Anti - Gewalttag - Seminar

Inhaltsverzeichnis


Anhänger eines Engels
Anhänger eines Engels

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Soli Deo Gloria.

Einleitung

Aus folgenden Beweggründen setze ich meine Schulungsunterlagen ins Internet:
    1) wenn ich mir den Schulungsinhalt aus mehreren Quellen zusammensuche, benötigt das Zeit. Es kann vorkommen, dass nicht jede Lehrperson diese Zeit hat. Die Gründe für Zeitmangel können so unterschiedlich sein, wie es Menschen gibt.

    2) Warum sollte das Rad immer wieder erfunden werden? Ich befürworte, dass jemand anders auf diesen Unterlagen aufbauen oder sie umbauen kann.

    3) Wenn ich teile, kann auch ich bereichert werden. Vielleicht gibt es Vorschläge, Verbesserungen, Korrektur, die ich mir gar nicht hätte ausdenken können.

Der Text, der unter der Überschrift "Zwischenmenschlichen Beziehungen" steht, ist im Seminar nicht verwendet worden. Es sind meine eigenen Richtlinien.

Für die Vorbereitung zu diesem Seminar habe ich selber ein Seminar besucht. Auf diesem Seminar habe ich die Übungen kennengelernt, die im Villigster Trainingshandbuch zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus. SOS- Rassismus-NRW, Edition Zebra, veröffentlicht sind. Die Internet Adresse ist http://www.sos-rassismus-nrw.de/

Die Übungen und Sensibilisierung habe ich teils auf dem Seminar erlebt und teils aus den Büchern ausgewählt. Was ist Gewalt? Die Übung besteht darin, Aussagen zu klassifizieren, ob diese Gewalt oder keine Gewalt beinhalten. Hier kann man auch seine eigenen Aussagen schreiben. Wir haben Aussagen ausgewählt und diese jeweils auf einer Seite in groß möglichster Schrift getippt. Diese Blätter konnten dann auf dem Boden zwischen den beiden Polen "Gewalt" - "keine Gewalt" hingelegt werden. Anschließend wurde überlegt, ob die Anordnung der Aussagen stimmte. Argumente und Gegenargumente wurden gegeben, um eine Zuordnung zu rechtfertigen.

Wir hatten auch Übungen gespielt, die ich mit unseren Jugendlichen auf keinen Fall spielen wollte. Im Seminar hatte ich das Elephanten Spiel so erlebt, daß es meines Erachtens gewalttätiges Verhalten entfesselte.

Die Anleitung zu den weiteren Übungen Rollenspiel, Stopp, Schreien, Blindenführung sind im Text erläutert. Zeitlich hatte es ausgezeichnet geklappt mit den Übungen. Ohne es vorher geübt zu haben, hatte es mit der Zeit gut geklappt. Von 8:30 bis 10:00 Uhr hatten wir die Übungen durchgespielt.

Die Übungen von 8:30 bis 10:00 Uhr hatten in der Aula stattgefunden. Wir sind in der Zeit sehr gut hin gekommen. Nach der Kaffee Pause sind wir in ein Klassenzimmer gegangen. Der Szenenwechsel war gut. Nun folgten vor der Mittagspause Denkaufgaben.

Die Sensibilisierung Übung war sehr gut. Die Darstellung des männlichen und weiblichen Körpers war andeutungsweise. Mit dieser Aufgabe wurde nicht nur der Körper reflektiert, sondern es wurde auch gerechnet. Der Mittelwert wurde getrennt errechnet für die Mädchen und Jungens. Das Ergebnis war geschlechtsspezifisch. Die Jungens waren gar nicht abgeneigt angefaßt zu werden. Da wir eine kleine Gruppe von Jugendlichen hatten, 16 insgesamt, kann von einem statistisch signifikanten unterschiedlichen Ergebnis nicht gesprochen werden.

Bei der Selbstwertgefühl /Rechte Übung hatten wir einen Jungen, der meinte, dass er die Rechte bestimmt nicht wahrnimmt. Wichtig ist, das wir das, was wir als Recht einfordern können, wir als Pflicht anderen Menschen gegenüber haben.

Der Ablauf von Reiz - Gedanke - Gefühl - Handlung wurde zuerst an die Tafel geschrieben. Anschließend wurde das Beispiel von Lisa erörtert. Wie sehr unsere Gefühle von unseren Gedanken gesteuert werden, zeigt sich darin, was Lisa denkt.

Was gewaltloser Widerstand bedeutet, hat der Gandhi Film gezeigt. Nach der Mittagspause wurde der 2. Teil von Gandhi Film gezeigt. Da der Film Überlänge hat, hatten wir den ersten Teil des Filmes uns eine Woche vorher angesehen. Diesen Film hatten wir aus der Stadtbibliothek Leverkusen ausgeliehen.

In der Zeitschrift Für Sie war ein passender Artikel zum Anti-Gewalt-Tag: "Engel" werden kann man lernen. Erst wurden die Begriffe dargelegt. Anschließend wurden die Begriffe in einem Übungsblatt verwendet. Es kamen sehr nette Zeichnungen zustande. Es wurden auch gute Vorschläge gemacht.

Der Tag wurde beendet mit einer Auswertung. Es wurden noch einmal alle Übungen und Aufgaben genannt. Gleichzeitig diente diese Auswertung auch als Zusammenfassung. Wir ließen den Tag Revue passieren. Wir hatten diese Auswertung am Flip Chart vorgenommen. Damit war die Auswertung nicht privat. Leicht wird eine Bewertung übernommen, anstatt selber zu denken. Das könnte man beim nächsten Mal anders machen. Jeder Jugendliche sollte ein Beurteilungsblatt erhalten.

Wir hatten den musikalischen Ausklang nach der Auswertung geplant, so wie wir am Anfang mit einem musikalischen Einstieg begonnen hatten. Jedoch nach der Auswertung waren die Jugendlichen interessiert nach Hause zu gehen. Die Musik spielte als Hintergrund Musik, aber pädagogisch wurde es nicht weiter benutzt.




Programmübersicht

Anti-Gewalttag – Seminar

22.03.2001

    08:15 – 08:30 Musikalischer Einstieg
    08:30 – 09:15 Was ist Gewalt?
                         Gewalt – Keine Gewalt
    09:15 – 10:00 Übungen (Rollenspiel, Stopp, Schreien, Blind)

    10:00 – 10:30 Pause

    10:30 – 11:15 Sensibilisierung
    11:15 – 12:00 Selbstwertgefühl / Rechte
                           Konfliktfähigkeit verbessern

    12:00 – 13:00 Mittagessen

    13:00 – 14:30 Gewaltloser Widerstand (Gandhi Film)

    14:30 – 14:45 Pause

    14:45 – 15:30 "Engel" werden
    15:30 – 15:40 Auswertung
    15:40 – 15:45 Musikalischer Ausklang


Musikalischer Einstieg

We Can Work It Out
(Lennon / McCartney)

Try to see it my way,
do I have to keep on talking till I can’t go on?
While you see it your way,
run the risk of knowing that your love may soon be gone.

We can work it out, we can work it out.

Life is very short and there’s no time
for fussing and fighting my friend.
I have always thought that it‘s a crime.
So I will ask you once again.

Think of what you’re saying,
you can get it wrong and still you think
that it’s alright.
Think of what I’m saying,
we can work it out and get it straight
or say good night.

We can work it out, we can work it out.

Life is very short and there’s no time
for fussing and fighting my friend.
I have always thought that it‘s a crime.
So I will ask you once again.

Try to see it my way,
only time will tell if I am right or I am wrong.
While you see it your way,
There’s a chance that we might fall apart before too long.

We can work it out, we can work it out.

Life is very short and there’s no time
for fussing and fighting my friend.
I have always thought that it‘s a crime.
So I will ask you once again.


Zwischenmenschliche Beziehungen

Die Überlebungschance der Menschen ist zu einem gewissen Grad immer davon abhängig, dass man miteinander leben, arbeiten und auskommen kann. Die zwischenmenschlichen Beziehungen werden durch vielerlei Gesetze und Gebote geregelt.

    Besitz
    Familie
    Leben
    Ehre
    Neid

    nicht stehlen
    nicht Ehebrechen
    nicht töten
    nicht verleumden
    nicht begehren, was einem anderen gehört

Regeln: "Was du säst, das erntest du."
"Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein."
"So wie du in den Wald rufst, so schallt es auch hinaus."

Es gilt:
    "As you do it shall be done to you. Your deeds shall return upon your own head."
Das kann jeder nur für sich selbst in seinem eigenen Leben beobachten.

Zwischenmenschliche Beziehungen werden durch eigene
    Vorurteile, Sympathie oder Antipathie
beeinflusst. Nur wer vorurteilsfrei einem Mitmenschen gegenübertritt, kann einen offenen Blick für den Wert des anderen wahren.

Es können folgende Regeln für gute Beziehungen beachtet werden:
  1. Greif das Problem an, nicht die Person.
  2. Verbalisiere Gefühle, lebe sie nicht aus.
  3. Finde einmal heraus, was du warum empfindest,
    statt deine Gefühle durch die Art deines Handelns auszudrücken.
  4. Vergebe anstatt zu verurteilen. (Lukas 6, 37 – 38)
  5. Nimm dir vor, immer mehr zu geben, als du nimmst.
Römer 12, 9-21 vermittelt das Modell christlichen Verhaltens in persönlichen Beziehungen.


Was ist Gewalt?

Körperliche Gewalt -
Verbale Gewalt  -
Seelische Gewalt -


Sadismus    -
Masochismus    -
schlagen, kratzen, beißen, treten
name calling, mit Wörtern betitulieren
jemanden dominieren, kommandieren,
auf den Gefühlen eines anderen herumtreten, zwingen
Neid oder Hass können Gewalt zur Folge haben.
Freude an Gewalt
Freude gequält zu werden


Was du erzwingen tust, ist nicht Wert zu haben!
Nur, was dir freiwillig gegeben wird, ist dein.

Was kannst du ändern? - Nur dich selbst!
    - deine Einstellung
    - dein Handeln

Das ist das Schwerste. Bekämpfe, bekriege dich selbst!

Jeder Mensch kann sein Machtpotential positiv, lebensfördernd oder negativ, lebensmindernd einsetzen.

Der Gewalt kann widerstanden werden. Lerne:
    Lieben -
    gewaltloser Widerstand -
    Streitschlichtung -

    alle Religionen haben das als Ziel
    Gandhi hat uns das gelehrt
    Methoden kennen lernen

In Amerika werden SchülerInnen als Streitschlichter ausgebildet.
Übernimm Verantwortung für dein Tun und Lassen, für dein Leben.

Nicht mit Liebesentzug, People pleasing arbeiten, sondern Win/Win Situationen herstellen.

Gewalt definieren

Die Jugendlichen sollen Gewalt definieren. Erst alleine, anschließend mit einer Partnerin, einem Partner, und zum Schluss mit 2 weiteren Jugendlichen. Sie sollen jeweils eine Definition von Gewalt ausarbeiten, die erstens, in Übereinstimmung mit der Partnerin oder Partner und zweitens, mit 2 weiteren Jugendlichen ist. Sie haben 15 Minuten Zeit eine Definition von Gewalt zu geben, der sie alle zustimmen können. Dann treffen wir uns im Seminarraum. "Gewalt ist ..." wird an die Tafel geschrieben und die Verben werden notiert. Diese Liste soll auf 3 Wörter verringert werden.

Gewalt ist
  • beeinträchtigen

  • Grenzen überschreiten

  • belästigen

  • beleidigen (Leid zu fügen)

  • zerstören

  • töten

  • weh tun

  • kaputt machen

  • kränken

  • verletzen

  • ärgern

  • benachteiligen

  • schädigen


Villigster Trainingshandbuch zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus. SOS- Rassismus-NRW, Edition Zebra, Seite 3.


Gewalt - keine Gewalt

Die folgenden Aussagen sollen entweder "Gewalt" oder "Keine Gewalt" zugeordnet werden. Jeder Jugendliche erhält eine Aussage. Seine Aussage soll er entweder bei Gewalt oder Keine Gewalt ablegen. Sie sollen ihre Entscheidung begründen. Anschließend sollen die Jugendlichen sich als Gruppe einigen über die Anordnung der Aussagen.





Villigster Trainingshandbuch zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus. SOS- Rassismus-NRW, Edition Zebra, Seite 26.


Rollenspiel

Wie verhältst du dich, wenn dich jemand im Bahnhof angreift?
Der Referent nahm einen Stock in Schaumgummi eingepackt und vereinbarte mit einer Teilnehmerin kein Schlagen. Er beschrieb den Bahnhof. Hier hatte er das Sagen, nicht vor dem Bahnhof bei den Taxis und auch nicht auf den Gleisen. Er ging auf sein Gegenüber zu. Sie ließ sich nicht provozieren. Sie berührte ihn nicht. Hätte sie das getan, hätte sie den Streit angefangen.



Nun wird die Bahnhofssituation noch einmal gespielt.

  • Jugendliche beraten sich, wie sie vorgehen können
  • Aufmerksamkeit erwecken, Öffentlichkeit, Wachsamkeit herstellen
  • Vermeiden
  • Laut Feuer rufen (Feuer ist besser als Hilfe oder Polizei)
  • Kontra paradoxes symbolisches Handeln – beten
  • Hilfe rufen mit Handy
  • Hilfe holen
Körpersprache und Körpergefühl stärken

Die Jugendlichen bilden Paare. Diese stehen sich gegenüber, sie sind aber 5 bis 6 Meter auseinander. Die Angreifer gehen auf ihr Gegenüber zu. Das Opfer soll:
  1. mit einem Wort Halt signalisieren
  2. mit einer Handbewegung
  3. mit einer Fußbewegung
  4. mit einer Körperbewegung

Es kommt zu keinem Körperkontakt. Anschließend wird überlegt wie gut das Wort oder die Geste, das Signal mit der Hand, dem Fuß oder der Körperbewegung gewirkt hat. Die Opfer zeigen nochmals ihre Geste. Ziel dieser Übung ist, in Ruhe die Wirkung des eigenen Verhaltens und die der anderen wahrzunehmen und zu studieren. Je mehr erfolgreiche Situationen geübt und reflektiert werden, desto größer wird das Verhaltensrepertoire.


Villigster Trainingshandbuch zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus. SOS- Rassismus-NRW, Edition Zebra, Seite 99 – 102.

Stopp-Schrei-Übung

Bei dieser kurzen Übung stehen die Teilnehmer im Kreis und beginnen mit einer Atem-Übung. "... Was passiert eigentlich, wenn ich schreien will und vorher tief ausatme ... wir werden das einmal ausprobieren.
Bitte atmet gleich ganz tief ein, danach tief aus und dann, auf mein Zeichen hin brüllen wir gemeinsam dieses eine Wort "STOPP" gemeinsam in die Mitte. Danach gibt der Trainer mit Sprache und Handbewegung das Zeichen zum einatmen ... ausatmen und dann rufen die Teilnehmer: STOPP.
Nun probieren wir es einmal genau umgekehrt. Wir atmen zuerst tief aus, dann feste ein, und dann brüllen wir gemeinsam STOPP. Danach gibt der Trainer mit Sprache und Handbewegung das Zeichen zum ausatmen ... einatmen und dann rufen die Teilnehmer: STOPP.
Eine Variante dieser Schrei-Übung ist, wenn jeweils eine Person ihre Nachbarin oder Nachbarn mit einem Wort anbrüllt. Anschließend wird überlegt, welche Wort passend oder unpassend sein könnte und warum.


Villigster Trainingshandbuch zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus. SOS- Rassismus-NRW, Edition Zebra, Seite 102 – 103.


Blindenführung

Partner/in dürfen sich die Jugendlichen selber auswählen. Einer Person werden die Augen verbunden, diese soll von der anderen geführt werden. Es darf kein Körperkontakt stattfinden.
Welches zwischenmenschliche "Mittel" hat bei diesem Spiel verhindert, dass sich jemand verletzt hat, weh getan hat, das Gewalt im Spiel war?

Villigster Trainingshandbuch zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus. SOS- Rassismus-NRW, Edition Zebra, Seite 86.


Sensibilisierung








Villigster Trainingshandbuch zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus. SOS- Rassismus-NRW, Edition Zebra, Seite 49 - 52.


Auswertung

Bitte summiere alle Noten der weiblichen bzw. männlichen Jugendlichen und teilen sie diese Summe durch die Anzahl der Jugendlichen (mit einer Stelle hinter dem Komma).

¡

Kopf
:

¡

Gesicht
:

¡

Hals
:

¡

Schulter
:

¡

Brust
:

¡

Arme
:

¡

Bauch
:

¡

Po
:

¡

Hand
:

¡

Geschlechtsteile
:

¡

Oberschenkel
:

¡

Knie
:

¡

Unterschenkel
:

¡

Fuß
:

Sie erhalten nun eine Rangfolge der eher zulässigen und eher unzulässigen (Tabus) Körperkontakte.

Villigster Trainingshandbuch zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus. SOS- Rassismus-NRW, Edition Zebra, Seite 49 – 52.


Selbstwertgefühl / Rechte

Um unser Selbstwertgefühl zu stärken, sollten wir uns vergegenwärtigen, welche Rechte wir auf der Erde und gegenüber anderen Menschen haben.

Unsere Rechte Ich nehme dieses Recht meist wahr Ich nehme dieses Recht meistens nicht wahr Wann habe ich dieses Recht das letzte Mal wahrgenommen?
1. Mit Respekt behandelt zu werden


2. Gefühle + Meinungen haben + diese zu äußern


3. angehört + ernst genommen werden


4. Prioritäten setzen


5. Nein sagen, ohne sich schuldig zu fühlen


6. Wünsche äußern


7. Bekommen wofür ich bezahlt habe


8. Von Fachleuten Informationen erhalten


9. Fehler machen


10. Gelegentlich auf Selbstbehauptung verzichten



Quelle: Susanne Motamedi. Richtig Streiten – Konflikte lösen. Kreuz, 1997, ISBN 3-268-00203-X, Seite 33.


Pflichten

Die Kehrseite der Rechte sind Pflichten.
Was Du als Rechte einforderst von anderen Menschen,
ist Deine Pflicht gegenüber anderen Menschen.



Konfliktfähigkeit verbessern

Dazu gehört, deine eigenen Gefühle kennen zu lernen.

Deine eigenen Gefühle lernst du nur kennen, wenn du sie beobachtest.

 Lisa wird nicht abgeholt.   






 Lisa denkt "doofer Kerl".   






 Lisa fühlt sich im Stich gelassen.   






 Lisa macht Vorwürfe.


Reiz
Pfeil

Gedanke
Pfeil

Gefühl
Pfeil

Handlung


Quelle: Susanne Motamedi. Richtig Streiten – Konflikte lösen. Kreuz, 1997, ISBN 3-268-00203-X, Seite 50.



Um unsere Konfliktfähigkeit zu verbessern, müssen wir die Ereignisfolge zwischen Gefühl und Verhalten unterbrechen.


    Gefühl

    Zähle bis 10.

    Atme tief ein und aus.

    Denken einschalten.

    Handlung


Reagiere einmal anders


Lisa wird nicht abgeholt.

Reiz

Pfeil
Pfeil
Pfeil

Lisa denkt "doofer Kerl" Lisa denkt "ich habe Zeit gewonnen" Lisa nimmt an, dass ihr Freund noch jemand getroffen hat.

Gedanke

Pfeil
Pfeil
Pfeil

Lisa fühlt sich im Stich gelassen Lisa freut sich Lisa ist neugierig

Gefühl

Pfeil
Pfeil
Pfeil

Lisa macht Vorwürfe Lisa schreibt einen Brief und begrüßt ihren Freund freundlich Lisa begrüßt den Freund mit einer Frage

Handlung



Quelle: Susanne Motamedi. Richtig Streiten – Konflikte lösen. Kreuz, 1997, ISBN 3-268-00203-X, Seite 32.


Gewaltloser Widerstand - Gandhi - Film

Der Film hat angefangen mit der Ermordung von Gandhi.
Gandhi war besitzlos, ohne Titel, ohne Position. Er war außerdem ein kleiner Mann.
Daran anschließend wurde sein Leben aufgerollt.

Er war Inder. Er hatte in England Jura studiert. Er kam nach Afrika. Dort reiste er im Zug in der 1. Klasse. Das war für einen Menschen mit brauner Hautfarbe nicht erlaubt. Er wollte nicht in die 3. Klasse umziehen, so wurde er einfach aus dem Zug geworfen.
Es gab in Afrika Gesetze, die gegen Inder diskriminierten.
Er hat die Ausweise verbrannt. Er hat dafür Prügel eingesteckt.

Gandhi hat aber auch gegen die eigenen Vorurteile der Indischen Kaste gehandelt. Seine Überzeugung war, dass alle Menschen gleich Gottes Geschöpfe sind. Die Unterschiede zwischen Menschen machen Menschen. Toiletten reinigen war unter der Würde eines Inders in der gehobenen Kaste. Dafür waren andere Inder zuständig. Damit hat Gandhi abgelehnt. Jeder kann "Reihe um" alle Tätigkeiten, die anfallen, ausüben.

Die Engländer wollten mit Gewalt gegen den gewaltlosen Widerstand der Inder angehen. In Afrika hat es nicht geklappt. Sie hatten sich alle auf die Erde gelegt.
Die Pferde weigerten sich, über Menschen zu trampeln.

Was ist unbesiegbar? Die Wahrheit ist und bleibt die Wahrheit.

Er ist nun nach Indien zurückgekehrt. Dort regierten die Engländer.
In Indien gibt es unterschiedliche Religionsgruppen: Hindus, Islam, Christentum, etc.
Die Engländer meinten, sie würden die unterschiedlichen Religionsgruppen so regieren, dass sie friedlich miteinander leben können.

Gandhi reiste durch Indien. Er hat gehört und gesehen, das arme indische Bauern von reichen Indern ausgebeutet wurden. Die reichen Inder hatten auch große Häuser, Auto und Chauffeur. Gandhi hatte es abgelehnt, im Auto gefahren zu werden, er ist zu Fuß gegangen. Im Hause des Inders hat er dem Diener, das Tablett aus der Hand genommen und hat selber den Tee serviert.

Es schlossen sich Inder seiner Idee an. Er wollte ein freies Indien, keine Vorherrschaft von England.
Gandhi hat gewaltfreien Widerstand gepredigt und gelebt.



Quelle des Bildes: Für Sie 25/2000, Seiten 105 – 106.


"Engel" werden kann man lernen


eine Engel Statue als Photo in Für Sie 25/2000, Seite 105
Quelle des Bildes: Für Sie 25/2000, Seiten 105 - 106.



eine MS ClipArt Pute
Quelle: MS ClipArt

Mit ein bisschen mehr
    Mut
    Nächstenliebe und
    Achtung
vor den anderen ist schon ein wesentliches Stück auf dem Weg zu einer besseren Welt geschaffen.

Mut haben, auch wenn wir ausgelacht werden.
Helfen, wo andere wegsehen.
Hinhören, wenn uns einer braucht.


Engel werden kann man lernen

Wo fehlt es am meisten?

Toleranz
    Wir kennen einander nicht.
    Trotzdem lehnen wir alles von vornherein ab, was nicht so ist wie wir.

Mut
    Nicht kuschen, nicht buckeln.

Verantwortung
    Verantwortung nicht auf andere abwälzen.
    Mutig sein ist eine Herausforderung. Wir sollten uns gegenseitig dabei helfen.

Zuverlässigkeit
    Ohne Zuverlässigkeit geht nichts und trotzdem ist sie Mangelware.

Achtung
    Das Göttliche in mir, grüßt das Göttliche in dir.


Nächstenliebe
    Hinsehen und hingehen, wo wir gebraucht werden.
    Nächstenliebe kann nicht delegiert werden.
    Mögen uns Engel begegnen, wenn wir selber einmal in Not sind.

Verzeihen
    Es gibt kein menschliches Zusammenleben ohne Verzeihung.

Mitleid
    Lasse zu, vom Leid des anderen berührt zu werden.

Lächeln
    J Ein "Smiley" soll uns zum Lächeln auffordern.
    Lächeln baut Brücken.
    Es verscheucht Missmut, Ärger, Angst.
    Wir sollten Engel werden für die,
    die nicht mehr lächeln können.

Teilen
    Wir brauchen die anderen, und die anderen brauchen uns.

Quelle: Für Sie 25/2000, Seiten 105 – 106.


Übungsblatt - Engel werden kann man lernen

Wo fehlt es am meisten?

    Toleranz
    Mut
    Zuverlässigkeit
    Achtung
    Nächstenliebe
    Verzeihen
    Mitleid
    Lächeln
    Teilen
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Kennst Du ein Lied, was eines oder mehrerer dieser Worte hat?


Musikalischer Ausklang


As Long As You Love Me

Although loneliness has always been a friend of mine
I’m leaving my life in your hands
People say I’m crazy and that I am blind
Risking it all in a glance
How you got me blind is still a mystery
I can’t get you out of my head
Don’t care what is written in your history
As long as you here with me

Chorus
I don’t care who you are
Where you’re from
What you did
As long as you love me
Who you are
Where you’re from
Don’t care what you did

Every little thing you have said and done
Feels like it’s deep within me
Doesn’t really matter if you’re on the run
It seems like we’re meant to be

Bridge
I’ve tried to hide it so that no one knows
But I guess it shows
When you look into my eyes
What you did and where you’re comin’ from
I don’t care, as long as you love me, baby.

Backstreet Boys

The Backstreet Boys

"As long as you love me!"

    a) Das Lied der Backstreet Boys hören.
    b) Das Lied kann mit 3 Griffen auf der Gitarre begleitet werden.
    c) Die Bedeutung des Refrain des Liedes sagen.

I don’t care who you are
Where you’re from
What you did
As long as you love me
Who you are
Where you’re from
Don’t care what you did
Mir ist es egal, wer du bist
Wo du her kommst!
Was du getan hast!
So lange du mich liebst!
Wer du bist!
Wo du her kommst!
Mir ist es egal, was du getan hast


d) Warum ist die Liebe so wichtig?

Dem Menschen, den du wirklich liebst, wirst du nichts Böses an tuen.
Du wirst den geliebten Menschen
    nicht bestehlen,
    nicht fremd gehen,
    nicht verletzen / töten,
    nicht schlecht über den geliebten Menschen reden,
    nichts beneiden.
As long as you love me! = Solange du mich liebst erfüllst du alle Gebote!
Darum ist die Liebe so wichtig.

Die Liebe ist
    geduldig und
    freundlich

Die Liebe ist nicht
    eifersüchtig
    angeberisch
    arrogant
    roh
Die Liebe sucht nicht den eigenen Vorteil.

Die Liebe ist nicht
    reizbar oder nachtragend.

Die Liebe freut sich nicht über Ungerechtigkeiten.






Schlusswort

Wenn ihr heute an diesem Anti-Gewalt Tag gelernt habt, dass ihr lieben sollt, dann habt ihr genug gelernt.
Es ist deine Pflicht zu lieben. Du bist auf dieser Erde, um zu lieben.
Gewalt kann nur mit Liebe besiegt werden. Da kann jeder bei sich selbst anfangen.


All You Need Is Love
(Lennon/ McCartney)

Love, love, love.
Love, love, love.
Love, love, love.

There’s nothing you can do that can’t be done.
Nothing you can sing that can‘ be sung.
Nothing you can say,
but you can learn how to play the game.
It‘ easy!

There’s nothing you can make that can‘t be made.
No one you can save that can‘t be saved.
Nothing you can do,
but you can learn how to, be you in time.
It’s easy!

There’s noting you can know that isn’t known.
Nothing you can see that isn’t shown.
Nowhere you can be,
that isn’t where you’re meant to be.
It’s easy!

All you need is love.
All you need is love.
All you need is love.
Love, that’s all you need.



Auswertung

Beurteile, was hat Dir gefallen?

Inhalt

J

K

L

Lied


Gewalt – Definition


Aussagen zu Gewalt


Rollenspiel
- Bahnhof



Stopp, Halt


Schreien üben


Blind geführt
- Vertrauen



Körperteile


Selbstwertgefühl
- Rechte



Selbstbeobachtung
  • Reiz
  • Gedanke
  • Gefühl
  • Tat



Gandhi
- gewaltloser Widerstand



"Engel" werden


Bewertung





Literatur

Lennon / McCartney We Can Work It Oot

Römer 12, 9-21 vermittelt das Modell christlichen Verhaltens in persönlichen Beziehungen.

Villigster Trainingshandbuch zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus. SOS- Rassismus-NRW, Edition Zebra.

Die Internet Adresse ist http://www.sos-rassismus-nrw.de/

Susanne Motamedi. Richtig Streiten - Konflikte lösen. Kreuz, 1997, ISBN 3-268-00203-X, Seite 33.

Ein Artikel "Engel werden kann man lernen" in Für Sie 25/2000, Seiten 105 - 106.

The Backstreet Boys - As Long As You Love Me

Lennon and McCartney - All Yor Need Is Love

Liebe 1 Korinther 13, 4 - 7.

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