Die Vereinigung der Unterhaltungselektronik-Hersteller in den USA, die Consumer Electronics Association (CEA) hat Mitte Oktober eine Klage gegen
die Federal Communications Commission (FCC) eingereicht. Diese richtet sich gegen die im August erlassene Verfügung der FCC, dass ab dem Jahr 2005 schrittweise alle in den Handel gebrachten Fernsehgeräte in den USA ein
digitales Empfangsmodul für den terrestrischen Rundfunk eingebaut haben müssen. Damit soll nach dem Willen der FCC der Übergang vom analogen in den digitalen Empfang in den USA beschleunigt werden.Die CEA
argumentiert, dass die überwiegende Mehrzahl der amerikanischen Haushalte ihr Programm via Kabel oder Satellit empfange und dementsprechend eine derartige Verordnung der FCC nutzlos sei. Auf der anderen Seite werde die
Regelung unnötigerweise die Preise für Fernsehgeräte um ca. 250 Dollar erhöhen.
Unterstützung findet die CEA beim Vorsitzenden des Rechtsausschusses im amerikanischen Parlament James Sensenbrenner. Der
Republikaner aus Wisconsin stellte am 16. Oktober einen eigenen Gesetzentwurf („TV Consumers Choice Act“) vor, den er zu Beginn der neuen Sitzungsperiode des Kongresses nach den Teilwahlen im November im Parlament
einbringen will.
Sensenbrenner kritisierte, dass weniger als 13 % der amerikanischen Haushalte ihr Fernsehprogramm über terrestrische Sender empfangen und eine derartige Regelung der FCC die übrigen
Haushalte unnötig belaste. Medienexperten gehen allerdings davon aus, dass es der Gesetzentwurf von Sensenbrenner schwer haben werde, da die Politik der FCC andererseits vom zuständigen Handels- und Energieausschuss
unterstützt wird.