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Die Frage, die ich mir wahrscheinlich am häufigsten stelle ist folgende: Wie erkenne ich ein potentielles Feedee? Es gibt ja sehr viele hübsche Mädchen, die einem so über den Weg laufen. Egal ob dünn oder schon etwas üppiger, die Frage "Und übrigens - ich finde Mädchen, die ordentlich Speck ansetzen sexy! Was dagegen, wenn ich Dir beim zunehmen helfe?" fällt mir zumindest dann doch eher schwer. In den meisten Fällen landet man mit einer solchen Frage für alle Zeiten in der Kategorie "Sonderling". Könnte man sich nicht auf eine Art Zeichen einigen, die Eingeweihten sofort mitteilt, dass die junge Dame, in deren Gesellschaft man sich gerade befindet, ein "Feedee inkognito" ist? Wie wär's zum Beispiel mit einem grünen Fingernagel am kleinen linken Finger? (Na gut - es muss nicht unbedingt grün sein. Gelb wäre auch deutlich zu sehen. Er wäre auch möglich, neun Fingernägel in einer Farbe, und den zehnten in einer anderen Farbe zu lackieren. Auch rot und blau bieten sich an. Fleischfarbener Lack eher weniger ... Aber egal - ich komme vom Thema ab!). Dann wäre sofort klar - Mädchen mit grünem Fingernagel am kleinen linken Finger = Feedee. Das würde die Kommunikation in Wirklichkeit doch erheblich erleichtern. Könnten man sich nicht auf ein solches Zeichen einigen? Oder gibt es andere Methoden. Subtile weibliche Signale, die wir Männer eventuell nicht kapieren? (Sowas soll es ja angeblich geben...). Wie ich auf diese Möglichkeit komme? Letztens war ich auf dem Weg Richtung Bushaltestelle, da sehe ich ein Mädchen vor mir gehen. Atemberaubend, kann ich nur sagen. Sie hatte helle Hosen aus irgendeinem glänzenden Stretchmaterial an. Ihr Hinterteil und ihre Oberschenkel hatten zweifelsohne schon sehr üppige Dimensionen. Das wirklich besondere war jedoch ein ausgeprägter Hüftknicks, der diese ganze Pracht beim Gehen äußerst reizvoll in Bewegung versetzte. Diese Kombination "üppige Fettpölsterchen" + "knallenge Strechhose" + "Hüftknicks" war wirklich waffenscheinpflichtig! Während ich mich noch immer nicht entschieden hatte, welche der beiden wackelnden Pobacken ich jetzt beobachten sollte, kam mir folgender Gedanke. Warum zieht sich diese Traumfrau ausgerechnet eine solche Hose an? Szenario 1: Ihre Traumfigur ist die eines Mädchens mit Größe 36. Sie weiß natürlich, dass sie keine Größe 36 hat, unterschätzt aber den optischen Effekt, den ihr Po in dieser Stretchhose verursacht. Wüsste sie dies, würde sie sich nicht mehr in dieses Teil hineinzwängen - nicht vor einer erfolgreich abgeschlossenen Diät. Die Tatsache, dass sie diese Hose anhat, ist praktisch eine Unachtsamkeit ihrerseits zu verdanken. Ziemlich unrealistisch, oder nicht? Welche Frauen legen heute so wenig Selbstaufmerksamkeit an den Tag, vor allem in Figur- und Modefragen? Einen kleinen modischen Missgriff lasse ich mir ja einreden. Eine etwas zu enge Hose vielleicht, in der das Hinterteil eine Spur zu rund aussieht, als es die herrschenden Konventionen zulassen - schön und gut. Dieser Po in dieser Hose zählt auf alle Fälle nicht in diese Kategorie. Szenario 1 - für mich zumindest - unrealistisch... Szenario 2: Sie weiß genau, wie voluminös ihr Hinterteil ist. Sie ist darüber zwar nicht begeistert, aber noch weniger begeistert sie die Aussicht, wegen der aktuellen Mode zu hungern. Sollen sich die Leute wegen ihres Outfits doch das Maul zerreißen. Schön und gut - aber was ist mit dem selbstbewussten Gang? Und dem Hüftknicks? Szenario 3: Sie fühlt sich trotz - oder noch besser - gerade wegen ihrer Pölsterchen attraktiv und sexy. Sie will ihre Kurven bewusst zur Geltung bringen. Darum dieser atemberaubende Auftritt. Nicht übel, diese dritte Variante? Zumindest besser als die ersten beiden. Szenario 4: Jetzt mein Wunschszenario, ich gebe es zu. Ein realistisches Szenario? Nein! Egal. Das Mädchen mit dem Prachtpo ist ein Feedee (welch Überraschung!) Sie weiß, dass sie in den Augen der meisten Zeitgenossen zu viele Kilos in ihre zu enge Hose quetscht. Folglich finden sie in diesem Outfit nur jene Männer attraktiv, die eine ausgeprägte Schwäche für üppige Rundungen haben. Vielleicht lässt sich auf solche Weise ein netter Feeder aus der Reserve locken, der gemeinsam mit ihr dafür sorgt, dass sie nicht mehr lange in diese Hose passen wird? Genial, oder? Ausladende Hüften in engem Beinkleid als kleiner, subtiler Hinweis für Bewunderer runder und expandierender Kurven? Was ist allerdings mit jenen Mädchen, die in einem dünnen Körper stecken und denen die wildesten Feedee-Träume durch den Kopf geistern? Woran soll man die bloß erkennen?! Wenn ihr glaubt, ich liege mit meinen Szenarien völlig falsch - die Chancen stehen dafür ziemlich gut, befürchte ich - tut Euch nur keinen Zwang an. Im Gegenteil, bin äußerst neugierig, was Euch dazu einfällt! |