Dich berühren


Autor: Soryu
Email: [email protected]
Pairing: Sanzo x Gojo
Disclaimer: Saiyuki gehört nicht mir sondern Kazuya Minekura und ich verdiene auch kein Geld damit

"Sprache"
'Gedanken'



'Oh man, ich bin ja so was von tot wenn Sanzo wieder gesund ist. Wie konnte ich nur?' Haareraufend saß Gojo vor der Tür zu ihrem derzeitigem Quartier und wartete darauf, dass Hakkai und Goku vom Einkaufen zurück- kamen da er sich nicht mehr allein zurück zu Sanzo traute. 'Vielleicht wird es nicht ganz so schlimm, wenn die Anderen dabei sind.' überlegte er.

Wieder musste der Rothaarige an das denken, was vor etwas mehr als einer Stunde passiert war. Trotz seines Unbehagens konnte er nicht verhindern, dass ein wohliger Schauer seinen Rücken entlanglief und seine Hände und Finger wieder begannen zu kribbeln.


+++++++++++++++++Flashback+++++++++++++++++++++++

"Waaas, ihr spinnt wohl! Wieso soll ich hier in dieser Einöde bleiben und auf den da aufpassen? Das kann der Kleine auch machen!"

Gojo war sauer, so sauer. Nicht genug, dass sie alle die nächste Zeit hier festsitzen würden bis Sanzo so weit wieder hergestellt war um weiterzureisen. Oh nein, jetzt sollte er auch noch Krankenschwester spielen während Hakkai und Goku in die Stadt zum Einkaufen fuhren.

Dass sie Proviant und Verbandszeug brauchten konnte er ja verstehen. Aber warum sollte er hier bleiben, und nicht dieser kleine Scheißer? Das war nicht fair.

"Warum darf der blöde Affe mit und ich muss hier bleiben?"

"Halts Maul du notgeile Wasserratte, ich geb' dir gleich blöder Affe. Du bist ja nur sauer, weil hier keine Tussi rumläuft die du aufreißen kannst." brüllte Goku zurück und streckte dem Älteren die Zunge raus.

Bevor Gojo sich wutentbrannt auf diesen stürzen konnte um ihn zum Schweigen zu bringen meldete sich der Stein des Anstoßes zu Wort.

"Haltet endlich euer blödes Maul sonst komm' ich und stopfe es euch ein für alle mal" brüllte Sanzo mit schmerzverzogenem Gesicht und wollte sich aufrichten. Mit einem Stöhnen fiel er zurück in die Kissen.

"Du sollst doch ruhig liegen bleiben und dich nicht bewegen damit die Wunde nicht wieder aufreißt." meldete sich Hakkai ruhig zu Wort. Er hatte während der ganzen Zeit gelassen auf seinem Stuhl gesessen und die beiden Streithähne mit einem Grinsen im Gesicht beobachtet.

Jetzt stand er auf und trat zu Sanzo um sich zu überzeugen, dass der Verband auf dessen Bauch noch in Ordnung und nicht verrutscht war.

"Wenn du nicht ruhig liegen bleibst wird das nichts. Es dauert nur noch länger bis die Wunde verheilt ist."

"Ist ja gut, aber diese beiden Idioten machen mich wahnsinnig. Nimm sie doch beide mit, damit ich hier meine Ruhe habe." presste der Blonde ge- quält zwischen seinen Zähnen hervor.

"Ja, genau, wir fahren alle drei und Sanzo hat seine Ruhe." begeisterte sich Gojo sofort und wollte gleich raus zum Jeep laufen.

"Nein!" sagte Hakkai fest. "Sanzos Verband muss alle 3Stunden gewechselt werden. Außerdem kann man sich nicht darauf verlassen, dass er liegen bleibt wenn er allein ist. Nicht wahr?" lächelte er den Mönch an.

"Hmpf" machte dieser eingeschnappt und verzog beleidigt das Gesicht.

"Aber dann kannst du doch bei mir bleiben und die beiden Deppen gehen einkaufen. Du bist wenigstens zu ertragen." nörgelte Sanzo

"He, was soll das heißen?" kam es beleidigt von den beiden 'Deppen'.

"Danke, ich fühle mich geehrt," meinte Hakkai ernst, "aber das geht nicht."

"Aber wieso nicht?" kam es gleichzeitig von drei Seiten.

"Erst einmal gehört der 'Jeep' mir. Ich lasse ihn nicht mit den beiden allein. Und dann, was glaubst du eigentlich wie viel Proviant bei uns an- kommt wenn wir das einem nicht satt zu bekommenden Vielfraß, mit einem Magen wie ein schwarzes Loch, überlassen. Noch dazu zusammen mit jemanden, der jedem Rock hinterher rennt, vorzugsweise käuflichen. Wenn sie überhaupt bis zum Einkaufen kommen und sich nicht vorher gegen- seitig an den Kragen gehen." erklärte Hakkai zu dem in Bett Liegenden gewand.

"Hm, da hast du leider Recht." konnte dieser ihm nur zustimmen. "Die beiden zusammen, ohne Aufsicht und mit Geld, dass geht wirklich nicht."

"Also langsam komme ich mir hier vor wie der letzte Arsch. Hallo, wenn ihr schon ständig über mich herziehen müsst, macht das wenigstens wenn ich nicht dabei bin. Oder habt ihr vergessen, dass ich hier bin?" schnappte der Rothaarige beleidigt.

"Genau" stimmte Goku zu um gleich darauf zu Gojo zu sehen, der ihn ebenso erstaunt ansah. Was war den das? Sie waren einer Meinung? Furchtbar!

Hakkai und Sanzo dagegen beachteten die beiden immer noch nicht und diskutierten weiter.

"Dann fahr allein und lass Goku auch noch hier."

Hakkai lachte. "Ist das dein ernst? Schau dir die Beiden an. Die gehen sich jetzt schon fast an die Kehle und das willst du allein aushalten? Außerdem ist es besser zu zweit zu fahren. Wir wissen nicht was noch auf uns zukommt. Vier Augen sehen mehr als zwei. Und bevor du mir Gojo aufs Auge drücken willst, der sollte sich besser die nächste Zeit nicht so viel in der Öffentlichkeit hier zeigen."

"Pah, konnte ich denn wissen, dass die Kleine einen Freund hatte. Und der keinen Spaß versteht."

"Weil du deine Pfoten auch nie bei dir behalten kannst." meinte der Jüngste der Gruppe und streckte ihm die Zunge raus.

"Pass auf du blöder Affe, wenn ich dich erwische." brüllte Gojo und wollte sich auf ihn stürzen.

"Ruhe!!" donnerte Hakkai und funkelte die beiden Streithähne wütend an.

Erschrocken, weil das für ihn so ungewöhnlich war, waren sie wirklich still und setzten sich wieder hin. Aber weit genug voneinander entfernt

"Siehst du, was ich meine?" fragte er Sanzo

Und der musste im Stillen leider zugeben, dass Hakkai Recht hatte. Auch wenn es ihm nicht passte, er musste sich damit abfinden die nächsten Stunden allein mit dem Wasserdämon zu sein.

"Aber beeilt euch wenigstens. Ich will nicht länger als unbedingt nötig mit diesem, diesem ....... allein sein." brachte er resigniert hervor und sah Hakkai leidend an.

"Schon gut, wir beeilen uns." meinte dieser und schickte den Kleinen schon mal voraus. Grinsend stolzierte er an Gojo vorbei, raus zum Jeep während der noch einige Instruktionen zur Versorgung des Verletzten bekam.

"In etwa 2 Stunden muss der Verband wieder gewechselt werden. Sollte Sanzo schlafen, lass ihn. Den Verband kannst du trotzdem wechseln. Aber sei vorsichtig, die Wunde ist noch ziemlich empfindlich." erklärte Hakkai und ging dann auch, aber nicht ohne den beiden Zurückgebliebenen noch einmal fröhlich zuzuwinken.

"So ein Mist, ich bin doch kein Krankenpfleger. Dann auch noch bei dem. Menno, ich hab die Schnauze so voll." grummelte der Rothaarige leise vor sich hin.

"Halt die Klappe, du machst mich wahnsinnig!" fauchte der Mönch. "Ich bin auch nicht begeistert und könnte mir was Besseres vorstellen als ausgerechnet auf dich angewiesen zu sein."

"Fein, dann sind wir ja mal einer Meinung." grinste Gojo. Und hey, es stimmte, der Andere war auf ihn angewiesen. Das könnte man ja vielleicht irgendwann mal ausspielen, jawohl.

Beide hingen ihren Gedanken nach und schwiegen sich an. So verging die Zeit und es war soweit den Verband zu wechseln.

Gojo erhob sich von seinem Platz, schnappte sich das Verbandszeug und trat zu Sanzo ans Bett. Dieser war in der Zwischenzeit wieder einge- schlafen. Da der Verband auch so gewechselt werden konnte, wurde er nicht von Gojo geweckt. 'Da habe ich wenigstens meine Ruhe und muss nicht diesen überheblichen, genervten Blick ertragen.'

Also schlug er die Decke zurück, so dass der Verletzte mit freiem Ober- körper vor ihm lag.

'Er hat wirklich Glück gehabt. Die Stichwunde in den Bauch hat keine lebenswichtigen Organe getroffen obwohl er sehr viel Blut verloren hatte. Kein Wunder, dass er so blass und erschöpft aussah.'

Gojo entfernte vorsichtig den alten Verband, der etwas blutig war. 'Wahrscheinlich deswegen weil er vorhin versucht hatte aufzustehen.' dachte er zerknirscht.

Langsam und vorsichtig säuberte er die Wunde und legte den neuen Ver- band an. Seine Hände strichen diesen glatt und blieben dann auf Sanzos Körper liegen. Er konnte die Wärme die von ihm ausging genau fühlen und war etwas erschrocken darüber, dass er diese Wärme als mehr als nur an- genehm empfand, sie war irgendwie....erregend.

Gojos Hände strichen langsam und sehr vorsichtig, fast gegen seinen Willen, leicht an Sanzos Seiten auf und ab. Wie das Streicheln des Windes, kaum zu spüren. Seine Fingerspitzen glitten immer wieder leicht über die Ränder des Verbandes und dann um diesen herum über den Bauch.

'Hm, ich hätte nicht gedacht, dass ein Mann so weiche, zarte Haut haben kann. Und ausgerechnet bei ihm muss mir das auffallen.'

Seine Fingerspitzen wurden von seinen Händen ersetzt ohne das er es eigentlich mitbekam. Sie berührten den Körper unter ihm vorsichtig und fast zärtlich, konnten nicht genug bekommen von diesem seidigen Gefühl. Irgendwie hatte der Eigentümer keine richtige Kontrolle mehr über sie.

'Was mach' ich hier eigentlich?' ging es Gojo durch den Kopf. 'Das kann doch nicht wahr sein! Ich sitze hier und kann nicht aufhören einen Mann zu berühren. Und nicht irgendeinen Mann, oh nein, es muss auch noch Sanzo sein. S.A.N.Z.O der arroganteste, eingebildeste Bastard den ich kenne. Bin ich schon so sehr auf Entzug?'

Trotzdem strichen seine Hände weiter über diese weiche, weiße Haut unter ihnen, konnten, nein, wollten nicht aufhören. Strichen über die Seiten, den Unterbauch bis zu den Hüften, welche noch knapp von der Decke bedeckt waren. Ein kurzes Zögern, dann strichen sie den gleichen Weg wieder hinauf.

Während der ganzen Zeit folgten Gojos Augen dem Weg seiner Hände, starrten wie hypnotisiert auf den Körper darunter.

'Er schläft, ich muss aufhören sonst wecke ich ihn noch auf. Außerdem ist es ihm gegenüber nicht fair. Er kann sich nicht wehren.' meldete sich sein Gewissen zu Wort.

Aber seine Hände und Augen hatten schon längst die Kontrolle über- nommen, hatten ihre eigenen Vorstellungen davon was zu tun war. Immer weiter strichen sie über den Körper, der ihnen wehrlos ausgeliefert war.

Gojos Hände zeichneten die Muskeln nach, die unter der Haut zu fühlen waren. Seine Fingerspitzen strichen sanft um Sanzos Bauchnabel, lieb- kosten die zarte Haut. Sein Atem beschleunigte sich und er fühlte ein leichtes Ziehen zwischen seinen Beinen.

Sanzos Brust hob und senkte sich gleichmäßig. Gojos Blich folgte fasziniert diesem Auf und Ab des Brustkorbes.

Seine Hände glitten höher, über den Rippenbogen zur Brust. Leicht, fast scheu, strichen die Fingerspitzen seiner Hände über die Brustwarzen, verweilten kurz über den kleinen Erhebungen und strichen weiter über die Haut. Sie folgten weiter dem Verlauf der Schlüsselbeine, strichen immer wieder über die hervorstehenden Knochen zum Hals des Blonden.

Einige längere Haarsträhnen verfingen sich zwischen den streichelnden Fingern. Sie war genau so seidig und weich wie die Haut, die er berührte.

Der Rothaarige hatte es schon längst aufgegeben sich dem Willen seiner Hände zu widersetzen. Zu berauschend, zu erregend war das Gefühl diese Haut, diesen Körper, eben Sanzo, unter ihnen zu spüren. Über diese weiche, warme und so unbegreiflich zarte Haut zu streichen, sie zu liebkosen. Selbst wenn er noch gewollt hätte, er konnte nicht aufhören.

Vielleicht war es falsch was er hier tat, immerhin hatte Sanzo im Moment keine Möglichkeit sich zu widersetzen da er schlief. Aber Gojo wollte dieses Gefühl, dass in im ausgelöst wurde, so lange wie möglich auskosten. Noch niemals hatte er es so genossen einen anderen Menschen einfach nur zu berühren, zu fühlen. Niemals vorher, mit niemanden. Er wünschte, es könnte ewig dauern.

Die Hände strichen von den Schlüsselbeinen den Hals hinauf, die Finger folgten der Kontur des Kiefers, strichen leicht über das Kinn. Und immer folgten die Augen dem Weg der Hände, saugten sich an ihnen fest.

Sanzos Lippen waren leicht geöffnet. Die Finger streichelten um sie herum, wagten sich aber noch nicht sie zu berühren.

Gojo merkte, dass seine Hose schon etwas zu eng wurde. 'Unglaublich, nur weil ich *Ihn* berühre, diesen blonden Bastard. Nur von einfachen Berührungen. Was passiert erst, wenn......?' Gojo traute sich nicht, weiter darüber nachzudenken. Er hatte Angst, dann ganz und gar die Beherrschung zu verlieren.

'Er bringt mich um.'

Die Fingerspitzen berührten jetzt leicht die Lippen des Schlafenden. Folgten den geschwungenen Formen, zeichneten sie nach. Ganz leicht, ganz langsam, genießend. Kosteten in aller Ruhe die Wärme die von ihnen aus- ging. Immer wieder strichen Daumen und Zeigefinger über diese Lippen, konnten nicht genug davon bekommen.

Die Berührung mit den Fingern reichte Gojo plötzlich nicht mehr. Er wollte diesen Mund mit seinem berühren, ihn schmecken, kosten, in Besitz nehmen. An nichts anderes konnte er mehr denken.

Sein Kopf beugte sich immer weiter nach unten, langsam, ganz langsam. Den Blick immer noch auf seine Hände und Finger gerichtet die Sanzos Gesicht weiter liebkosten. Seine Wangen umfingen, über die schmale Nase streiften.

Gojos Augen folgten immer noch dem Weg seiner streichelnden Hände während er sich ständig weiter nach unten beugte. Folgten ihnen weiter wie sie die Wangenknochen streiften, die Schläfen hinauf.....und genau auf zwei violette Augen trafen, die ihn anstarrten.

"Ähm,....ich....äh, also...."war alles was er geschockt herausbrachte. Nicht ein einziger klarer Gedanke war noch in seinem Kopf. Nichts, nur luftleerer Raum, ein Vakuum.

Der Blonde starrte ihn immer noch an, ohne ein Wort zu sagen, ohne sich auch nur ein Stück zu bewegen. Gojo konnte seinen Blick nicht von diesen Augen nehmen. Rot blickte in Violett.

Plötzlich kehrte das Leben wieder in seinen Verstand zurück und er wurde sich klar, in welcher Situation er sich befand. Und das diese sehr gefährlich für ihn werden könnte, auch wenn Sanzo verletzt war.

'Ich muss weg hier, sofort. Auch wenn ich es nicht will. Auch wenn ich ihn weiter berühren will. Wieso sagt er nichts, brüllt mich nicht an. Sieht mich immer noch mit diesen wundervollen Augen an, in denen man ertrinken kann. Waahhh, was zu Henker denke ich da. Weg, nichts wie weg hier.'

Gojo richtete sich mit einem Ruck auf und erhob sich vom Bett.

"Ja also, ich geh dann besser mal nachsehen ob die anderen Beiden nicht bald kommen. Wird ja langsam Zeit, nicht?" meinte er so gelassen er konnte, obwohl seine Stimme einen Tick zu rau klang und drehte sich dabei zur Tür um.

Unter Aufbietung seiner ganzen Willenskraft gelang es ihm, nicht aus dem Raum zu rennen, es nicht allzu sehr nach Flucht aussehen zu lassen.

Während er den Raum verließ fühlte Gojo die ganze Zeit Sanzos Blick im Rücken. Er hatte das Gefühl als ob seine Haut unter diesem stechenden Blick verbrennen würde, so intensiv wie er war.

Und noch immer hatte Sanzo nicht ein einziges Wort gesagt.


++++++++++++++++ Flashback Ende ++++++++++++++++++++++++++++++++

Und seitdem saß er nun hier und dachte nach, wartete. Wollte zurück, traute sich aber nicht, zumindest nicht allein. Denn trotz allem wollte er gern noch ein Weilchen am Leben bleiben oder auch nur die entscheidensten Körperteile behalten. 'Mann' kann ja nicht wissen was der Mönch, trotz seiner Verwundung, in der Lage ist zu tun.

Seine Hände und Fingerspitzen fühlten immer noch die zarte, weiche Haut, die sie berührt hatten, spürten immer noch die Wärme die von ihr ausging.

'Tja,' dachte er und steckte sich die nächste Zigarette zwischen die Lippen, 'trotzdem bereue ich es nicht, würde es wieder tun." Denn eines war ihm in der Zwischenzeit klar geworden. Er wollte es, wollte es von Anfang an. Und vor allem, er wollte mehr, sehr viel mehr von Sanzo. Etwas, was nur Sanzo ihm geben konnte, er nur von Sanzo wollte.

Also saß er nun da, rauchte eine Zigarette nach der anderen und wartete, dass Hakkai und Goku zurückkamen.

Und konnte es nicht verhindern, dass er immer wieder den blonden Mönch unter sich liegen sah.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Drei Wochen waren vergangen. Sanzo hatte sich soweit erholt, dass die Gruppe weiterreisen konnte.

Gojo war das nur recht, da es hier und da zu kleinen Rangeleien mit Dämonen kam. So konnte er sich etwas ablenken und seinen ganzen Frust und seine Unsicherheit an diesen austoben. Leider dauerten die Kämpfe nach seinem Ge- schmack nie lange genug.

Sanzo beteiligte sich auch manchmal daran, wenn es nicht zu heftig war. Und wenn Hakkai ihn ließ. Denn dieser war immer noch der Meinung, dass der Mönch sich schonen sollte. Was dieser natürlich geflissentlich überhörte.

Überhaupt machte sich Hakkai so seine Gedanken. Seit er Sanzo und Gojo allein gelassen hatte war irgendetwas anders zwischen den Beiden. Etwas war vorgefallen. Er bemerkte, das sie sich aus dem Weg gingen. Sie sprachen so gut wie überhaupt nicht miteinander. Sonst stritten sie sich ständig, warfen sich Beleidigungen an den Kopf. Und jetzt....nichts. Jeder tat so als würde der Andere nicht existieren.

Trotzdem bemerkte Hakkai, dass der rothaarige Halbdämon den Mönch heimlich musterte, ihn ansah wenn er dachte, er wäre unbeobachtet. Und wie er dann mit einem leichten Lächeln seine Hände betrachtete.

Auch war es ihm nicht entgangen, wie Sanzo mit hochrotem Gesicht und sichtlich verwirrt wegging als er es auch einmal bemerkte. Denn auch dieser verfolgte seinerseits den anderen Mann mit seinen Blicken wenn er sich unbeobachtet glaubte.

Es war wirklich niedlich zu sehen, wie beide taten als würde der Andere nicht existieren und sich doch gegenseitig mit Blicken verschlangen, wenn sie dachten, keiner würde es merken

�Interessant, wirklich interessant� dachte Hakkai und machte sich so seine eigenen Gedanken. �Mal sehen, ob man da nicht was machen kann.� grinste er und widmete sich weiter seiner derzeitigen Lieblingsbeschäftigung.

Der Einzige, der nichts mitbekam, war natürlich Goku. Alles was nicht Essen, Schlafen und Dämonen verkloppen betraf, war ihm egal. Zwar wunderte er sich, das Gojo ihn nicht mehr so oft ärgerte. Aber wenn dabei mehr Essen für ihn heraussprang war ihm das nur Recht.

Also zogen sie weiter in Richtung Westen.


�Tut mir leid, aber wir haben nur noch zwei Zimmer bekommen. Das heißt, ihr zwei müsst zusammen in einem Zimmer schlafen während Goku und ich uns das andere Zimmer nehmen.� teilte Hakkai den Anderen lächelnd mit.

�Was soll das heißen, du und Goku? Wieso soll ich mir mit diesem rothaarigen Bastard ein Zimmer teilen?� schnappte Sanzo und funkelte Hakkai an.

�Weil es, wie gesagt, nur noch zwei Zimmer gibt und sich Goku weigert mit einem von euch beiden in einem Zimmer zu schlafen.� meinte Hakkai lächelnd.

�Wieso weigerst du dich, mit mir in einem Zimmer zu schlafen, du mieser, kleiner Affe?� ging Gojo gleich auf den Kleineren los.

�Darum, basta.� grinste dieser und streckte ihm wieder die Zunge raus.

�Na warte du, wenn ich dich kriege.� schrie Gojo los und wollte sich auf ihn stürzen als Sanzos Stimme ihn zurückhielt.

�Kein Wunder, dass er nicht mit dir allein sein will. Brauchst dich gar nicht zu wundern, du Blödmann.�

�Und warum will er nicht mit dir schlafen?� wunderte sich Gojo bevor ihm die eindeutige Doppeldeutigkeit dieser Frage bewusst wurde. �Ups�

�Er schnarcht.� kam's vom Tisch, wo Goku schon auf das Essen wartete.

�Gut, wenn das nun alles geklärt ist, können wir endlich essen und dann schlafen gehen. Ich bin nämlich müde.� meinte Hakkai und setzte sich zu Goku an den Tisch. Sanzo und Gojo setzten sich nach einigem Zögern ebenfalls dazu.

Während des Essens wurde nicht viel gesprochen, da alle irgendwie mit anderen Sachen beschäftigt waren. Essen, beobachten, wütend sein, Trübsal blasen, je nachdem.

Um sich etwas abzulenken und aufzuheitern begann Gojo aus alter Angewohnheit mit der Bedienung zu flirten. So richtig bei der Sache war er zwar nicht, aber vielleicht ergab sich eine Möglichkeit und er musste nicht mit Sanzo in einem Zimmer schlafen. Einen Versuch war es wert. Aber da er nicht mit dem Herzen dabei war ging die ganze Sache nicht über harmlose Neckereien hinaus.

Alle fuhren erschrocken zusammen als Sanzo plötzlich mit einem Ruck aufstand und wütend verkündete, dass er jetzt schlafen gehen würde.

�Sieh an.� grinste Hakkai still vor sich hin und meinte dann laut �Du hast Recht. Wir sollten uns alle jetzt ausruhen. Es war ein langer Tag.�

Also gingen alle, mehr oder weniger freiwillig, zu ihren Zimmern. Goku nahm sich schnell noch einige Reisbällchen als Notration für die Nacht. Man weiß ja nie, so eine Nacht kann lang werden und er wollte ja nicht verhungern.

Sie wünschten sich alle noch eine gute Nacht und betraten danach ihre jeweiligen Zimmer.

�Oh nein, bitte nicht auch das noch� war alles was Gojo denken konnte, als er hinter Sanzo das Zimmer betrat und sich umsah. �Es reicht wohl nicht, dass ich allein mit ihm in einem Zimmer übernachten muss. Nein, es muss hier auch nur ein Bett geben. Zwar ein Großes, aber eben nur eins. Das darf doch alles nicht wahr sein.� Der Rothaarige war am Verzweifeln.

Sanzo hatte sich in der Zwischenzeit umgedreht und sah ihn mit ausdrucks- losem Gesicht an.

�Also, dann... ähm, ich werde ...� stammelte Gojo, kam aber nicht weiter da in diesem Moment ein lautes Donnern seine Worte unterbrach und gleich darauf ein heftiger Sturm um die Herberge fegte.

�Mist, soviel also zum draußen schlafen� dachte er resigniert.

Der Mönch hatte sich seine Robe bereits ausgezogen und stand, nur noch mit Jeans und seinem Ledertop bekleidet, vor dem Bett.

�Ich nehme das Bett. Wo du schläfst ist mir gleichgültig. Hättest dich bei der Kleinen vorhin mehr ins Zeug legen sollen. Vielleicht könntest du dann in einem Bette schlafen.� knurrte er Gojo mit wütend funkelnden Augen an.

Dieser konnte ihn nur sprachlos anstarren. �Was war denn das jetzt? Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte man fast glauben......�

�Bist du etwa eifersüchtig?� war ihm die Frage bereits rausgerutscht bevor er sie zurückhalten konnte. �Jetzt bin ich wirklich tot.� konnte er gerade noch denken, bevor er gegen die Wand knallte.

Der Blonde war bei Gojos Worten wie ein Blitz auf ihn zugeschossen, hatte ihn gepackt und gegen die Wand gedrückt. Seine rechte Hand schloss sich um den Hals des Anderen während die linke Hand schmerzhaft auf dessen Brustkorb drückte. Gojo wurde so durch Sanzos gesamtes Gewicht gegen die Wand gepresst.

�Ich mach dich alle, ich bring dich um, du elende Wasserratte.� zischte der Ältere ihn an, während dessen violette Augen Funken zu sprühen schienen.

�Was glaubst du eigentlich wer du bist, du elendes Stück Dreck? Denkst du, alle wollen nur dich?� knurrte Sanzo gefährlich leise während die Hand um Gojos Hals immer weiter zudrückte.

Der hörte jedoch schon lange nicht mehr zu, was sein Gegenüber ihm an den Kopf warf. Zu sehr war er gefangen von dem Gesicht so knapp vor seinem eigenen. Seine Augen hingen an den Lippen des Anderen, sahen, wie sich bewegten, hörte jedoch kein Wort von dem was sie sagten.

Wie hypnotisiert starrte er diese roten Lippen an, fühlte wieder das Kribbeln in seinen Fingerspitzen. So zart, so weich, so ....nah.

Ohne weiter darüber nachzudenken beugte er sich vor, überbrückte den sehr kurzen Abstand, den dadurch zunehmenden Druck um seinen Hals ignorierend, und legte seine Lippen auf die des Anderen.

Keiner bewegte sich. Die Zeit schien stillzustehen. Nur das Pfeifen des Windes und der Regen, der gegen die Fenster trommelte, waren zu hören.

Gojos Lippen lagen nur leicht auf Sanzos, nur ein Hauch. Kaum, dass sie sich berührten. Er traute sich nicht sie zu bewegen, mehr zu fordern. In diesem Moment reichte ihm nur dieses sanfte Streicheln der Lippen des Anderen.

Im Moment.

Trotz dieser sehr sanften Berührung fühlte er sehr genau, wie weich, zart und unendlich süß diese Lippen waren. �Mehr, ich will mehr, so viel mehr, bitte� flehte er innerlich.

Ein gewaltiger Blitz, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Donner holte die Zwei zurück in die Realität.

Mit einem entsetzten Keuchen fuhr Sanzo zurück und ließ dabei den Anderen los. Seine Hand fuhr zu seinem Mund. Er legte die Finger auf seine Lippen, als wollte er sich überzeugen, dass es wirklich seine waren.

Dann verengten sich seine violetten Augen zu gefährlichen Schlitzen und bevor Gojo auch nur reagieren konnte, rammte der Mönch diesem seine Faust in den Magen.

Gojos ohnehin schon weichen Beine knickten vollständig ein und mit einem Stöhnen ging er in die Knie. Er dachte nicht mal daran sich zu wehren oder sich vor den noch kommenden Attacken zu schützen.

Mit einem schmerzhaften Ruck an seinen Haaren wurde er wieder nach oben gezerrt, sein Kopf nach hinten gezogen während Sanzo sich über sein Gesicht beugte.

Gojo liefen Tränen aus den Augen wegen der Schmerzen, die durch das Zerren an seiner Kopfhaut entstanden. Er sagte kein Wort, schaute nur stumm und ein wenig verzweifelt in die wunderschönen Augen des Anderen, die ihn jetzt so voller Wut anstarrten.

Dann schloss der Rothaarige seine Augen. Er wollte nichts mehr sehen, wartete nur noch auf das, was nun unweigerlich folgen würde. Innerlich hatte er mit seinem Leben abgeschlossen. �Aber das war es wert. Ich bereue es nicht.� Dachte er und wartete.

Das Nächste, was er fühlte, war ein Mund auf seinem. Lippen, die sich sanft auf seine legten.

Gojo riss die Augen auf, um sie sofort wieder zu schließen. Sollte dies ein Traum sein wollte er so lange wie möglich träumen. Denn es musste ein Traum sein. Nie, niemals würde Sanzo ihn küssen. �Ich habe nichts bemerkt als er mich getötet hat und bin jetzt im Nirwana wo alle Wünsche in Erfüllung gehen� dachte er bevor er alles Denken aufgab und sich ganz diesen Gefühlen hingab, die Sanzos Lippen in ihm auslösten.

Der Griff in die roten Haare hatte sich nach und nach gelockert. Jetzt lag die Hand des Blonden leicht auf Gojos Hinterkopf und seine Finger vergruben sich in Der roten Mähne. Gleichzeitig drückte er den Kopf noch näher zu sich.

Sanzo verstärkte den Druck seiner Lippen etwas. Er knabberte leicht an der Unterlippe, sog daran und wiederholte das Ganze an der Oberlippe.

Gojos Beine fühlten sich wie Gummi an. Um nicht zu fallen klammerte er sich mit aller Kraft an Sanzo fest, zog ihn dadurch noch näher zu sich heran, so dass ihre Körper sich gänzlich berührten. Die Hitze, die vom Körper des Anderen ausging, ließ ihn erschauern. Er wollte diese Wärme nicht mehr vermissen.

Seine Hände strichen immer wieder den Rücken hinauf und hinab, fühlten jeden Muskel unter dem dünnen Shirt. Sanzos anderer Arm lag um seine Taille, gab ihm so etwas mehr Halt.

Der Kuss wurde intensiver. Sanzos Zunge strich quälend langsam über die bereits geschwollenen Lippen Gojos um die Haut zu beruhigen und gleichzeitig um Einlass zu bitten.

Der Rothaarige dachte gar nicht daran, diese Bitte zu verweigern und öffnete leicht seine Lippen. Sofort drängte sich die fremde Zunge zwischen diesen Spalt, vergrößerte ihn. Leicht strich sie über die Schneidezähne und erforschte dann die fremde, warme Höhle. Mit deren Besitzer verwickelte sie sich in ein heftiges Gefecht um die Vorherrschaft, das eigentlich keiner gewinnen wollte.

Gojo glaubte zu vergehen. Diese Lippen, von denen er jede Nacht geträumt hatte und die jetzt auf seinen lagen. Sanzos Zunge, die über seine strich, sie neckte und anstachelte. Dadurch herausgefordert wurde auch er mutiger, ließ seine Zunge in den Mund des Anderen gleiten und erforschte diesen.

�Mhhhhmmmmm, Erdbeeren.� dachte er zusammenhanglos.

Das Spiel ihrer Zungen wurde heftiger. Sie strichen übereinander, lockten sich gegenseitig, verhedderten sich und lösten sich wieder, nur um sich erneut anzu- stubsen und zu einem neuen Kampf herauszufordern.

Sanzo stöhnte unterdrückt in den Mund des Halbdämons. Der konnte genau fühlen, dass diesen der Kuss nicht kalt ließ. Der sonst so beherrschte Mönch konnte seine Erregung nicht unterdrücken oder kontrollieren.

Aber auch Gojo konnte ein Stöhnen nicht unterdrücken. Das war so gut, dieser Kuss könnte seinetwegen ewig dauern. Obwohl eine kleine Stimme in seinem Hinterkopf meinte, dass es nicht genug wäre, Sanzo nur zu küssen.

Aber nichts dauert ewig und das mussten auch Sanzo und Gojo feststellen, als sie den Kuss wegen akutem Luftmangel abbrechen mussten.

Immer noch standen sie eng aneinandergepresst da, hielten sich gegenseitig fest. Sanzos Hände strichen langsam über Gojos Seiten hinab, blieben kurz auf dessen Hüften liegen bevor er ihn losließ und einen Schritt zurücktrat.

Nur sehr ungern ließ Gojo ihn gehen, wollte ihn eigentlich nicht loslassen. Wollte nicht diese Wärme und Geborgenheit verlassen, die er in den Armen des Blonden gefühlt hatte.

Schweigend standen sie sich jetzt gegenüber, sahen sich nur an. Beide etwas atemlos und mit leicht gerötetem Gesicht. Keiner von Beiden wagte die Stille zwischen ihnen zu unterbrechen.

Keiner sagte ein Wort. Schweigend standen sie sich gegenüber und sahen sich an.

�Sanzo, ich ...� begann Gojo um gleich darauf mit einem schmerzhaften Keuchen zusammen zu sinken.

Schnell war der Andere bei ihm, kniete sich vor ihm nieder und legte ihm eine Hand auf die Schulter.

�Was ist los, was hast du?�

�Dein Schlag vorhin war doch nicht so ganz ohne.� brachte der Rothaarige ge- presst hervor und ließ sich aufhelfen.

Bis eben hatte er nicht auf den Schmerz geachtet, den Sanzos Schlag ausgelöst hatte. Aus verständlichen Gründen war er mehr als abgelenkt. Aber nachdem sie sich voneinander gelöst hatten wurde er wieder überdeutlich daran erinnert.

�Du hast mich wirklich ziemlich unvorbereitet erwischt.� japste er und ließ sich von Sanzo zum Bett bringen.

�Selber Schuld.� grinste dieser und half ihm, sich hinzulegen und zu zudecken.

�Geht�s einigermaßen?�

�Wird schon, solange du mich nicht zum Lachen bringst. Außerdem habe ich wirklich schon Schlimmeres hinter mir. Hast mich eben nur auf dem falschen Bein erwischt.�

�Keine Angst, das werde ich nicht.�

�Hä, was?�

�Dich zum Lachen bringen.�

�Hmmmm, wenn�s nicht mehr wehtut, kannst du das ruhig mal probieren. Nur so, als Entschädigung. Und als Test, ob du so was überhaupt kannst.� grinste Gojo schon wieder den Anderen an.

�Mal sehen.� lächelte der Blonde.

Gojo sah ihn nur erstaunt an.

�Was?�

�Das solltest du öfter machen. Lächeln meine ich. Dann siehst du richtig süß aus, finde ich. Zum Anbeißen.�

�Ach, halt die Klappe.� knurrte Sanzo und wurde rot um die Nase.

�Schon gut.� Gojo rückte vorsichtig etwas zur Seite. �Du solltest dich auch hinlegen.� murmelte er noch, bevor er einschlief.


Gojo wurde munter weil er etwas feucht-warmes auf seinem Bauch fühlte. Sanzo hatte ihm, während er schlief, das Shirt ausgezogen und einen feuchten Umschlag auf den Bauch gelegt.

�Sanzo!�

Ein wenig mühsam drehte Gojo sich auf die Seite um zu sehen, wo der Andere war.

Dieser lag neben ihm und schien zu schlafen. Sein Körper und sein Gesicht waren vollkommen entspannt. Dadurch wirkte er jünger und auch verletzlicher.

�Wunderschön.� ging es ihm durch den Kopf, als er seine Hand hob und mit den Fingerspitzen die Konturen des ihm zugewandten Gesichts nachzeichnete.

Und diesmal zuckte er nicht zurück als er dabei in die violetten Augen des Anderen sah.

�Seit wann warst du munter?� fragte er.

�Seit gerade eben.�

�Das meinte ich nicht. Seit wann warst du damals wach?�

Der Mönch zögerte etwas bevor er antwortete. �Die gesamte Zeit. Ich hatte nicht geschlafen.�

�Du warst munter? Die ganze Zeit?� wiederholte Gojo fassungslos. �Aber warum hast du dann nicht, ... äh, ich meine, wieso hast du es zugelassen?�

�Weil ich es wollte, deswegen. Wahrscheinlich habe ich die ganze Zeit darauf ge- wartet.� meinte der Angesprochene nachdenklich und sah den anderen Mann dabei weiterhin fest an.

�Na dann.� meinte der Angesprochene mit einem Lächeln und beugte sich zu einem Kuss hinab, der auch gern erwidert wurde.

Gojos Hände glitten über den unter ihm liegenden Körper, während er sich langsam Sanzos Hals hinabküsste und leckte.

�Oh bitte, sei zärtlich zu mir.� säuselte dieser ihm ins Ohr.

�Was zum ...?� verdattert hob der Halbdämon seinen Kopf und sah auf Sanzo, der ihn nur frech angrinste.

�Fehlt nur noch, dass er mir die Zunge rausstreckt.�

Frustriert schnaubend ließ er sich wieder zurück auf den Rücken fallen.

�Das war jetzt nicht fair. Also wirklich Sanzo, was sollte das den eben? Einen unpassenderen Moment konntest du dir nicht aussuchen um witzig zu sein.�

�Entschuldige. Hast du jetzt keine Lust mehr?�

�Doch�

�Gut� lächelte Sanzo und legte sich auf Gojo. �Aber du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass du hier die Führung übernehmen kannst?�

Gojo keuchte auf als er bemerkte, dass der Blonde nichts als diese weiche, weiße Haut trug die ihn schon einmal fast um den Verstand gebracht hatte.

�Ich schlafe immer nackt. Du hättest es eigentlich schon damals herausbekommen können, wenn du in die andere Richtung gestreichelt hättest.�

�Oh� meinte Gojo nur während er es diesmal war, der leicht rot wurde.

�Genug geredet� war Sanzo der Meinung und verschloss den Mund des unter ihm Liegenden mit einem Kuss, der diesen alles andere vergessen ließ.

Sanzo verteilte kleine, federleichte Küsse auf dem Oberkörper des Anderen bevor er sich etwas ausgiebiger dessen Brust widmete. Genauer gesagt, dessen Brust- warzen. Er �arbeitete� sehr konzentriert und mit wachsender Begeisterung. Das kehliges Aufstöhnen, welches sich Gojos Kehle entrang war gleichzeitig Belohnung und Ansporn für ihn.

Mit Genugtuung bemerkte Sanzo, wie sich seine �Opfer� verhärteten und aufrichteten. Seine Zunge malte feuchte Kreise um das empfindliche Fleisch, um dann leicht darüber zu pusten.

Gojos Stöhnen wurde tiefer und er hob seinen Oberkörper diesem Mund entgegen. Mit einem leichten Seufzen ließ er sich aber wieder zurück in die Kissen fallen, da sich der Mund auf dem Weg weiter seinen Bauch hinunter befand.

Auch Sanzos Hände waren nicht untätig. Sie strichen immer wieder über Brust und Bauch, fuhren die Seiten hinauf um dann wieder den gleichen Weg zurückzulegen.

Der Mönch küsste sich seinen Weg immer weiter nach unten, leckte hier und da über die heiße Haut, sog an ihr, eine feuchte Spur seiner Lust hinterlassend.

Gojo wand sich unter diesen Berührungen, versuchte den Kopf dahin zu führen, wo er ihn jetzt am dringendsten brauchte. Aber sein Liebhaber ließ sich davon nicht beirren, nahm dessen Hände und legte sie bestimmt neben dessen Körper auf die Bettlaken während er mit seiner Zunge in dessen Bauchnabel eintauchte.

Die streichelnden Hände hatten in der Zwischenzeit den Bund der Hose erreicht. Sie fuhren darunter und strichen leicht über die weiche Haut des Unterbauchs, immer und immer wieder ohne jedoch tiefer zu gehen.

Die Hände des Rothaarigen krallten sich in die Laken während er seine Hüften diesen Händen entgegen hob.

�Aah, Sanzo, bitte ...� flehte er, �Oh bitte, tu was!�

Dieser lächelte nur, während er noch einmal über den Bauch strich und dann endlich die, doch sehr störende, Hose von Gojos Hüften und Beinen zog.

Nackt und völlig schutzlos lag dieser nun unter ihm, war ihm ausgeliefert.

�Herrlich� dachte er und strich träumerisch über die schmalen Hüften.

Was dem Halbdämon wiederum ein Stöhnen entlockte. Dessen Glied hatte sich, aus seinem engen Gefängnis befreit, hoch aufgerichtet.

Sanzo wurde sich dadurch auch seiner eigenen Erregung mehr als bewusst. Er wollte diesen Körper, diesen Mann, der sich unter seinen Berührungen wand, mehr als jemals etwas davor.

Aber noch war er nicht willens dazu diesem Verlangen nachzugeben. Oh nein, so leicht wollte er es seinem Geliebten nun auch nicht machen. Auch wenn er selbst mehr als nur bereit war.

Also beugte er sich wieder über Gojo und begann Küsse auf Bauch und Hüften zu platzieren, dessen aufgerichtete Männlichkeit bewusst ignorierend.

Seufzend versuchte dieser wiederum Sanzos Kopf, und vor allem dessen Mund, an die Stelle zu bewegen an der er diesen am dringendsten brauchte. Er vergrub seine Hände in den weichen blonden Haaren und drückte den Kopf in die ge- wünschte Richtung.

�Lass das!� knurrte dieser und frustriert aufschluchzend krallten Gojos Hände sich wieder in die Laken.

Derweil setzte Sanzo seine süße Folter fort. Er küsste und leckte über die Hüftknochen weiter nach unten. Strich mit den Händen über die weiche Haut der Innenseiten der Oberschenkel und folgte ihnen mit seinem Mund.

Immer weiter, bis er bei den Kniekehlen angekommen war. Seine warme, feuchte Zunge strich immer wieder über die dünne, empfindliche Haut, versank in der kleinen Kuhle.

Gojo wand sich auf den Laken, wurde fast wahnsinnig vor Lust. Niemals hätte er gedacht, dass die Berührungen an dieser Stelle in fast an den Rand eines Orgasmus brachten.

�Sanzo, bitte, ich halte es nicht mehr aus.� flehte er verzweifelt, während Wellen der Lust seinen Körper schüttelten. Sein Atem ging stoßweise, sein Körper war schweißbedeckt.

Doch auch Sanzo war an der Grenze, kurz davor die Beherrschung zu verlieren. Dieser Körper, so willig, bereit für ihn. Wunderschön.

Schmerzhaft wurde er sich wieder seiner eigenen, aufgerichteten Erregung bewusst. Auch er konnte nicht mehr länger warten.

Er küsste sich wieder seinen Weg nach oben, leckte und sog wieder an dieser einmaligen Haut. Diesmal ignorierte er das hoch aufgerichtete Glied des Anderen nicht.

Mit der Nase stupste er dagegen, leckte leicht über die Spitze, kostete die ersten Tropfen, die sich gebildet hatten.

Die Zunge glitt den Schaft hinunter bis zur Wurzel, seine Zähne und Lippen knabberte an der zarten Haut der Hoden bevor er wieder langsam zur Spitze zurückkehrte. Er umschloss die Eichel mit seinen Lippen, saugte sanft daran.

Gojos Kehle entrang sich ein lautes, kehliges Stöhnen. Er war so kurz davor. �Bitte, ich kann nicht mehr. Ich ...aahhhh ... gleich ... komme.�

Seine Worte waren zusammenhanglos, seine Hände, die fahrig und unkontrolliert über das Bett fuhren, legten sich wieder auf Sanzos Kopf, zogen und drückten gleichzeitig.

�Bitte, oh bitte.� konnte er nur noch stammeln.

Und endlich war auch Sanzo bereit sein Flehen zu erhöhen. Er richtete sich auf, was Gojo ein enttäuschtes Wimmern entlockte.

Blind tasteten die Hände des Rothaarigen über den kleinen Tisch neben dem Bett und suchten nach etwas Geeignetem. Das Einzige was dort zu finden war, war eine kleine Flasche.

�Mhm, Massageöl� dachte er flüchtig bevor er die Flasche an Sanzo weiterreichte.

Dieser öffnete fahrig die Flasche, schüttete sich etwas von der öligen Flüssig- keit in die Hände und verteilten diese auf seinem Glied. Fast wäre er allein davon schon gekommen.

Die öligen Hände glitten zwischen die Beine des unter ihm liegenden Mannes und spreizten sie weit auseinander. Kurz streichelten sie noch einmal über die Ober- schenkelinnenseiten, bevor die Finger sich ihren Weg in Gojos Innerstes bahnten.

Seine Finger massierten den Muskelring bevor er mit einem eindrang. Vorsichtig bewegte er den Finger, auf das kleinste Anzeichen von Schmerz in dem Gesicht des Anderen achtend.

Als er nichts wahrnahm bewegte er vorsichtig den Finger, suchte �den� Punkt in Gojos Körper. Sein Finger bewegte sich, tastete sich vorwärts.

�Saaaannzooooo�

�Gefunden!�

Er bewegte seinen Finger, führte den zweiten und kurz darauf den dritten Finger ein, spreizte sie um den Muskel zu weiten. Dabei streifte er immer wieder diesen einen Punkt in Gojo.

Sanzo brauchte wirklich nicht sehr lange um den Anderen an den Rand der Extase zu bringen. Er selbst war auch soweit.

Er zog seine Finger aus dem Körper zurück, was von einem enttäuschten Seufzen begleitet wurde. Der Mönch kniete sich zwischen die angewinkelten und weit gespreizten Beine seines Geliebten und schaute ihn fragend an.

Ein Lächeln genügte als Antwort. Sanft hob er dessen Becken an und drang vorsichtig und langsam ein. So langsam wie es ihm möglich war, es seine Selbst- beherrschung zuließ.

Sanzo fühlte, wie Gojo ihn umschloss, an ihm rieb während er sich bewegte. Er zog sich zurück um erneut zuzustoßen, tiefer, härter. Wollte versinken in dieser feuchten, heißen Enge die ihn umschloss.

Mit jedem Stoß traf er diesen einen Punkt tief in Gojos Innerem. Der hob sein Becken, schlang seine langen Beine um Sanzos Hüften um ihn dadurch noch näher an sich zu pressen, tiefer in sich zu fühlen.

�Sanzo, bitte� flehte er wieder und merkte, wie sich eine Hand um seine hoch aufgerichtete Erregung schlang und sie im Rhythmus der Stöße pumpte.

Der Rothaarige konnte es nicht mehr zurückhalten. Laut Sanzos Namen rufend, kam er, wurde endlich erlöst und verteilte seinen Samen in die Hand und über den Bauch seines Liebhabers.

Auch Sanzo brauchte nicht mehr lange. Nach einem letzten, tiefen Stoß fühlte Gojo, wie dieser sich tief in ihm verströmte.

Ein wohliges, zufriedenes Gefühl machte sich in ihm breit, während Sanzo auf ihm zusammenbrach und keuchend liegen blieb. Seine Hände strichen immer wieder über den Rücken des Mönchs, hielten ihn fest. Er murmelte irgendwelche sinnlose Worte, die er selbst auch nicht verstand.

�Nein, noch nicht, bitte.� flüsterte Gojo als er bemerkte, dass Sanzo sich aus ihm zurückziehen wollte. Er wollte ihn noch in sich spüren. Also blieben sie noch einige Zeit so liegen, aufs Engste miteinander verbunden.

Doch dem menschlichen Körper sind gewisse Grenzen gesetzt. Mit der Zeit wurde es unbequem und so mussten sie sich, wenn auch widerwillig, von einander trennen.

Gojo kuschelte sich so eng wie möglich an den warmen Körper neben sich, legte seinen Kopf auf die Brust seines Geliebten und lauschte dessen Herzschlag.

Als Sanzo sie Beide zudeckte hörte er nur noch ein genuscheltes �Hm, ... liebe dich ...� bevor der Rothaarige in seinen Armen einschlief.

Er zog ihn noch näher zu sich heran, legte die Arme fester um ihn und lächelte. �Das hatte ich gehofft.� bemerkte er noch leise und schlief dann ebenfalls ein, während der Regen weiter gegen die Fenster trommelte.



�Duuu~uuuu Hakkai.�

�Hm, ja?�

�Was war eigentlich in der Flasche, die du in Gojos und Sanzos Zimmer gestellt hast?�

�Massageöl.�

�Massageöl? Wofür brauchen die Beiden denn Massageöl?�

�Tja�, lächelte Hakkai und legte das Buch weg in dem er bis jetzt gelesen hatte, �ich habe noch eine Flasche. Soll ich es dir zeigen?�


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