Zu meiner Geschichte gibt es nicht viel, was man sagen k�nnte. Irgendwann fand ich mich in den Armen eines Vampirs, der mich an einen sicheren Ort brachte. Nur Finsternis war meine Erinnerung und sie ist bis heute nicht zur�ckgekehrt. Daranus, so hie� der Vampir, brachte mich zu seinem Clan nach Wien. Voller Angst stand ich allen gegen�ber und mein einziger Gedanke war die Flucht. Aber wohin? Die Tage vergingen und ich lernte mich in dem Clan der Tremere zurecht zu finden und war Daranus selbst unterstellt. Sein Wort war Gesetz und nie durfte es in Frage gestellt werden. Eine schmerzliche Erfahrung die ich machen musste, und nie wieder stellte ich mich gegen sein Wort. Trotz meiner Furcht vor ihm, f�hlte ich mich in seiner N�he wohl. Er brachte mir sehr viel bei, aber Fragen bekamen keine Antworten. So gern h�tte ich mehr �ber meine Vergangenheit gewusst, aber er schwieg. Warum? War es doch kein Zufall, dass er mich gefunden hatte? Irgendwann gab ich es auch, aber die Fragen blieben in meinem Kopf.
Die Zeit in Wien war bis jetzt meine sch�nste Zeit. Mit vielen verstand ich mich sehr gut und jeder versuchte mir zu helfen. Sie hatten erstaunlich viel Geduld und Fehler wurden mit einer Handbewegung abgetan.Dann nahm mich Daranus mit in ein Tal.Dort war er vor langer Zeit Prinz und er strebte nach seinem Thron.F�r mich war es selbstverst�ndlich ihn zu unterst�tzen und ich h�rte mich um. Auch wenn ich nie viel erfahren habe, so war alles f�r ihn hilfreich und er zog immer mehr Vampire in seinen Bann. Doch dann blieb er f�r eine sehr lange Zeit fort und ich war allein in diesem Tal. Immer in den Schatten verborgen beobachtete ich andere meiner Art und lernte so auch Tichondrius kennen. Ein Vampir vonstattlicher Gr��e und einer fast magischen Ausstrahlung. Es zog mich f�rmlich zu ihm hin und er war mir so vertraut. Nie zuvor hatte ich ihn gesehen, aber das war diese undeutliche Erinnerung. Ich verliebte mich Hals �ber Kopf in ihn und er wohl auch in mich. Also beschloss ich den Clan zu verlassen und machte damit vielleicht meinen gr��ten Fehler. Dabei wollte ich nur noch bei Tichondrius sein, aber er geh�rte keinem Clan an und das wurde auf keinen Fall gebilligt. Nat�rlich hatte ich genug Verehrer um mich, die nur auf ein L�cheln von mir warteten, aber sie alle waren nichts gegen ihn. Man drohte mir mit dem Tode, wenn ich ihn nicht verlassen w�rde und ich entschloss mich schwereren Herzens diesen Schritt zu gehen. Aber kam stand er mir wieder gegen�ber, waren alle Versprechen vergessen und nur er war noch wichtig f�r mich. Das blieb meinem Clan nicht lange verborgen und die Hetzjagd begann. Von nun an war ich auf der Flucht vor meinem eigenen Clan und es gab keinen Ort, an dem ich wirklich sicher war. Es war nur eine Frage der Zeit bis sie mich fanden und nach Wien zur�ckbrachten. Noch lie� man mich am Leben und das habe ich nur Daranus zu verdanken. Ich m�chte nicht dar�ber nachdenken, welche Qualen er f�r mich auf sich nehmen musste, nur um mein Leben zu retten. Noch ein Mal bekam ich die Chance mich von Tichondrius zu trennen und dieses Mal hinterlie� man ein schmerzhaftes Andenken an meinem Schulterblatt. Immer wieder in den Schatten verborgen wartete ich auf ihn, aber zu selten sah ich ihn. Mein Herz litt arg, wenn er nicht in meiner N�he war, aber mit der Zeit fand ich mich damit ab. Die Gef�hle verbla�ten und �ber die sch�ne Erinnerung zog sich ein dunkler Schleier. Allein und mit der Angst im Nacken zog ich mich in die Tr�ume anderer Vampire zur�ck. Schnell fand ich auch das passende Opfer. Wieder war es ein stattlicher Vampir, der eine anziehende Ausstrahlung hatte, nur ich verliebte mich nicht in ihn. Ich nahm mir das, was ich so sehr brauchte und mein Herz blieb verschlossen. Sympathie war vorhanden und Leidenschaft durchzog die N�chte, aber er war nur ein Mittel zum Zweck. Ganz bewusst hatte ich ihn mir ausgesucht, denn er war in vielen dingen sehr erfahren und im Zwiespalt mit sich selbst. Vielleicht ist er es, der mir helfen kann meine Wunde zu heilen und vielleicht verzeiht er mir irgendwann, was ich getan habe.
Wie es mein Schicksal wollte , lernte ich einen anderen Mann kennen, der sehr schnell meine Gef�hle f�r sich entfachte. Ty, ein D�mon und damit eigentlich eher mein Feind, aber ich konnte mich ihm schwer entziehen. Erst sollte es nur ein Spiel sein, was auch einige Zeit gut lief, aber dann lernte ich ihn besser kennen. Ich lernte eine Seite an ihm kennen, die sehr wenige von ihm kennen und pl�tzlich stand vor mir ein sehr gef�hlvoller und romantischer Mann. Welche Frau w�rde da nicht schwach werden? Hals �ber Kopf verliebte ich mich in ihn und war mir sicher endlich richtig gl�cklich zu werden. Viele sch�ne Stunden verbrachten wir zusammen, aber es gab auch Schattenseiten. Zeiten, in denen wir uns immer wieder stritten, wenn ich mich vor die Personen stellte, die mir wichtig waren. Er hasste eigentlich Vampire und wollte alles dransetzen sie zu t�ten. Da k�nnte ich nicht einfach nur zusehen und die Spannungen wurden immer gr��er.
Dennoch liebte ich ihn und nahm seinen Heiratsantrag nur zu gerne an. Das musste das perfekte Gl�ck sein und nie wieder wollte ich mir das nehmen lassen. Aber es w�hrte nur kurze Zeit. Ty, der da noch verheiratet war, trennte sich von seiner Frau, die ihn mit einer Klinge verletzte. Diese Wunde schw�chte ihn so sehr, dass er zur�ck in die H�lle musste, um neue Kraft zu tanken. Er bat mich um einen Gefallen, den ich nie vermutet h�tte und wenn ich die Zukunft gekannt h�tte, w�re alles anders gekommen. Ich musste ihn t�ten und damit zur�ckschicken. Mir graute es so sehr diesen Schritt zu tun und ich suchte verzweifelt nach einem anderen Ausweg. Aber es gab keinen und die Stunde seines Todes r�ckte in bedrohliche N�he. Schriftrollen mit Formeln gab er mir, um ihn zur�ckzuholen und ich versprach nicht lange damit zu warten. Mit zitternden H�nden rammte ich ihm seinen Dolch in die Brust und mir zerriss es das Herz ihn in meinen Armen sterben zu sehen. Nat�rlich sollte es nicht f�r immer sein, aber nichts konnte in diesem Moment meinen Schmerz lindern. Sehr schnell lernte ich die Formeln auswendig um Ty zur�ckzuholen, aber pl�tzlich st�rzte so viel auf mich ein, dass ich keine Gelegenheit bekam es in die Tat umzusetzen. Zerwas lernte ich immer n�her kennen und mir wurde pl�tzlich mehr als bewusst, dass ich mit Ty nie wirklich gl�cklich werden k�nnte. Seine Abneigung Vampiren gegen�ber war einfach zu gro� und immer wieder w�rde es zu Streitigkeiten kommen. Es kam so wie es wohl kommen musste. Ich verbrachte viel Zeit mit Zerwas und Ty wurde von seinem Bruder zur�ckgeholt. An sich w�re das alles nicht so schlimm gewesen, aber er hatte all seine Erinnerung an mich vergessen. Sein Bruder sorgte daf�r, dass ich bei Ty im schlechten Licht dastand und jeder Versuch irgendwie mit ihm in Ruhe zu reden scheiterte. Es ging sogar so weit, dass Ty zum Schwert griff und ich seine Wut und seinen Hass auf mich zu sp�ren bekam. Sie sichelf�rmige Narbe zwischen den Schulterbl�ttern wird mich immer an diese Nacht erinnern.
Das Schicksal nahm weiter seinen Lauf und auch mit Zerwas hielt mein Gl�ck nicht lange an. Krieg herrschte in meiner Heimat und ich musste zur�ck. Zur�ck an den Ort von dem ich geflohen bin und zur�ck zu jenen, die mich nie verstehen w�rden. Viele Wochen k�mpfte ich f�r meinen Clan und zu viel �nderte sich um so weiterzuleben wie zuvor.
Endlich erfuhr ich die Wahrheit �ber meine Vergangenheit. Immer und immer wieder hatte ich Daranus angefleht sie mir zu sagen und heute bereue ich das getan zu haben. Grausames erfuhr ich und die Bilder, die ich so lange nicht mehr besa�, tauchen nun immer wieder vor meinen Augen auf und qu�len mich jede freie Minute. Sehr lange habe ich gebraucht mit Daranus so reden zu k�nnen wie ich es immer wollte. Nie zeigte er ein ehrliches Gef�hl, aber dennoch liebe ich ihn.
Nach so vielen Jahren hatte ich ihn endlich von einer anderen Seite kennen gelernt und ich bin traurig dar�ber, dass es jetzt erst geschah.
Viel Zeit blieb mir nicht dar�ber nachzudenken, denn zu viel geschah in viel zu kurzer Zeit. Krieg tobt in NY und wieder ist es meine Pflicht f�r den Clan zu k�mpfen. Der Kampf ist zwar mein Leben, aber wann bekomme ich die Gelegenheit den Scherbenhaufen zusammenzufegen? Werde ich sie je haben oder wird das mein Ende? Selten habe ich Angst, aber dieses Mal gehe ich mit einem sehr unguten Gef�hl. Freunde lasse ich zur�ck, die mir viel bedeuten und ich habe Angst sie nie wieder zu sehen. Nie w�rde ich das je offen aussprechen, denn solche Gef�hle werden nicht geduldet, aber keiner wird mir meine Gedanken und Gef�hle nehmen k�nnen. Keiner!! Auch Daranus oder der Clan nicht....