Mediterrane K�che
H�here Lebenserwartung
Oliven�l, Pasta, frisches Gem�se, K�se, Fisch und reife Fr�chte - typische Bestandteile der bevorzugten Ern�hrung im Mittelmeerraum. Dass damit auch gesundheitliche Vorteile verbunden sind, daran lassen Untersuchungen kaum Zweifel.

Seit in den f�nfziger Jahren die Ern�hfungswissenschaftler zum ersten Mal einen systematischen Zusammenhang zwischen den Essgewohnheiten der Mittelmeeranreiner und ihrer hohen Lebenserwartung herstellten, stand die Beschaffenheit der Kost im S�den Europas immer wieder im Mittelpunkt des Forscherinteresses. Heute stimmen Experten darin �berein, dass die Bestandteile der mediterranen Ern�hrung in ihrer Gesamtheit positive gesundheitliche Wirkungen zeigen - dies insbesondere indem sie erh�hten Schutz vor Herz- und verschiedenen Krebserkrankungen bieten.

Die Erfolgsformel
Als Schutzfaktoren der meditarranen Ern�hrung gelten in erster Linie der hohe Verzehr an Obst und Gem�se zusammen mit frischen Kr�utern und Gew�rzen, sowie der reichliche Gebrauch von
Oliven�l. In weitere Folge werden auch der Ballaststoffreichtum der Nahrung in Form komplexer Kohlenhydrate und der kontrollierte Genuss von Rotwein angesprochen. Michprodukte wie K�se und Joghurt erg�nzen die Nahrung, dazu kleine Mengen von Fisch und Gefl�gel, wenig Rind- und Schweinefleisch. Insbesondere der stark vegetarische Einschlag unterscheidet diese Ern�hrungsform von einer "westlichen" Ern�hrungsweise, die in ihrer traditionellen Zusammensetzung �bergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und andere ern�hrungsbedingte Zivilisationskrankheiten f�rdert.

Eine Eckpfeiler mediterraner Kost bildet das aus den Fr�chten de �lbaums gewonnene
Oliven�l. Das aromatische �l, aus griechischen Salaten, italienischen Pastagerichten und spanischen Fischspezialit�ten nicht wegzudenken, enth�lt bis zu 78 Prozent einfach unges�ttigte Fetts�ure. Der Gehalt an Vitamin A und E sowie Phenolen f�hrt zur antioxidativen Wirkung des Oliven�ls.

Omega-3-Fetts�uren
Auch der Verzehr von S
eefischen, wie Hering, Makrele oder Lachs, deren �l reich an unges�ttigten Omega-3-Fetts�uren ist, tr�gt zur Schutzwirkung mediterraner Ern�hrung im Hinblick auf Darmkarzinome und Herz-Kreislauferkrankungen bei. Fisch�l bremmst nach Studien das Tumorwachstum. Herzrhythmus, Blutdruck und Herzmuskelt�tigkeit werden positiv beeinflusst.

Omega-3-Fetts�uren finden sich auch in pflanzlicher Nahrung, insbesondere in gr�nnem Blattgem�se. Portulak, ein typisches Mittelmeergem�se, das als
Salat oder �hnlich wie Blattspinat gegesen wird, weist beispielsweise einen Gehalt von 300 bis 400 mg Alpha-Linolens�ure pro 100 Gramm auf.

Dass die mediterrane Ern�hrung der Pflanzenkost hohen Stellenwert beimisst, zeigen so bekannte Gem�segerichte wie Ratatouille (franz�sische Gem�sepfanne), Tsatsiki (griechischer Joghurt-Gurkensalat), Spaghetti al Pesto (Basilikumsauce) oder Peperonata (italienisches Paprikagem�se). In Spanien serviert man traditionell Gem�se als Vorspeise.

Epidemologische Studien haben ergeben, dass in L�ndern, in denen mediterrane Kost bevorzugt wird, Krebserkrankungen wie Brust- oder Dickdarmkrebs seltener vorkommen. Eine Wirkung die vor allem mit Antioxidantien wie Carotionioden, Vitaminen, Flavonoiden und Anthocyaniden sowie Ballaststoffen in frischer pflanzlicher Nahrung in Verbindung gebracht wird. Frische Kr�uter und Gew�rze runden die Zusammenstellung ab.

Modifizierte Mittelmeerdi�t
Wenn auch psychologische Faktoren, wie entspanntes Essverhalten, Siesta, Familieneinbindung und mildes Klima zum Wohlbefinden und somit zur pr�ventiven Wirkung beitragen, sind Fachleute doch einig, dass eine geringf�gig modifizierte mediterrane Ern�hrung ein verallgemeinerbares Modell f�r gesunde Essweise in anderen L�ndern darstellt. Die Grundprinzipien der Mittelmeerkost, wie reichlich Getreideprodukte, eine F�lle von Obst und Gem�se sowie wertvolle
�le sollten dabei mit frischen Produkten der jeweiligen Region kombiniert werden. Massvoller Weinkonsum, m�ssiger Fleischgenuss und eine Gesamtfettzufuhr von maximal 30 Prozent kennzeichnen eine solche alternative Ern�hrungsform, die zur Vorbeugung von Herz-Kreislaufleiden und Krebserkrankungen beitr�gt.
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