| Nach der Feier holte der Verein den vorjährigen König Günter I
(Blankenhagen) ab. Auf dem Wege zu Vogelstange in Weetfeld legte
Bügermeister Heinrich Gößlinghoff am Weetfelder Ehrenmal einen Kranz
nieder. Der Bürgermeister war es auch, der den Kampf um die Königswürde
pünktich um 15.00 Uhr mit zwei wohlgezielten Schüssen eröffnete. Schon
mit dem 2. Schuß traf der passionierte Jäger das Zepter. Mit dem 22.
Schuß holte Sönke Kobbe den Reichsapfel und August Glück mit dem 28.
Schuß die Krone. Mehr als drei Stunden währte dann der Kampf um die neue
Königswüde, ehe Friedrich Dahlke aus der Knüwensiedlung um 18.10
Uhr mit dem 269. Schuß den Rest abschoß. Vereinsvorsitzender Fr.
Holtschulte proklamierte ihn zum König Friedrich V. und dankte dem alten
König für die vorbildliche Regentschaft. Der neue König, der noch
Junggeselle ist, erkor sich die 20jährige Gastwirtstochter Gisela
Schneider zur Mitregentin. Ein zünftiger Schützenball im Saal und
Festzelt Refus schloß sich an. Am Sonntagmorgen fand ein Platzkonzert der
Bergkapelle "Heinrich Robert" unter Leitung von Heinrich
Weitenbach großen Anklang. Am frühen Nachmittag wurde aus der
prächtig geschmückten Knüwensiedlung Königspaar und Hofstaat abgeholt
und dann im Festzuge durch beide Gemeinden geleitet. Dabei sorgte neben
der Bergkapelle auch der Spielmannszug "Westfalia" Altenbögge
Bönen unter Tambomajor Helmut Westhoff für die musikalische
Ausgestaltung. Die Königsparade am Bahnhofsvorplatz bildete Abschluß und
Höhepunkt dieses Umzuges. Als man sich in den späten Abendstunde nach
dem Fackelzug beim traditionellen Zapfenstreich zusammenfand, erkannte man
so recht, welch wertvollen Beitrag die Schützen zur Pflege zur
Dorfgemeinschaft leisten. Am Montag klingt das Schützenfest bei Refus
aus. |