Der 2. Tourtag begann mit einem leckeren, von der Landfrauen-Vereinigung Schlüchtern zubereiteten
Frühstück. Diese Stärkung konnten wir alle auch gut gebrauchen,
denn direkt nach dem Ortsausgang gings mehrere Kilometer erstmal relativ heftig bergauf.
Angefeuert vom begeisterten Gemuhe der K�he am Wegesrand, die wie immer interessiert angaloppiert kamen, sausten
wir anschliessend in 10er-Gruppen flott wieder ins Tal runter.
Von dort führte die Strecke dann die nächsten 15 km ziemlich gleichmässig bergauf. Das Feld zog
sich weit auseinander, doch dank des überfüllten Lumpensammlerbusses und dem "Abschleppservice" der
Motorradpolizisten sind dann doch irgendwann mal alle oben angekommen. Frisch gestärkt durch unzählige
Jogurts, die es in jeder Wasserpause gab, waren dann die nächsten Kilometer auf der stillgelegten
Bahntrasse des Vulkanradwegs bis zum Mittagspausenort Herbstein ein reiner Genuss.
Auf dem hübschen Marktplatz von Herbstein gabs allerlei Leckereien zum Essen und Tanz-Vorführungen
der lokalen Rock�n�Roll-Jugend. Daran im Anschluss wurde die Bühne von Tourteilnehmern geentert, die den
staunenden Herbsteinern selbst wilde Tänze präsentierten.
Alle, die gedacht hatten, dass mit den Anstiegen des Vormittags der härteste Teil dieser mit 68 km auch
längsten Tagestappe vorbei sei, hatten sich schwer getäuscht. Aufgrund einer kurzfristig notwendig
gewordenen Streckenänderung, mussten noch 3 relativ kurze, aber steile Anstiege in Angriff genommen werden.
Schlimm war vor allem der erste Anstieg: direkt danach kam eine steile Abfahrt über
einen mit Löchern und Steinchen übersäten schmalen Feldweg, der etlichen erschöpften Skatern
zum Verhängnis wurde. Die meisten Stürze gingen jedoch glimpflich aus.
So waren alle wirklich froh, als wir am Abend nach dieser anstrengensten Etappe endlich im Zielort Alsfeld
ankamen. Dort dann wieder der gleiche Ablauf: Schlafplatz sichern, duschen, essen gehen, HR3-Party, reichlich
Alkohol trinken, Ohrstöpsel rein und ab in den Schlafsack...
|