... ach nein, der Brief meines Klassenlehrers Herr Dahmen war doch noch nicht fertig ... hoffentlich kann ich den noch nachreichen...

Mir war, als wir in Dortmund ankamen, doch schon etwas schlecht im Bauch, aber was sollte ich machen. Jetzt standen mir 2 Stunden bevor, die ich ueberstehen musste. Als ich aber die ersten paar Minuten mit den anderen "Bewerbern", und unserem Meetingleiter um den Tisch herum sass, und alle nicht so richtig wussten, was sie machen sollten, fuehlte ich mich irgendwie wohl. Es war eigentlich gar nicht mal so schlecht, und wir hatte zwischendurch auch mal richtig Spass. Wir hoerten von Ehemaligen ein paar Storys, und sahen Sachen, die sie waehrend des Jahres gesammelt hatten (z.B. ein Yearbook der High School oder andere Fotos,...). Ich freundete mich mit dem Gedanke, auch so etwas zu erleben, langsam an, und wollte es auch erleben.
Auch reichte ich meine Sachen ein, die ich fertig gemacht hatte, und eigentlich war es gar kein Problem, dass das Schreiben von Herrn Dahmen fehlte. Trotzdem sprach ich sofort am naechsten morgen mit ihm, und nach der Schule schrieb er zusammen mit mir und meiner Englischlehrerin den Brief. Meine Englischlehrerin musste dabei sein, da der Brief in Englisch sein musste. Schon als wir alles zusammenstellten, hoerte es sich ganz gut an, und ich wollte es so schnell wie moeglich nach Berlin schicken. Ich wuesste naemlich, je schneller alle Sachen da sind, desto schneller bekomme ich die Antwort, ob ich im Programm bin, oder nicht.

Dienstag wurde der Brief dann schon abgeschickt, und ich glaube ca. 1 oder 2 Wochen spaeter war ein neuer Brief im Briefkasten. Es war, wenn ich mich recht erinnere, ein Freitag, und ich kam aus der Schule zurueck, als ich den Brief auf dem Tisch in der Kueche liegen sah. Er war nach ca. 2 1/2 Sekunden geoeffnet, und ich sah sofort den Vertrag, der nur noch von uns unterschrieben werden musste.

Ich muss aber noch gestehen, dass es dann auch noch einmal einige Tage gedauert hat, bis diese 3 Autogramme darunter waren. Zum einen hatten wir noch einen spezielle Frage, und zum anderen glaube ich, musste meine Eltern noch ueber die Gelddfrage nachdenken! Ich machte mir natuerlich auch gedanken, und wurde mir unsicher. Ist es das wirklich wert???

Heute kann ich sagen, ES IST!!!!!!!!!!!!!!

Ich bin seit dem 5. August hier, und ich glaube schon sagen zu koennen, dass es sich wirklich lohnt. Dafuer, dass meine Eltern mir das hier ermoeglichen, kann man eigentlich gar nicht und niemals richtig danken, aber ich versuche es dennoch immer und immer wieder. DANKE!!

Ich muss fuer die Unterstutzung danken, die ich jeden Tag vor meine Augen halte, und respektiere. Ich glaube, dass es fuer meine Familie genau so schlimm ist, wie fuer mich, da sie eigentlich nichts davon miterleben kann, sondern immer nur unterstuetzt. Was soll ich sagen? So etwas kann man nicht in Worte fassen, und ich will es auch eigentlich gar nicht weiter versuchen, da es doch nicht klappt.

Danke!!!

..Werbung muss sein..

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by Daniel

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