Inhaltsverzeichnis
1. Programmübersicht des Seminars 2. Musikalischer Einstieg 3. Was ist Gewalt? 4. Gewalt - Keine Gewalt 5. Übungen
b) Körpersprache c) Stopp-Schrei Übung d) Blindenführung 7. Selbstwertgefühl / Rechte 8. Konfliktfähigkeit verbessern 9. Gewaltloser Widerstand (Gandhi Film) 10. "Engel" werden kann man lernen 11. Musikalischer Ausklang 12. Auswertung Literatur |
![]() Anhänger eines Engels |
Der Text, der unter der Überschrift "Zwischenmenschlichen Beziehungen" steht, ist im Seminar nicht verwendet worden. Es sind meine eigenen Richtlinien.
Für die Vorbereitung zu diesem Seminar habe ich selber ein Seminar besucht. Auf diesem Seminar habe ich die Übungen kennengelernt, die im Villigster Trainingshandbuch zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus. SOS- Rassismus-NRW, Edition Zebra, veröffentlicht sind. Die Internet Adresse ist http://www.sos-rassismus-nrw.de/
Die Übungen und Sensibilisierung habe ich teils auf dem Seminar erlebt und teils aus den Büchern ausgewählt. Was ist Gewalt? Die Übung besteht darin, Aussagen zu klassifizieren, ob diese Gewalt oder keine Gewalt beinhalten. Hier kann man auch seine eigenen Aussagen schreiben. Wir haben Aussagen ausgewählt und diese jeweils auf einer Seite in groß möglichster Schrift getippt. Diese Blätter konnten dann auf dem Boden zwischen den beiden Polen "Gewalt" - "keine Gewalt" hingelegt werden. Anschließend wurde überlegt, ob die Anordnung der Aussagen stimmte. Argumente und Gegenargumente wurden gegeben, um eine Zuordnung zu rechtfertigen.
Wir hatten auch Übungen gespielt, die ich mit unseren Jugendlichen auf keinen Fall spielen wollte. Im Seminar hatte ich das Elephanten Spiel so erlebt, daß es meines Erachtens gewalttätiges Verhalten entfesselte.
Die Anleitung zu den weiteren Übungen Rollenspiel, Stopp, Schreien, Blindenführung sind im Text erläutert. Zeitlich hatte es ausgezeichnet geklappt mit den Übungen. Ohne es vorher geübt zu haben, hatte es mit der Zeit gut geklappt. Von 8:30 bis 10:00 Uhr hatten wir die Übungen durchgespielt.
Die Übungen von 8:30 bis 10:00 Uhr hatten in der Aula stattgefunden. Wir sind in der Zeit sehr gut hin gekommen. Nach der Kaffee Pause sind wir in ein Klassenzimmer gegangen. Der Szenenwechsel war gut. Nun folgten vor der Mittagspause Denkaufgaben.
Die Sensibilisierung Übung war sehr gut. Die Darstellung des männlichen und weiblichen Körpers war andeutungsweise. Mit dieser Aufgabe wurde nicht nur der Körper reflektiert, sondern es wurde auch gerechnet. Der Mittelwert wurde getrennt errechnet für die Mädchen und Jungens. Das Ergebnis war geschlechtsspezifisch. Die Jungens waren gar nicht abgeneigt angefaßt zu werden. Da wir eine kleine Gruppe von Jugendlichen hatten, 16 insgesamt, kann von einem statistisch signifikanten unterschiedlichen Ergebnis nicht gesprochen werden.
Bei der Selbstwertgefühl /Rechte Übung hatten wir einen Jungen, der meinte, dass er die Rechte bestimmt nicht wahrnimmt. Wichtig ist, das wir das, was wir als Recht einfordern können, wir als Pflicht anderen Menschen gegenüber haben.
Der Ablauf von Reiz - Gedanke - Gefühl - Handlung wurde zuerst an die Tafel geschrieben. Anschließend wurde das Beispiel von Lisa erörtert. Wie sehr unsere Gefühle von unseren Gedanken gesteuert werden, zeigt sich darin, was Lisa denkt.
Was gewaltloser Widerstand bedeutet, hat der Gandhi Film gezeigt. Nach der Mittagspause wurde der 2. Teil von Gandhi Film gezeigt. Da der Film Überlänge hat, hatten wir den ersten Teil des Filmes uns eine Woche vorher angesehen. Diesen Film hatten wir aus der Stadtbibliothek Leverkusen ausgeliehen.
In der Zeitschrift Für Sie war ein passender Artikel zum Anti-Gewalt-Tag: "Engel" werden kann man lernen. Erst wurden die Begriffe dargelegt. Anschließend wurden die Begriffe in einem Übungsblatt verwendet. Es kamen sehr nette Zeichnungen zustande. Es wurden auch gute Vorschläge gemacht.
Der Tag wurde beendet mit einer Auswertung. Es wurden noch einmal alle Übungen und Aufgaben genannt. Gleichzeitig diente diese Auswertung auch als Zusammenfassung. Wir ließen den Tag Revue passieren. Wir hatten diese Auswertung am Flip Chart vorgenommen. Damit war die Auswertung nicht privat. Leicht wird eine Bewertung übernommen, anstatt selber zu denken. Das könnte man beim nächsten Mal anders machen. Jeder Jugendliche sollte ein Beurteilungsblatt erhalten.
Wir hatten den musikalischen Ausklang nach der Auswertung geplant, so wie wir am Anfang mit einem musikalischen Einstieg begonnen hatten. Jedoch nach der Auswertung waren die Jugendlichen interessiert nach Hause zu gehen. Die Musik spielte als Hintergrund Musik, aber pädagogisch wurde es nicht weiter benutzt.
Anti-Gewalttag – Seminar
22.03.2001
Die Überlebungschance der Menschen ist zu einem gewissen Grad immer davon abhängig, dass man miteinander leben, arbeiten und auskommen kann. Die zwischenmenschlichen Beziehungen werden durch vielerlei Gesetze und Gebote geregelt.
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Besitz Familie Leben Ehre Neid |
nicht stehlen nicht Ehebrechen nicht töten nicht verleumden nicht begehren, was einem anderen gehört |
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Körperliche Gewalt - Verbale Gewalt - Seelische Gewalt - Sadismus - Masochismus - |
schlagen, kratzen, beißen, treten name calling, mit Wörtern betitulieren jemanden dominieren, kommandieren, auf den Gefühlen eines anderen herumtreten, zwingen Neid oder Hass können Gewalt zur Folge haben. Freude an Gewalt Freude gequält zu werden |
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Lieben - gewaltloser Widerstand - Streitschlichtung - |
alle Religionen haben das als Ziel Gandhi hat uns das gelehrt Methoden kennen lernen |
Die Jugendlichen sollen Gewalt definieren. Erst alleine, anschließend mit einer Partnerin, einem Partner, und zum Schluss mit 2 weiteren Jugendlichen. Sie sollen jeweils eine Definition von Gewalt ausarbeiten, die erstens, in Übereinstimmung mit der Partnerin oder Partner und zweitens, mit 2 weiteren Jugendlichen ist. Sie haben 15 Minuten Zeit eine Definition von Gewalt zu geben, der sie alle zustimmen können. Dann treffen wir uns im Seminarraum. "Gewalt ist ..." wird an die Tafel geschrieben und die Verben werden notiert. Diese Liste soll auf 3 Wörter verringert werden.
Gewalt istDie folgenden Aussagen sollen entweder "Gewalt" oder "Keine Gewalt" zugeordnet werden. Jeder Jugendliche erhält eine Aussage. Seine Aussage soll er entweder bei Gewalt oder Keine Gewalt ablegen. Sie sollen ihre Entscheidung begründen. Anschließend sollen die Jugendlichen sich als Gruppe einigen über die Anordnung der Aussagen.

Wie verhältst du dich, wenn dich jemand im Bahnhof angreift?
Der Referent nahm einen Stock in Schaumgummi eingepackt
und vereinbarte mit einer Teilnehmerin kein Schlagen.
Er beschrieb den Bahnhof.
Hier hatte er das Sagen, nicht vor dem Bahnhof
bei den Taxis und auch nicht auf den Gleisen.
Er ging auf sein Gegenüber zu.
Sie ließ sich nicht provozieren.
Sie berührte ihn nicht. Hätte sie das getan,
hätte sie den Streit angefangen.
Es kommt zu keinem Körperkontakt. Anschließend wird überlegt wie gut das Wort oder die Geste, das Signal mit der Hand, dem Fuß oder der Körperbewegung gewirkt hat. Die Opfer zeigen nochmals ihre Geste. Ziel dieser Übung ist, in Ruhe die Wirkung des eigenen Verhaltens und die der anderen wahrzunehmen und zu studieren. Je mehr erfolgreiche Situationen geübt und reflektiert werden, desto größer wird das Verhaltensrepertoire.
Bei dieser kurzen Übung stehen die Teilnehmer im Kreis
und beginnen mit einer Atem-Übung. "...
Was passiert eigentlich, wenn ich schreien will
und vorher tief ausatme ... wir werden das einmal ausprobieren.
Bitte atmet gleich ganz tief ein, danach tief aus und dann,
auf mein Zeichen hin brüllen wir gemeinsam
dieses eine Wort "STOPP" gemeinsam in die Mitte.
Danach gibt der Trainer mit Sprache und Handbewegung das Zeichen
zum einatmen ... ausatmen und dann rufen die Teilnehmer: STOPP.
Nun probieren wir es einmal genau umgekehrt.
Wir atmen zuerst tief aus, dann feste ein, und dann brüllen
wir gemeinsam STOPP.
Danach gibt der Trainer mit Sprache und Handbewegung das Zeichen
zum ausatmen ... einatmen und dann rufen die Teilnehmer: STOPP.
Eine Variante dieser Schrei-Übung ist, wenn jeweils eine Person
ihre Nachbarin oder Nachbarn mit einem Wort anbrüllt.
Anschließend wird überlegt, welche Wort passend oder unpassend
sein könnte und warum.
Partner/in dürfen sich die Jugendlichen selber auswählen.
Einer Person werden die Augen verbunden,
diese soll von der anderen geführt werden.
Es darf kein Körperkontakt stattfinden.
Welches zwischenmenschliche "Mittel" hat bei diesem Spiel verhindert,
dass sich jemand verletzt hat, weh getan hat, das Gewalt im Spiel war?


Bitte summiere alle Noten der weiblichen bzw. männlichen Jugendlichen und teilen sie diese Summe durch die Anzahl der Jugendlichen (mit einer Stelle hinter dem Komma).
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Kopf | : | ||
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Gesicht | : | ||
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Hals | : | ||
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Schulter | : | ||
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Brust | : | ||
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Arme | : | ||
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Bauch | : | ||
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Po | : | ||
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Hand | : | ||
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Geschlechtsteile | : | ||
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Oberschenkel | : | ||
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Knie | : | ||
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Unterschenkel | : | ||
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Fuß | : |
Sie erhalten nun eine Rangfolge der eher zulässigen und eher unzulässigen (Tabus) Körperkontakte.
Villigster Trainingshandbuch zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus. SOS- Rassismus-NRW, Edition Zebra, Seite 49 – 52.
| Unsere Rechte | Ich nehme dieses Recht meist wahr | Ich nehme dieses Recht meistens nicht wahr | Wann habe ich dieses Recht das letzte Mal wahrgenommen? |
| 1. Mit Respekt behandelt zu werden | |||
| 2. Gefühle + Meinungen haben + diese zu äußern | |||
| 3. angehört + ernst genommen werden | |||
| 4. Prioritäten setzen | |||
| 5. Nein sagen, ohne sich schuldig zu fühlen | |||
| 6. Wünsche äußern | |||
| 7. Bekommen wofür ich bezahlt habe | |||
| 8. Von Fachleuten Informationen erhalten | |||
| 9. Fehler machen | |||
| 10. Gelegentlich auf Selbstbehauptung verzichten |
Die Kehrseite der Rechte sind Pflichten.
Was Du als Rechte einforderst von anderen Menschen,
ist Deine Pflicht gegenüber anderen Menschen.
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Lisa wird nicht abgeholt.
Lisa denkt "doofer Kerl". Lisa fühlt sich im Stich gelassen. Lisa macht Vorwürfe. |
Reiz Gedanke Gefühl Handlung |
Um unsere Konfliktfähigkeit zu verbessern, müssen wir die Ereignisfolge zwischen Gefühl und Verhalten unterbrechen.
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Lisa wird nicht abgeholt. |
Reiz |
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| Lisa denkt "doofer Kerl" | Lisa denkt "ich habe Zeit gewonnen" | Lisa nimmt an, dass ihr Freund noch jemand getroffen hat. |
Gedanke |
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| Lisa fühlt sich im Stich gelassen | Lisa freut sich | Lisa ist neugierig |
Gefühl |
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| Lisa macht Vorwürfe | Lisa schreibt einen Brief und begrüßt ihren Freund freundlich | Lisa begrüßt den Freund mit einer Frage |
Handlung |



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I don’t care who you are Where you’re from What you did As long as you love me Who you are Where you’re from Don’t care what you did |
Mir ist es egal, wer du bist Wo du her kommst! Was du getan hast! So lange du mich liebst! Wer du bist! Wo du her kommst! Mir ist es egal, was du getan hast |
| Inhalt |
J |
K |
L |
| Lied | |||
| Gewalt – Definition | |||
| Aussagen zu Gewalt | |||
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Rollenspiel - Bahnhof |
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| Stopp, Halt | |||
| Schreien üben | |||
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Blind geführt - Vertrauen |
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| Körperteile | |||
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Selbstwertgefühl - Rechte |
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Selbstbeobachtung
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Gandhi - gewaltloser Widerstand |
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| "Engel" werden | |||
| Bewertung |