Chateaubelaire
Dienstag, 2. April 2002

     Eigentlich wollten wir frueh aufbrechen, denn die Ueberfahrt nach   St. Vincent steht auf dem Tagesprogramm. Rolf versucht am Zoll auszuchecken,   was aber zunaechst nicht moeglich ist. Der befugte Zoellner ist  nicht im Haus. Er musste sein krankes Kind ins Spital fahren, wofuer  wir Verstaendnis haben. Und der unbefugte Hilfszoellner ist eben unbefugt den begehrten Stempel in den Pass zu druecken. Waehrend Rolf wartet vertreiben wir uns die Zeit damit durch das Staedtchen zu schlendern. Kirche, oeffentliche Gebaeude und Anlagen sind noch aus der spanischen Aera. Sehr zerfallen, aber mit viel Charme, freundlich und lebenslustig die Bewohner. Beim Verkauf eines Dosenoeffners sind viele Angestellte eines Hardwarestores beschaeftigt. Beratung, Ausferigung eines Lieferscheines, Weiterleitung zur Kasse...Auch der Obstkauf auf dem Stassenmarkt ist viel interessanter als zu Hause an der Frischetheke des Supermarktes. Die Gerueche sind intensiver. Kurz vor 11 Uhr kommt der Zoellner zurueck und wir koennen endlich auslaufen. Suedlich am Grand Piton vorbei nehmen wir Kurs auf St. Vincent. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Zu sehr in Kuestennaehe machen uns aber Fallwinde, verursacht von den beiden Pitons, zu schaffen. Erst weiter entfernt auf offener See machen wir dann bei gutem Wind ordentlich Fahrt. Der Logbuchfuehrer vermerkt eine schwungvolle Ueberfahrt, aber auch starke Drift. Die Zeit wird knapp, aber wir schaffen es bis Sonnenuntergang   die Bucht Chateau Bel Air zu erreichen. Von Jungs werden wir mit Hilfsdiensten   beim Ankern versorgt. St Vincent gehoert zu den Grenadienen, wie auch   der gesamte suedliche Teil des Toerns.
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