Stopp                                                                       17. September 2001

Bomben

Terror

 

 

Bomben ist Terror auch von Bombern der NATO.

Vergeltung trifft wieder nur Unschuldige und dreht die Gewaltspirale weiter.

Terror provoziert Terror, ob er von Fanatikern oder kaltblütigen Militärs verübt wird.

Die Flächenbombardements haben mit der Ergreifung Bin Ladens und dem angeblichen Kampf gegen den Terror nichts mehr zu tun. Sie sind selbst Terror gegen die Ärmsten der Armen.

Die armen Afghanen laufen zu tausenden  um ihr Leben aus den Städten. Sie leiden seit Jahrzehnten unter einem Bürgerkrieg, bei dem die Amerikaner die Taliban und Bin Laden unterstützten und sie mit Waffen und Geld groß gefüttert haben. Jetzt bombardieren sie ihre ehemaligen Verbündeten ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung und die Afghanischen Soldaten, die mit den Anschlägen auch nichts zu tun haben.

Dasselbe Strickmuster wie im Irak. Sadam Hussein wurde auch von Amerika im ersten 10jährigen Krieg gegen den Iran von Amerika massiv mit Waffen und Geld untersützt, bevor die Amerikaner selbst Krieg gegen ihn führten.

Der Sudan wurde von den amerikanische Streitkräften auch schon wegen Bin Laden auf Verdacht gebombt. Die Chemiefabrik war jedoch eine Pharmaziefabrik und der Verdacht wurde nie bewiesen.

Wir müssen umdenken und schnell, bevor die Gewaltspirale nicht mehr zu stoppen ist.

Nährboden des Terrorismus ist das unsägliche Elend der dritten Welt.

Es geht nicht weiter, daß zwei Drittel der Menschheit in Asien, Afrika und Lateinamerika

in unmenschlicher Armut dahinvegetieren und das reiche Drittel Waffen schiebt, Kriege schürt und Bomben auf die Ärmsten der Armen wirft. So gut es Europa und den reichen Staaten der Welt in der Partnerschaft mit Amerika gegangen ist, so dreckig geht es der dritten Welt.

Die Amerikaner sehen sich selbst als Weltpolizisten und können sich der Verantwortung für den erbärmlichen Zustand der dritten Welt nicht entziehen.

Die Beendigung des kalten Krieges durch die Menschen im Osten hatte der gewaltigen Rüstungsindustrie die Berechtigung entzogen und die Rüstungsausgaben auf die Hälfte gesenkt. Die Kriegs- und Militärpolitik Amerikas hat dafür gesorgt, daß der alte Profit wieder erreicht wurde.

In Amerika verdienen zu viele einflußreiche Leute zu viel an der Rüstungsindustrie. Die Falken Amerikas haben soviel Einfluß auf die Außenpolitik, daß diese immer auf militärische Stärke, Bedrohung und Abschreckung setzt.

 

Dringend erforderlich ist ein gewaltiges globales Marshallsprogramm gegen das Elend der Dritten Welt, verbunden mit einer stringenten Friedens- und Verteidigungspolitik, die dem Terror den Boden entzieht, statt ihn durch Bomben und Raketen weitere Nahrung zu geben.

 

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