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Der Name kann eine Siedlung des "Delu" bedeuten, kann aber auch aus dem altslawischen "dolni" f�r Niederung oder aus dem Wort "Udoli" f�r Tal abgeleitet werden. Damit w�rde es sich best�tigen, da� es sich um einen "Talort" gehandelt hat. Der Name D�lau bedeutet H�user auf der Heide, auf der Waldbl��e. Das europ�ische Urwort del bezeichnet sonnig, hell und hei�.1376 wurde D�lau in einer Urkunde erstmalig als "Delowe" erw�hnt. Im Laufe der Zeit entstand aus Delou, Delau und schlie�lich die heutige Bezeichnung "D�lau". Den ersten st�rkeren Zuzug erhielt das Dorf durch die Flaml�nder, die zwischen 1150 und 1200 hier ansiedelt wurden. Zweierlei brachten sie mit: ihren Schutzheiligen Nikolaus, dem die um 1250 gebaute Kirche geweiht ist und den Weinbau. Im Mittelalter dehnten sich n�rdlich und westlich vom Dorfe Weinberge aus. In den Jahren des Drei�igj�hrigen Krieges hatten die D�lauer, wie auch die Einwohner benachbarter Orte unter den schwedischen Soldaten schwer zu leiden. Die Reste der "Schwedenschanze" und deren Name erinnern noch heute daran. Die schwersten K�mpfe zwischen den Schweden und den Kaiserlichen fanden Anfang des Jahres 1636 statt. Zwischen der Heide und der Saale trafen die Heere aufeinander. D�lau wurde total zerst�rt und mu�te nach den Kampfhandlungen v�llig neu aufgebaut werden. Der Ort entstand nicht an alter Stelle, sondern �stlich der Kirche "St. Nikolaus et Antonius". Noch heute f�llt der ungew�hnliche Standort der Kirche zum Ortskern auf, wenn man davon ausgeht, dass Kirchen gew�hnlich im Mittelpunkt ihrer Gemeinden standen. Als nach dem 30j�hrigem Kriege die Gemeinde D�lau der brandenburgisch-preu�ischen Verwaltung zugeordnet wurde und zum Herzogtum Magdeburg geh�rte, traten auch hier um 1680 strukturelle Ver�nderungen ein. Wie in Nachbarorten Brachwitz und L�bej�n kam auch in D�lau der Bergbau auf. Hier fand man Steinkohle, mit deren F�rderung 1736 begonnen wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt war D�lau den meisten Einwohnern der 12 km entfernten Stadt Halle unbekannt und blieb ein vertr�umtes kaum beachtetes Heided�rfchen. Der zwischen Halle und D�lau liegende Wald riegelte das Dorf f�rmlich von der Stadt ab. Die im Wald lebenden W�lfe waren stellten f�r jeden Reisenden eine potentielle Gefahr dar. Erst 1736 lernte man den nordwestlich gelegenen Ort n�her kennen, als hier in der D�lauer Flur ein rationeller Abbau von Steinkohle zur Versorgung der halleschen Salinen einsetzte. Schon im17. Jahrhundert grub man in der D�lauer Flur nach Kohle, wo man allerdings keine zusammenh�ngenden Fl�ze, sondern ausschlie�lich "Nieren" vorfand. Trotzdem baute man erfolgreich ab und besch�ftigte in der Grube "Anna" bis zur Stillegung 1806 zeitweilig �ber einhundert Bergleute. Hauptabnehmer der D�lauer Steinkohle waren die Salinen in Halle. D�lau wurde das Dorf der Bauern und Bergleute. Nach einigen Jahrzenten traten jedoch die ersten Probleme mit der Steinkohle auf.. Die niedrigen Preise und die durch die Abwehr des Wassers st�ndig wachsenden Unkosten machten den Bergbau unrentabel. Zudem hatte man mit dem schnell steigendem Grundwasser zu k�mpfen. Als im Jahre 1802 eine Wasserkatastrophe eintrat, spitzte sich die Situation zu. Infolge der kriegerischen Kampfhandlungen beim Einfall der Franzossen im Jahre 1806 war dann die Zeche wirtschaftlich nicht mehr in der Lage die Kohlef�rderung aufrecht zu erhalten. Die in der Mitte des 19.Jahrhunderts beginnende Industrialisierung der Stadt Halle ging einher mit der Suche nach in der N�he liegenden Kohlevorkommen. Ein halbes Jahrhundert sp�ter, am 1. Juni 1852, schlo� man den Schacht neu auf, jetzt unter dem neuen Namen "Humboldt", der als interessierter Wissenschaftler einst diese Grube besichtigte. Die schon l�ngst gedrosselte Salzproduktion der halleschen Saline ben�tigte jedoch kaum noch Brennstoffe, so da� die unrentable Grube bald wieder geschlossen wurde. Die D�lauer Bergleute arbeiteten jetzt in den Nietlebener und Zscherbener Sch�chten. Der Bergmannssteig in der D�lauer Heide erinnert noch heute an diesen t�glichen Arbeitsweg.
Nur langsam vollzog sich eine Ann�herung D�laus zur Saalestadt Halle, obwohl man bereits zwischen 1841 und 1847 eine bequeme Stra�e durch die damals noch unerschlossene Heide anlegte. Die Er�ffnung der Halle-Hettstedter-Eisenbahn mit ihren beiden Haltepunkten "Heide" und "D�lau" im Jahre 1896 trug ma�geblich zur Entwicklung der bis 1950 selbst�ndigen Gemeinde bei. F�r viele Fahrg�ste und Besucher Halles k�ndigte der Bahnhof D�lau und die anschlie�ende Strecke durch die Heide die nahe Saalestadt und das Ende ihrer Reise an. Jedoch bedeutete f�r jene unz�hligen halleschen Einwohner, welche zwischen 1945 und 1961 mit der Hettstedter Bahn f�r immer in Richtung Westen fuhren, der Haltepunkt D�lau das endg�ltige Zur�ck lassen der Heimat. Die Einrichtung der ersten Ausflugslokale "Waldhaus" 1897 und "Heidekrug" 1900 f�hrten nun zum endg�ltigen Durchbruch D�laus, und zahlreiche, finanziell gutgestellte Einwohner der im Industrie-grau versinkenden Saalestadt verlegten ihren Wohnsitz hierher an den Heiderand. Untrennbar mit dem Stadtteil D�lau verbunden ist das sehr reizvoll gelegene Bezirkskrankenhaus, das von 1937 bis 1940 als hochmodernes Luftwaffenlazarett errichtet wurde. Am 1.April l946 ging der Komplex in die H�nde der Stadt Halle �ber, welche bis dahin kein eigenes, stadtisches Krankenhaus besa�. 1959/60 �bernahm der ehemalige Bezirk Halle die Tr�gerschaft �ber das Krankenhaus am Nordwestrand der Heide.
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