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Tagebuch |
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26. Mai:
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| Im Tagebuch soll der Verlauf der Reise wieder-gegeben werden. Jede Menge Fotos, wesentlich größer als auf dieser Seite, finden sich im Fotoalbum. | ||||||||||||||||||||||||||
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Obwohl die wenigsten der Teilnehmer Erfahrung im Kanadierfahren haben, schaffen wir heute doch die Flußstrecke von Nevers bis nach La Charité, also über 42 km. Um die Mittagszeit steigt das Thermometer |
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Der Fluss führt uns hinter Nevers durch ca. 10 km Auwälder, die Weitgereisten unter unseren Mitpaddlern fühlten sich sogar an den Amazonas erinnert. Nach kurzer Fahrt mündet der Allier, der größte Nebenfluss, in die Loire. Durch die Wassermassen, die der Allier mitbringt, erhöht sich die Strömung "unseres Flusses" merklich. |
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| Mittagspause wird auf einer Insel im Fluss eingelegt; die jüngeren unter uns stürzen sich zum Abkühlen in die Fluten, die älteren ziehen es vor, sich ein bischen auszuruhen. |
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Dieser Tag bringt auch gleich die erste Kenterung. Unter der Brücke von La Charité wird das vorausfahrende Boot mit Herbert und Uwe in das Kehrwasser gedrückt und schlägt im Schwall um. |
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| Die Wucht des Wassers ist so groß, dass die beiden nur dank der Hilfe von einheimischen Kanuten einen Brückenpfeiler erreichen. Nachdem sie dort auf dem schmalen Pfeilerfundament erst einmal in Sicherheit sind, können sie daran gehen, ihren Kanadier leer zu schöpfen und ihr Gepäck, das gottseidank fest verzurrt war, zu ordnen. Alle anderen passieren den Bogen ohne Problem . | ![]() |
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Gezeltet wird an diesem Abend auf einer der zahlreichen Inseln im Fluss, schnell brennt ein Lagerfeuer, an dem Steaks und Würstchen gegrillt werden. Obwohl in wasserfesten Säcken oder Tonnen verpackt, ist nach der Kenterung doch ein gutteil der Sachen nass, so dass die Stimmung der beiden Inswassergefallenen anfänglich recht niedergeschlagen ist. Leider sind wir nicht allein auf der Insel: Unmengen von Stechmücken teilen mit uns den idyllischen Ort. Sobald die Sonne versinkt fallen sie über uns her und lehren uns das Fürchten. Als es dann richtig dunkel ist, endet der Spuk so plötzlich, wie er begann. Trotz der Schnaken und der Kenterung lässt das Lagerfeuer und die leise rauschende Loire aber bald eine romantische Stimmung aufkommen. |
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27. Mai: |
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Am Morgen begrüßt uns strahlender Sonnenschein und es sieht ganz danach aus, dass es auch heute wieder ein heißer Tag werden wird. |
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| Der Tag auf dem Wasser beginnt gleich mit einer Kenterung. Sven will beim Ablegen zu nahe an einem überspülten Baumstamm vorbei ins "Fahrwasser" einbiegen und wird von der Strömung an einen Baum gedrückt. Sein Faltboot schlägt unweigerlich um und er landet im Wasser. Da aber noch nicht alle in ihren Booten sitzen, bekommt er schnell Hilfe und kann ohne weitere Probleme abgeborgen werden. | ![]() |
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| In Poully-sur-Loire, einem pittoreskem Ort, kaufen wir ein und trinken einen Kaffee. Wir passieren Sancerre, ein unter Weinkennern berühmtes Dorf auf einem Berg. Obwohl wir das Dorf und seine Weinkeller gerne besucht hätten, versagen wir uns, angesichts der Hitze (auch heute wieder 34° C!) und des weiten Wegs, eine Visite. | ||||||||||||||||||||||||||
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Gerastet wird wieder bei brütender Hitze auf einer Sandbank; mit Pastete, Camembert, Baguette und vin rouge fühlen wir uns wahrlich wie Gott in Frankreich. | |||||||||||||||||||||||||
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Wie der Tag beginnt, endet er auch: Klaus und Mark kentern beim Anlegen in Cosne-sur-Loire! Obwohl schon ein paar Kanadier am Ufer liegen, gelingt es uns nicht, die Kenterung zu verhindern. Klaus und Mark fallen "in den Bach". Nun kostet es uns aber alle Kraft, in der reißenden Strömung die beiden Kanuten aus der Loire zu ziehen den umgeschlagenen Kanadier zu sichern. Es kommt wie es kommen musste, auch das Gepäck von Klaus wird durchweicht. Da wir die eigentliche Anlegestelle des Campingplatzes verfehlt haben und wegen der starken Strömung auch nicht flussaufwärts paddeln können, holt uns der Eigentümer des Platzes mit einem Schlepper mit Anhänger die Boote. Ein Service, den wir gerne annehmen! Der Abend klingt in einem Restaurant, geschützt vor den wirklich aggressiven Stechmücken, geruhsam aus. |
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28. Mai:
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Drei Kenterungen in zwei Tagen liegen hinter uns! Wer bisher ins Wasser gefallen ist, musste erkennen, dass er nicht in der Lage war, sich gegen die Strömung zu halten, geschweige denn, sein gekentertes Boot im Wasser unter Kontrolle zu bringen. Bei der starken Strömung wäre es für die anderen Boote auf dem breiten Fluss zudem fast nicht möglich, den Gekenterten zu Hilfe zu kommen. Nach einer kurzen Diskussion beim Frühstück beschließen wir deshalb, die Tour hier abzubrechen, bevor etwas wirklich schlimmes passiert. |
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| Da wir uns im Herzen Frankreichs befinden, fällt es uns auch nicht schwer, uns für ein alternatives Kulturprogramm zu entscheiden. Werner, Stefan, Walter und Uwe fahren mit dem Zug zurück nach Nevers und holen die Autos, Werner und Stefan brechen hier ganz ab und fahren nach Hause. Bis Uwe und Walter wieder im Campingplatz sind ist alles gepackt und wir fahren weiter nach Orleans, der Stadt Jeanne d´Arcs. | ![]() |
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29. Mai: |
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Wir besuchen Orleans und unternehmen einen Stadtrundgang zur Place du Marttoi, auf der sich das Reiterstandbild der Jungfrau von Orlean erhebt und besichtigen die Kathedrale von Orleans, Ste. Croix. |
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| In der Stadt ist es unerträglich heiß, nach dem Mittagessen auf der Place du Marttoi geht es weiter zum Schloss von Chambord, dem Schloss Franz´s I.
Im Schloß ist es angenehm kühl, in der Eingangshalle hängt kalter Rauch aus den zahllosen Kaminen, ein seltsamer Kontrast zu der Gluthitze draußen. Am meisten beeindruckte uns wohl die doppelte Wendeltreppe und die Dachterrasse, von der die Dachlandschaft des Schlosses besonders gut erlebt werden kann. So schön ein Sommertag im Mai bei 34° sein kann, für eine Stadt- und Schlossbesichtigung gibt es bestimmt angenehmere Temperaturen. Nachdem nicht nur unsere Kinder "geschafft" sind, beschließen wir, das Schloss von Blois nur noch im Vorbeifahren, vom Auto aus, zu besichtigen und freuen uns schon auf ein gutes französisches Abendessen. |
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30. Mai: |
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Über Nacht hat es abgekühlt, die heißen Tage sind vorbei. Für uns wird es Zeit, |
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Ursprünglich handelte es sich bei diesem Schloss um ein Jagdschloss im Süden von Paris. Die Burg aus dem Mittelalter wurde 1528 zu einer Schlossresidenz der Könige ausgebaut, in der sich vor allem Franz I. und später Napoléon Bonaparte gerne aufhielten. Aber auch die Namen von Heinrich IV. und Marie-Antoinette sind mit dem Schloss verbunden. Berühmt wurde das Schloss durch die Abdankung von Napoleon I. Im Hof von Fontainebleau verabschiedete er sich von der angetretenen Truppe, um seine Verbannung auf Elba anzutreten. Wir müssen zwar nicht nach Elba, für uns heißt es aber auch langsam Abschied nehmen, dies ist unser letzter Abend in Frankreich. Durch Zufall entdecken wir Poissy sur Seine und sind von dem Städtchen mit seinen Wasserbauwerken sofort begeistert. Und so beenden wir unseren Frankreichurlaub nochmals mit einem guten Essen. |
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