The Barbad Chamber Orchestra
Members of the Barbad perform chamber music for
strings (NEW YORK)
Program:
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![]() Kiawasch SahebNassagh String Quartet No. 2 "Waran" (US premiere) |
![]() Joseph Suk Meditation |
Dmitri Shostakovich String Quartet No. 7, Op. 108 |
Leo Kraft String Quartet No. 4 |
Performers:
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Location: 346 West 20th Street (between Eighth and Ninth Ave) NewYork
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Date: Friday, June 25, 2004 Time: 8:00 p.m. Admission: $15 ($10 for seniors and students )
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![]() Praised for her expressive tone and virtuosity, Pauline Kim has performed as a soloist with the Korean Philharmonic and the Barbad Chamber Orchestra, and at the Aspen Music Festival, the Ravinia Festival on the Rising Stars Series, the Banff Centre in Canada, and her performances have been featured on PBS. Ms. Kim was one of the last students of Jascha Heifetz, and studied at the Juilliard School with Dorothy DeLay and Cho Liang Lin. |
![]() Mioi Takeda has performed throughout North America, Europe and Asia in solo recitals and as a chamber musician. She has performed in major venues, including Carnegie Hall and Lincoln Center, and her solo performances have been broadcast on WNCN. In the US, she has studied with Dorothy DeLay and Masao Kawasaki, and has received her Doctorate of Musical Art under the guidance of Itzhak Perlman.
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A former violist with the Arditti Quartet, Dov Scheindlin has appeared as soloist with the Royal Concertgebouw Orchestra of Amsterdam, the Radio Symphony Orchestra of Berlin, the Paris Radio Philharmonic Orchestra and the Munich Philharmonic. Mr. Scheindlin has recorded extensively for EMI, Teldec, Auvidis, Col Legno, and Mode, and won the Gramophone Award in 2002 for the recording of Sir Harrison Birtwistle’s Pulse Shadows. As a member of the Arditti Quartet, he gave nearly 100 world premières, among them new works by Elliott Carter, Gyorgy Kurtag, and Wolfgang Rihm. |
![]() Mairi Dorman’s recent appearances have included the Elgar, Dvorak, and Saint-Saëns cello concertos with orchestras in Colorado and South Dakota. Other appearances have been at the Ravinia Festival in Chicago, Rudolfinum Hall in Prague, and Carnegie's Weill Recital Hall. A graduate of the Guildhall School of Music in London, she is currently completing her doctoral studies in New York. |
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23.05.2004 11:23
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Ein Musiker ließ seine Hörer den Atem
anhalten
Ein spannender Abend in Graz mit "die andere saite". |
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| ERNST SCHERZER Zahlreichen bedeutenden Orchesterformationen hat der 1961 in Mühlheim/Ruhr geborene Markus Deuter schon angehört. Der vielfach preisgekrönte Oboist weist ein Studium der Aufführungspraxis Alter Musik ebenso nach, wie er - nicht zuletzt seit 1995 als Mitglied des "Klangforum Wien" - als Spezialist für neue Musik gilt. Für seinen Soloauftritt im Minoritensaal hatten ihm Studierende aus den diversen "Kompositionsschulen" der hiesigen Kunstuniversität, darunter Jiannis Mallouchos, Joanna Wozny, Charris Efthimiou und Thomas Amann, ihre neuesten Werke zur Uraufführung überlassen oder überhaupt für ihn geschrieben. Beifall. Den stärksten Eindruck des vom Publikum mit großem Beifall aufgenommenen Abends hinterließen die längsten Stücke: "atomare Räume op.27" von Gerd Noack und "Deja-vu" von Kiawasch SahebNassagh. Vielleicht auch deshalb, weil der Musiker gerade dadurch seine ganze Meisterschaft "ausspielen" konnte: Sein endlos scheinender Atem ließ seine Zuhörer gleichsam den Atem anhalten. Was noch lange nicht bedeutet, dass Markus Deuters Spiel auf reines Virtuosentum hinausläuft. |
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OBOE SOLO
die
andere saite • FREITAG 21. Mai 20.00 Uhr • Minoritensaal
Markus DEUTER/Oboe spielt Neue Werke von Thomas Amann, Charris Efthimiu, Jannis Mallouchos, Gerd Noack, Kiawasch SahebNassagh und Joanna Wozny.
Die einzigen etablierten Konzertsituationen, bei denen sich ein einzelnes Instrument präsentiert, sind Klavierabende. Dabei ist die Sololiteratur auch bei anderen Instrumenten wie z.B. Violine, Flöte u.a. zum Teil äußerst vielfältig und reichhaltig. Je näher wir an die Gegenwart herankommen, desto umfangreicher wird das Solorepertoire, auch – oder gerade – von eher ungewöhnlichen Instrumenten. Trotzdem sind so genannte Soloabende äußerst selten. Einer der Hauptgründe dafür mag sein, dass sich sowohl bei Spezialisten wie auch bei Laien das Vorurteil „... einen ganzen Abend lang nur ein Instrument ist ja so langweilig...“ erstaunlicherweise wacker hält. Denn die Konzentration des Hörens, die sich im Laufe eines Konzertes einstellt, hat jeder Hörer schon erlebt. Ganz zu schweigen von der Wahrnehmung der nahezu unendlichen Klangvielfalt eines jeden Instrumentes...
So ist der Abend für Oboe Solo, den der Grazer Komponistenverein „die andere saite“, der sich nunmehr seit 17 Jahren bemüht, immer wieder neue Formen und erfrischende Zugänge zur Neuen Musik zu schaffen, veranstaltet, mal wieder – möchte man schon gelangweilt einwenden – in mehrfacher Hinsicht eine Pioniertat, mal wieder ein singuläres Ereignis. Die Qualität der Uraufführungen garantiert einer der besten Oboisten Österreichs und gleichzeitig ein außergewöhnlicher Spezialist für Neue Musik, Markus Deuter vom Klangforum Wien. Neue Werke von Thomas Amann, Charris Efthimiu, Jannis Mallouchos, Gerd Noack, Kiawasch SahebNassagh und Joanna Wozny stehen am Programm.
Ensemble Zeitfluss stellt sich vor
Die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, ist ein unglaublich spannendes Kapitel Musikgeschichte. Leider bleibt es einem großen Publikum weitgehend verschlossen. Zu selten finden sich Werke namhafter Komponisten dieser Zeit auf den Spielplänen der Grazer Musiktreibenden. Mit dem Ensemble Zeitfluss wollen der Dirigent Edo Micic, der Komponist Kiawasch SahebNassagh und der Saxophonist Clemens Frühstück diesen kulturellen Rückstand aufholen zu helfen.
Das Ziel der drei Musiker ist es, durch gezielte Programmauswahl Werke großer Komponisten des 20. Jahrhunderts, denen heimischer gegenüberzustellen. Die spannende Entwicklung, die sich in unglaublich kurzer Zeit vollzogen hat, und die Schönheit neuer Musik soll der breiten Öffentlichkeit nicht mehr länger vorenthalten werden. Doch sind es nicht die wenigen bekannten Werke, die das Ensemble Zeitfluss zur Aufführung bringen will, sondern vergessene, wenig gespielte und unbekannte Werke gegenwärtiger Musik.
Leider sind alle Versuche in Graz ein Ensemble für zeitgenössische Musik, das sich im Musikleben der Stadt etablieren kann, gescheitert. Keines der bereits bestehenden Ensembles kann die Kontinuität (u.a. ständig wechselnde Musiker) und die daraus folgende Qualität aufweisen, die für die Komplexität zeitgenössischer Musik unabdingbar ist. Daher sind Grazer Konzertveranstalter auf auswärtige Ensembles angewiesen und das obwohl sich in den letzten Jahren Musiker von höchstem Niveau in Graz angesiedelt haben. Das Potential ist vorhanden und will genützt und erweckt werden.
Das Ensemble Zeitfluss will diese kreativen Kräfte an sich binden und zu einem ständigen, arbeitenden Ensemble formieren. Jedes Mitglied soll die Qualitäten eines Solisten aufweisen und sich dennoch als Kammermusiker in die musikalische Arbeit einbinden. Bei Bedarf wird auf Stammmusiker für solistische Tätigkeit zurückgegriffen. Das Ensemble ist offen für konzertante und szenische Aufführungen in Graz und möchte diese natürlich auch nach außen tragen. Die Musikerzahl wechselt nach Bedarf. Dennoch sollen etwa zehn bis fünfzehn Instrumentalisten einen ständigen Kern bilden.
Das Programmkonzept soll mit ausgewählten Werken großer Komponisten, von denen einige aus dem aktuellen Musikleben fast verbannt wurden, ein breites Publikum ansprechen. Diese Werke sollen Kompositionsaufträgen, die an international angesehener Komponisten - unter diesen einige Grazer - vergeben werden, gegenübergestellt werden.
03-11-13,Stmk
"Klangwege" präsentierten sich in Graz:
Für die "Klangwege 2003" wurden Kompositionsstudierende der Kunstuniversität Graz eingeladen, Werke für Kammerorchester zu schreiben, die von einem der besten Ensembles für Neue Musik uraufgeführt werden. Das Klangforum Wien hat im Grazer Orpheum fünf der elf so entstandenen Stücke präsentiert.
Die Kooperation zwischen der Kunstuniversität, dem
Klangforum Wien und "steirischen herbst" ermöglichte Studierenden der Klassen
von Gerd Kühr und Beat Furrer schon im Rahmen ihrer Ausbildung, eine enge
Zusammenarbeit mit einem der weltbesten Ensembles für Neue Musik und das Sammeln
praktischer Erfahrung auf internationalem Niveau. Aus den elf Werken wurde bei
einem abschließenden Orchester-Workshop das Programm für das von Yoichi Sugiyama
dirigierte Konzert im Grazer Orpheum zusammengestellt. Dabei zeigte sich die
beachtliche stilistische Bandbreite der ihr Auslangen ohne komplexe Elektronik
findenden Musiksprache. Die Werke von Charris Efthimiu, Kiawasch SahebNassagh,
Peter Jakober, Christian F.Schiller und Erin Gee profitierten vom gewohnt
intensiven Spiel des Klangforums. MG
© 03-11-13 by "KRONEN ZEITUNG"
| KLANGWEGE 2003 Uraufführungen Grazer Musikstudierender |
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| Idee und Konzeption Otto Kolleritsch | |||
| Dirigent Yoichi Sugiyama | |||
| Ort Orpheum | |||
| Termin 11. 11. 2003,
20 Uhr |
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| Durchführung Kunstuniversität Graz | |||
| Koproduktion steirischer herbst, Kunstuniversität Graz und Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas | |||
| Projektkoordination Beat Furrer (Kunstuniversität Graz), Sven Hartberger (Klangforum Wien), Otto Kolleritsch (Kunstuniversität Graz), Gerd Kühr (Kunstuniversität Graz), Peter Oswald (steirischer herbst) | |||
Ausgehend von einer ästhetischen und kompositorischen Grundidee, entstanden im Rahmen dieses Kooperationsprojekts zwischen der Kunstuniversität Graz, dem Klangforum Wien und dem steirischen herbst Werke für Besetzungen, die die kompositionsgeschichtliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte wesentlich mitbestimmt haben. Nicht zuletzt als Alternative zum großen Orchesterapparat wurde eine reiche Literatur für SolistInnenensembles geschaffen. Dieser Entwicklung tragen die Klangwege 2003 Rechnung: Komposition Studierende der Grazer Kunstuniversität schreiben für variable Besetzungen und erhalten die einzigartige Möglichkeit, schon im Rahmen ihrer universitären Ausbildung eines der international renommiertesten Ensembles für zeitgenössische Musik, das Klangforum Wien, in der direkten künstlerischen Auseinandersetzung, u. a. durch begleitende Instrumentalworkshops, kennen zu lernen. Ziel ist eine optimale Interaktion zwischen Kompositionsprozess und Interpretationsmöglichkeiten. Außerdem konnten die GastprofessorInnen Younghi Pagh-Paan, Mathias Spahlinger und Georg Friedrich Haas dafür gewonnen werden, mit Studierenden der beiden Grazer Kompositionsklassen von Beat Furrer und Gerd Kühr zu arbeiten und dem Projekt solchermaßen zusätzliche Dynamik zu verleihen. Aus elf Werken von Studierenden aus den USA, Iran, Kanada, Polen, Taiwan, Griechenland und Österreich wird bei einem abschließenden Workshop im November unter Beteiligung aller mitwirkenden KünstlerInnen das endgültige Programm für das Konzert am 11. November 2003 zusammengestellt.
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PROJEKT "KLANGWEGE 2003":
URAUFFÜHRUNG GRAZER MUSIKSTUDIERENDER
Die Grazer Kunstuniversität profiliert
sich im Kulturhauptstadtjahr als Brutstätte zeitgenössischer Komposition. Am
Ende einer spannenden Produktionsphase sind die "Klangwege 2003" beim
abschließenden Konzertabend der Musikstudierenden angekommen: Präsentiert werden
9 Werke für großes Solistenensemble.
StudentInnen der Grazer Kunstuniversität schrieben mit Unterstützung
internationaler GastprofessorInnen - Younghi Paagh-Paan und Mathias Spahlinger -
und ihrer eigenen Lehrkräfte - Beat Furrer, Georg Friedrich Haas und Gerd Kühr -
Werke für ein groß besetztes Solistenensemble. In einer zweiten Phase wurde, im
intensiven Kontakt mit einem der weltweit besten Solistenensembles, dem
Klangforum Wien, an deren Umsetzung gearbeitet. Im Rahmen des steirischen herbst
wendet sich das Projekt nun ans große Publikum.
Zur Aufführung kommen Arbeiten von Erin Gee (Mouthpiece III),
Christian Schiller (Reisz), Kiawasch Saheb-Nassagh (Memento Ia),
Peter Jakober ( GEGEN – TEIL).
Es dirigiert Yoichi Sugiyama.
Graz. - An originellen Köpfen mangelt es der heimischen Komponistenszene nicht. Diesmal war es zwar eher leicht konsumierbare, aber ganz offensichtlich alles andere als leicht "zuzubereitende" Kost, die sich sechs Tonschöpfer des Grazer Vereins "die andere saite" (u. a. Klaus Dorfegger, Gerd Noack, Christian Rinner, der extrem hohe spieltechnische Hürden errichtete und Robert Spoula) für ebenso viele Instrumentalsolisten zur sichtbar guten Unterhaltung des Publikums im Minoritensaal ausgedacht haben. Ohne damit die anderen Solo-Stücke abwerten zu wollen, seien die nach der subjektiven Meinung des Rezensenten anspruchsvollsten genannt: "MIKRO" von Orestis Toufektsis für Dimitrios Polisoidis (Viola) und Kiawash SahebNassaghs "Menidan" für Ruth Straub (Violoncello).
Kultur 2000-10-22
STREICHQUARTETTE-NACHT:
Lebenszeichen alter
Musikform
Graz. - Vor einer Woche
versuchte sich das "musikprotokoll" an neuen Präsentationsformen und
das geriet nur fad. Ohne "steirischen herbst" hat "die andere saite"
auf das gute alte Streichquartett gesetzt. Auf ganz traditionelle
Weise wurden im Minoritensaal sechs neue Kompositionen vorgestellt,
nur bei zwei Stücken begaben sich die vorzüglichen Spieler des
CORDA-Quartetts in jeweils eine Ecke des abgedunkelten Raumes. Da
durfte dann jeder Zuhörer auch ein bisschen träumen . . .
Am Beginn des langen, aber keineswegs spannungslosen Abends stand jedoch die "Tanzmusik I" von Henrik Sande, da grüßte Maurice Ravels "La Valse" von Ferne. Das "5. Streichquartett" von Gerd Noack entpuppte sich als musikalische Plauderei, während Thomas Amanns "Missing Links" eher Gedankenstriche setzt. Mit Chaos und Ordnung könnte man einerseits "Waran" von Kiawash Saheb-Nassagh und andererseits das "Streichquartett in zwei Sätzen" von Se-Lien Chuang charakterisieren. Am Schluss Orestis Tanis. Sein Stück "Für Tonband und Streichquartett" strahlt wohltuende Ruhe aus.
MUSIKPROTOKOLL
Echtzeitpartitur und interaktive Klang- und
Videosteuerung. 19.30 Uhr. - Moment Gelée.
Konzept Kiawasch Saheb-Nassagh. 20.30 Uhr. Halle IX bzw. X,
Waagner-Biro-Straße 98, Graz

Der zweite
"Musikprotokoll"-Abend in der
Waagner-Biro-Halle von Musik und Bildern beherrscht.
steirischerbst
Kampf gegen Gewohnheiten
Das
Mit- und Gegeneinander von Musik und Bildern beherrschte den
zweiten "Musikprotokoll"-Abend in der Grazer Waagner-Biro-Halle.
Das Resultat dieses komplizierten Prozesses vermag allerdings nicht lange zu fesseln. In einem mit Gazestreifen ausgehängten Würfel steht die Mezzosopranistin Christina Ascher hinter einem Monitor und führt mit bewundernswerter Virtuosität und Stimmakrobatik alle Arten der Ton- und Geräuscherzeugung mit und ohne Hilfsmittel vor. Die ergänzende Live-Elektronik und die meist abstrakten Projektionen (Videos: Renegadez), deren Elemente sich alsbald wiederholen, sollen laut Autor dazu dienen, "unsere auf Objektwahrnehmung gerichtete Gestaltfixierung aufzuheben", provozieren indes alsbald Langeweile.
Einen ähnlichen Ansatz wie Winkler verfolgen auch der Berliner Laptopmusiker "zeitblom" (38) und seine für die - ebenfalls abstrakte, aber die Darstellung des Auges miteinbeziehende - visuelle Gestaltung verantwortliche Partnerin Tanja Diezmann, die ebenfalls "auf eine zwanghafte technologische Synchronität von Licht/Bild und Klang" verzichten und in ihrem Live-Sound-Environment "bioplex" die minimale Veränderung der Geräuschkulisse praktizieren.
Wesentlich mehr musikalische Substanz und eine ungleich buntere klangliche Palette bot dazwischen der bei Beat Furrer an der Grazer Kunstuniversität studierende persische Komponist Kiawasch Saheb-Nassagh (32), der für sein "Moment Gelée" das Spiel von fünf Instrumentalisten mit vorgefertigten Samples zu einer farbigen Mixtur vereint, die effektvoll mit den das Fernsehrauschen zum Ausgangspunkt nehmenden Videoeinspielungen kontrastiert.
Ernst Naredi-Rainer

[ 2000-10-16,Stmk, VIKTOR FORTIN,KULTUR ]
Mannigfachem Wandel ist das Musikprotokoll des "steirischen herbstes" seit seiner Entstehung vor fast 40 Jahren unterworfen - einem Wandel, der die Veränderung unserer Welt widerspiegelt. Immer vehementer drängen Computer und elektronisch generierte Klänge in den Mittelpunkt - der Mensch bleibt draußen.
Nur als Konsument wird er noch gebraucht -
und auch so behandelt: In den Pausen zwischen den Events in der
Grazer Waagner-Biro-Halle ertönt Pop aus den Lautsprechern, anstatt
dass man den gemarterten Ohren eine Erholungspause gönnte. Und das
überwiegend jüngere Publikum holt sich heißen Gratistee aus den
Automaten, um sich aufzuwärmen, denn die Musik, diesem Eindruck
konnte man sich schwer entziehen, lässt eher kalt. Was etwa unter
dem Titel "Hybrid V (Morphophrenics)", einem Werk von
Gerhard E.Winkler für "Frauenstimme, Echtzeitpartitur und
interaktive Klang- und Videosteuerung" erdröhnt, ist zwar oft
beängstigend laut, auf weite Strecken freilich ziemlich fad - weil
uniform; und wird durch die mitlaufenden Bilder nicht interessanter.
"Moment Gelee" ist
dem Konzept Klawasch Saheb-Nassaghs und der Realisation durch eine
sechsköpfige Musikergruppe zuzuschreiben. Hier bewegt sich zwar die
Werkeinführung an der Grenze zur Lächerlichkeit, die musikalische
Realisierung ist indes diskussionswürdig. Was sich von "bioplex",
einem minimalistischen Werk Georg Zeitbloms, nicht behaupten lässt.
Da war "Trance Bakxei" eines italienisch-österreichischen
Teams (mit Isabella Bordini, Rupert Huber und anderen) aus ganz
anderem Holz: Die Ideen von "minimal music" und "techno"
wurden hier zu einem faszinierenden Klangerlebnis verschmolzen,
dessen Lautstärke zwar schmerzte, das jedoch in seiner Klang- und
Bildmagie packte.
VON VIKTOR FORTIN
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nmz 2000/11 | Seite 37
49. Jahrgang | November
Seit nunmehr fünf Jahren zeichnet Christian Scheib für das Musikprotokoll im Steirischen Herbst programmatisch verantwortlich. Und er hat viel bewegt. Das oft sterile Umfeld zeitgenössischer Festivals wurde, bisweilen sogar mit der Brechstange, aufgebrochen. Experimente hin auf Bereiche der improvisierten Musik, hin zu avantgardistischen Ansätzen aus dem Pop-Bereich, hin zum Sound-Design wurden groß geschrieben.
Man
zog aus den Konzerträumen aus und verlagerte Projekte in
Fabrikhallen, in Disco-Bunker oder in stillgelegte Cafés. Mit dem
Ortswechsel ging gleichzeitig ein Werte-Wandel einher. Die alten
Besucher des Steirischen Herbstes, ausgestattet mit dem Rüstzeug
von E-Avantgarde-Kriterien, verspürten die Einseitigkeit, die
Stumpfheit ihrer Wertmaßstäbe. Wie auch sollte man zum Beispiel
ein einstündiges Kratz-Rauschen bewerten, das während der Zerstörung
eines Tonabnehmers mittels Sandpapier kreischend entsteht? Und
gleichzeitig mit dem Kurswechsel wurden auch die alten Interpreten,
die standardisierten Ensembles für Neue Musik an den Rand gedrückt.
Schon seit Jahren ergeht es dem Beobachter, der ein oder zwei Wochen später dann die Donaueschinger Musiktage besucht, gerade so, als würde er aus einer quirlig schlammigen, unausgegorenen Ursuppe in wohlanständige Regionen einer aseptisch abgeklärten Avantgarde auftauchen. Klammheimlich spürt auch der verbohrte Avantgarde-Idealist, dass Graz mehr Fühler zumindest in die nahe Zukunft ausstreckt, von der ja längst nicht ausgemacht ist, ob es eine gute ist. Werke mit Ewigkeitswert darf man hier kaum erwarten, dafür aber Konzepte, Projekte, irrsinnige Gedankensplitter, Verdrehtes, Verhackstücktes.
Ganz dürfte diese Entwicklung Peter Oswald nicht gefallen. Er hatte bis in die 90er-Jahre hinein das Musikprotokoll zum populären Tummelplatz des Neuen entwickelt, nun aber hat er die Federführung für den gesamten Steirischen Herbst übernommen. Er wird sich fortan gewiss auch in die Programmatik des Musikprotokolls einmischen. Das letzte Festival, das noch ohne seine Zuständigkeit programmiert wurde, wirkte denn auch in seiner Radikalität wie ein Verteidigungswall gegen seine wohl runderen, konventioneller avantgardistischen Fortsetzungen.
Nur eine Beobachtung: Wirkte bislang das Konzert des Radio-Sinfonieorchesters Wien, das es in diesem Jahr gar nicht gab, zumeist wie ein mumifiziertes Fossil im Rahmen des Musikprotokolls, so musste sich diesmal das allen „E-Musik“-Avantgardismen aufgeschlossene „Klangforum Wien“ mit freilich eher spröden Werken von Wolfgang Suppan, Wolfram Schurig und – noch am spannendsten – von Misato Mochizuki völlig an den Rand der Ereignisse gedrängt fühlen. Denn in der neu erschlossenen Waagner-Biro-Halle in einem vom Hauptbahnhof gnädig verdeckten Industriekomplex herrschten keine Bedingungen, die den ohnehin eher stillen Arbeiten angemessen waren. Zudem hatten sie zum diesjährigen Thema des Bilderverbots, respektive der Bebilderung von Musik allenfalls in Reflexion gewendete Argumente aus zweiter Hand anzubieten. Gehört wurde das Konzert nur unter erschwerten Bedingungen, also kaum. Zu sehen außer dem fleißigen Dirigenten Johannes Kalitzke und den Musikern gab es gar nichts.
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Bilderverbot |
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Viel vom mosaischen Bilderverbot war beim Musikprotokoll im Steirischen Herbst die Rede, vom Verbot, die Welt abbildend zu verdoppeln. Kunst machen aber ist ohnehin Sünde, zumindest Hybris: So drehten die Organisatoren das statuarisch asketische Gebot um und verwandelten es dem Takt heutiger Zeit gehorchend um in „(sounds + visuals): Bilderverbot. Audiovisuelle Konzerte & Experimente in Kino, Bad, Industrie- und Medienraum“. So rutschten die Besucher vom guten Alten ins schlechte Jetzt, in Konzepte, bei denen freilich zumeist Hören und Sehen verging.
Denn Probleme, überhört oder übersehen zu werden, wie sie sich dem Klangforum Wien stellten, hatten die Watt- und Volt-verstärkten anderen Gruppen in dem andersartig-gemütlichen Ambiente dann nicht mehr. Echtzeit-Computer rechneten wie verrückt und wurden teilweise in ihren gemütlichen Regelkreisen vehement aus dem Gleis geworfen. Sie reagierten mit schrillem Aufkreischen, mit Rückkopplungen, mit bubberndem Absaufen. Dazu gab es Projektionen auf Leinwände oder andere Reflektoren: Bilder, Grafisches, die sich ineinander verschoben und wenn es hoch kam surreal brachen. Unverkennbar war: Hier herrscht Leben, kreative Emphase. Unverkennbar war aber auch, dass die hervorgelockten Geis-ter längst noch nicht beherrscht sind.
Die Gruppen nämlich, die unter Namen wie „reMI“, „E69“ oder nur mit einem Projekttitel wie „bioplex“, „Moment Gelée“, „Tance Bakxai“ oder „boiled frogs“ auftreten, bewegen sich allesamt noch mehr oder weniger in einer Vorstufen-Bastelschule. Freilich geben die mit Millionen-Beträgen gefütterten Video-Clips der Pop-Kultur ein Niveau an Ton-Bild-Korrelation vor, das auf Avantgarde-experimenteller Ebene kaum zu erreichen ist. So verlässt man sich meist etwas blauäugig auf Effekte des spontanen Eingriffs.
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Schwachstellen |
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Hierbei entstehen dann aber evidente Schwachstellen. Wie Klang und Bild auf ganz neue Weise, weit jenseits des Musiktheaters oder des musikunterlegten Films zu gestalten wäre, was Rhythmus im Bild und im Ton bedeutet oder bedeuten kann, wie sich Zeitverläufe musikalisch und in Filmsequenzen generieren, darüber wurde offensichtlich auf dieser Ebene noch wenig nachgedacht.
Ein einfaches Beispiel: Ein pulsierender Klang vermag erotische Sinnlichkeit zu evozieren, während eine wiederholte Bildfolge oft das Gegenteil, den Trend zur egalitären Leere hervorruft. Koppelt man beides in der Hoffnung auf Verstärkung, so entsteht oft Verunsicherung durch Ablenkung. In solchem Rahmen aber bewegten sich die Projekte zumeist.
Zu beobachten ist innerhalb dieser Szene,
dass die Vorliebe für die technische Verfügbarkeit, das
Ausprobieren, auch das In-Gang-Halten von computergesteuerten
Prozessen einen Großteil der schöpferischen Kraft absorbiert. Der
Reiz an sich minimalistisch verschiebenden Soundflächen, an
rotierenden Bildsequenzen genügt sich häufig selbst. Aus den Augen
aber wird verloren, dass das Produkt auch Erkenntnisse, neue
sinnliche Erfahrungen zu vermitteln hätte, Erfahrungen, die über
den raumgesteuerten Klangeffekt hinauszugehen hätten.
So aber ließen die Produkte häufig eine Kraft spüren, die schnell
im Feeling, in der leeren Gewalt des Schalldrucks, im Spiel von sich
gegenseitig verschiebenden Wellen, die die allgegenwärtigen
Computer willig errechneten, hängen blieb. Substanz, Tiefsitzendes
blieben dabei außen vor. Freilich können Konzeptionen wie etwa der
Versuch von „reMI“, Computer über ihre Leistungsfähigkeit zu
treiben und dabei die Reaktionen zu verfolgen oder auch heterogen
Zusammengewürfeltes der Moskauer Gruppe „E69“, die mit Gefängniskleidung,
futuristischem Outfit, verfließenden Bildern und Teremin-Geweine
und harten Klangkaskaden protzte, durchaus das Interesse
fokussieren.
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Neue Schürfstellen |
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Bald aber wird der Prozess zum durchschaubaren Selbstlauf und das Interesse erlischt. Ebenso litt Gerhard E. Winklers „Hybrid V“ für Frauenstimme, Echtzeitpartitur und interaktive Klang- und Videosteuerung als Rückkopplungsverfahren zwischen Stimme und maschinellen Prozessen daran, dass der Betrachter beziehungsweise Hörer nur undeutlich wahrnimmt, in welche geplanten oder abweichenden Bahnen das Stück geriet. Ratlosigkeit blieb, die noch am ehesten von „Moment Gelée“ des Persers Kiawasch Saheb-Nassagh durchbrochen wurde. Hier gelang auf der Basis einer komponiert/improvisierten, formal zwingend gebauten musikalischen Form auch ein Videoverlauf, dessen Rhythmen sich kreativ zum Gehörten brachen. Ein partiell lustvoller Höhepunkt, der in den weiteren Programmpunkten bald wieder egalisiert wurde.
Nicht aber so, dass man das ideell Projizierte gleich ad acta legen möchte. Das diesjährige Musikprotokoll legte Potenziale offen, neue Schürfstellen. Die Mechanismen ihrer Erschließung aber – darf man sagen hin auf eine humanistische Sicht? – sind noch längst nicht in ihren Möglichkeiten ausgearbeitet. Auf das Patent aber wartet wohl schon die Kulturindustrie der kommenden Jahrzehnte. Und dann dürfte es für den gestellten, aber noch nicht durchgearbeiteten Anspruch schon wieder zu spät sein.
Reinhard Schulz
Kultur
2000-03-04
"DIE
ANDERE SAITE"
Halbes Dutzend Uraufführungen
Graz. - Dass Musik für Violine und Elektronik nicht
spröde sein muss, bewies der erste Teil des Konzertes der "anderen
saite", dass sie es aber durchaus sein kann, zeigte der zweite.
"Canzona" von Klaus Dorfegger ist ein bezaubernd schlichtes
Zwiegespräch, das ohne Historismus den Duktus der Renaissance
einfängt. Für Violine Solo ist das fast romantische Opus 15 von Gerd
Noack, in dem er raffiniert "Struktur gegen Form", "Entfaltung gegen
Kargheit" und "Linie gegen Tempo" ausspielt. In Kiawash Saheb-Nassaghs
"Anast" drängt sich die
Elektronik stark in den Vordergrund. Am Ende verklingt der persische
Dämon in seinen Herzschlägen.
Im "Tango simple" von Orestis Tanis spielt die Geige hinter
verschlossenen Türen gegen die Übermacht der gesampelten Klänge an.
Thomas Amann erinnert in "Da der tag dahinsank fuhr K." (allzusehr)
an Kafka, und Orestis Toufektsis baut in "Fraktum/Mikro" auf
winzigste Klangveränderungen.
Theodoros Patsalidis (26) brachte im Grazer Minoritensaal alle
sechs Stücke mit großem Engagement und Geschick zur
Uraufführung.
Nina Schnepf
Kultur 1999-05-20
"DIE
ANDERE SAITE"

[ 1999-05-04,Stmk,KULTUR ]
Das Festival "MusikFilmMusik" bei den Grazer Minoriten ging mit zwei instruktiven Abenden zu Ende. Am Samstag spielte das "Austrian Art Ensemble" Dieter Schnebel und Mauricio Kagel. Letzterer war stets ein gewitzter Kritiker des Kunstbetriebs - seine Ironie wirkt heute doch antiquiert.
Für den Sonntag vertonten
Kompositions-Studenten Peter Tscherkasskys "Outer Space".
Die Resultate fielen zwischen totalem Nebeneinanderlaufen (Orestis
Tanis) und direktem Aufgreifen des filmischen Rhythmus (Kiawasch
Saheb-Nassagh) sehr unterschiedlich aus: Synchron und gegenläufig
Robert Spoulas dramaturgisch stringenter Kommentar; assoziativ
Reiches von Gerd Noack, Biederkeit bei Joanna Wozny. MG
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STEIERMARK
Kultur
1999-03-18
"DIE
ANDERE SAITE"
Acht Stimmen füllten den Saal
Graz. - Diesmal war es A-cappella-Musik für kleines
Ensemble, an der sich bei einem Konzert der "anderen saite" im
Minoritensaal nicht nur das vorzügliche, von Gerd Kenda geleitete
"Orfeo"-Ensemble bewähren mußte, sondern auch jene, die die Vorgaben
erbracht hatten. Und da gab es, naturgemäß, doch deutliche
Unterschiede im Hinblick auf Rezeption und Qualität.
Insgesamt erschien der erste Teil des nicht weniger als fünf Uraufführungen bietenden Programms besonders kompakt und, gemessen am Einfallsreichtum und der klanglichen Ausformung, auch besonders originell. Diesen Eindruck gewann man bei den drei im Hinblick auf Stimmumfang und Sinnausdeutung der textlichen Vorgaben kühn ausgeformten Sätzen des Persers Kiawash Saheb Nassegh, dem ein strengeren Gesetzen der Polyphonie folgendes, indes aber nicht weniger interessant klingendes Stück von Ernst Christian Rinner folgte.
Klaus Lang steuerte mit seiner "Marienau" als einziger keine Uraufführung bei. Wobei die acht vorzüglichen Solisten den großen Raum mit meditativ-schwebenden Summklängen erfüllten und die etwas lange Zeit (fast) vergessen ließen.
Kultur
1997-12-20
Reizvolle kleine Geschichte und eine Klage um
Erdbebenopfer
Graz. - Das längste "Stück" des "Ensemble II"-Abends der "anderen saite" im Minoritensaal war am Donnerstag die Pause. Auch jüngere Komponisten haben bereits gelernt, sich in - zeitlicher - Beschränkung zu üben: Der als Grazer Erstaufführung präsentierte, nur wenige Takte lange "Satz für Violine, Klarinette und Trompete" Anton von Weberns könnte als Vorbild gedient haben.
Ganz besonders für Gerd Noack (28), der, ausgehend von einer reizvollen Flötenmelodie, gleichsam eine kleine Geschichte erzählt. Der Titel "Beleuchtete Algen" diente als Imaginationshilfe für den Hörer, der "Die Suche des Nichts nach dem Etwas" von Henrik Sande (29) doch als etwas erfolglos empfand: eine klanglich immerhin eindrucksvolle, bläserdominierte Komposition.
Für einen Hauch Exotik sorgte die Taiwanesin Se-Lien Chuang (32) mit "Xas". Kiawasch Saheb Nassaghs "Schlaflied unter der Ruine", wunderbar gesungen von Martina Tomcic, ist den Erdbebenopfern von Roodpar (Nordpersien) gewidmet.
Den hohen Rang des Konzerts sicherte das von Edo Micic überlegen geleitete MHS-Ensemble für Neue Musik.
Kultur
1996-11-28
"DIE
ANDERE SAITE"
Mit Posaunen
Graz. - Im Minoritensaal erinnerte Peter Lackners "Kanon"
an vorweihnachtliche Turmbläser. Als kaum spannungsvoller erwies
sich "Wider Wieder" von Andreas Weixler. Dabei begann das Werk mit
einem Marimba-Solo (Ulli Stadler-Fromme) vielversprechend - zum
Dialog mit dem Posaunenquartett kam es nicht.
So sehr sich Dirigent Wolfgang Hattinger auch bemühte: Das Beste
des Abends, der wenig vom sonstigen Anspruch der "Anderen Saite"
einlöste, waren die von Daniel Riegler virtuos geblasenen Solostücke
von Helmut Demcker und Kiawasch Saheb-Nassagh.