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Premiere digital-terrestrisch

Premiere will terrestrische Digitalkanäle in Berlin

Wenige Wochen vor dem Start des digitalen terrestrischen Fernsehens in Berlin zeichnet sich ab, dass der Pay-TV-Sender Premiere sein Programm auch terrestrisch verbreiten will. Die Berlin-Brandenburger Medienanstalt MABB bestätigte Gespräche mit Premiere über die Nutzung freier Kapazitäten im hauptstädtischen Äther.

Auf der Pressekonferenz am 15. Oktober 2002, auf der der Zeitplan für den Übergang von der analogen auf die digitale Fernsehausstrahlung vorgestellt wurde, rechnete der Direktor der Medienanstalt, Hans Hege vor, dass ab Sommer 2003 zunächst sieben herkömmliche analoge Fernsehkanäle für die Verbreitung von digitalen Fernsehprogrammen zur Verfügung stünden. Das entspricht einem Angebot von bis zu 28 einzelnen Fernsehprogrammen. Zwei weitere Fernsehkanäle stünden der MABB darüberhinaus noch zur digitalen Versogung von Berlin und Brandenburg zur Verfügung, würden aber zunächst nicht genutzt.

Tendenziell kämen diese Kanäle für die Verbreitung von Pay-TV in Frage. Aber auch schon im bisher vorgesehenen Kanalraster wäre Platz für Premiere. „Derzeit ist die Nachfrage nach Programmkapazitäten von Seiten der Free-TV-Sender noch nicht so hoch. Das hängt u.a. damit zusammen, das wir mangels Entscheidung der RegTP noch keine konkreten Preise für die Nutzung der Kapazitäten nennen können. Wir würden uns aber den ein oder anderen Spartenkanal wie Eurosport, mtv oder auch die BBC im terrestrischen Multiplex wünschen.“ so Sascha Bakarinow, zuständig für DVB-T in der MABB. „Insofern haben wir jetzt noch genügend Kapazitäten frei, die wir auch Premiere zuteilen könnten.“

Notwendig für den Empfang wäre dann allerdings eine terrestrische Set-Top-Box mit entsprechendem Smart-Card-Leser für die Entschlüsselung der Signale. Einige Gerätehersteller bieten derartige Produkte auf dem Berliner Markt auch schon an, nach einer Aufstellung der Deutschen TV-Plattform allerdings zu Preisen zwischen 260 und 400 ¥.

Nach Angaben von Premiere-Sprecher Dirk Heerdegen wolle Premiere nicht ausgesuchte Programmpakete aus der Kabel- oder Satellitenverbreitung in den Äther einspeisen, sondern eher einen Zusammenschnitt der Highlights aus dem Premiere-Angebot, so etwa einen Sport-Spartenkanal.

Aus eigenen Marktuntersuchung wisse man, dass etwa zwei Drittel der Satellitenhaushalte mit Premiere-Abo auch über Zweit- und Drittgeräte verfügen, die nur terrestrisch versorgt werden. Dieses Potential wolle man ansprechen und darüberhinaus auch Nutzer, die sich aufgrund des nun attraktiver werdenden terrestrischen Angebotes vom Kabel abkoppeln wollen.

 

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