Unser Elternnetzwerk

Willkommen
Pagan-Parenting-Projekt
Das Konzept
Familie & Alltag
Traditionen
Informationen
Unser Forum
Der PP-Chat
Mitmachprojekt
Impressum





nächstes Fest: Sommersonnenwende
Litha

last update: Mai 2009






Counter



Der Jahreskreis

Die Sonne und der Mond mit ihren Wanderungen am Himmel haben die Menschen immer schon fasziniert und auch beobachtet. Genauso wie der Wandel der Jahreszeiten.
Das Jahresrad ist heute somit eingeteilt in 8 Festen, vier Sonnenfesten und vier Mondfesten.
Die Sonnenfeste sind die sogenannten kleinen Sabbate Jul, Ostara, Litha und Mabon. Und zu den Mondfesten, den großen Sabbaten, zählen Samhain, Imbolc, Beltane und Lammas. Für jedes Fest gibt es unzählige Namen.

Um den 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Punkt vom Jahr – auch bezeichnet als Mitsommer oder Sommersonnenwende. Je nördlicher man sich befindet, desto deutlicher ist dies zu sehen und auch zu spüren. Dort geht an diesem Tag die Sonne gar nicht unter. Genau sechs Monate später, also am 21. Dezember hat die Sonne dann ihren tiefsten Stand erreicht – Mitwinter bzw. Wintersonnenwende. In den nördlichen Gebieten wird es kaum noch hell und die Natur hat sich zurückgezogen. Es ist die dunkle Jahreszeit, aber mit Beginn der Julzeit und ihren Rauhnächten wird jeder Tag so langsam wieder heller.

Zwischen diesen Sonnenwenden gibt es einmal die Frühlingstagundnachtgleiche bzw. Ostara und die Herbsttagundnachtgleiche bzw. Mabon. Wie die Namen schon sagen, kündigt es jeweils Frühling oder Herbst an.

Und diese vier Jahreszeitenwechsel in Verbindung mit dem Sonnenstand haben die Menschen schon immer gefeiert. Allerdings nicht überall!

Die Kelten teilten das Jahr anders ein. An Beltane feierten sie die Rückkehr der Fruchtbarkeit und des Lebens. Das zweite keltische Fest ist Lammas bzw. Lugnasad, der Erntebeginn. Dann wurde Samhain gefeiert. Beginn der dunklen Jahreszeit und der Einkehr, wahrscheinlich auch eine Art Totengedenktag. Und es ist das Ende des Jahres. Das vierte Fest ist Imbolc, gewidmet dem lang ersehnten Ende des Winters und der Freude über das wiederkehrende Licht.

Die Sonne wurde aber auch als Gott betrachtet. An Jul wird der Sonnengott durch die Göttin wieder geboren und verkörpert die Unschuld und Freude. Es ist der Triumph des wiederkehrenden Lichts. Durch sein Wachstum werden die Tage wieder länger und verdrängen langsam die Dunkelheit. An Imbolc wird sein Wachstum gefeiert und er löst sich von seiner Mutter, der Göttin um gegen den „alten“ Gott Winter zu kämpfen und ihn zu töten.
An Ostara verkörpert er die blühende Jugend und tanzt mit der Göttin in ihrem Jungfrau-Aspekt. Die Dunkelheit ist besiegt. Er wird zum Herrscher der Vegetation und Natur. Auch verbunden mit Pan, dem Waldgott, rasend vor Gier nach Sexualität. Beltane ist die Vermählung zwischen ihm und der Göttin, bei welcher er sich selbst zeugt! Die Vollständige Vereinigung bedeutet seinen Tod, der Tod der Selbstständigkeit und der Unabhängigkeit. Zur Sommersonnenwende muss er die Herrschaft über das Land zusammen mit der Göttin antreten. Er wird zum Sonnenkönig. An Lammas wird der Sonnengott getötet und auch betrauert. Sein Blut wird für die Fruchtbarkeit des Landes über die Felder gegossen. Er segelt über das sonnenlose Meer, welches der Göttin Schoß ist und schläft in ihm, um dadurch ins Totenreich hinabzusteigen. Die dunkle Jahreszeit beginnt. An Samhain, kommt er, der Gehörnte im Land der ewigen Jugend an. Er wird König der Unterwelt und herrscht über die Traumwelt. Er öffnet Tore des schimmernden Landes, auf das die Seelen der Verstorbenen einen Tag zu ihren Geliebten zurückkehren können. Und an Jul wird er als Sonnengott wiedergeboren. Und das Jahresrad nimmt erneut seinen Lauf.

Die Kirchenväter haben Jahrhunderte dafür gebraucht, um die alten Jahreskreisfeste aus den Köpfen der Menschen auszulöschen. Da dieses Unterfangen sich als sehr schwierig herausstellte, wurden die alten Feste kurzerhand durch christliche Feste ersetzt. Alles wurde so zurechtgelegt wie es gebraucht wurde, nur um die Menschen von diesem einen "wahren" Glauben zu überzeugen.
Aber wie wir heute sehen können, ist ihnen dieses wohl doch nicht ganz gelungen. Überall finden sich noch Spuren dieser alten Feste und zusammengetragen ergeben sie heute den Jahreskreis mit seinen 8 Festen.

Hier mal eine kurze Übersicht, was aus den ursprünglichen Festen gemacht wurde:

• aus Jul/Wintersonnenwende mit den Rauhnächten wurde Weihnachten (Geburt Jesus) mit Silvester.
• Imbolc ist zu Maria Lichtmeß und/oder Karneval geworden
• Ostara/Frühlingstagundnachtgleiche wurde zu Ostern mit der Auferstehungsgeschichte
• Beltane ist zum Maifest geworden, welches kurzerhand der heiligen Walpurgis gewidmet wurde und ursprünglich mal ein Fest war, an dem die Rückkehr des Lebens und der Fruchtbarkeit gefeiert wurde.
• Litha/Sommersonnenwende wurde gänzlich ausgelöscht, aber die Gartenfeste lassen noch ein wenig daran erinnern
• Lammas/Lugnasad, der Erntebeginn wurde wohl in Maria Himmelfahrt umgewandelt
• Mabon/Herbsttagundnachtgleiche wurde zum Erntedankfest
• und Samhain, das Wichtigste Fest der Menschen, wurde zu dem Totengedenktag Allerheiligen


© by Levina 2008
Hosted by www.Geocities.ws

1