Ostersonntag, 31. Maerz 2002
Rolf und Gerd H. besorgen Broetchen vom Baecker und wir geniessen ein erstes Fruehstueck an diesem Ostersonntag an Bord. Gegen 10 Uhr, nachdem der Skipper beim Zoll ausgecheckt hat, laufen wir aus. Der Speed-Anzeiger, verbunden mit dem Log, funktioniert nicht, springt aber spaeter bei hoeherer Geschwindigkeit an. Wir testen den Autopiloten, der zwar funktioniert aber aufgrund schlechter Justierung dauernd Kurskorrekturen vornimmt. Wir nehmen ihn aus dem Betrieb und steuern selbst. Schliesslich sind wir ja keine Weltumsegler! Bei Steuerbord-Schraeglage stellen wir Wassereinbruch unter dem Kartentisch fest, obwohl kein Wasser ueber Bord schwappte. Der Logbuchfuehrer vermerkt pflichtgemaes "das erste Bier um elf Uhr vier". So machen wir uns den Tag ueber mit dem Boot, seinen Vor- und Nachteilen vertraut und erreichen am spaeteren Nachmittag den Hafen Marigo Bay auf St.Lucia. Zum ersten Mal erleben wir die Hafeneinfahrtsprozedur, wie sich herausstellt ein sich fast taeglich wiederholendes Ritual. Einheimische Jungs naehern sich in groesserer Zahl auf Booten aller Art und bieten Obst, Souvenirs und Hilfsdienste an. Mal sind sie unorganisiert und kaempfen um das Geschaeft oder sie sind organisiert und es scheint, als haetten sie alles schon im Vorraus geregelt. Wir lernen schnell, dass man sich moeglichst rasch festlegt, Preise und Hilfsdienste aushandelt und danach relaxed in den Hafen einlaufen kann. Fuer die Jungs ist es eine wichtige Einnahmequelle, fuer uns eine wichtige Informationsquelle. Natuerlich wissen die Einheimischen ganz genau wo der beste Grund zum Ankern ist und wo man am besten eine Heckleine befestigt, um auch bei naechtlichem Windwechsel sicher zu sein. Sehr angenehm ist auch der morgendliche Broetchendienst. Er ist zuverlaessig und die Lieferung erfolgt direkt ans Boot. |
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