Eine nahende Gewitterfront machte unsere Aussichten zunichte, einen akzeptablen Campingplatz zu finden. So sicherten wir uns eine Unterkunft in einem Motel in Greybull und nutzten den Rest des Tages für einen Ausflug nach Cody. Die Gewitterfront hatte den angenehmen Nebeneffekt, auch alle Touristen weggeschwemmt zu haben, so daß wir uns das "Ghosttown" von Cody ohne die üblichen Besuchermassen anschauen konnten. Leider kam man nicht näher heran und die Luft war so bitterkalt geworden, daß wir nach geraumer Zeit umkehrten und den für den Abend geplanten Rodeo-Besuch streichen mußten.

Am 20. Juli war es dann endlich so weit. Noch 200 Meilen bis zum Yellowstone Nationalpark. Früh am Morgen 9.15 Uhr brachen wir bei schönem Wetter auf. Ein kurzer Stop in Cody zum Einkaufen konnte unseren Tatendrang nicht bremsen. Schon bald darauf fuhren wir im Tal des Shoshone-River flußaufwärts. Ein kurzer Stop zum Sammeln von Treibholz für unser Lagerfeuer wurde von Christoph und Michael nur mit mühsam gezügelter Ungeduld toleriert.

Nach geraumer Fahrzeit wurde das Tal immer enger, der Fluß immer wilder. Es konnte nicht mehr weit sein bis zur "East Entrance". An der Straße wurde lebhaft repariert, so daß wir einen der Stops in der Nähe des Sylvan-Passes nutzen konnten, mit den dort herumliegenden Schneeresten eine zünftige Schneeballschlacht zu veranstalten.

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