Nana Mouskouri

Pour tous les amoureux (Audio)

Une chanson pour tous les amoureux, pour le bonheur
Une chanson écrit' avec les yeux, avec le cœur
Pour ceux qui ont compris que l'existence
n'est qu'un immense besoin de vivr' à deux.

Tellement d'espoir doit grandir pour tous ceux qui se disent
que la musique leur dessin' un sourir',
une prière à deux, soleil sur une plage,
une ballade pour tous les amoureux.

Une chanson pour tous les amoureux qui ont pleuré
pour ceux qui sont déjà si malheureux et séparés,*
une chanson couleur de notre enfance,
que l'espérance n'a pas laissé tomber.

Tellement d'espoir doit grandir pour tous ceux qui sont tristes
que la musique leur dessin' un sourir',
pour tous les amoureux, pour nous cette ballade,
que Dieu te garde, que je revoie tes yeux,
une ballade pour tous les amoureux.


*Daß sie dieses Wort anno 1980 noch in den Mund nahm...
Ich bekomme regelmäßig böse E-mails von einem N.M.-Hasser, der mir vorwirft, nur sie und Dalida gelten zu lassen. Aber das stimmt garnicht. Ich war mal ein Dalida-fan - bis zu ihrem Selbstmord, den ich unverzeihlich fand. Und was N.M. anbelangt, so ist sie künstlerisch gewiß über jeden Zweifel erhaben: Sie hat eine sehr schöne Stimme, kann sehr gut singen** - dazu noch in sehr vielen Sprachen -, und in ihrem sehr umfangreichen Repertoire gibt es kaum eine Aufnahme, die man wirklich als "mißlungen" bezeichnen könnte. (Mir fällt spontan nur eine einzige ein, nämlich "To pélagos eínai wathý" - darüber habe ich hier ausführlich geschrieben -; aber dafür konnte sie nichts, sondern es lag am Lied; sie stand damals noch ganz am Anfang ihrer Karriere und mußte singen, was man ihr vorsetzte, egal wie gut oder schlecht es war.) Doch menschlich ist sie eine Null, nein, viele Nullen... aber der Reihe nach:
Ihr erster Ehemann war ein kleiner Gitarrist namens Giórgos Petsílas. Er war gerade gut genug, um sie in seiner Band singen zu lassen, ihr ein paar Lieder zu arrangieren und ihre Karriere in Gang zu bringen. Aber das genügte ihr nicht. Als sie André Chapelle kennenlernte, einen hochkarätigen Produzenten, Manager und Finanzjongleur - also ein ganz anderes Kaliber (wahrscheinlich auch im Bett, denn er war um einiges jünger als Petsílas) -, verließ sie ihren Ehemann und ihre beiden kleinen Kinder kaltlächelnd und zog mit ihm in die Schweiz. (Nein, nicht auf der Flucht vor dem bösen Militärregime, wie sie später gerne behauptete, sondern erst unmittelbar nach dessen Sturz!) Sie mußte es nicht bereuen, denn Chapelle machte sie zum Weltstar und zur Multimillionärin. (Ihr Vermögen bzw. das der von ihr kontrollierten Gesellschaften und Stiftungen wird auf einen dreistelligen Millionenbetrag - also 8 Nullen - geschätzt, wohlgemerkt nicht in Drachmen, sondern in Schweizer Fränkli.) Von Petsílas sprach sie danach nur noch herablassend als "Monsieur Mouskouri".
Aber in Wahrheit war es umgekehrt: Sie war 43 Jahre lang Kyría Petsílas, d.h. sie mußte fast 30 Jahre - bis ihr Ehemann an Altersschwäche starb und sie so zur "ehrbaren" Witwe wurde - darauf warten, daß sie ihr ehebrecherisches Verhältnis legalisieren und Madame Chapelle werden konnte. Sie hatte zwar versucht, sich scheiden zu lassen, aber vergeblich, denn damals galt noch das Verschuldensprinzip, und ihrem Ehemann war partout kein Verschulden nachzuweisen - die Schuld lag ganz allein bei ihr. Deshalb konnte sie vor Gericht keinen "Divorce" erreichen, sondern nur eine "Séparation" (Trennung von Tisch und Bett), und deshalb bekam der Vater auch das alleinige Sorgerecht für beide Kinder zugesprochen.
Soviel zu all den schönen Liedern von Liebe und Treue, die N.M. gesungen hat; aber ich betone ja immer wieder, daß man so etwas nicht autobiographisch nehmen darf - bei Anderen doch auch nicht! C'est la vie, und macht Euch nichts vor, liebe Musikfreunde: Jede Frau ist käuflich. Und Ihr, liebe Musikfreundinnen, bitte ebensowenig, denn auch jeder Mann ist käuflich. Jeder Mensch ist käuflich - es kommt bloß auf die Höhe des Preises an. Und wenn man N.M. etwas nicht nachsagen kann, dann ist es, sich zu einem niedrigen Preis verkauft zu haben!
Gewiß, es gibt Ausnahmen, welche die Regel bestätigen. Eine davon war Monsieur Mouskouri Kýrios Petsílas, der standhaft alle Angebote, sich die "schuldige" Scheidung abkaufen zu lassen, zurückwies. Ich werde hier nicht verraten, wie hoch sie waren, und auch sonst keine Einzelheiten breittreten, denn meine Quelle - ein Berufskollege, der die Übersetzungen der Anwaltsschreiben gemacht hat - hätte mir natürlich nichts von Alledem erzählen dürfen, von wegen Verschwiegenheitspflicht; aber soviel darf ich verraten: Ich an seiner Stelle wäre nicht so standhaft gewesen, sondern hätte angenommen und das Kindermädchen geheiratet, das die Kinder eh für ihre Mutter hielten - auch wenn es nicht so gut singen konnte ;-)


**Das steht in auffallendem Gegensatz zu ihrer schlechten Aussprache beim Sprechen. Ich habe hier ein Interview im griechischen Fernsehen gefunden, wo das besonders deutlich wird: Sie nuschelt so stark, daß der Sender es mit Untertiteln - wohlgemerkt auf Griechisch, für griechische Zuschauer, die das sonst nicht verstehen könnten! - versehen hat. Aber sie war ja keine Schauspielerin. (Wenn sie mal in einem Film mitgespielt hat, dann nur als Sängerin ;-) Und sie ist da schon in einem Alter, das ich wohl nie erreichen werde, da kann man schon mal etwas undeutlich sprechen. Ich erwähne das auch nur, weil es ein seltener Fall ist: Ich kenne viele Leute, die sehr gut sprechen, aber überhaupt nicht singen können; hier ist es halt mal umgekehrt.

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