Der nächste Morgen sah nicht gerade vielversprechend aus. Über Nacht hatte es geregnet, in den Höhenlagen der benachbarten Berge waren sogar neue Schneefelder zu sehen, nicht gerade sehr wüstenhaftes, mehr wüstes Wetter. Robert flachste, dass überall wo er hinfährt, offensichtlich das schlechte Wetter mitkommt. Vor'm Motel beobachteten wir ein Rudel Radler, von denen einige sich missmutig auf den Weg machten, während andere in ihre Zimmer zurückflohen und lieber fernsahen. Wir ließen uns jedoch die gute Laune nicht verderben, mussten ja auch nicht im Regen Rad fahren. Auf dem Weg zur White Sands Missile Range, wo wir als offizielle Exkursion vom NIST Space and Areo Club eine Führung bestellt hatten, heiterte dann auch der Himmel auf. Leider war es imer noch arg kalt, zum Glück aber nicht mehr so windig.
Historic Launch Complex 33 Nach einigem Warten am Tor holte uns der Moderator der lokalen Fernsehstation ab, der gleichzeitig auch die Pflichten eines PR-Managers erledigte. Arthur, ein schwarzer Gigant, der besser auf den Spitznamen Spanky hörte, hielt eine sehr professionelle Führung. Wir begannen am Startkomplex 33, auf dem 1945 die erbeuteten deutschen A4-Raketen unter Mithilfe von Wernher von Braun und Konsorten erprobt worden waren. Auf der Rampe ist heute eine andere alte Rakete aufgestellt, die A4 der Basis steht vor dem Hauptquartier und ist so verrostet, dass sie nicht mehr transportiert werden kann. Spanky führte uns auch in den massiv betonierten Beobachtungsbunker, in dem 5 Mann vor einer Unmenge Monitoren saßen und berichtete von seinen Erlebnissen mit Besuchern aus den Reihen des Original-A4-Teams. Neben dem LC 33 wurde gerade ein Multiple Rocket Launcher zum Start am kommenden Mittwoch vorbereitet. Leider hatten wir nicht genügend Zeit, uns dieses Spektakel anzuschauen. Zum Mittag kehrten wir im Mountain View Cafe der Base ein. Nach dem Verzehr eines sehr durchschnittlichen Fast Food Lunches holte uns Spanky wieder ab und zeigte uns noch ein Video sowie das Museum.

Raketenmuseum Zum Abschluss schauten wir uns noch die Raketengallerie in der Nähe des Eingangstores an. Hauptanziehungspunkt hier war eine "Fliegende Untertasse" aus den fünfziger Jahren.

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