Server zur Erstellung von MSI Paketen einrichten

Wenn Sie mit MSI Paketen arbeiten möchten, können Ihnen diese Tipps die Arbeit hoffentlich erleichtern.

OUs zum Erstellen und Testen der Pakete

Sie sollten je eine Organisationseinheit (OU) zum Erstellen und eine zum Testen der Pakete haben. Wie das geht, finden Sie hier beschrieben. Ich gehe von folgenden Bezeichnungen aus: MSIE ist der Raum zum Erstellen, MSIT der Raum zum Testen der Pakete.

 

Vermeiden Sie einen Unterstrich (wie im Beispiel) im Raumnamen. Beim Booten wird der amerikanische Zeichensatz geladen, und der Unterstrich ist nicht da, wo er auf der deutschen Tastatur zu finden ist.

 

Ein Rechner, auf dem MSI Pakete erstellt werden, sollte möglichst nur eine Basisinstallation von Windows enthalten. Dies ist so jedoch in der Anleitung des Basiskurses nicht vorgesehen, daher sollte man hier anders vorgehen. Im Basiskurs werden die MSI Pakete an die OU Workstations zugewiesen. Dies bedeutet, dass die Zuweisung an alle darunter liegenden OUs erfolgt und damit alle MSI Pakete automatisch auf allen Rechnern in allen Räumen installiert werden - auch dem Raum (besser der OU), in dem Sie Pakete erstellen möchten und keine Software installiert haben möchten.

Sie können nun entweder in der Gruppenrichtlinie die Vererbung - und damit die Anwendung der Grupenrichtline, die für die Softwareverteilung verantwortlich - deaktivieren, aber das ins aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht empfehlenswert.

Gruppenrichtlinie für jede OU unter Workstations

Ich empfehle daher, die Gruppenrichtlinie Workstations nicht zu verändern und auch (fast) keine weiteren Gruppenrichtlinien für die OU Workstations hinzuzufügen. Gehen Sie gezielter vor und machen Sie das für die darunter liegenden Räume. Das bedeutet zwar etwas Mehrarbeit, erleichter aber die Übersicht enorm und lässt das Arbeiten in einer OU MSIE ohen installierte Software erst zu.

Für jede Software und jede Änderung eine eigene Gruppenrichtlinie

Erstellen Sie für jedes MSI Paket eine eingene Gruppenrichtlinie, in der Sie nur die Änderungen vornehmen, die zur Installation dieser Software nötig ist. Im Idealfall ist das lediglich ein Eintrag unter Softwareverteilung, gegebenfallls werden Sie noch Änderungen der Sicherheitseinstellungen für die Software über diese Gruppenrichtlinie vornehmen. Wenn Sie nun einem Raum diese Software zuweisen wollen, müssen Sie der OU lediglich die zur Software gehörende Gruppenrichtlinie zuweisen.

Wenn Sie nun die Software wieder deinstallieren möchten, sollten Sie unbedingt den im Basiskurs beschrieben Weg einhalten: Softwareverteilung - Alle Tasks - entfernen. Löschen Sie die Richtlinie erste, wenn die Software von den Clients deinstalliert wurde.

Wenn Sie nun ein Paket mehreren Räumen zuweisen wollen, müssen Sie nicht für jeden Raum eine neue Gruppenrichtlinie erstellen, sondern Sie können die Gruppenrichtlinie ganz einfach über Hinzufügen - ja genau - hinzufügen. (Rechtsklick auf die OU - Eigenschaften - Gruppenrichtlinie - Hinzufügen - Registerkarte Alle - betreffende Gruppenrichtlinie auswählen - Fertig

Verwendung von MSIE und MSIT

MSIE

Wenn Sie nun ein MSI Paket erstellen wollen, muss sich ein Rechner in der OU MSIE befinden. Sie können einen Client hierzu neu mit RIS installieren und geben als Raum eben den Raum MSIE an. Etwas Zeit sparen Sie, wenn Sie von der fertigen Installation ein RIPREP Image erstellen, denn dies ist schneller wieder hergestellt als eine RIS Installation, weil da die Hardwareerkennung wegfällt. Wenn Sie viele MSI Pakete erstellen, lohnt es sich, eine Image mit einem Cloningprogramm zu erstellen (auf CD, auf ein Netzlaufwerk oder auf eine zweite Partition, die sie vorher erstellen müssen. Diese Partition ist aber nach der nächsten RIS /RIPREP Onstallation wieder gelöscht.).

Stellen Sie sicher, dass für den Raum MSIE keine Gruppenrichtlinie existiert. Nun erstellen Sie nach Anleitung des Basissurses das MSI Paket.

MSIT

Nun wollen Sie das Paket testen. Sie könnten das Paket natürlich einem "regulären" EDV Raum zuweisen, aber Tests im laufenden Betrieb sind nicht empfehlenswert. Vor allem große Pakete wie z.B. Office nehmen viel Zeit für die Installation in Anspruch.

Am besten testen Sie mit einem "nackten" Rechner. Hier können Sie z.B. auf das  RIPREP Abbild oder auf das Image von oben zurückgreifen.

Zuerst müssen Sie jedoch  die Gruppenrichtlinie erstellen. Dies geht so: Rechtsklick auf die OU MSIT - Eigenschaften - Gruppenrichtlinie - Neu. Nun die erforderlichen Änderungen vornehmen, also zumindest den Eintrag unter Computerkomfiguration - Softwareverteilung (was genau zu tun ist steht im Basiskurs).

Jetzt brauchen Sie noch einen Rechner, auf den die Richtlinie angewandt wird. Hierzu installieren Sie entweder mittels RIS oder RIPREP einen "nackten" Rechner in die OU MSIT, oder Sie stellen das Image wieder her und verschieben den Rechner dann in die OU MSIT.

Nun können Sie testen, ob das MSI Paket so funktioniert, wie Sie das haben möchten. Im Erfolgsfall müssen Sie die Gruppenrichtlinie jetzt nur noch ihrem EDV Raum hinzufügen und die Clients werden nach dem nächsten Neustart die Installation vornehem.

Löschen Sie die Richtlinie nun noch aus der OU MSIT (ACHTUNG: Beim Löschen nur die Verknüpfung aus Liste entfernen wählen!!!).

zurück

Hosted by www.Geocities.ws

1