| Quelle: Generalanzeiger Bonn
"OPUS hat mehr drauf als man vermutet"
Der Verbund "Offenes Partizipationsnetz und Schulgesundheit" wächst
- 24 Schulen im Rhein-Sieg-Kreis entwickeln gesundheitsfördernde Projekte
- Teilnehmer tauschen sich aus
Von Tina Kretschmer
Rhein-Sieg-Kreis. Gesundheitsförderung steht bei "OPUS" im Mittelpunkt.
Hinter der Abkürzung verbirgt sich ein "Offenes Partizipationsnetz
und Schulgesundheit". So nennt sich der Verbund von Schulen in Nordrhein-Westfalen,
die gesundheitsfördernde Projekte entwickeln. Im Rhein-Sieg-Kreis
startete das Projekt 1998 mit zwölf Schulen.
Ausgezeichnet für ihre Mitarbeit beim Opus-Projekt wurden Lehrer
aus der Region im Kreishaus. Helmut Hausmann (rechts) überreichte
die Urkunden. Foto: Axel Vogel
Und das Netzwerk wächst. Jüngst sind zwölf Schulen der
Sekundarstufe I und II hinzugekommen. Bereits in Kürze wollen sich
sechs weitere Grundschulen anschließen. Unterstützungszentrum
in diesem Projekt ist das Schulamt für den Rhein-Sieg-Kreis. Direktor
Helmut Hausmann hat nun den "OPUS"-Schulen im Rhein-Sieg-Kreis Urkunden
des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Schule, Wissenschaft
und Forschung überreicht.
"OPUS hat mehr drauf als man hinter der Abkürzung vermutet", sagte
Hausmann. Ziel sei, dass sich die Schulen in der Entwicklung ihrer Programme
gegenseitig unterstützen, begleiten und entlasten. Groß geschrieben
werde dabei der Erfahrungsaustausch. "Die Absicht ist, ein entspanntes
und die Gesundheit förderndes Klima aufzubauen." Die Schulform spiele
keine Rolle. Es seien alle vertreten - von der Grundschule bis zum Berufskolleg.
Die Schulen tauschen sich in Arbeitskreisen aus. Evelyn Burkhart, Koordinatorin
für Gesundheitsförderung, leitet das Projekt. Sie koordiniert
Treffen und berät die Arbeitsgruppen. Zudem stehen den Schulen ausgebildete
Moderatoren zur Verfügung.
In den Arbeitskreisen planen Lehrer und Schulleiter Projekte zu Themen
wie Sucht- und Gewaltprävention, Ernährung und Gestaltung des
Schulumfeldes. "Gesundheitsförderung auf die Fahne geschrieben heißt,
dass viele andere Dinge, die in einer Schule ablaufen, miteinbezogen sind",
sagte Hausmann. Zudem gehören außerschulische Kooperationspartner
zum "OPUS"-Netzwerk.
Das Schulamt hält Kontakt zu Einrichtungen und Behörden, die
Angebote für gesundheitsfördernde Schulen bereithalten - die
Polizei, das Kreisgesundheitsamt sowie kirchliche Bildungseinrichtungen.
Bis 2005 steht bei "OPUS" einiges auf dem Programm: Weiterbildung von Schulleitern,
Bildung eines "OPUS"-Teams im Schulamt sowie Gewinnung weiterer Kooperationspartner.
Zufrieden zeigten sich Hausmann und Burkhart nicht nur mit der Entwicklung
des Netzwerkes, sondern auch mit der finanziellen Absicherung. Für
das Jahr 2003 bekommen die "OPUS"-Schulen rund 18 000 Euro von der Bezirksregion
in Köln. "Wir bekommen den Löwenanteil, da der Rhein-Sieg-Kreis
das größte Kontingent hat", sagte Hausmann. Er rechne mit rund
5 500 Euro. "Damit ist das Projekt bis 2004 finanziell gesichert."
Der Weg zur "OPUS"-Schule ist leicht. Die nötigen Unterlagen erhalten
interessierte Lehrer und Schulleiter im regionalen Schulamt. Für die
Anmeldung müssen sie sich an die OPUS-Geschäftsführung oder
das zuständige Schulamt wenden. Umfangreiche Informationen zur Gesundheitsförderung
in Schulen sowie Beratung in Sachen Schulentwicklung und Fortbildungen
für Koordinatoren und Ansprechpartner bieten die Schulämter der
Kreise und Städte sowie das Landesinstitut für Schule und Weiterbildung.
Weitere Informationen gibt es über den "OPUS"-Verband im Internet
unter www.opus-nrw.de sowie www.learn-line.nrw.de.
(27.12.2002) |