Wellen

Manchmal kommt es auch vor, da� ein solcher Ri� in der Felswand durchbricht und am oberen Teil der Klippe wieder an die Oberfl�che tritt. Beim Aufbrechen einer Welle wird pl�tzlich eine enorme Wassermenge durch eine kleine �ffnung gepre�t, so da� eine Art Font�ne entsteht, von Geographen
�Blowhole� genannt. Im Lauf der Zeit k�nnen diese �Blowholes� durch die Erosionswirkung der Wellen immer gr��er werden. Meeresgrotten, die einst�rzen und einen Tunnel zwischen Wasseroberfl�che und der Spitze der Klippen formen, nennt man ebenfalls �Blowholes�, obwohl hierbei das Wasser nicht unbedingt wie eine Font�ne aus dem Loch spritzt. Wenn sich eine Welle n�hert, kann man bei einem solchen �Blowhole�einen Windsto� f�hlen, der von der Welle erzeugt wird.

In der Nacht vom 6. auf den 7. Februar 1933 beobachtete man im Pazifik die  h�chste jemals vom Wind erzeugte Welle. Sie bewegte sich von den Philippinen nach Kalifornien und war 34 m hoch. Wellen, die durch die Verschiebung des Meeresbodens als Folge eines unterseeischen Bebens entstehen, haben einen Namen, der aus dem Japanischen kommt, Tsunami. Meist handelt es sich dabei um anf�nglich flache Wellen mit einer H�he von 1 m und einer Wellenl�nge von 100 bis 700 km, deren Geschwindigkeit anf�nglich zwischen 300 und 900 km/h liegt. Erst in untieferem Wasser werden sie verlangsamt und dadurch h�her. Am 24. April 1771 gab es den h�chsten Tsunami, den man jemals gesehen hat, er war 83 m hoch und schmetterte einen 100 t schweren Korallenbrocken 2,3 km landeinw�rts. Da Tsunamis so enorm gro� sind, verbreiten sie sich nach ihrem Entstehen wie ein Echo im Ozean. Im Jahre 1960 wurden in der N�he des Epizentrums eines Erdbebens in Chile nicht nur D�rfer und St�dte zerst�rt; der Tsunami, der bei diesem Erdbeben entstand, zerst�rte 22 Stunden sp�ter den 17.000 km weit entfernt an der japanischen K�ste gelegenen Ort Honshu. Noch Tage sp�ter wurden im Gezeitenobservationszentrum auf Hawaii Unterschiede in den Gezeiten als Folge der Flutwelle registriert, die durch den Pazifik nachhallte.

Wellen k�nnen auch durch Vulkanausbr�che entstehen. Als Folge des Ausbruchs des Krakatau in Indonesien im Jahre 1883, dessen Explosion noch 2000 km entfernt in Australien zu h�ren war, entstand im Meeresboden ein Loch, das sich blitzschnell f�llte; eine 30 m hohe Flutwelle entstand. Auf Java und Sumatra raubte diese Flutwelle 36.000 Menschen das Leben und sogar in Australien traten �berschwemmungen auf. Diese Flutwelle umrundete dreimal die Erde, bevor sie zum Erliegen kam.

Bei St�rmen kann der Luftdruck im Zentrum eines Tiefdruckgebiets um 100 mbar sinken und 15% niedriger liegen als der normale Luftdruck, so da� das Wasser des Ozeans bis zu 1m emporgesaugt wird. Eine solche Sturmwelle kann, vor allem in Kombination mit Hochtide und in einem geschlossenen Meer, eine enorme zerst�rerische Kraft entwickeln.

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